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  1. Inaktiver User

    AW: Meine Tochter (18) bringt sich in immer größere Schwierigkeiten, was tun?

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Na, hoffentlich kommst du nicht als "Oma" zurück


    Wann kommt ER denn raus ?

    Oh man, du kannst einem Flausen in den Kopf setzen!
    Der junge Mann kommt im nächsten Monat raus, er wird ja noch als Heranwachsender behandelt. Hat aber in seinem kurzen Leben insgesamt schon mehr als drei Jahre gesessen.

  2. Inaktiver User

    AW: Meine Tochter (18) bringt sich in immer größere Schwierigkeiten, was tun?

    @bratislava,

    deine Tochter nabelt sich von dir ab. Ziemlich krass zwar, aber ist so.

    bibi_mahro schrieb es, glaub ich.
    Je mehr Widerstand du gegen ihn erkennen lässt, umso mehr wird sie festhalten.
    Wie ist sie denn zu ihrem Freund gekommen?
    Kennst du seinen familiären Hintergrund?

    Ob das ganze mit irgendeiner Therapieform zusammenhängt weiß ich nicht zu sagen, würde ich mich auch hüten, aber das mit dem Übernehmen von Verhaltensmustern, das würde ich nicht von der Hand weisen wollen.

    Eigentlich würde ich sagen wollen, bleib cool, aber wenns um die eigene Tochter geht, ist das nicht so einfach.

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    AW: Meine Tochter (18) bringt sich in immer größere Schwierigkeiten, was tun?

    Hallo Bratislavva,

    vorab: ich kann Deine Überlegungen sehr gut nachvollziehen.

    (Übrigens teile ich auch Deine Auffassungen, die therapeutischen Schulen betreffend, das steht aber eigentlich nicht zur Debatte.)

    Klare Sicht für Dich ist angesagt. Und das heißt: Deine Tochter ist volljährig, Du kannst Dich in Ihre Lebensentscheidungen nicht mehr wirklich einmischen, das wird sie Dir auch vehement verwehren.

    Das gute Verhältnis zu Deiner Tochter wird ganz bestimmt irgendwann reanimiert werden, und zwar von ihr.

    Bis dahin ist wichtig, dass Du Dich tatsächlich um Dich selbst kümmerst. Deine eigenen Ziele verfolgst unabhängig von Deiner Tochter. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn sie merkt, dass Du Dich eben nicht ständig um sie sorgst und versuchst, sie auf den richtigen Weg zu bringen.
    Und kümmere Dich auch um Deine Interessen innerhalb dieser Gemengelage.

    Das beinhaltet gleichzeitig die derzeit relevante Form der Einflußnahme:
    Du bestimmst nämlich z.B., was in Eurer gemeinsamen Wohnung vor sich geht oder nicht.

    Die jungen Leute brauchen klare Ansagen auch entgegen den von ihnen selbst vertretenen Überzeugungen. Unpopuläre Maßnahmen, die Dich möglicherweise zeitweise noch weiter von Deiner Tochter entfernen.

    Du kannst ihr zu Hause sozusagen die Spur vorgeben. Die Loipe. Dazu brauchst Du Durchsetzungsvermögen und darfst Dich nicht von Ihrer Zuneigung abhängig machen.

    In Auseinandersetzungen mit den Großen müssen Eltern echte und starke Sparringspartner sein.
    Handeln Sie mit Leidenschaft, aber denken Sie klar!
    Hannah Arendt

  4. Inaktiver User

    AW: Meine Tochter (18) bringt sich in immer größere Schwierigkeiten, was tun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @bratislava,

    Je mehr Widerstand du gegen ihn erkennen lässt, umso mehr wird sie festhalten.
    Wie ist sie denn zu ihrem Freund gekommen?
    Kennst du seinen familiären Hintergrund?
    .
    Ja, klar, ich hüte mich, ihr gegenüber negativ über ihn zu sprechen, ich kenne ihn ja auch gar nicht richtig. Meine Tochter hat mir viel über ihn erzählt, er ist bis 13 bei der Mutter großgeworden, die wohl arg überfordert mit ihm war, jede Menge Schläge und Alkohol. Dann kam er ins Heim, riss immer aus, hat jede Menge Straftaten verübt usw. Die übliche Geschichte eines Kindes, das immer zu kurz kam. Traurig.
    Nichtsdestotrotz habe ich beruflich bedingt (bin Lehrerin im Förderzentrum) schon viele solcher Biografien mitverfolgt und ihre Folgen erlebe ich jeden Tag aufs neue. Das verleitet allzu oft zur Generalisierung, das ist mir klar. Aber - wie gesagt - wenns um das eigene Kind geht, überwiegen oft Emotionen vor dem Verstand.
    LG
    Bratislavva

  5. Inaktiver User

    AW: Meine Tochter (18) bringt sich in immer größere Schwierigkeiten, was tun?

    Zitat Zitat von Aglaja11 Beitrag anzeigen
    Klare Sicht für Dich ist angesagt. Und das heißt: Deine Tochter ist volljährig, Du kannst Dich in Ihre Lebensentscheidungen nicht mehr wirklich einmischen, das wird sie Dir auch vehement verwehren.

    Bis dahin ist wichtig, dass Du Dich tatsächlich um Dich selbst kümmerst. Deine eigenen Ziele verfolgst unabhängig von Deiner Tochter. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn sie merkt, dass Du Dich eben nicht ständig um sie sorgst und versuchst, sie auf den richtigen Weg zu bringen.
    Und kümmere Dich auch um Deine Interessen innerhalb dieser Gemengelage.

    Das beinhaltet gleichzeitig die derzeit relevante Form der Einflußnahme:
    Du bestimmst nämlich z.B., was in Eurer gemeinsamen Wohnung vor sich geht oder nicht.

    Die jungen Leute brauchen klare Ansagen auch entgegen den von ihnen selbst vertretenen Überzeugungen. Unpopuläre Maßnahmen, die Dich möglicherweise zeitweise noch weiter von Deiner Tochter entfernen.

    Du kannst ihr zu Hause sozusagen die Spur vorgeben. Die Loipe. Dazu brauchst Du Durchsetzungsvermögen und darfst Dich nicht von Ihrer Zuneigung abhängig machen.

    In Auseinandersetzungen mit den Großen müssen Eltern echte und starke Sparringspartner sein.

    Absolut! Wenn ich etwas gelernt habe in der Thera, dann genau DAS!
    Ich bin für meine Verhältnisse sogar sehr stark auf mich bezogen, das wirft mir meine Tochter ab und zu vor.
    Ich bin beruflich sehr engagiert, viel unterwegs mit Freunden und habe verinnerlicht, meine Bedürfnisse zu sehen und zu berücksichtigen. Ich habe auch begriffen, daß ich Vorgaben machen darf und nicht schauen muss, ob meine Tochter mich dafür liebt oder nicht. Doch, da war einiges, was ich bis dahin ganz quer gesehen hatte.

    Das ist auch einer der Gründe, warum meine Tochter mit mir in den vergangenen Jahren Stress hatte. Ich gebe natürlich im Haushalt viel vor, wieviel für was ausgegeben wird, dass Hausarbeit geteilt wird usw. Da sie volljährig ist, lebt sie ansonsten so, wie sie das will. Aber eine gewisse respektvolle Haltung von beiden Seiten ist für mich unabdingbar, das fordere ich zwar ein, aber es klappt wie gesagt nicht immer. Sie ist manchmal sehr verletzend, wie es nur Personen sein können, die sich sehr gut kennen. Aber ich glaube, ich war ähnlich in ihrem Alter. Warum genau, weiß ich gar nicht. Aber es war diese unbedingte Ablösung, die ich wollte, glaube ich.
    Wahrscheinlich sollte ich öfter mal daran denken, dass ich auch so war. Das macht es etwas erträglicher. Als ich 19 war und mich in die ersten Drogisten verliebte (ich war ja schließlich coabhängig großgeworden!), schien mir, als wenn das meinen Eltern herzlich egal war. Die waren froh, dass das Töchterchen "versorgt" war, wenn Ihr wisst, was ich meine. Vielleicht erklärt das irgendwo meine eigene Verhaltensunsicherheit. Ich möchte ihr nicht das Gefühl geben, dass es mir egal wäre, was mit ihr passiert. Ich möchte ihr aber auch Vertrauen zeigen. Verdammt schwierig, dieser Spagat.
    LG
    Bratislavva

  6. Inaktiver User

    AW: Meine Tochter (18) bringt sich in immer größere Schwierigkeiten, was tun?

    Kleiner Zwischenstandsbericht:
    ich bin wieder im Land und - alles ist ganz anders als vorher.
    Meine Tochter redet mit mir, macht ihren Anteil an der Hausarbeit....ich fass es nicht!
    Sie sucht sogar meine Nähe, sagt Hallo und Tschüß und simst die eine oder andere Nachricht. Es ist umheimlich, irgendwas ist da im Busch...

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    AW: Meine Tochter (18) bringt sich in immer größere Schwierigkeiten, was tun?

    Hallo Bratislava,
    ohne auf einzelne Beiträge deinerseits näher ein zu gehen (ich habe alle gelesen) möchte ich mich einfach nur bedanken.
    Ich befinde mich in einem ähnlichen Dilemma, allerdings imt meinem Sohn. Er ist 16 Jh. und geht jetzt für 1 Jh. nach England zu meiner Schwester weil es hier mit uns nicht mehr geht und ich nicht zu schauen kann und darf wie er sein Leben gestaltet.
    Ohne mich in Schuldzuweisungen zu verlieren, habe ich enorme Probleme mich gegenüber meinen Kindern abzugrenzen.
    Ich fühle mich schnell verantwortlich und nehme ihnen zu viel ab.
    Und obwohl ich weiß wie falsch das ist, wünsche ich mir sie vor schlimmen Erfahrungen zu beschützen. Dabei gehe ich drauf, denn das kann ja nicht funktionieren.
    Mein großer Sohn ist 21 Jh. und wirklich nachvollziehen wie man so leben kann, kann ich auch nicht wirklich, aber ich habe es (meistens) akzeptiert, weil wir ansonsten ein liebevolles und gutes Verhältnis haben.
    Dein Beitrag hat mich sehr zum nachdenken angeregt. Dafür bedanke ich mich bei dir.
    Liebe Grüße

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