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  1. Inaktiver User

    AW: Was ist nun zu tun??

    Zitat Zitat von rosenherz09 Beitrag anzeigen
    ... Wir könnten uns grundsätzlich über mangelnde Selbstverantwortung sprich Selbstliebe aufregen bei ungewollt Schwangeren in schlechter Wirtschafts- und Intelligenzlage, bei Menschen, die weder Sport machen noch sich richtig ernähren und damit den Kankenkassen Heilbehandlungen von Zivilisationserkrankungen aufbürden, von Eltern, die nicht fähig sind, sich um ihre Kinder zu kümmern, von Straffälligen, die den Steuerzahler auch teuer zu stehen kommen...Die Liste ist endlos. Allen wird geholfen, die durch persönliche Versäumnisse, Fehlentscheidungen und Unwissenheit in Schieflagen geraten...Wie ist das zu ändern? Viele sind unbelehrbar und beratungsresistent.
    ...solange an der Ursache nix passiert, werden die Symptome weiter auf die Allgemeinheit übertragen und die muss die "Schluffen der Gesellschaft" mit durchziehen...

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    AW: Was ist nun zu tun??

    Wie denn? Wieviel Beratung und Öffentlichkeitsarbeit denn noch? Überall wird Beratung, Aufklärung und Hilfe zur Prävention angeboten. Schriftliches, Bücher, Infos gibt es ohne Ende, in der Schule angefangen bis zur Erwachseneninformation...Und immer noch gibt es all diese Lebensprobleme. Ich begreife es nicht.

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    AW: Was ist nun zu tun??

    Vielleicht sollten wir nicht vergessen, daß wir (zum Glück) in einer Solidargesmeinschaft leben. Jeder von uns kann in Situationen kommen, diese gesellschaftliche Solidarität in Anspruch nehmen zu müssen. Und dann nach der Schuld zu fragen ist dem Selbstbild des Menschen abträglich.

    Denn konsequent zu Ende gedacht sollte man jedem Raucher die Krankenkassenkarte wegnehmen. Und jedem Übergewichtigen auch.

    Und wer dann überhaupt und vollständig ein völlig schuldloses Leben führt, der werfe den ersten Stein. Denn vergessen wir nicht, die junge Frau trägt mit ihren Steuern und SV-Beiträgen auch zur Solidargemeinschaft bei.

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Was ist nun zu tun??

    Ich bin dafür, jedem Raucher und Übergewichtigen die Krankenkassenkarte wegzunehmen. Sie werden der Solidargemeinschaft mehr Kosten verursachen als sie jemals eingezahlt haben. Aber das Selbstbild....dem Menschen abträglich....ach je....

  5. Inaktiver User

    AW: Was ist nun zu tun??

    Die junge Frau, die hier ein Kind bekommt ist 25!
    Da war ich grad fertig mit dem Studium und ein Jahr später war auch ich schwanger. Damals zwar schon 2 Jahre verheiratet, mein Mann studierte noch. Drei Jahre später trennte er sich von mir.
    Na doll, was habe ich falsch gemacht?
    Nix, ich wollte Kinder, er auch.
    Einen Unterschied gabs, ich war nie Vollzeitmama, sondern immer berufstätig. Auch nicht richtig oder?

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    AW: Was ist nun zu tun??

    Die junge Frau und ihr HartzIV-empfangender Freund sind alt genug um zu verhüten. Von verheirateten Frauen, die in Schwierigkeiten kommen, wenn ihnen die Männer weglaufen, ist nicht die Rede. Hier geht es um Selbstverantwortung und Verantwortung auch anderen gegenüber.

    In einem solchen Thema ist es nun mal so, dass es auch andere Bereiche berührt. Hier geht es nicht um Personen, die durch die Schuld anderer in Schwierigkeiten geraten. Denen soll geholfen werden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, sprich sich vor Verantwortung drückende Väter, Raucher und Übergewichtige, die kein "Selbstbild" haben und sich selbst schaden.

    Warum soll das die "Allgemeinheit" alles zahlen? Ist das so schwer zu verstehen und dem "Selbstbild des Menschen" abträglich? Was ist falsch an dieser Auffassung? Ich finde, es ist Zeit für ein Umdenken, die Kosten der Verantwortungslosigkeiten vieler gehen ins Uferlose.
    Geändert von rosenherz09 (17.05.2009 um 14:29 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Was ist nun zu tun??

    Über die KV-Diskussion sag ich mal nichts, die hab ich schon an anderer Stelle geführt.

    Was du vergisst, Rosenherz, meiner Meinung nach, ist folgendes: hier kommt demnächst ein Kind auf die Welt, das erstmal für die Situation seiner Eltern nichts kann. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn alle Menschen ihre Kinder erst dann bekämen, wenn sie finanziell alleine dafür aufkommen könnten. Da es aber weder den 100%igen Menschen noch die 100%ige Verhütung gibt, wird es immer wieder zu ungeplanten Schwangerschaften kommen. Das ist nun mal die Realität und du kannst diese Menschen ja nun nicht zur Zwangsabtreibung oder Zwangssterilisation zwingen. Und was macht man nun deiner Meinung nach mit diesen Kindern? Bitte komm jetzt nicht wieder mit der Argumentation "die Menschen müssen halt aufpassen". Siehe oben: es wird immer zu ungeplanten Schwangerschaften kommen. Soll man die Kinder nun dafür büssen lassen, dass die Eltern ihre Kinder nicht zu einem perfekten Zeitpunkt bekommen haben? Soll man ihnen deswegen Kleidung, Nahrung, Bildung und ein Dach über dem Kopf verwehren?

    Gerade für Kinder hat unsere Gesellschaft meiner Meinung nach eine ganz massive Verantwortung. Wenn wir uns um Kinder auch aus Familien mit nicht so tollen Startbedingungen nicht kümmern, dann fliegt das uns als Gesellschaft irgendwann um die Ohren.

    Ich finde es übrigens faszinierend, wie hier eine Frau verurteilt wird, die sich für das Kind trotz nicht so guter Bedingungen entscheidet und in anderen Strängen, in denen vielleicht eine andere Frau aus ähnlichen Gründen sich für eine Abtreibung entscheidet, genauso verurteilt wird.

  8. Inaktiver User

    AW: Was ist nun zu tun??

    danke Marilyn,

    ich dachte schon, ich bin im falschen Film.

    Das Kind ist entstanden, wie auch immer.
    Da hat die Umgebung und die Gesellschaft die Aufgabe, Mutter und Kind zu unterstützen - und es gibt wenige Dinge, für die ich so gerne Steuern bezahle wie dafür.

    Aber das ist ja nicht das Thema. Das Kind ist da - müßig zu diskutieren, was gewesen wäre wenn und wer was hätte konnen und sollen.
    Jetzt geht es darum, wie es in möglichst guten Bedingungen aufwachsen kann.

    Skorpion - ich wünsche Deiner Schwester und ihrem Kind alles Gute - und hoffe, dass sie gute Beratung und die nötige Unterstützung bekommen wird.

    Gruß, Leonie

  9. User Info Menu

    AW: Was ist nun zu tun??

    ...ja, kümmern muss sich die Gesellschaft natürlich. Also dann ab in die Kita. Die Erzieherinnen dort können jede Menge berichten.

  10. User Info Menu

    AW: Was ist nun zu tun??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Über die KV-Diskussion sag ich mal nichts, die hab ich schon an anderer Stelle geführt.

    Was du vergisst, Rosenherz, meiner Meinung nach, ist folgendes: hier kommt demnächst ein Kind auf die Welt, das erstmal für die Situation seiner Eltern nichts kann. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn alle Menschen ihre Kinder erst dann bekämen, wenn sie finanziell alleine dafür aufkommen könnten. Da es aber weder den 100%igen Menschen noch die 100%ige Verhütung gibt, wird es immer wieder zu ungeplanten Schwangerschaften kommen. Das ist nun mal die Realität und du kannst diese Menschen ja nun nicht zur Zwangsabtreibung oder Zwangssterilisation zwingen. Und was macht man nun deiner Meinung nach mit diesen Kindern? Bitte komm jetzt nicht wieder mit der Argumentation "die Menschen müssen halt aufpassen". Siehe oben: es wird immer zu ungeplanten Schwangerschaften kommen. Soll man die Kinder nun dafür büssen lassen, dass die Eltern ihre Kinder nicht zu einem perfekten Zeitpunkt bekommen haben? Soll man ihnen deswegen Kleidung, Nahrung, Bildung und ein Dach über dem Kopf verwehren?

    Gerade für Kinder hat unsere Gesellschaft meiner Meinung nach eine ganz massive Verantwortung. Wenn wir uns um Kinder auch aus Familien mit nicht so tollen Startbedingungen nicht kümmern, dann fliegt das uns als Gesellschaft irgendwann um die Ohren.

    Ich finde es übrigens faszinierend, wie hier eine Frau verurteilt wird, die sich für das Kind trotz nicht so guter Bedingungen entscheidet und in anderen Strängen, in denen vielleicht eine andere Frau aus ähnlichen Gründen sich für eine Abtreibung entscheidet, genauso verurteilt wird.
    Danke, Marilyn

    Hans
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