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    AW: Wie ist es euch und den Kindern nach der Trennung ergangen??

    Ach so, noch was: ich würde die Kinder nicht in die Entscheidung mit einbeziehen, denn das ist Deine Verantwortung. Was machst Du denn, wenn sie sagen, Du sollst bei ihrem Vater bleiben?
    Nee, das musst Du allein mit Dir ausmachen.
    Die Osterglocke

    Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.

  2. Inaktiver User

    AW: Wie ist es euch und den Kindern nach der Trennung ergangen??

    Liebe Arany

    Hier ist keine Mutter sondern ein ehemaliges "Scheidungskind", das dir antwortet.

    Ich bin froh, dass meine Eltern damals (ich war ca. 11 Jahre alt, mein Bruder 8) die Situation geklärt und entschieden haben, getrennte Wege zu gehen. Natürlich war die Situation damals schwierig und hat die Trennung mich belastet. Aber eine unklare Situation bzw. dauernder Streit oder Gefühlskälte zwischen meinen Eltern hätte mich bestimmt noch mehr belastet. Meine Elten waren zwar anständig und haben ihre Differenzen wirklich nicht vor uns Kindern ausgetragen, aber wir haben natürlich gemerkt, dass was nicht stimmt, und darunter gelitten. Es war einfacher für uns, mit der klaren Situation der Trennung umzugehen als vorher mir der unklaren Situation.

    Für meine Mutter war das nicht einfach. Sie war finanziell deutlich schlechter gestellt als offenbar du (ein Haus hatten wir nicht und sie hat zum Zeitpunkt der Trennung auch noch nicht gearbeitet). Die erste Zeit haben wir nur von den Alimenten des Vaters und von ihrer Heimarbeit gelebt (Korrektorat für einen Verlag), aber bald hatte sie eine 50%-Stelle als Sekretärin und hat das kontinuierlich aufgestockt.

    Sie hat das Pensum vor allem deswegen geschafft, weil sie viele Dinge im Haushalt viel gelassener genommen hat als zuvor (dann ist halt mal was schmutzig - na und?) und weil wir Kinder sehr früh sehr selbstständig waren und einiges im Haushalt miterledigt haben (Staubsaugen, Bad oder Küche sauber machen, einfache Gerichte kochen). Auch hatten wir nette Nachbarinnen, bei denen meine Mutter uns mal für eine Weile "platzieren" konnte, wenn sie was Dringendes erledigen musste. Natürlich waren wir relativ früh auch mal länger allein. War mir aber ganz recht - so störte mich niemand beim Lesen .

    Schulisch hat sich die Trennung bei mir überhaupt nicht ausgewirkt. Meine Noten im Gymnasium waren und blieben spitze. Mein Bruder hatte mehr Schwierigkeiten. Aber rückblickend ist es unklar, zu definieren, welchen Anteil die Scheidung meiner Eltern daran hatte was auf andere Faktoren zurückzuführen war (körperliche Behinderung, lernmässiger "Spätzünder", Pubertät). Jedenfalls hat er ein Jahr länger gebraucht, aber er hat die Matura (Abi) gut bestanden und ein gutes Studium hingelegt. Hat halt einfach etwas länger gedauert.

    Fazit: Es war richig so. Richtig für uns Kinder. Und es ist zu schaffen. Setz dich nicht selbst unter Druck. Und stell vielleicht im ersten Jahr deinen Stolz zurück und akzeptiere die befristete Abhängigkeit von den Zahlungen deines Mannes (war für meine Mutter auch schwierig, sie war ähnlich stolz). Dann, wenn ihr emotional mit der neuen Situation klar kommt und euch euren Alltag neu organisiert habt, kannst du allmählich das Pensum aufstocken, was ja offenbar kein Problem ist.

    Alles Gute.

  3. Inaktiver User

    AW: Wie ist es euch und den Kindern nach der Trennung ergangen??

    Hallo Ihr Lieben,

    danke für eure lieben Tipps. Ich habe mich ja länger nicht gemeldet. Aber in den letzten Tagen ist auch einiges passiert.

    Wir waren mit den Kindern auf einer Städtereise, es hat auch alles gut geklappt, aber immer, wenn mein Mann und ich dann mal abends alleine am Tisch saßen, flogen die Fetzen. Am Dienstag hatten wir dann wieder einen Termin bei der Eheberatung und sogar der hat uns aufgegeben!!!

    Wir sind nun zu dem Entschluß gekommen, uns zu trennen. Das Haus wird verkauft, solange bleibe ich noch hier wohnen, mein Mann geht im Sommer nach Süddeutschland.

    Nun wollen wir uns mit Hilfe eines Mediators für beide verträglich trennen.

    Tja, so schnell geht das auf einmal. Mein Mann meint zwar immer noch das ich das alleine mit den Kindern nicht schaffe und nach einiger Zeit zu ihm zurück komme...Ich meine, die Option ist ja eigentlich immer da, oder? Ich lasse ihn mal in dem Glauben, aber meiner Meinung nach ist die Sache aussichtslos.

    Nun wirds also ernst. Fühle mich jetzt eigentlich okay. Werde mich jetzt ans entrümpeln machen.

    Danke fürs lesen

    arany

  4. Inaktiver User

    AW: Wie ist es euch und den Kindern nach der Trennung ergangen??

    du schaffst das!


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    AW: Wie ist es euch und den Kindern nach der Trennung ergangen??

    liebe arany,

    manchmal kommt der impuls von aussen und es geht alles seinen weg.

    natürlich ist es ein kleiner trost, aber...die ansicht, dass frau sowieso nicht durchhält und in kürzester zeit wieder bei dem ex-partner vor der tür steht, hört man von 8 von 10 männern. verdrängung.

    du wirst ganz sicher auf die füsse fallen!
    nach dem ersten schritt läuft es sich leichter ;-)

    wünsche dir viel kraft, unterstützung und viel egoismus!


    lieben gruß
    winterwald

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    AW: Wie ist es euch und den Kindern nach der Trennung ergangen??

    Liebe Arany!

    Schließe mich meinen Vorrednern an, ich bin auch sicher, Du schaffst das! Auch die Kinder werden sich arrangieren und mit ihren aufgaben wachsen.
    Ich bin seit 17 Monaten Witwe, mein Sohn ist 14 Jahre alt und mitten in der Pubertät. Vor 2 wochen hat er einen Verweis bekommen, hat schon seit Weihnachten den Unterricht gestört. Brachte ne 5 und ne 6 in 2 Stehgreifaúfgaben nach Hause, und dann flatterte ein blauer Brief ins Haus, ich hab echt gedacht, ich wandere jetzt aus, habe mich gefragt, warum ich das alles alleine bewältigen muss. Aber irgendwie geht es, man ist doch stärker, als man denkt!
    Warum ich Dir das erzähle: Wenn Du jetzt schon merkst, daß eine Trennung gut ist-mache es. Alles der Reihe nach! Wenn das Haus verkauft ist, schaust Du, was übrig bleibt. Dann richtest Du mit Deinen Kindern die neue Wohnung ein, es wird gut werden. Lass dann erstmal alles auf dich zu kommen und mache Dir nicht soviele Gedanken. Kenne ich von mir auch, hinterher wird doch alles gut.
    Wenn Du merkst, das Geld reicht nicht, kannst Du Deinen Job immer noch aufstocken, auch die Kinder werden sich daran gewöhnen.
    Was schon gesagt wurde: die Prioritäten verschieben sich, Wäsche und Dreck kann mal liegenbleiben.
    Schaffe Dir auch Freiräume, dadurch bekommst du wieder Kraft, rede aber auch mit den kindern, wenn Du nicht mehr kannst. Du bist keine Maschine, sondern ein Mensch mit Gefühlen, die Kinder verstehen das, man kann nicht immer stark sein.

    Ihr alle werdet das schaffen, es wird Euch zusammenschweissen.
    Du hast die Kraft, Du schaffst das, hol alles aus dir raus.
    Ich habe durch den Tod meines Mannes gemerkt, wie stark ich bin, man kann sehr viel alleine schaffen, es braucht aber auch viel Kraft!

    Die wünsche ich dir für die nächste Zeit und wünsche dir alles Gute!!

    LG Bayerntante

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