Hallo ihr Lieben,
nachdem ich nun seit geraumer Zeit wenig erfolgreich versuche mein Problem zu lösen würde ich gerne mal eure Meinungen dazu hören.
Versuche, mich bzgl. der Background-Info´s mal auf das -aus meiner Sicht- Wesentliche zu beschränken, solltet ihr weitere Info´s benötigen, fragt einfach.
Vorab: Alleinerziehend bin ich insofern, als dass ich mit dem Kind alleine lebe. Der Vater und ich sind, wie soll ich sagen, nicht "richtig" getrennt, er ist so ein "Ich-kann-mich-nicht-entscheiden"-Exemplar..
Nun gut, wie auch immer, er will zwar sein Kind sehen, relativ oft, jedoch nicht regelmässig, also keine festen Vereinbarungen. Ich habe mittlerweile wirklich ALLES versucht (inkl. JA etc.), um da eine wirklich verbindliche Regelung reinzubekommen, aber nix zu machen. (Kind ist eineinhalb Jahre...)
Nun ist es so, dass ich aufgrund meiner pers. Situation dringend seine Unterstützung bräuchte und nicht nur einen "Spass-Besuchsvater". Ich habe meine Ausbildung noch nicht ganz abgeschlossen, bekomme aber, wenn ich diese wieder aufnehme keinerlei finanzielle Unterstützung. Heisst, hier bräuchte ich SEINE Unterstützung, finanziell, oder in Form von verbindlicher Betreuung des Kindes, so dass ich selbst zusätzlich jobben gehen könnte. Beides wäre für ihn an sich problemlos machbar.
Unsere Familien wohnen leider nicht in unserer Stadt, so dass ich keine alternative Möglichkeit habe.
Da sich die Lage seit langer Zeit nicht bessert, habe ich mich nun schweren Herzens zu einem Umzug in die Nähe der Familie durchgerungen.
Ich denke, dass es für unser Kind alles andere als eine gute Möglichkeit ist, da sie hier aus ihrem kompletten sozialen Umfeld gerissen wird, aber mir sind die Hände gebunden. Und das alles obenauf zu unserem privaten hin & her.Er meint, das würde nix machen, weil sie ja noch so klein ist
Mir auf jeden Fall tut das Kind sooo leid, wegen allem, was eben auch im Vorfeld schon abgelaufen ist. Und mittlerweile bin ich auch einfach nur noch wütend, dass alle Probleme etc allein auf meinem Rücken ausgetragen werden, und er sich verhält, als hätte er mit der ganzen Sache nix am Hut
Er hingegen stellt es so hin als wäre er der Beste Vater der Welt, und das alles wäre völlig normal. Wenn ich versuche, Unterstützung einzufordern, wie gesagt weil ich es z.Zt. alleine nicht hinbekomme, unterstellt er mir, ihn mit dem Kind unter Druck zu setzen
Ich kann das alles kaum fassen, und frage mich, was das bitte für ein Vater ist. Ich bekomme es irgendwie in meinem Kopf nicht hin, dass er sich nur die Rosinen aus dem Kuchen pickt und sonst mit allem alleine bin. Natürlich soll ich ihm weiterhin barrierefreien Umgang mit dem Kind ermöglichen und das, obwohl er im Prinzip dafür Verantwortlich ist, dass gerade Kind & mein komplettes Leben "zusammenbricht".
Wie würdet ihr damit umgehen?
Danke schonmal an alle, die sich die Mühe machen ihr Statement abzugeben.
Liebe Grüsse, lilly_lotta
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 78
Thema: Keine Unterstützung durch KV
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02.03.2009, 10:40
Keine Unterstützung durch KV
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02.03.2009, 11:05
AW: Keine Unterstützung durch KV
Zahlt er denn Kindesunterhalt? Und dir steht Betreuungsunterhalt zu, hast du dich diesbezüglich schon mal erkundigt?Ich denke, für ein anderthalb Jahre altes Kind bist du, zusammen mit dem Vater, das hauptsächliche soziale Umfeld, und du bleibst dem Kind ja erhalten. Schwieriger wäre es sicher bei einem älteren Kind mit Kindergartenfreunden oder Schulkameraden. Ein Umzug in diesem Alter sehe ich nicht so pessimistisch, zumal, wenn du dadurch näher bei der dich unterstützenden Familie wohnst.Wie weit würdest du denn wegziehen? Dann wird ja vielleicht schon aus Entfernungsgründen ein Wochenend- und Ferienpapa draus und das muss man dann planen, da kann er nicht einfach, wann er will, vor der Tür stehen. Allerdings auch jetzt nicht, ich finde es rücksichtslos, wenn sich einer immer nach dem anderen richten soll.
Was hat denn das Jugendamt dazu gesagt, dass kein geregelter Umgang möglich ist?A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
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02.03.2009, 11:20
AW: Keine Unterstützung durch KV
Ja, den zahl er nach ewigem hin & her zur Zeit recht zuverlässig. Von der Sache her würde mir Betreuungsunterhalt zustehen, bei seinem -leider inoffiziellen- Gehalt so um die 1000 € für Kind & mich. Aber wie gesagt, rechtlich nix machbar, da er bei seinem offiziellen Einkommen z.Zt. wahrscheinlich nicht mal Unterhalt für das Kind zahlen müssteZahlt er denn Kindesunterhalt? Und dir steht Betreuungsunterhalt zu, hast du dich diesbezüglich schon mal erkundigt?
Also muss ich diesbezüglich ruhig bleiben und die aus seiner Sicht "grosszügige freiwillige" Unterstützung annehmen. Sobald mal was nicht nach seiner Nase läuft heisst es immer "wieso soll ich für ein Kind zahlen, wenn ich es nicht sehen kann wann & wie ich will" 
Das versuche im mir auch schon einzureden, wobei so ja auch der VAter weitestgehend wegfallen wird. Zudem ist es nur eine Übergangslösung bis Ende meiner Ausbildung (max. 1 Jahr), dann werden wir dort definitiv wieder wegziehen, weil es undekbar für mich ist, dort dauerhaft zu leben, schon allein aufgrund mangelder beruflicher Perspektiven.Ich denke, für ein anderthalb Jahre altes Kind bist du, zusammen mit dem Vater, das hauptsächliche soziale Umfeld, und du bleibst dem Kind ja erhalten. Schwieriger wäre es sicher bei einem älteren Kind mit Kindergartenfreunden oder Schulkameraden. Ein Umzug in diesem Alter sehe ich nicht so pessimistisch, zumal, wenn du dadurch näher bei der dich unterstützenden Familie wohnst.
150 km ist dann die Entfernung, aber das ist dann natürlich sein Problem. Im Moment tue ich mich allerdings total schwer mit dem Gedanken, dass er das Kind sehen will, jedoch so gar nichts für es tutWie weit würdest du denn wegziehen? Dann wird ja vielleicht schon aus Entfernungsgründen ein Wochenend- und Ferienpapa draus und das muss man dann planen, da kann er nicht einfach, wann er will, vor der Tür stehen. Allerdings auch jetzt nicht, ich finde es rücksichtslos, wenn sich einer immer nach dem anderen richten soll.
Mal ganz melodramatisch: durch mangelde Kooperationsbereitschaft "ruiniert" er gerade auch MEIN Leben... Ich MUSS hier weg, weil er mich einfach null unterstützt 
JA plädiert seit geraumer Zeit für Kontaktsperre und würde sich auch dafür aussprechen, wenn es hart auf hart käme. Die finden, dass ein VAter der sich SO verhält baw. sein Umgangsrecht verwirkt hat.Was hat denn das Jugendamt dazu gesagt, dass kein geregelter Umgang möglich ist?
Aber unabhängig von seinem "Recht" hat ja irgendwie unser Kind auch ein Recht auf den Vater, das ich ihm nicht nehmen möchte.
Nur ich selbst fühl mich halt so gelackmeiert in der ganzen Sache... Immer nur nach Rechten schreien, aber von den Pflichten so gar nix hören wollen... Find ich *pfui*
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02.03.2009, 11:39Inaktiver User
AW: Keine Unterstützung durch KV
Es ist immer das alte Lied. AEs haben die Sorge, ein Teil des Sorgerechts, Sorgepflicht, Alleinverantwortung. Die Väter suchen sich aus, was ihnen gerade in den Kram passt, alles selbst erlebt. Bzgl. deiner Ausbildung hast du die Wahl zwischen Sozialamt bzw. HartzIV (mit Kindern unter drei Jahren musst du nicht arbeiten, eine ausführliche Beratung am Arbeitsamt oder am Jungendamt (Beratungstermine machen!) wäre nicht schlecht) und dem unzuverlässigen Vater, der dich nicht so unterstützt wie du es brauchst. Eine andere Möglichkeit wäre, vorausgesetzt deine Familie ist finanziell gut situiert und willig, dich von dieser unterstützen zu lassen. Dann gibt es noch für dich die Möglichkeit der Arbeit wie auch immer, Vollzeit oder Teilzeit, mit passender Kinderbetreuung und Unterstützung deiner Familie. Mit dem Vater kannst du nicht rechnen, außer Unterhalt kannst du nichts einklagen. Moral kann man/frau nicht einklagen. Frage Anwälte und Beratungsstellen.
miriamGeändert von Inaktiver User (02.03.2009 um 11:46 Uhr)
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02.03.2009, 11:41
AW: Keine Unterstützung durch KV
Also erstmal ist Kindesunterhalt unabhängig vom Umgang. Egal, was er dazu meint.
Und was heißt offizielles / inoffizielles Einkommen? Da müsste doch eigentlich er die Füße still halten, damit du da nicht an falscher Stelle drüber plapperst. Steuerfahnder freuen sich immer über Tipps von Ex-Frauen oder Geliebte (Beispiel).A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
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02.03.2009, 11:51
AW: Keine Unterstützung durch KV
Diese Geld bekomme ich eben leider nur, solange ich meine Ausbildung nicht wieder aufnehme. Ausführliche Beratung habe ich mir diesbezüglich von allen Seiten geholtBzgl. deiner Ausbildung hast du die Wahl zwischen Sozialamt bzw. HartzIV (mit Kindern unter drei Jahren musst du nicht arbeiten,
Aber genau das ist ja der Punkt, ich WILL diese Ausbildung beenden, damit wir nicht ewig an der Armutsgrenze knapsen...
Leider negativ.Eine andere Möglichkeit wäre, vorausgesetzt deine Familie ist finanziell gut situiert und willig, dich von dieser unterstützen zu lassen.
Dies kollidert momentan leider noch mit der Ausbildung. Wenn ich jetzt in VZ arbeite, dann wars das damitDann gibt es noch für dich die Möglichkeit der Arbeit wie auch immer, Vollzeit oder Teilzeit, mit passender Kinderbetreuung und Unterstützung deiner Familie.
Das ist mir klar, aber leider ihm nicht...Also erstmal ist Kindesunterhalt unabhängig vom Umgang. Egal, was er dazu meint.
Genau DAS heisst es... Leider bin ich zu sowas irgendwie nicht in der Lage, könnt das nicht mit mir vereinbaren, und genau DAS weiss er... Und "leider" haben wir ja an sich guten Kontakt, weil immer alles läuft wie er will... Den würde ich zwangsläufig damit auf´s Spiel setzen, was wiederum auf unser Kind zurückfallen wird...Und was heißt offizielles / inoffizielles Einkommen? Da müsste doch eigentlich er die Füße still halten, damit du da nicht an falscher Stelle drüber plapperst. Steuerfahnder freuen sich immer über Tipps
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02.03.2009, 12:19Inaktiver User
AW: Keine Unterstützung durch KV
Mit all deinem "Aber" bleibt ja keine Lösung übrig. Meiner Meinung nach macht es aber doch Sinn, sich noch einmal intensiv mit der ARGE oder Jugendamt oder Sozialamt auseinanderzusetzen. Eine Ausbildung/Umschulung wird doch auch sonst gefördert, um AEs wieder in Arbeit - und damit auf eigene Füße - zu bringen. Notfalls würde ich über Prozesskostenhilfe Widerspruch einlegen und klagen. Es widerspricht jeder Logik und Vernunft, dass das Arbeitsamt nicht mitmacht, zumal dein Kind noch unter drei ist. Sonst warte doch in Ruhe ab, bis es dein Kind so alt ist. Es gibt ab dem Zeitpunkt vom Arbeitsamt vielleicht andere Vorgaben und Möglichkeiten, frag doch noch mal nach. Hartnäckigkeit bringt oft was...
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02.03.2009, 12:36
AW: Keine Unterstützung durch KV
Hallo Lilly Lotto,
so ein Exemplar von EX habe ich auch. Wir sind allerdings schon 9 Jahre getrennt und die Kinder sind jetzt 15 und 13.
In all der Zeit habe ich mir den Mund fusselig geredet er solle sich doch bitte kontinuierlich kümmern. Und? Nix.
Wenn er Zeit und Lust hat WILL er die Kinder sehen und ist beleidigt wenn es denn mal nicht passt.
Er zahlt den Kindesunterhalt, macht aber auch eine Riesenbohei draus, dass er für UNSEREN Lebensunterhalt so viel abdrücken muss.
Geärgert habe ich mich in all den Jahren mal mehr mal weniger. Im Moment gerade mal wieder mehr, weil es großen Streß mit meiner Tochter gibt. Schulangst.
Ich versuche gerade die Kraft anstatt fürs Ärgern für uns zu nutzen.
Was ich damit sagen will, Du kannst Ihn nicht ändern. Ich habe ziemlich lange gebraucht um das zu begreifen und mir tut es auch immer wieder für die Kinder leid, aber es ist wie es ist.
Witzigerweise beschwert er sich dann auch noch, dass die Kinder ihm sowenig erzählen und ist beleidigt dass er für sie nicht so wichtig ist.
Hilfe von familiärer Seite hatte ich leider auch nie.
Es wird besser wenn die Kinder größer werden, aber das ist jetzt für Dich auch kein Trost. Ich kann Dir nur raten, versuch ein Netzwerk aufzubauen, vielleicht gibt es bei Dir Büro von dem "VAMV" Verband alleinerziehender Mütter und Väter.
Liebe Grüße
Wintersonne
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02.03.2009, 16:34
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02.03.2009, 23:56
AW: Keine Unterstützung durch KV
Ich würde so damit umgehen, dass ich jegliche Erwartungen an den KV aufgebe und damit eine Menge Energie einspare, die ich an anderer Stelle wesentlich produktiver einsetzen könnte.
Ich würde keinen Gedanken mehr daran verschwenden, wie er uns unterstützen könnte, sondern mich darauf fokussieren, wie ich als reale Alleinerziehende erreichen kann, meine Ausbildung abzuschließen.
Ich würde dorthin ziehen, wo ich meine Ziele am einfachsten umsetzen kann und ich würde Informationen einholen, welche Unterstützung ich bekommen kann.
Da gibt es die Arge, das Amt für Soziale Dienste, die Frauenbeauftragte, Alleinerziehendengruppen.
Es gibt Tagesmütter und Zuschüsse zur Finanzierung der Betreuung.
Und es gibt das gute Gefühl, dass das Kind wenigstens ein Elternteil hat, das Verantwortung übernimmt und dass es eine Zukunft gibt, in der die Früchte der jetzigen Mühen geerntet werden.



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