Aber das Kind ist erst anderthalb! Für so ein kleines Kind ist dieser Mann, der da alle heiligen Zeiten mal vorbeikommt, ein Fremder.
Das zu ändern, liegt in seiner Hand, und zwar, indem er ein regelmäßiger Bestandteil des Lebens seines Kindes wird durch regelmäßige häufige Besuche, wenn das Kind älter ist, auch durch gemeinsame Unternehmungen, zusammen verbrachte Wochenenden und Ferien, Postkarten, Telefonaten usw.
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Ergebnis 41 bis 50 von 78
Thema: Keine Unterstützung durch KV
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18.03.2009, 11:17
AW: Keine Unterstützung durch KV
A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
(George R. R. Martin)
Moderation von:
Alle Jahre wieder...
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18.03.2009, 11:22
AW: Keine Unterstützung durch KV
Wie alt war denn deine Tochter zu dieser Zeit?Meine Tochter hat sich total gefreut, wenn ihr Papa sie alle x Monate mal abgeholt hat. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger.
Ich denke, die Sachlage ändert sich etwas in dem Moment, wo man einem Kind Dinge erklären kann... So alt ist mein Kind noch nicht.
Ich kenn es nur aus dem Bekanntenkreis, wo Kinder an den Papa-Wochenenden weinend am Zaun gestanden haben, weil er nicht gekommen ist.
Es gibt seitens seiner Familie einen ähnlichen Fall, seehr ähnliches Verhalten des Vaters... Das betreffende Kind ist heute in psychologischer Behandlung, weil total Verhaltensauffällig
Das will ich nicht, für mein Kind, und auch nicht für mich. ICH muss im Alltag mit meinem Kind leben, und ICH trage die Verantwortung für alles, was da passiert. Ich kann es z.Zt. mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, mein Kind an einen Vater zu "gewöhnen", der keiner ist...
Und vielleicht muss es für das Kind nicht schlecht sein, aber das Verhalten unseres Kindes geht über aufgekratzt sein weit hinaus. Tagelang schlaflose Nächte, wenn er da war. Wutanfälle vom feinsten und überhaupt nicht altersgemäss... Und das darf ich dann wieder alleine ausbaden
Natürlich werde ich das dem Kind nicht so vermitteln. Ja, es soll sich ein eigenes Bild machen. Ich befürchte allerdings, die Fakten werden für sich sprechen, wenn das Kind eines Tages fragt. Und lügen werde ich da definitiv nicht, damit er besser oder neutraler dasteht. Es gibt Tatsachen, die sich nicht verleugnen lassen und die werde ich dem Kind, wenn es fragt auch ungeschönt, entsprechend kindgerecht vermitteln. Dass er dabei in einem weniger guten Licht dasteht ist sein Problem.Muss dem Kind wirklich vermittelt werden, von welchem .... es abstammt? Soll es sich nicht selbst ein Bild machen können?
Ja, allerdings kümmerst sich nur einer von uns.Aber ihr habt ZUSAMMEN ein Kind.
Da bin ich in unserem speziellen Fall halt unsicher. DAS kommt für mich derzeit zumindest nicht in Frage. Er kann kommen, zuverlässig & regelmässig. Oder eben gar nicht. Ich kann und will mein Leben nicht nach ihm ausrichten. Wenn er sich aufführt, als wäre das Kind ein Spielzeug, und er ein weit entfernter Onkel, dann muss er vorerst wegbleiben.Das würde nämlich erheblich weitreichendere psychische Auswirkungen haben als ein unzuverlässiger aber "relativ" anwesender Vater.
Würde ich ihm das Theater ermöglichen und mitspielen, hätte ich das Gefühl, ihm zu suggerieren, sein Verhalten sei in Ordnung. Und das ist es eben nicht.
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18.03.2009, 11:24
AW: Keine Unterstützung durch KV
Aus dem Leben streichen wäre Blödsinn, weil er im Kind sozusagen ist.
Ich hoffe, es ist verständlich, wie ich das meine.
Ein bisschen Ruhe, ist aber vielleicht nicht verkehrt.
Ruhe, falls das Kind tatsächlich nicht gut damit klar kommt und selbst enttäuscht ist.
Ich setze voraus, dass da kein Schlachtfeld eröffnet wird.
Was am meisten wehtut, ist doch, wenn es dem Kind wehtut.
So seh ich das.
Ich würde aber den Vater vor dem Kind auch nicht 'schlechtreden'.
Mitfluchen ist aber erlaubt, oder?
Sagen wir mal so, das Kind ist in diesem Fall noch sehr klein.
Wäre es älter (nicht alt, älter), könnte es seinem Vater selbst etwas dazu sagen.
So würde ich als Mutter probieren mit dem Vater darüber zu sprechen.
So empathisch (aus Sicht des Kindes) und nichtanklagend wie möglich.
Lieben Gruß,
MatratzeNow, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
Kein Foster - keine Rettung.
Smashie starb am 17.09.2016.
Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.
Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.
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18.03.2009, 11:27
AW: Keine Unterstützung durch KV
So seh ich das auch.
Zitat von izzie
Wenn ich weiterhin den unzuverlässigen Umgang toleriere, gewöhnt sich das Kind an ihn. Und merkt dann, wenn es anfängt Dinge zu verstehen, dass sein Vater sich gar nicht für es interessiert. Ich zettel da doch was an, von dem heute schon klar ist, dass es das Kind verletzen wird.
Und wie fühlt sich das dann wohl für ein Kind an?
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18.03.2009, 11:29Inaktiver User
AW: Keine Unterstützung durch KV
Ich war von Anfang an alleinerziehend.
Auch habe ich ihr in dem Alter nicht erzählt "heute kommt Papa", sondern er war halt einfach da (oder nicht).
Somit konnte sie gar nicht enttäuscht werden. Sondern überrascht.
Euer Kind ist anderthalb. Da gibt es noch kein "altersgemäss".
Natürlich kannst jeglichen Kontakt abbrechen. Ich denke, du hast deine Entscheidung getroffen, unumstösslich.Na, wenn sich das Kind nicht mal an seinen eigenen Vater "gewöhnen" darf ....Wenn ich weiterhin den unzuverlässigen Umgang toleriere, gewöhnt sich das Kind an ihn.
@matratze: Ich finde es auch unfair, ich weiss, dass es Kindern weh tut. Als Mutter bin verpflichtet, Schaden vom Kind abzuwenden, warum sollte ich es unterlassen, weil es sich um den Vater handelt? Ich muss dem Kind nichts vorlügen, aber ich kann in Bahnen lenken, damit es tunlichst nicht darunter leidet.Geändert von Inaktiver User (18.03.2009 um 11:35 Uhr)
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18.03.2009, 11:42
AW: Keine Unterstützung durch KV
Ich finde es beeindruckend, wenn man es mit sich vereinbaren kann, immer mit allem alleine dazustehen, und dem Papa bei ensprechendem sporadischem Bedarf einen Ego-Trip mit dem Kind zu gönnen. Was anderes ist es in meinen Augen nicht. Ob das besser oder schlechter für das Kind ist, als keinen Kontakt, vermag ich nicht zu beurteilen.Ich war von Anfang an alleinerziehend.
Ich weiss allerdings, dass ich das so zur Zeit nicht leben kann. Und ich weiss auch, dass das A und O bei solchen Sachen ist, dass man selbst gut damit klarkommt. Nur dann kann man dem Kind vermitteln, dass es eben ok ist, wie es ist...
Nein, so ist es nicht. Ich denke, ich habe meine Entscheidung für diesen Moment getroffen, basierend auf seinem Verhalten.Natürlich kannst jeglichen Kontakt abbrechen. Ich denke, du hast deine Entscheidung getroffen, unumstösslich.
Er hatte eineinhalb Jahre Zeit und alle Unterstützung dieser Welt von meiner Seite, sich in seine Vaterrolle einzufinden. Erfolglos. Er hat bis heute nicht verstanden, was es bedeutet, Vater zu sein. Er will sein Leben unbehelligt von jeglicher Verantwortung für dieses Kind oder sich selbst leben. DAnn soll er das auch mit allen Konsequenzen tun.
Das kann ich auch nicht. Ebenso kann ich es jedoch nicht verantworten, dieses Theater von ihm weiter zu unterstützen.Ich könnte das allerdings nicht verantworten meinem Kind gegenüber .....
Ich hoffe mehr darauf, dass eine Konsequenz meinerseits bei ihm polarisierend wirkt, und er sich selbst entscheidet, ob er lieber regelmässigen oder eben gar keinen Kontakt möchte.
Ich sehe es eher so, dass ich lediglich REagiere. Eigentlich gibt er die Rahmenbedingungen vor, nicht ich...
Das darf es, wenn er sich denn auch nur ein bißchen wie ein Vater benimmt. ER "schadet" doch dem Kind, und er weiss es...Na, wenn sich das Kind nicht mal an seinen eigenen Vater "gewöhnen" darf ....
Nichts anderes versuche ich doch.aber ich kann in Bahnen lenken, damit es tunlichst nicht darunter leidet.
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18.03.2009, 11:51
AW: Keine Unterstützung durch KV
Now, bring me that horizon.
Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.
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18.03.2009, 11:57
AW: Keine Unterstützung durch KV
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18.03.2009, 12:16
AW: Keine Unterstützung durch KV
Genau, das wollte die Lilly auch nicht...Ich hatte Lilly nicht so verstanden, dass sie auf immer und ewig Kontaktabbruch leben wollte.
Solche Situationen sind wohl doch immer sehr individuell und ich glaube, eine Pauschal-Lösung gibt es einfach nicht...
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18.03.2009, 12:29
AW: Keine Unterstützung durch KV
Liebe Lilly_Lotta,
ich finde, den Müttern, den alleinerziehenden Müttern, wird unglaublich viel abverlangt.
Sie sollen immer für ihr Kind da sein.
Sie sollen das Kindeswohl immer und unter allen (noch so fürchterlichen Umständen) an erste Stelle stellen
Sie sollen dem Vater, egal wie er sich verhält, das Kind niemals vorenthalten.
Sie sollen, sie sollen, sie sollen.
Aber Mütter sind auch Menschen.
Ich bin auch allein erziehend. Mein Sohn ist allerdings schon acht.
Ich wünsche mir für ihn nichts mehr als einen Vater, der sich regelmäßig um ihn kümmert.
Ich tue alles dafür, dass er seinen Vater sehen kann.
Und trotzdem könnte ich den Vater auf den Mond schießen.
Er lebt einfach sein Leben.
Für ihn steht sein Kind nicht an erster Stelle (und niemand verlangt das von ihm, um ihm das Prädikat "guter Vater" zu verleihen).
Er kommt, wenn er will, und geht, wann er will.
Er hält sich manchmal an Vereinbarungen, manchmal auch nicht.
Er kommt zu spät.
Er kann nicht.
Was auch immer.
ER hat immer gute Gründe.
Und wo bleibe ich, als Mensch?
Lilly_lotta, ich kann Dich so gut verstehen.
Du hast für Dein Kind schon so viel getan, und so viel probiert.
Klar, dass Du irgendwann nicht mehr kannst.
Und ich sehe bei Dir auch wirklich die Sorge um Dein Kind im Vordergrund.
Du willst einfach nicht, dass Dein Kind darunter leidet, dass der Vater so unberechenbar und unzuverlässig ist, und sich nur für seine Tochter interessiert, wenn er gerade möchte.
Es ist immer ein Abwägen. Ist es wichtiger, dass überhaupt Kontakt besteht oder ist es sogar schädlicher. Und ich finde, Du machst das sehr gut!Die Osterglocke
Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.


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