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  1. Moderation

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    AW: Betreuungsbettelei?!?

    Nicht nur in ländlichen Gebieten. Bei uns (Kleinstadt, gut 50000 EW) hat keine Grundschule Nachmittagsbetreuung, dafür gibt es zwei Kinderhorte. Die Gymnasien haben alle Nachmittagsbetreuung, nur eine der Hauptschulen hat sie, die Realschule hat keine und plant auch nicht, sie einzuführen. Es gibt keine außerschulischen Betreuungsmöglichkeiten für Schüler weiterführender Schulen.
    A reader lives a thousand lives before he dies... The man who never reads lives only one.
    (George R. R. Martin)

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  2. gesperrt

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    AW: Betreuungsbettelei?!?

    Zitat Zitat von izzie Beitrag anzeigen
    Nicht nur in ländlichen Gebieten. Bei uns (Kleinstadt, gut 50000 EW) hat keine Grundschule Nachmittagsbetreuung, dafür gibt es zwei Kinderhorte. Die Gymnasien haben alle Nachmittagsbetreuung, nur eine der Hauptschulen hat sie, die Realschule hat keine und plant auch nicht, sie einzuführen. Es gibt keine außerschulischen Betreuungsmöglichkeiten für Schüler weiterführender Schulen.
    wir haben in der nächsten Kleinstadt (ähnliche Größe) einen Kinderhort und der ist - wie soll es auch anders sein - hoffnungslos überfüllt. Dann gibt es noch für Jungs über ein Kloster Hausaufgabenbetreuung an die auch noch Sportmöglichkeiten angegliedert sind. Aber das greift auch erst ab dem Alter von 10 Jahren und ich meine es gilt nur für weiterführende Schulen.

    Man kann also leider nicht behaupten, dass schulpflichtige Kinder bis 16 Uhr beaufsichtigt sind sofern man das Angebot nutzen möchte.

    Schön wär's aber. Es würde vielen Eltern - gleichgültig ob alleinerziehend oder nicht - eine Last von den Schultern nehmen. Effektiver und preislich günstiger wäre es auch als die Tagesmutterregelung.

  3. Moderation

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    AW: Betreuungsbettelei?!?

    Das ärgert mich so, dass im Moment überall groß getönt wird, was alles in die erweiterten Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter 1, unter 3 und unter 6 investiert wird - und von den Schulkindern redet keiner mehr. Als bräuchten die keine Betreuung.
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  4. gesperrt

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    AW: Betreuungsbettelei?!?

    Geht dein Vollzeit-Job wirklich bis 18.00 Uhr? Bei allem Respekt, warum tust du dir das an? Dir geht es doch jetzt schon nicht gut, wie ich lese.

    Und wie willst du in den nächsten Jahren deine Kinder begleiten (Hausaufgaben, Gespräche, sich Zeit nehmen etc.), wenn du erst 18.00 Uhr Feierabend haben solltest? Wann bist du dann zu Hause?

    Ich kann verstehen, wenn der Teilzeit-Job nicht so doll war, aber bei 6 und 8 jährigen Kindern Vollzeit zu arbeiten, finde ich nicht gut. Geld hin oder her. Hast du nicht die Befürchtung, dass da dein Verhältnis zu den Kindern leiden könnte? Sie sind doch noch relativ jung und brauchen dich noch.

    Ich denke auch, dass du versuchen solltest, da weg zu ziehen, mehr in eine Stadt rein. Da gibt es mehr Betreuung für die Kinder und vielleicht auch mehr Chancen was deinen Job betrifft. Oder du ziehst nach Berlin :-). Hier habe ich nie Betreuungsprobleme gehabt. Und schlimmer als bei dir kann die Arbeitsmarktlage nicht sein.

    Trotzdem alles Gute für dich!

    Wildblume

  5. Inaktiver User

    AW: Betreuungsbettelei?!?

    Wie wäre es mit einem Halbtagsjob in der Stadt, der dir gefällt?
    Und eine Ganztagsschule?

    Selbst mit meiner 11-Jährigen würde ich nicht bis 18 Uhr arbeiten. Wem soll das was bringen? Sie geht um 20 Uhr ins Bett. Steht um 6 Uhr morgens auf. Wir brauchen die Stunden abends.

    Erst mal geht sie spielen mit Freunden, dann für Hausaufgaben oder was lernen, viel reden, kochen. Und dann willst du gestresst heimkommen?
    Ohne Ruhepause, gleich Haushalt und 2 (!) Kinder um dich rum.

  6. gesperrt

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    AW: Betreuungsbettelei?!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit einem Halbtagsjob in der Stadt, der dir gefällt?
    Und eine Ganztagsschule?

    Selbst mit meiner 11-Jährigen würde ich nicht bis 18 Uhr arbeiten. Wem soll das was bringen? Sie geht um 20 Uhr ins Bett. Steht um 6 Uhr morgens auf. Wir brauchen die Stunden abends.

    Erst mal geht sie spielen mit Freunden, dann für Hausaufgaben oder was lernen, viel reden, kochen. Und dann willst du gestresst heimkommen?
    Ohne Ruhepause, gleich Haushalt und 2 (!) Kinder um dich rum.
    Wem das was bringt?

    Der Mutter etwas.. in Bezug auf Berufsperspektiven und Altersicherung. Wer garantiert denn, dass sie in 3-5 Jahren wieder so ein Angebot erhält?

    Ich wollte im Alter auch kein Sozialfall werden. Und jedes Berufsjahr, dass sie nur anteilig hat, spürt sie später bei der Rente.

  7. Inaktiver User

    AW: Betreuungsbettelei?!?

    Zitat Zitat von izzie Beitrag anzeigen
    Das ärgert mich so, dass im Moment überall groß getönt wird, was alles in die erweiterten Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter 1, unter 3 und unter 6 investiert wird - und von den Schulkindern redet keiner mehr. Als bräuchten die keine Betreuung.
    ...ich lebe auch in so einem kleinem Nest.
    da ich derzeit arbeitslos bin und ständig eine Absage nach der anderen kassiere, bin ich echt am überlegen, ob sich nicht irgendetwas über die sogenannten Mehrgenerationenhäuser machen lässt. Wir haben zumindest eins.

  8. Inaktiver User

    AW: Betreuungsbettelei?!?

    Zitat Zitat von Wildblume2008 Beitrag anzeigen
    warum tust du dir das an? ...

    ...bei 6 und 8 jährigen Kindern Vollzeit zu arbeiten, finde ich nicht gut. Geld hin oder her...

    Wildblume, ich versuch gerade, mich nicht über deine Äußerung aufzuregen!!!!

    Kannst du dir eigentlich vorstellen, dass es Frauen gibt, die nicht die Wahl haben, ob sie arbeiten gehen wollen oder nicht - sondern die einfach müssen!

    Die nicht entscheiden können, ob ihnen ein Teilzeitjob besser passt - weil sie nämlich ein volles Gehalt brauchen?

    Die nicht den Traumjob suchen können, weil sie in einer Gegend leben, in der sie froh sein müssen, überhaupt was zu kriegen.

    Die nicht einfach umziehen können, weil dann das letzte bisschen soziale Bezugssystem wegbröckelt.

    Kannst du dir das vorstellen?

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    AW: Betreuungsbettelei?!?

    Zu den von GuteLaune genannten Punkten kommt auch noch, daß es nun mal Mütter gibt, die das schlichtweg so wollen. Warum soll man bei 6- & 8-jährigen denn nicht voll arbeiten, wenn es paßt?
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

  10. gesperrt

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    AW: Betreuungsbettelei?!?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wildblume, ich versuch gerade, mich nicht über deine Äußerung aufzuregen!!!!

    Kannst du dir eigentlich vorstellen, dass es Frauen gibt, die nicht die Wahl haben, ob sie arbeiten gehen wollen oder nicht - sondern die einfach müssen!

    Die nicht entscheiden können, ob ihnen ein Teilzeitjob besser passt - weil sie nämlich ein volles Gehalt brauchen?

    Die nicht den Traumjob suchen können, weil sie in einer Gegend leben, in der sie froh sein müssen, überhaupt was zu kriegen.

    Die nicht einfach umziehen können, weil dann das letzte bisschen soziale Bezugssystem wegbröckelt.

    Kannst du dir das vorstellen?
    Liebe GuteLaune,

    ich kann deine Zeilen nicht ganz verstehen. Ich habe das gleiche Schicksal durch und es gibt Wege, daraus zu kommen.

    Als Frau hat man immer die Wahl und erst recht, wenn man noch so relativ kleine Kinder hat, die ihre Mutter wirklich brauchen.

    Und wenn ich diese Bedingungen nicht habe, dann muss ich sie mir suchen oder notfalls sogar dahin ziehen, wo ich sie finde. Ich für mich persönlich denke, wenn ich 2 Kinder in die Welt gesetzt habe, muss ich mir im Voraus darüber klar sein, dass ich alles tun muss, damit es ihnen gut geht. Und notfalls bedeutet das auch, bei mir persönlich Abstriche zu machen.

    Und vom Gesetz her, ist keine Frau verpflichtet Vollzeit zu arbeiten, wenn sie Kinder unter 12 Jahre hat. Und manchmal lohnt es sich auch nicht voll zu arbeiten, weil man mit Teilzeit-Arbeit, Wohngeld und den Kinderzuschuss letztendlich fast genauso viel in der Tasche hätte. Aber man hat mehr Zeit für die Kinder und das ist doch wichtig.

    Und das Thema Altersvorsorge können wir uns doch abschmecken. Wer garantiert uns, dass wir noch eine Rente bekommen? Und wenn dann eh nur in der Höhe der Grundversorgung. Also warum soll ich mich jetzt kaputt rackern, für ein paar Euro mehr, mein Kind sieht mich nur zum Frühstück und zum Abendessen und meine eigene Lebensqualität rutscht auch noch den Buckel runter. Gut, Konsum ist mir nicht wichtig. Ich habe kein Auto und wir leben ganz gut mit H&M und C&A.

    Ich habe damals mit 4 Stunden angefangen zu arbeiten, mein Kind war nicht mal ein Jahr alt! und nicht mehr als Hartz IV verdient. Aber mir war die Zeit für mein Kind viel wichtiger, als die paar DM mehr. Und mit der Zeit konnte ich meine Arbeitszeit aufstocken, so dass ich immer mehr Einkommen hatte. Und ich bin drei Mal umgezogen, um meine Lebensqualität und die Bedingungen für mein Kind was Schule etc. betrifft immer mehr zu verbessern. Heute sind wir endlich angekommen, sind sehr zufrieden, ein Schulweg von 2 min zum Gymnasium meiner Tochter, wo sie zum Glück eine gute Klasse und eine gute Lehrerin bekommen hat.

    Heute, meine Tochter ist inzwischen fast 14, arbeite ich immer noch Teilzeit. Meinen Teilzeit-Job mag ich gar nicht, aber ich habe nur einen Arbeitsweg von 10min mit dem Rad und das Gehalt ist inzwischen okey. Die Urlaubsregelung ist für mich passend gut geschnitten und ich kann mit diesem Job mein Leben und das Leben für mein Kind gut verbinden.

    Trotzdem hoffe ich, dass ich nochmal einen anderen Teilzeit Job finde, wo das andere, was mir fehlt und was mich doch belastet, in positives ummünzen kann und der Arbeitsweg trotzdem kurz bleibt. Letzendlich verzichte ich auf einiges, aber dafür hat es mein Kind gut. Und das zählt für mich!!!!

    Seid 2 Jahren habe ich aber einen gut bezahlten Nebenjob als Hauswart, wo ich mir die Zeit selbst und gut einteilen kann, mein Kind mit hilft, um ihre Reitstunden selbst zu erarbeiten und wo ich mich körperlich gut fit halten kann. Beim Putzen unterhalten wir uns gut und inzwischen genießt meine Tochter die Zeit, weil sie sich von dem Schulstreß auf dem Gymnasium ein wenig entspannen kann. Treppenputzen und Laub fegen ist so entspannend und man sieht sofort ein positives Erlebnis .

    Und ich kenne viele Frauen im persönlichen Umkreis aus Kita, Hort und Schule etc. die das genauso geschafft haben, wie ich. Und der Arbeitsmarkt in Berlin ist ja nun nicht der Beste. Das einzige ist, wir haben hier wirklich gute Betreuungsmöglichkeiten und die Mütter helfen sich gut untereinander. Und viele Eltern dieser Mütter leben auch nicht in Berlin, also es haben viele Mütter sich neue Bezugssysteme geschaffen. Und weil Berlin eine tolerante Stadt ist, klappt das ganz gut.

    Abschließend und rückblickend hätte und würde ich keinen Vollzeitjob annehmen, egal wieviel ich dabei verdienen würde. Mein Kind und die Zeit die so ein Kind braucht, ist mir persönlich viel wichtiger als Geld. Und wenn ich im Alter wenig Geld habe ist das für mich kein Problem. Ich hatte nie viel Geld und führe in meinen Augen trotzdem ein gutes Leben, weil für mich Zeit zu haben für eine gute und liebevolle Erziehung und Zeit für mich persönlich zu haben, viel wichtiger ist.

    Und da ich beruflich mit Hartz IV Klientel zu tun habe, habe ich genug Menschen kennengelernt, die es zum Glück gut schaffen, mit diesen wenigen Geld gut, zufrieden zurecht zu kommen, auch im Alter.

    Was ich bei vielen Frauen, wenn ich hier bei BriCom so lese, vermisse ich vorausschauendes Denken und Handeln.

    Und meine Lebensdevise ist und hat sich immer wieder bewährt, man hat immer die Wahl, aber man muss dafür was tun, sich informieren, vorausschauend denken und planen und Risiken eingehen.

    Also, liebe Gute Laune, es gibt auch "andere" Schicksale.

    Dir einen schönen Sonntag, Wildblume

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