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    Patchworkfamilie mit Liebeschaos inklusive

    Eine wunderbare Beziehung ist romantisch - zumindest solange sich zwei Menschen leichtgewichtig auf der berühmten Wolke 7 bewegen können. Richtig anspruchsvoll wird es dann, wenn Wolke 7 mit unkontrollierten Gewichten belastet wird. Nun neigen schon Mann und Frau alleine dazu, das eine oder andere Gewicht bezusteuern. Ich denke da nur an meine berühmten Erwartungen, die meinen Partner sicher teilweise zu Recht zum Verzweifeln bringen. Richtig kompliziert wird es dann, wenn beide Partner nicht nur sich selbst sondern noch ein paar Kinder mit in die Beziehung bringen. Denn statt eine Mißstimmung mit einem gutgelaunten Besuch auszuräumen, kann der Besuch bei ihm nicht statt finden, weil kein Babysitter zur Hand ist. Das liebe Berufsleben samt Wirtschaftskrise und Familienanhang birgt selbst für meine große Liebe so viele Herausforderungen , dass mich manche Beziehungsprobleme zwischen "nur" Frau und Mann ohne kleinen Familienanhang fast schon neidisch seufzen lassen.
    Zum Glück gibt es mittlerweile viele Patchworker. Freue mich über eure Erfahrungen.
    PS: Einen ganz witzigen Blog zum Thema Patchwork gibt es bei Wordpress. Er heißt Happypatchwork

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    AW: Patchworkfamilie mit Liebeschaos inklusive

    Hi SraRomantica,

    hach, wie recht du hast!!

    Ich suche gerade nach einem Strang, indem ebendiese Schwierigkeiten angesprochen werden.

    Bei uns ist es so, dass sich unsere jeweiligen Kinder so oft streiten, dass wir als Paar Angst bekommen, ob wir diese Missstimmungen so aushalten.

    Wir wollen aushalten, aber es ist oft schwer.

    Unsere Kinder (seine Söhne: 10 und 3 Jahre) und mein Sohn (9 Jahre) rauben uns manchmal den letzten Nerv.

    Wir wohnen nicht zusammen, sondern meistens bin ich am Wochenende mit meinem Sohn bei meinem Freund.
    Eine Zeitlang spielen die beiden Großen auch schön miteinander, aber dann beginnt irgendwann der Zoff.

    Die Schwierigkeit liegt bestimmt auch darin, dass mein Sohn keine Rückzugsmöglichkeit hat und plötzlich mit gepackter Tasche dasteht und nach Hause möchte.
    Das wiederum möchte ich nicht.

    Da geht dann schöne Zeit dahin, indem mein Partner und ich entweder schimpfen, Streitschlichter sind, und einfach genervt sind.

    Ich bin einem knapp 2 Jahre jüngeren Bruder aufgewachsen und weiß, dass es manchmal ganz schön haarig zugehen kann.
    Mein Partner aber ist ein Einzelkind und kennt dieses überhaupt nicht.

    An ihm nagt das Ganze noch mehr als an mir.

    Warum ich das erzähle. Ich bin auch einfach nur gespannt auf andere Geschichten.
    Wie normal ist das?
    Hat es mit Eifersucht zu tun?

    Und und und...

    Leider muss ich jetzt zur Arbeit und kann nicht sofort alles nachlesen.
    Aber ich bin gespannt, ob andere auch solche Schwierigkeiten kennen, wie sie eventuell erfolgreich oder auch nicht damit umgegangen sind.

    einfach nur Austausch.

    Ist das alles zu verstehen? Ist ziemlich konfus geschrieben, weil eben erst wieder so ein Wochenende hinter uns liegt, ich nicht weiß, wie wir das (die Streitigkeiten der Kinder) in den Griff kriegen sollen und ich jetzt in Eile bin.

    Ach ja, ich bin mit meinem Partner seit knapp einem Jahr zusammen.

    Ronina
    Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.
    (Franz Kafka)

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    AW: Patchworkfamilie mit Liebeschaos inklusive

    Schade, dass keine Antworten kommen.

    Vielleicht ist das Problem ja nicht weit verbreitet, was ich für alle anderen ja schön finde.

    Vielleicht lassen wir uns auch nur zuviel nerven und empfinden es als so schlimm und andere sehen es als normal und gegeben an.

    Ich wünsche mir einfach mehr Harmonie, wenn wir alle fünf zusammen sind.
    Das aber geht immer nur eine Zeitlang gut.

    Auch denke ich manchmal, wie schön es sein könnte, wenn ich und mein Partner keine "Anhängsel" hätten (zumindest zeitweise)
    Da wir aber beide AE sind, sind die Kinder unter der Woche schon oft genug bei Oma´s und Tanten untergebracht, so dass wir sie am Wochenende eigentlich gern zu Hause haben.
    Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.
    (Franz Kafka)

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    AW: Patchworkfamilie mit Liebeschaos inklusive

    Liebe Ronina,
    bitte entschuldige die späte Anwort - habe hoffentlich eine der "besten" Entschuldigungen - nämlich die liebe Arbeit. Ich lebe mit meinem Kind alleine und das in Spanien. Die Kinder meines Partners leben in Deutschland und kommen nur in den Ferien. Das widerum heißt, dass mein kleiner Anhang immer bei mir ist und sich zwischen Muttersein (was ich sehr, sehr gerne bin) und Arbeitsleben die sogenannten privaten Minuten (Stunden sind das fast nie) mit meinem Partner auf ein Minimum reduzieren. Dafür bleibt dann viel Zeit für die berühmten Erwartungen, die wir auf diese Weise kaum erfüllen können. Ein "normales" Familienleben steht noch in weiter Ferne bzw. ist eine große Baustelle. Unser Fundament ist richtig gut und alle (2 Erw. 1+3 Kinder) verstehen sich, aber nun fangen die Eifersüchteleien an, für die ich größtes Verständnis habe, die aber soooo anstrengend sind. Vor allem der jüngeste Sohn meines Partners ist nun eifersüchtig auf mein Kind, weil das seiner Meinung nach mehr Zeit mit seinem Papa verbringt, als er selbst. Deshalb hat beschlossen, den Kleinen nun komplett zu ignorieren. Tja und mein Partner hat das berühmte schlechte Gewissen, weil er seine Kinder so selten sieht. Vielleicht sollte ich meine Patchworkerfahrungen humorvoll in einen Roman packen;-) - Stoff gibt es reichlich!

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    AW: Patchworkfamilie mit Liebeschaos inklusive

    Habt Ihr mal darüber nachgedacht, daß Eure Kinder vorgehen sollten?
    Warum muß man samt Sohn übers Wochenende zum Freund fahren und dort "einziehen".
    Habt Dates, übernachtet mal beim andern, aber so ein Hinundher ist keinem Kind zuzumuten. Und wenn Vati und Mutti noch so verliebt sind.

    Diese Patchworkerei gehört verboten!

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    AW: Patchworkfamilie mit Liebeschaos inklusive

    Hallo ixyz,

    wir sind beide alleinerziehend und haben unsere Kinder in der ganzen Woche bei uns.
    Da ist auch unter der Woche nichts mit übernachten drin.
    Vor allem auch nicht, wenn noch Schichtdienst dazu kommt, denn wir arbeiten auch beide und die Kinder sind wie bei vielen AEs dann schon anderweitig untergebracht.

    Unser Date ist halt eine Übernachtung am Wochenende.
    Ich hätte es auch lieber ohne Kinder, aber das geht nicht sehr häufig.
    Würden die Kinder nicht vorgehen, hätten wir die Probleme nicht.
    *ironieon*Einfach noch ein Tag mehr bei Oma, und Mama und Papa können sich treffen.*ironieoff*

    Es ist auch nicht jedes Wochenende!
    Also schon wenig genug Gelegenheiten einander zu sehen.

    Diese Patchworkerei gehört verboten
    Finde ich nicht!
    Wie sonst bekommen auch die Kinder wieder eine Chance auf eine Familie.
    Der Vater meines Kindes hat es nicht geschafft ein zufriedenstellendes Verhältnis zu seinem Sohn aufzubauen - mein Sohn hat ihn so selten gesehen, dass er von selbst gar keinen Kontakt möchte.
    Und die Frau meines Partner ist verstorben.

    Sollen wir uns nun jahrelang daten und die Kinder haben keine Chance ein Verhältnis zueinander zu bekommen?
    Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.
    (Franz Kafka)

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    AW: Patchworkfamilie mit Liebeschaos inklusive

    Es ist für die Kinder schon furchtbar genug, daß die Beziehung der Eltern nicht funktioniert hat, bzw. daß die Mutter verstorben ist.
    Jetzt mit ansehen zu müssen, daß es mit einer "wildfremden" Person klappt ist furchtbar.
    Für die Waisen ist es fast noch schlimmer, weil der Vater eine neue Frau hat und sie unwiederbringlich mutterlos sind.

    Ich kenne nur zwei Patchworkfamilien in denen die Kinder nicht abgrundtief leiden.

    Als Eltern muß man halt zurückstecken bis die Kinder groß genug sind. Punkt!

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    AW: Patchworkfamilie mit Liebeschaos inklusive

    Hi ixyz,

    du hast da sehr starre Ansichten, nicht wahr?

    Das Verhältnis der Kinder zu uns ist nicht das Problem.
    Sein Sohn akzeptiert mich vollkommen und auch mein Sohn hat mit ihm keine Probleme.
    Es ist das Verhältnis unter den Kindern.

    Einmal freuen sie sich total aufeinander und haben ein sehr schönes Verhältnis. Freuen sich auch, wenn der jeweils andere in zB seinen Sportarten Erfolge hatte.

    Aber an anderen Tagen zoffen sie nur rum.
    Diese Kostellation findet man sicher auch in wie sagt man - Primärfamilien evtl? -
    Doch unsere Kinder hatten bis dato keine "Konkurrenz", und ich denke, es hat viel mit Eifersucht zu tun.

    Ich werde dem Sohm meines Freundes nie die Mutter ersetzen können, ich möchte es auch nicht. Er hat eine Mutter, die leider verstorben ist.
    Und auch mein Partner wird nicht der Vater meines Sohnes sein. Den hat er dieser auch schon und leider hat er zu ihm ein zwiespältiges Verhältnis, dass bestimmt sehr viel mit nicht erfüllten Erwartungen und mit Enttäuschung zu tun hat, da sein Vater immer sehr selten zu Hause war und wenn dann nur für ein/zwei Tage (beruflich bedingt).

    Wie ist es denn in den Patchworkfamilien wo es klappt.
    Weißt du warum es dort klappt und kannst du mir sagen, warum es in anderen Familien nicht klappt?
    Hast du beruflich mit solchen Familien zu tun?

    Ich denke, man kann nicht alle Familien über einen Kamm scheren, nur weil sie die gleichen äußerlichen Bedingungen als Gemeinsamkeit haben.
    Da spielen auch eigene Persönlichkeiten und Charaktere eine große Rolle.
    Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.
    (Franz Kafka)

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    AW: Patchworkfamilie mit Liebeschaos inklusive

    Zitat Zitat von SraRomantica Beitrag anzeigen
    ....alle (2 Erw. 1+3 Kinder) verstehen sich, aber nun fangen die Eifersüchteleien an, für die ich größtes Verständnis habe, die aber soooo anstrengend sind. Vor allem der jüngeste Sohn meines Partners ist nun eifersüchtig auf mein Kind, weil das seiner Meinung nach mehr Zeit mit seinem Papa verbringt, als er selbst. Deshalb hat beschlossen, den Kleinen nun komplett zu ignorieren. ....!
    Ich denke, dass ist es auch bei uns.
    Eifersucht!
    Der Sohn deines Partner ignoriert deinen Sohn, unsere Söhne zoffen sich wie die Kesselflicker. Suchen manchmal förmlich den Streit.

    Und es stimmt, es ist
    soooo anstrengend
    !
    Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.
    (Franz Kafka)

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    AW: Patchworkfamilie mit Liebeschaos inklusive

    Hallo @ all -

    ich finde das Klagelied auf arme Scheidungskinder, was so gern gesungen wird, manchmal wirklich Fehl am Platz. Die Verteufelung von Lebensentwürfen, die es Erwachsenen möglich macht, für ihre Kinder in egal welcher Form da zu sein, finde ich ebenso falsch. Es gibt Scheidungen, die gut verlaufen, es gibt Kinder, die sich mit den neuen Umständen ohne ewiges Leiden arrangieren, es gibt Patchworkfamilien, die trotz des Chaos viel Glück und Liebe teilen: Es muss nicht alles negativ sein!

    Ich finde das eine traurige und fatale Einstellung, grade uns Scheidungskindern gegenüber. Ich und einige meiner Freunde, die alle die Scheidung oder zahllose Trennungs- und Versöhnungsakte ihrer Eltern erlebt haben, finden, dass wir oft ganz schön harsch und unüberlegt in Schubladen gesteckt werden, ohne selbst gefragt zu werden.

    Wenn ich meine Freunde frage, was ihnen am meisten gefehlt hat oder im Nachhinein am wichtigsten war/ ist: Dann ist die Antwort meistens: Glückliche Eltern.
    Das bedeutet nämlich für uns:
    Keinen Stress, weil unsere Eltern klar kommen und uns nicht unter Druck setzen.
    Es bedeutet, dass wir in Frieden mit beiden Seiten leben können und die Chance haben, unsere Leben ganz alltäglich und normal mit ihnen zu teilen, ohne auf Befindlichkeiten achten zu müssen.
    Es bedeutet, dass wir sowohl mit Vater als auch Mutter "befreundet" sein können - und dass sie das einander nicht neiden.
    Es bedeutet, dass unsere Familie auf andere Weise "intakt" ist - weil die Menschen darin immernoch respektvoll und offen miteinander umgehen.

    Patchwork ist eine große Herausforderung und ich bewundere die Eltern, die den Mut dazu haben, diesen Schritt zu gehen. Viele Halb - und Stiefgeschwister wachsen letztendlich aus dem einen Grund zusammen, den andere (Pflegefamilien z.B.) nicht teilen:
    Alle anwesenden Kinder haben das Scheitern einer Ehe erlebt.
    Die blöde 10 jährige Tochter von Papas neuer Freundin weiß wenn ich traurig bin wenigstens, wie ich mich fühle - vielleicht ist sie selbst auch manchmal traurig?

    Ich kenne Patchworkfamilien bei Menschen, die keinen Scheidungskrieg hatten, sondern einfach entschieden haben: Wir können nicht miteinander leben. Da diffundieren leibliche Eltern, Stiefeltern, Stiefgeschwister, neue Halbgeschwister und "Ur- Geschwister" in den Haushalten frei hin und her: Der respektvolle Umgang miteinander ermöglicht es.

    Ich bin immer der Meinung gewesen, dass ich weniger Leid und Unglück erlitten hätte, wenn meine Eltern (vor allem mein Vater) endlich den Mumm gehabt hätten, wieder glücklich zu werden und das so schnell als möglich. Glückliche und starke Eltern sind wichtig für Kinder, nicht Eltern, die wirklich alles tun, um Rücksicht auf die Gefühle ihrer Kinder zu nehmen. Wenn Eltern glücklich und stark und optimistisch sind, dann steckt das an, das gibt Mut, das gibt Kraft, da fühlt man sich gut und glaubt an die Zukunft.

    Wenn Eltern sich entscheiden, Patchwork zu leben, ist das alle Mal besser, als sich zu entscheiden, Liebeskummer und Sehnsucht zu haben und nicht zu wissen, wo man seine Kraft für den nächsten Tag herholen soll - weil man den Menschen, den man dafür an seine Seite wünscht, nur unter "schweren" Bedingungen haben kann.

    Lieber eine wackere, fröhlich - chaotische Patchworkfamilie als eine apathische, einzelkämpferische One-Man- Show.

    Verallgemeinerungen sind bei Kindern ganz Fehl am Platz: Wenn man Kindern gerecht werden will, muss man jedem Kind als Individuum helfen, mit dem Leben klar zu kommen. Auch damit, dass nicht alles leicht ist und schon gar nicht leicht bleibt!

    Alle über einen Kamm zu scheren kann nicht nur ungerechte Auswirkungen haben - es führt auch zu den vielen steifen Ansichten, die die Gerichte deutschlandweit immernoch zu stark beschränkten Entscheidungen in puncto Umgang und Sorgerecht in Scheidungsfällen bewegen.

    Ich fand übrigens schade, als meine Eltern sich dann irgendwann doch (vor allem mit sich und der Welt!) ausgesöhnt hatten, dass ich die Tochter der "Neuen" - dann wieder Ex - nicht mehr sehen konnte. Ich fand die zwar ein bisschen dumm, aber sie hatte viel mehr Barbies als ich ;-)

    Patchwork funktioniert: Perfekt gibt es nicht: Kinder, Umstände, Lebenspartner, Finanzen, Eltern: Sind nicht perfekt. Es gibt nicht die eine beste Lösung für Kinder, schon gar nicht die Lösung "Rücksichtnahme pur - Realität null".

    Und ich finde es toll, dass ihr Patchworkerinnen diesen Seiltanz auf euch nehmt. Je entspannter man damit umgeht, dass man keine herkömmliche Familie, sondern eine Pizza mit allen Geschmackssorten ist, die eben saure, fischige und fettige Ecken hat - umso besser.

    Schmecken tuts nich jedem, aber jeder Belag hat was für sich ;-)

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