So sehe ich das aber nicht. Ich finde es besser, man steht für eine Zeit am Fliessband oder arbeitet für eine Zeitarbeitsfirma.
Das macht sich doch besser im Lebenslauf, als wenn man da schreibt: Ich war zwei Jahre arbeitslos (und war nur daheim).
Da wäre mir der Fliessbandarbeiter weit lieber. ...
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12.01.2009, 12:39Inaktiver User
AW: Arbeitsamt will Sohn loswerden...
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12.01.2009, 12:51
AW: Arbeitsamt will Sohn loswerden...
Ich denke da muss man differenzieren nach Art der Ausbildung und der Berufserfahrung.
Wenn ein Manager nach zehn Jahren on the job arbeitslos wird, wird er zum einen kaum die Chance bekommen einen Job am Fließband zu bekommen (Sie sind überqualifiziert!) und in seinem Lebenslauf würde es sich auch merkwürdig ausmachen, wenn er sofort eine deutlich niedriger qualifizierte Tätigkeit aufnimmt.
Wenn eine Chefsekretärin nach 10 Jahren arbeitslos wird, fände ich es auch merkwürdig, wenn sie sofort einen Stelle als Hiwi in einem Callcenter annimmt und nicht erstmal eine Weile nach einer Arbeit auf ihrer Qualifikationsstufe sucht. Aber nach einem halben Jahr fände ich es auch merkwürdig, wenn sie nicht bereit wäre einen normalen Sekretariatsplatz einzunehmen.
Wenn jemand gerade seine Ausbildung beendet hat, halte ich es für besser fast jeden Job anzunehmen, um weiter aktiv am Arbeitsleben teilzunehmen und nicht zu Hause zu sitzen und sich nur auf den Traumjob zu bewerben. Denn jeder Arbeitgeber nimmt lieber jemanden mit Berufserfahrung als jemanden der in jungen Jahren lange Zeit arbeitslos war. Das kann nach meinem Verständnis ganz schnell in einer Sackgasse enden. Und natürlich haben es Arbeitnehmer, die aus einer schulischen Ausbildung kommen um so schwerer und müssen sich vielleicht als besonders flexibel erweisen.
Und zwischen meinen Beispielen gibt es selbstverständlich viel Luft in alle Richtungen es ist immer auch vom eigenen Lebenslauf, der bisherigen Stelle, der Berufserfahrung und der Branche abhängig, ob und wie lange man sich auf den Traumjob bewirbt, ehe man sich in eine andere Richtung orientiert bzw. auch schlicht Geld verdienen muss um zu leben.
Liebe Grüße
promethea
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12.01.2009, 21:50Inaktiver User
AW: Arbeitsamt will Sohn loswerden...
Wo Promethea recht hat, hat sie recht.
Als ich noch in Amt und Würden war, habe ich bei den Praktikanten schon drauf geschaut, was sie nach dem Abitur/ Studium gemacht haben. Es ist sehr schwer jemanden zu integrieren, der Teamarbeit, eigenständig denken und feste Zeiten nicht gewöhnt ist.
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13.01.2009, 09:21Inaktiver User
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14.01.2009, 09:50Inaktiver User
AW: Arbeitsamt will Sohn loswerden...
Aber genau DAS wird doch durch die Hartz-IV-Gesetzesgebung erwartet. Einen neue Arbeit finden um jeden Preis. Und sonst gilt man doch als Schmarotzer, weil man sich von der Allgemeinheit aushalten lässt. Was denn nun?Wenn ein Manager nach zehn Jahren on the job arbeitslos wird, wird er zum einen kaum die Chance bekommen einen Job am Fließband zu bekommen (Sie sind überqualifiziert!) und in seinem Lebenslauf würde es sich auch merkwürdig ausmachen, wenn er sofort eine deutlich niedriger qualifizierte Tätigkeit aufnimmt.
Wenn eine Chefsekretärin nach 10 Jahren arbeitslos wird, fände ich es auch merkwürdig, wenn sie sofort einen Stelle als Hiwi in einem Callcenter annimmt und nicht erstmal eine Weile nach einer Arbeit auf ihrer Qualifikationsstufe sucht. Aber nach einem halben Jahr fände ich es auch merkwürdig, wenn sie nicht bereit wäre einen normalen Sekretariatsplatz einzunehmen.
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14.01.2009, 09:54Inaktiver User
AW: Arbeitsamt will Sohn loswerden...
Es wird erwartet, dass man sich schnellstmöglich um eine neue Anstellung bemüht.
In Hartz IV fällt man nicht ab erstem Tag der Arbeitslosigkeit.
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14.01.2009, 22:37Inaktiver User
AW: Arbeitsamt will Sohn loswerden...
Bevor es Hartz4 gab, folgte nach 12 Monaten ALG die Arbeitslosenhilfe. Das war ebenfalls wenig Geld, wenn auch mehr als Sozialhilfe oder das heutige Hartz4. Trotzdem galt es auch damals, schnellstmöglich einen neuen Job zu finden. Viele Regelungen über die so mancher stöhnt, galten vor Hartz4 auch. Es wurde nur nicht so tief in die Substanz geschaut.
wer sich in Hartz4 einrichtet,
nicht der der da rein rutscht, weil er eine Absage nach der anderen kassiert und sich auf jeden Job bewirbt,
der lebt von der Allgemeinheit. Manche Kinder und Jugendliche kennen gar nichts anderes und wollen entweder mit Hauptschulabgang die große Kohle machen, aber wenig für tun oder sie haben gar keinen Bock. Vorbilder meist im gleichen Haushalt.



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