Antworten
Seite 7 von 18 ErsteErste ... 5678917 ... LetzteLetzte
Ergebnis 61 bis 70 von 177
  1. User Info Menu

    AW: Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???

    Hallo in die Runde,

    also erstmal mein Status, damit hier jeder einordnen kann wo ich stehe. Habe 2 Kinder (15 + 4) alleinerziehend UND vollzeitarbeitend... Vater Nummer 1 lebt leider 700 km entfernt, ist aber ein sehr guter Vater und kümmert sich wo er kann (ich bin damals wegen Vater N. 2 weggezogen) Und Vater N. 2 kümmert sich naja eher schlecht als recht um unser Kind (im Schnitt alle 3 Wochen von Sa nachmittag bis sonntag nachmittag), meine Familie lebt leider auch 700 km weg. Also Unterstützung hab ich wenig...

    so jetzt mein Beitrag:

    Der Titel des Strangs heisst: "Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???" und NICHT soll ich Vollzeit arbeiten??? Will bedeuten, dass ich es hier als völlig unqualifiziert empfinde den Rat zu geben Teilzeit zu arbeiten... denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es die meissten Frauen so halten würden wenn sie KÖNNTEN. Es gibt sicherlich unterschiedliche Gründe warum es nicht geht... aber die Krönung des ganzen ist hier den Rat zu geben umzuziehen, um eine Teilzeitstelle zu finden!!! Ihr wisst wohl nicht, was tatsächlich bedeutet ein Kind aus seinem vertrauten Umfeld(Schule etc.) zu holen, ich hab das mit meinem Großen durch und würde es meinen Kindern nicht mehr zumuten wollen. Dies zu vergleichen mit dem Umzug einer intakten Familie ist völlig widersinnig!!! ...ich wurde echt sauer, so etwas lesen zu müssen, aber noch schlimmer ist die Frage, warum bekommt man Kinder von Männern, die sich später nicht kümmern?? HALLO - noch jemand zu Hause??? Liebe Roxana, ich freue mich für Dich, dass Du solch ein super funktionierendes Modell hast und dir den richtigen Vater ausgesucht hast - aber mal ganz hypothetisch gefragt: "Was machst Du, wenn Dein Ex auf einmal wo anders hinziehen würde und dann einfach nicht mehr greifbar wäre....? Nur mal so als Denkanstoß....

    So und jetzt zur eigentlichen Frage, ich denke wirklich, dass es egal ist, wieviele Stunden man am Tag mit seinem Kind verbringt, wichtig ist doch WIE verbringt man seine Zeit mit dem Kind!!! Das ist natürlich altersabhängig. Der Große legt nicht mehr allzuviel Wert auf meine (ständige) Anwesenheit, im Gegenteil... aber ich weiß, dass es ihm sehr wichtig ist mit mir Gespräche führen zu können und die können wunderbar in den verbleibenden Alltag integriert werden. Der Kleine hat eher den Anspruch auf gemeinsames spielen, kuscheln etc und auch dies ist möglich in der Zeit zwischen 17 und 20.00 Uhr, sowie an den WE's. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass die meissten Mamis, die auf dem Papier Zeit haben, nicht wirklich mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen (ich weiß dass tatsächlich auch aus Erfahrung...) Als der Große noch klein war, arbeitete ich auch Teilzeit und nachmittags traf man sich dann mit anderen Mamis und die Kids spielten zusammen, im Grunde nichts anderes, als wenn die Kinder zusammen in der KITA spielen, oder?
    Um mir meinen Tag zu erleichtern, nehme ich es einfach nicht zu ernst und genau mit der Hausarbeit und eine gute Lösung ist es auch, wenn die Kids grösser sind, geht schon ab Kita Alter, das GEMEINSAM zu machen, die Kleinen haben tierische Freude daran und die Großen werden selbstständig....und wenn die Wäsche ungebügelt rumliegt, bis ich Zeit hab, was solls, oder wenn es anstatt aufwändig gekochtem Supermenue einfach ein bißchen aufgeschnittenes Gemüse nebst Brot und Wurst/Käse gibt - kein Problem, hauptsache wir essen gemeinsam!! Was ich damit sagen will, natürlich kann man nicht alles perfekt machen, aber das kann keiner, auch die Hausfraumamis nicht..
    Ein bißchen Gelssenheit, Humor und Liebe und es funktioniert auch Vollzeit. Nur nicht mutlos werden!!!! Und ganz wichtig, vergesst euch selbst bei alldem nicht, ihr seid nicht nur Mutter und Berufstätige, ein bißchen eigenen Freiraum muss man sich schaffen um auftanken zu können, und wenn er noch so klein ist!!!!

    Und nochwas, ich bin froh, dass ich wenigstens unser Auskommen verdienen kann und z.B. meinen Kindern nicht jeden Wunsch abschlagen muss und vielleicht auch mal ein gemeinsamer kleiner Urlaub drin ist, das sind wunderschöne Dinge, die uns den Alltag erleichtern und ich glaube, meine Söhne sind zufrieden mit ihrer vollzeitarbeitenden Mam, die es gelassen nimmt.

  2. Inaktiver User

    AW: Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???

    Sorry, irgendwie tust du mir leid. Dir scheint es nicht gut zu gehen.....Ich wünsche dir, dass du mit deinem Leben zufriedener wirst, dann wirst du dich bestimmt auch nicht von solchen Frauen wie mich, gleich angegriffen und genervt fühlen .

    Wildblume
    Was du mit deiner Art bei vielen Menschen erreichen wirsr, ist in der Tat, dass sie sich schlechter fühlen, Wenns Spaß macht-
    Geändert von Inaktiver User (17.03.2009 um 16:31 Uhr)

  3. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was du mit deiner Art bei vielen Menschen erreichen wirsr, ist in der Tat, dass sie sich schlechter fühlen, Wenns Spaß macht-
    Ach Jorden, ich hatte hier schon mal geschrieben, dass ich und auch kein anderer Mensch für die negativen Gefühle bei dir und bei wem auch immer verantwortlich bin. Jeder Mensch macht sich seine negativen Gefühle selber.

    Nur du alleine hast es in der Hand, wie du dich fühlst.

    Ich wünsche dir, dass du es in der Zukunft schaffst, auf solche, für dich wahrscheinlich provozierenden Beiträge, wie von mir, sachlicher und souveräner eingehen kannst. Das bedeutet natürlich auch, mit sich selber auseinanderzusetzen und sich zu hinterfragen, warum du so negativ verbal dich hier artikulierst und auch versuchst persönlich zu beleidigen.

    Kommunizierst du mit deinem Kind/Kindern auch so, wenn dir was an deren Meinung nicht gefällt?

    Vielleicht würde es dir helfen, deine negative Energie, die du bei dem Beantworten meiner Beiträge gespürt und auch artikuliert hast, in positive Energie zum eigenen Nutzen und zu Stärkung deiner Selbstzufriedenheit umzuwandeln? Ich bin mir sicher, dass dich dann solche Beiträge wie meine, nicht mehr aufregen .

    Wildblume

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???

    Zitat Zitat von wellengang Beitrag anzeigen
    Hallo in die Runde,

    also erstmal mein Status, damit hier jeder einordnen kann wo ich stehe. Habe 2 Kinder (15 + 4) alleinerziehend UND vollzeitarbeitend... Vater Nummer 1 lebt leider 700 km entfernt, ist aber ein sehr guter Vater und kümmert sich wo er kann (ich bin damals wegen Vater N. 2 weggezogen) Und Vater N. 2 kümmert sich naja eher schlecht als recht um unser Kind (im Schnitt alle 3 Wochen von Sa nachmittag bis sonntag nachmittag), meine Familie lebt leider auch 700 km weg. Also Unterstützung hab ich wenig...

    so jetzt mein Beitrag:

    Der Titel des Strangs heisst: "Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???" und NICHT soll ich Vollzeit arbeiten??? Will bedeuten, dass ich es hier als völlig unqualifiziert empfinde den Rat zu geben Teilzeit zu arbeiten... denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es die meissten Frauen so halten würden wenn sie KÖNNTEN. Es gibt sicherlich unterschiedliche Gründe warum es nicht geht... aber die Krönung des ganzen ist hier den Rat zu geben umzuziehen, um eine Teilzeitstelle zu finden!!! Ihr wisst wohl nicht, was tatsächlich bedeutet ein Kind aus seinem vertrauten Umfeld(Schule etc.) zu holen, ich hab das mit meinem Großen durch und würde es meinen Kindern nicht mehr zumuten wollen. Dies zu vergleichen mit dem Umzug einer intakten Familie ist völlig widersinnig!!! ...ich wurde echt sauer, so etwas lesen zu müssen, aber noch schlimmer ist die Frage, warum bekommt man Kinder von Männern, die sich später nicht kümmern?? HALLO - noch jemand zu Hause??? Liebe Roxana, ich freue mich für Dich, dass Du solch ein super funktionierendes Modell hast und dir den richtigen Vater ausgesucht hast - aber mal ganz hypothetisch gefragt: "Was machst Du, wenn Dein Ex auf einmal wo anders hinziehen würde und dann einfach nicht mehr greifbar wäre....? Nur mal so als Denkanstoß....

    So und jetzt zur eigentlichen Frage, ich denke wirklich, dass es egal ist, wieviele Stunden man am Tag mit seinem Kind verbringt, wichtig ist doch WIE verbringt man seine Zeit mit dem Kind!!!
    Hallo,

    prinzipiell stimme ich dir zu, dass man beim Alter des Kindes und der Betreuung differenzieren muss. Und ich sehe es auch so, dass manche Frauen, die nicht arbeiten gehen, sich nicht unbedingt besser um ihre Kinder kümmern, als berufstätige Mütter oder Mütter, die Vollzeit arbeiten.

    Ich bin nicht der Meinung und kenne auch einige Beispiele davon, dass viele Frauen gerne Teilzeit arbeiten würden, wenn sie könnten. Vielen ist es immer noch wichtig, mithalten zu können, was Klamotten, Lebensstandard, zweites Auto haben könnnen, 3 x im Jahr in Urlaub fahren können etc.

    Ich habe erst letztens mit meiner Nachbarin, auch eine Single-Mama mit Kind, die ihr Kind komplett ohne Vater und Kindesunterhalt aufzieht, über dieses Thema gesprochen. Sie sieht das genauso ähnlich wie ich, obwohl sie mit ihrer Situation (dazu noch Krebs krank) richtig schlimm dran ist.

    Ich finde es auch nicht schlimm, umzuziehen, weil ein Umzug kann auch in einer Partnerschaft wegen Jobwechsel etc. anfallen. So ist leider der heutige Arbeitsmarkt. Und dann werden die Kinder ja auch aus ihrem Umfeld heraus gerissen. Es ist natürlich tragisch, wenn ein Kind ein Umzug schwer verkraftet, aber vielleicht gab es da noch andere Gründe die da eine Rolle spielten, warum es nicht gut lief?

    Ich weiß es schon, was es bedeutet, umzuziehen. Ich habe es mit meinem Kind, 4 x hinter mir, allerdings nur innerhalb von Berlin. Es waren aber immer mehr Verbesserungen, sei es die Wohnung, das Umfeld oder hinsichtlich der zukünftigen Oberschule. Mein Kind hat alles gut gemeistert, auch wenn es nicht einfach war. Es hat sich aber allemal gelohnt, was sie heute mit 13 Jahren selber sagt.

    Meine Chefs sind z.B. Ausländer und haben mit ihren 3 Kindern schon in div. Ländern gelebt und alle Kinder sind sehr nett, gut in der Schule, gesundheitlich und psychisch gesund. Es geht also auch anders. Meine Chefs sind für mich gute und engagierte Eltern.

    Und zu den Vätern! Ich habe mir den falschen Vater zu meinem Kind ausgesucht. Oh, war ich damals verliebt, die verdammten Hormone ! Der Vater meines Kindes kümmert sich so lala, zahlt aber dafür regelmäßig und in guter Höhe desn Kindes-Unterhalt, aber alles andere läuft auf einer unteren Ebene, ohne viel Engangement und Eigenintiative von ihm. Von daher gebe ich mir schon meine Anteil an "Schuld", dass mein Kind nicht den Vater hat, den ich mir früher mal gewünscht habe.

    Ich sehe es auch so, dass die Qualität bezüglich der mit dem Kind verbachten Zeit eine Rolle spielt.

    Aber bei allem Respekt, wenn man Vollzeit arbeitet, dazu Einkauf etc. dann ist man irgendwann abends fertig. Es geht m.E. nur noch um organisatoriche Dinge und Gespräche, aber es bleibt m.E. wenig Zeit und Kraft für Gefühle, dem Kind Zuhören, das Kind zu trösten, dass Kind zu erziehen. etc. Ich höre es doch ständig von meinen Schwestern, von anderen Frauen aus der Schule meiner Tochter etc.

    Warum klagen dann so viele Frauen, dass es ihnen nicht gut geht?

    Wildblume

  5. User Info Menu

    AW: Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???

    Liebe Wildblume,

    Aber bei allem Respekt, wenn man Vollzeit arbeitet, dazu Einkauf etc. dann ist man irgendwann abends fertig. Es geht m.E. nur noch um organisatoriche Dinge und Gespräche, aber es bleibt m.E. wenig Zeit und Kraft für Gefühle, dem Kind Zuhören, das Kind zu trösten, dass Kind zu erziehen.
    Aus meiner persönlichen Sicht stimmt das nicht.
    Natürlich bin ich auch mal müde. Aber nicht, WEIL ich am Tag gearbeitet habe, sondern weil ich abends eher müde bin, egal ob ich gearbeitet habe oder was anderes getan.
    Ich versuche, mir ganz gezielt Zeit für mein Kind zu nehmen. Mit ihm zu spielen, zusammen zu essen, mich dabei zu unterhalten und dann noch was vorzulesen.
    Bei uns bleibt der Fernseher unter der Woche aus. Es gibt auch keinen Computer oder sonstige elektronische Spielgeräte. Das gibts bei uns nur am Wochenende.
    Mein Sohn ist jetzt acht Jahre alt, und oft ist es inzwischen so, dass er lieber mit einem Freund spielen möchte als mit mir.... Leider.
    Ich habe aber keinesfalls das Gefühl, dass er dabei zu kurz kommt.

    Und ich klage auch nicht, dass es mir nicht gut geht, im Gegenteil.
    Die Osterglocke

    Wer nicht sagt, was er will, kriegt es auch nicht.

  6. User Info Menu

    AW: Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???

    Zitat Zitat von clochedepaques Beitrag anzeigen
    Liebe Wildblume,



    Aus meiner persönlichen Sicht stimmt das nicht.
    Natürlich bin ich auch mal müde. Aber nicht, WEIL ich am Tag gearbeitet habe, sondern weil ich abends eher müde bin, egal ob ich gearbeitet habe oder was anderes getan.
    Ich versuche, mir ganz gezielt Zeit für mein Kind zu nehmen. Mit ihm zu spielen, zusammen zu essen, mich dabei zu unterhalten und dann noch was vorzulesen.
    Bei uns bleibt der Fernseher unter der Woche aus. Es gibt auch keinen Computer oder sonstige elektronische Spielgeräte. Das gibts bei uns nur am Wochenende.
    Mein Sohn ist jetzt acht Jahre alt, und oft ist es inzwischen so, dass er lieber mit einem Freund spielen möchte als mit mir.... Leider.
    Ich habe aber keinesfalls das Gefühl, dass er dabei zu kurz kommt.

    Und ich klage auch nicht, dass es mir nicht gut geht, im Gegenteil.

    Genauso sehe ich das auch, gerade weil ich vielleicht weniger zu Hause bin, nehme ich mir bewußt qualitative Zeit mit und für meine Kinder!!!

    Liebe clochedepaques, mein 15 jähriger verbringt mittlerweile kaum noch Zeit mit mir, was auch normal ist. Aber dafür geniesst er es sehr, wenn wir mal nur zu zweit Essen gehen oder ins Kino, kommt selten vor, ist aber dafür umso schöner!!!

  7. Inaktiver User

    AW: Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???

    @Wellengang
    Der Vater meiner Tochter würde nicht wegziehen.
    Genauso wenig wie ich.
    Die Priorität liegt für beide jeweils beim Kind.

    Hätte ich bis gerade gearbeitet, wäre ich jetzt nicht fit.
    So hab schon ganz früh gearbeitet.

    Ich bin dann mal weg.
    Sonne scheint. Wir gehen raus.

  8. Inaktiver User

    AW: Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???

    [QUOTE=Wildblume2008;5575381]
    Ich bin nicht der Meinung und kenne auch einige Beispiele davon, dass viele Frauen gerne Teilzeit arbeiten würden, wenn sie könnten. Vielen ist es immer noch wichtig, mithalten zu können, was Klamotten, Lebensstandard, zweites Auto haben könnnen, 3 x im Jahr in Urlaub fahren können etc.

    /QUOTE]

    Hallo in die Runde,

    jetzt möcht ich auch mal wieder meinen Senf dazu geben. Diese Frage ob man Teilzeit arbeitet oder Vollzeit und wie man seine Zeit einteilt ist leider nicht immer jederzeit frei verhandelbar. Manches liest sich hier so, als könne man immer genau so, wie man wolle. Das ist aber leider meist gar nicht so. Oft stellt sich nur die Frage, ob berufstätig oder nicht. Und wenn man sich dazu entschlossen hat, sich - aus welchen Gründen auch immer - seinen Lebensunterhalt selbst zu verdienen, dann muss man das zu den Bedingungen des Arbeitsmarktes tun. So läuft das Spiel nun mal.

    Ich hab zwei Kinder, mittlerweile 17 und 14 Jahre alt und eigentlich bin ich von jeher alleinerziehend, war aber die ersten Lebensjahre meiner Kinder noch verheiratet. Das hatte ich mir ganz anders vorgestellt und war auch - wie schon erwähnt - mit dem Vater der Kinder ganz anders abgesprochen. Leider ist es anders gekommen und es nutzt ja nix groß rumzujammern.

    Ich hab einen guten Job gehabt, bevor ich die Kinder bekam, hatte Führungsverantwortung für 60 Leute. Hab Erziehungsurlaub genommen, die Kinder im Abstand von zweieinhalb Jahren bekommen. Nach Ende des Erziehungsurlaubs musste ich mich entscheiden, wie es weiter gehen soll. Es lief schon damals nicht mehr so toll in unsrer Ehe und deshalb entschied ich mich, auf keinen Fall meine Arbeitsstelle aufzugeben und kehrte unter richtig großem organisatorischen Aufwand in meine alte Firma zurück, aber nicht mehr in den Führungsjob sondern ein paar Nummern kleiner. Leider ging es anfangs nicht in Teilzeit, also biss ich in den sauren Apfel und arbeitete Vollzeit. Die Kinder waren damals fünfeinhalb und drei Jahre alt (sinnigerweise endet so ein Erziehungsurlaub am 3. Geburtstag des Kindes. Ist doch wirklich nicht nötig, ging auch noch einen Tag später, ist aber leider so). Nach einem dreiviertel Jahr konnte ich auf eine Teilzeitstelle wechseln und das hat die Situation merklich entspannt. Inzwischen hab ich öfter die Arbeitszeit geändert, war mal 20, mal 30 Stunden berufstätig, wie es gerade die Situation erforderte. Aber wie schon von meinen Vorschreiberinnen erwähnt, geht das aus den unterschiedlichsten Gründen nicht immer. Am allerwenigsten glaub ich, dass Frauen wegen ein paar Klamotten mehr oder weniger berufsttätig sind. Oft hat man einfach nur die Wahl zwischen berufstätig sein oder eben nicht berufstätig sein, was oftmals mit Bezug von Hartz IV einher geht. Und wenn man sich dafür entscheidet, in seinem Beruf zu bleiben, dann ist die Bezahlung natürlich inklusive. Ich nutze ein Teil meines Einkommens, um mich von Hausarbeit zu entlasten. Den Luxus gönn ich mir, weil ich das einerseits eh nicht so gern mache und andererseits hab ich mehr Zeit, mich um meine Kinder zu kümmern. Trotzdem bleibt immer eine Menge liegen. Man muss halt lernen die richtigen Prioritäten zu setzen.

    Ein schlechtes Gewissen hatte und habe ich immer mal wieder.

  9. Inaktiver User

    AW: Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???

    Zitat Zitat von Wildblume2008 Beitrag anzeigen

    Nur du alleine hast es in der Hand, wie du dich fühlst.
    Ich frage mich wirklich, wie wenig Interaktionen ein Mensch haben muss, der so große Schwierigkeiten hat kommunizierte Inhalte zu verstehen und dem nicht bewusst ist, dass Dinge zwischen Menschen nicht so einkanalig ablaufen, wie Dinge, die von deinem Fernseher einseitig nur zu dir durchdringen.

    Dass in deiner Logik jeder Mensch andere Menschen belästigen, erschießen, anpöbeln usw. kann, weil es die Schuld der Opfer ist sich belästigen, anpöbeln und erschießen zu lassen, ist ziemlich gestört. Da wundert es mich nicht, mit welcher Begründung die Kinder mancher Eltern unfassbares tun. Und Menschen die Zivielcourage zeigen haben deiner meinung nach auch selbst Schuld. Puh, gruselige Weltsicht.

    Zitat Zitat von Wildblume2008 Beitrag anzeigen
    Vielen ist es immer noch wichtig, mithalten zu können, was Klamotten, Lebensstandard, zweites Auto haben könnnen, 3 x im Jahr in Urlaub fahren können etc.

    Aber bei allem Respekt, wenn man Vollzeit arbeitet, dazu Einkauf etc. dann ist man irgendwann abends fertig. Es geht m.E. nur noch um organisatoriche Dinge und Gespräche, aber es bleibt m.E. wenig Zeit und Kraft für Gefühle, dem Kind Zuhören, das Kind zu trösten, dass Kind zu erziehen. etc. Ich höre es doch ständig von meinen Schwestern, von anderen Frauen aus der Schule meiner Tochter etc.

    Warum klagen dann so viele Frauen, dass es ihnen nicht gut geht?

    Wildblume
    Es geht bei Alleinerziehenden nicht um drei mal im Jahr Urlaub und wer sollte das zweite Auto fahren??? Wie kann man als Alleinerziehende so wenig wissen, wie die Reallität der Alleinerziehenden aussieht. Es geht darum, ob man seinen Kindern ein Leben am Rande von Hart IV zumutet oder ob man ihnen versucht mehr zu bieten, damit sie sich entfalten können und sich nicht als armes Kind fühlen müssen.

    Natürlich ist man abends müde und es kann ja sein, dass du es nicht schaffst, dich dann noch gut um dein Kind zu kümmern. Viele schaffen es aber, weil ihnen ihr Kind einfach wichtiger ist, als die eigene Bequemlichkeit.
    Und natürlich ist das alles anstrengend, aber man muss die Entscheidung treffen, ob man es sich selbst gemütlich Halbtags einrichtet und dem Kind damit Chancen raubt und Einschränkungen zumutet oder ob man seinem Kind Zeit UND finanzielle Sicherheit und Chancen bieten will, wofür man dann natürlich selbst auf einen gemütlichen Halbtagsjob verzichten muss. Und weil das trotz allem hart für einen selbst ist, jammert man gern zwischendurch und ärgert sich über rumpöbelnde Mütter, die sich dazu entschlossen haben, das Kind finanziell kürzer kommen zu lassen, um es sich selbst nicht stressig zu machen,

    ....das aber wieder besseren Wissens diverser Studien bzw. dem Normalzustand im Ausland, nicht ehrlich mit ihrer eigenen Bequemlichkeit (oder geringen Belastbarkeit) zu erklären, sondern die armen Kinder vorzuschieben, die finanziell belastet sind und auch noch froh darüber sein sollen. Das finde ich egoistisch.
    Geändert von Inaktiver User (18.03.2009 um 16:55 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Vollzeitarbeitende Mama mit schlechtem Gewissen...wie machen andere das???

    Zitat Zitat von wellengang Beitrag anzeigen
    Will bedeuten, dass ich es hier als völlig unqualifiziert empfinde den Rat zu geben Teilzeit zu arbeiten... denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es die meissten Frauen so halten würden wenn sie KÖNNTEN. einfach nicht mehr greifbar wäre....? Nur mal so als Denkanstoß....

Antworten
Seite 7 von 18 ErsteErste ... 5678917 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •