Hallo Guesh!
Ich bin in der gleichen Situation mit meinem 18-jährigen Sohn, der auch noch zur Schule geht und vom Vater Unterhalt bekommt. Erst ging es eine Weile so - auch auf Wunsch meines Sohnes - dass alles so weiterlief wie bisher, dann kam sein Vater auf die Idee, ihm das Geld direkt aufs Konto zu überweisen ...
Seitdem eiern wir auch irgendwie um das Thema herum. Eine richtige Lösung haben wir noch nicht gefunden - die offensichtlichen Kosten (Fahrkarte, Schulgeld, Kleidung ..) muss er natürlich selbst bezahlen, aber bei den "unsichtbaren" Kosten läppert sich ja auch so einiges ... und der Unterhalt fehlt uns natürlich schon, zum wir nach wie vor die Kosten fürs Haus, Versicherungen, Lebensmittel, GEZ usw. bezahlen.
Dieser Strang hier bringt mich auf die Idee, wirklich mal alles aufzuschreiben.
Noch eines für dich ...... glaube nie, dass du mit deinem Verhalten, so gut es auch immer gemeint ist und so sehr du dich um Frieden und Gerechtigkeit bemühst, irgendwie bewirken könntest, dass alles was du tust, nicht doch zum Negativen ausgelegt werden kann. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen - glaube mir! Am besten, man legt sich in so einer Situation ein dickes Fell zu und hört nicht wirklich drauf ... und nimmt es sich erst recht nicht zu Herzen!!!!
Alles Gute!![]()
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12.05.2009, 07:01Inaktiver User
AW: Unterhalt bei volljährigen Schülern
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12.05.2009, 17:37
AW: Unterhalt bei volljährigen Schülern
Hallo an alle...und auch an Nase

Ja, das dicke Fell ist wohl der beste Weg.....aber jedes Fell braucht halt Zeit zu wachsen, uff......
Was mich am meisten an der ganzen Sache betrübt: dass man sich um das Thema Geld streitet UND dass alte Beziehungswunden nicht untereinander ausgetragen werden, sondern auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden, immer noch......
Ich hatte Zeit meines Lebens immer wenig Geld, erst Recht seit ich Kinder hab. Ich hab 3 Kinder, hab fast immer gearbeitet und mußte mich mit vielen Arbeitgebern auseinandersetzen, was das Thema Kinderbetreuung angeht. Aber für meine Kinder dazu sein war mir immer wichtig, und dafür hab ich auch jeden Kampf aufgenommen. Ich hab mein ganzes Mutterleben immer offen und ehrlich mit meinen Kindern geredet, über alles. Wir konnten nie zusammen in Urlaub fahren, es war einfach kein Geld übrig, um für Urlaub zu sparen, ich war schon immer froh, wenn alle Kinderladen-, Hort- und Klassenreisen bezahlt werden konnten. Ich war mit meinen ersten beiden Kindern einmal im Urlaub: das ist 15 Jahre her, das war auch mein letzter Urlaub. Ich finde das auch gar nicht schlimm, dass ich nicht in Urlaub fahren kann, die Kinder fahren wenigstens oft mit ihren Vätern in Urlaub (3 Kinder und 2 Papas). Meine Kinder haben es immer sehr zu schätzen gewußt, dass ich mir so oft es ging Zeit für sie genommen hab, gerade meine Tochter war ein echtes Mama-Kind, und sie war immer sehr glücklich, dass ich immer für ihre Sorgen und Nöte da war. Und plötzlich, wie durch Geisterhand, existiert nur noch das Thema Geld. Dass meine Tochter vor 1,5 Jahren plötzlich anfang meine "Finanzpolitik" in Frage zu stellen und damit auch meine Mutterschaft verband....: DAS hat mich echt verletzt und sehr traurig gemacht. Sie hat mir mißtraut, was das Geld anbelangt, dabei hab ich schon immer offengelegt, was ich verdiene und welche Ausgaben ich hier habe, nix ist heimlich, nein, es ist offen dargelegt und für jeden nachvollziehbar, das war mir immer wichtig.
Meinem Ex ist es scheinbar völlig egal, wie sich meine Tochter und ich jetzt fühlen.....ich mein: sie zieht aus, das ist ein einmaliger und großer Schritt, für uns beide. Als sie mir von ihrem Auszug vor kurzem erzählte, haben wir beide geheult. Ich find's ja auch gut, dass sie ihr eigenes Reich bekommen wird.....wir haben einfach zuviel Streit und Streß, wenn wir unter einem Dach wohnen. Aber......es ist traurig, dass es nun SO ist, wenn sie auszieht, das haben wir uns doch beide nie vorstellen können. Bis vor 1,5 Jahren waren wir sehr eng verbunden und haben uns sehr gut verstanden. Wir waren uns beide sicher, dass sich das nie ändern wird. Vielleicht naiv......aber es war so. Es sprach ja auch nichts dafür, dass es sich SO massiv verändern könnte. Man steckt meist so tief im Alltags-Streß, fightet um das Geld, und vergißt, um was es eigentlich geht und was -zumindest für mich- noch viel wichtiger ist: die Liebe zwischen meiner Tochter und mir hat mehr als gelitten.....wir haben uns angeschrien, uns verletzt, soooviel geweint, waren/sind so hilflos......DARUM geht's für mich eigentlich......und DARUM geht's dem Vater überhaupt nicht....nur darum, dass ICH keinen Unterhalt zahlen kann, Scheiße.......warum bringt ein Mensch Böses in eine Situation, die sowieso schon schwer genug ist, warum?? Ich wär liebend gern in der finanziellen Situation, dass ich meine Tochter unterstützen könnte......aber noch viel lieber möchte ich in die Situation kommen, dass ich meine Tochter wieder rictig lieben kann und wünsche mir, dass auch sie mich eines Tages wieder richtig lieben kann, das ist das, was für mich wirklich zählt.
Meine Mama starb, als ich 19 war, zu dem Zeitpunkt ging auch die gesamte Familie kaputt........wenig Geld, das war das, was Scheiße war, aber es war nicht das, was wirklich geschmerzt hat. SIE, meine Mutter, hat gefehlt. Wenn mein Ex schon kein Interesse daran hat, dass sich das Verhältnis zwischen Tochter und mir wieder bessert, warum kann er nicht wenigstens die Schnauze halten......warum macht er Dinge nur noch schlimmer, weil er genau weiß, wofür Tochter zur Zeit gerade sehr empfänglich ist...????
Alles Fragen, die ich mir gar nicht stellen sollte......denn dadurch wächst das dicke Fell vermutlich nicht, ich weiß........ach, ich fühl mich gerade auf sehr dünnem Eis, ich wünsch mir so sehr, dass ich wieder kraftvoller werde!
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12.05.2009, 18:37Inaktiver User
AW: Unterhalt bei volljährigen Schülern
Liebe Guesh!
Ich kann nachfühlen, wie es dir geht! Deine Enttäuschung, wie sich die Beziehung zu deiner Tochter entwickelt hat ... und deine Wut auf den Ex, mit dem du eigentlich gar nix mehr zu tun haben willst und nun musst du dich ständig mit ihm auseinander setzen ... usw.
Weißt du, ich denke, du musst keine Angst haben um die Liebe deiner Tochter. Ich bin mir sicher, dass ihr ganz schnell wieder zueinander finden werdet, wenn sie erst mal ausgezogen ist - dann glätten sich die Wogen wieder und ihr könnt euch auf das Wesentlich konzentrieren.
Denke nicht, dass das Geld euch auseinandergebracht hat! Ich denke, es liegt einfach daran, dass sie erwachsen geworden ist. Und dann hat man eben nicht mehr das kindliche Vertrauen in die Zukunft, sondern man macht sich selbst Gedanken ... und wenig Geld ist dann auch für Jugendliche beunruhigend. Kein Wunder also, dass sie darüber nachdachte und auch die Auseinandersetzung darüber mit dir suchte.
Ich wünsche dir wirklich sehr, dass du erst mal selbst zur Ruhe kommst. Dass du dich vielleicht auch etwas auf die Ruhe freuen kannst, die der Auszug deiner Tochter ja auch mit sich bringt. Hat eben alles seine 2 Seiten ... und dann ist es einfach besser, wenn man es möglichst positiv sieht!
LG -
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12.05.2009, 21:54Inaktiver User
AW: Unterhalt bei volljährigen Schülern
@guesh,
ich glaube wie die 555nase, das deine Tochter sehr wohl erkennen kann, wer was geleistet hat.
Vielleicht ist sie aber grade in dieser Abnabelungsphase Mutter / Tochter und da prescht ihr Vater leider volle Kanne hinein.
Bei mir hat sich der Vater weitgehendst rausgehalten, aus allem. Er hat sich weder besonders um seine Kinder bemüht, noch finanziell den Max gespielt. Extras gabs gar nicht von seiner Seite, das lief alles über mich.
Meine Kinder haben aber gewußt, das ich einen 12 Stundentag hatte, um zu dritt mit dem Geld über die Runden zu kommen.
Urlaub war bei uns das letzte Mal 2000, da gab es noch ermässigte Preise für Kinder unter 12.
Also nochmal Entschuldigung für meinen rauen Ton, aber ich hatte die woche zuvor einige unrühmliche Gespräche mit alleinerziehenden Müttern, die mehrere Kinder von mehreren Väter und Hartz4 haben.
Deren Einstellung war zum Haareausraufen und wenn ich nicht das Glück gehabt hätte, jetzt nach langer Krankheit und Arbeitslosigkeit einen Job zu finden, wäre ich in 2 Monaten ebenfalls in Hartz4 gerutscht.
Aber das wollte ich um keinen Preis.


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