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  1. User Info Menu

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Jetzt lasse ich mal meinen Humor weg und schreibe noch ein paar Zeilen zu deinem EP, das ich gerade noch einmal gelesen habe.

    Du hast in den letzten Jahren einiges durchgemacht, was natürlich Spuren hinterlässt.

    Das muss aber nicht heissen, dass du nicht mehr unbeschwert sein kannst.

    Ich empfehle eigentlich jedem, so etwas wie eine kleine Wahlfamilie aufzubauen mit Leuten im unterschiedlichsten Alter.

    Sind wir mal ehrlich, Familie ist kein Garant für tatsächliche Anteilnahme und Sicherheit, man schaue nur ins Familienforum.

    Ich bin da selbst auch von betroffen, habe aber inzwischen meinen Frieden damit geschlossen und habe mir vor Ort eine nette Wahlfamilie zusammengebastelt, das geht vom Kindergartenkind bis hin zu einer fast 80-Jährigen Freundin.

    Dies nur in Kürze, ich gedenke jetzt zu frühstücken und grüsse herzlichst von meinem Balkon.

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  2. Inaktiver User

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Liebe Magena,

    du kannst dir nicht vorstellen wie ähnlich ich vieles erlebt habe.
    Irgendwann war mein Fazit: die sind mir alle zu berechnend.

    Und ich fühlte mich allein und exotisch auf weiter Flur.

    Ich will dir mal kurz meine Lebenseinstellung vorstellen:
    das Leben bewegt sich auf das Alter zu, und ich hasse den Spruch: man erntet was man sät.
    Aber, man ist : wie man gelebt hat.

    Und das kommt eben nicht von allein.

    Dafür muss man nicht kämpfen, aber sich dessen bewusst sein.
    Weißt du was? Man kann auch allein sein, das ist weder ein kranker Zustand noch sonderbarer.

    Erst als ich das für mich gelebt hatte kamen die Menschen auch auf mich zu.

    Gestern rief eine Frau aus meiner früheren Sportgruppe an: ich werde vermisst.
    Ich war immer diejenige, ja, die fast allen hinter her gerannt war.

    Mich trägt grundsätzlich mein Glaube. Und da steht wirklich ganz oben erst mal Dankbarkeit.
    Das hebt, weil nämlich nichts mehr selbstverständlich ist.

    Und bei der Verarbeitung meiner Sorgen oder Gefühle habe ich mein Tagebuch, was gar kein Tagebuch ist sondern so ne Art: freies Schreiben.

    Ich kann und will dir hier nicht alles erzählen.

    Fang einfach an an deine Stärke zu glauben, und tue nichts mehr - um Kontakt zu kriegen oder Hilfe.
    Finde heraus was dir Spass macht.

    Und dann kann man nämlich auch anfangen dafür zu kämpfen.
    Was glaubst du als was für ein Exot ich hier teilweise gelte.

    Letztes sagte ne Frau ganz provozierend Oma zu mir. Und ich auf sie zu: du, ich bin die Oma meiner Enkel - und nicht für dich.

    Aber, finde zunächst heraus was du wirklich willst, was du immer schon wolltest. Erst dann kannst du auch dafür einstehen. Und dann wächst dir ne Kraft zu, du glaubst es gar nicht.

    Leider, leider ist es so, dass viele Menschen spüren wenn man sucht oder braucht - und das unter dem Vorwand des Mitgefühls ausnutzen.

    Sei einfach radikal, glaub mir, es lohnt sich.

    Therapie schön und gut, aber letzten Endes sind wir ja doch allein. Nicht allein im Sinne von einsam oder hilflos.
    Aber, im Sinne von heraus zu finden was uns wirklich glücklich macht.

    Das ist alles zunächst super anstrengend. Das gebe ich gerne zu. Aber, wir greifen ja auch nach den Sternen, so what.

    Und glaub mir, was deine Erfahrungen da betrifft: ich kann es verstehen.
    Falls du wieder mal was anfangen willst: mach vorher alles klar, ganz radikal. Du bist dann weder ein Bittsteller noch ein unbeschriebenes Blatt.

    Ich sage immer: die Chemie muss stimmen, aus basta.
    Und das Wichtigste ist für mich: Respekt

    Weißt du, ich spüre die Sehnsucht in dir - darum glaube ich fest: du schaffst das!
    Sei stolz und frech und wunderbar.

    Und hab Geduld. Die letzten Jahre können und sollen die besten werden.

  3. User Info Menu

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Daliah,

    chapeau!
    Das unterschreibe ich alles ohne wenn und aber. Meine Signatur ist hoffentlich auch ein bisschen Inspiration für die TE.

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  4. Inaktiver User

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Ich verstehe nicht, warum "Unbeschwertheit" als ultimativ erstrebenswert gelten soll.... Erfahrungen und gelebtes Leben erdet einen.
    Das hat doch nichts mit "Schwere" zu tun.

  5. Inaktiver User

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Daliah,

    chapeau!
    Das unterschreibe ich alles ohne wenn und aber. Meine Signatur ist hoffentlich auch ein bisschen Inspiration für die TE.

    lg luci
    Echt?

    Die Leichtigkeit ist dann einfach das Ergebnis, nicht wahr?
    Danke für deine Zustimmung. Man macht sich hier ja ganz schön nackig.

    Ich wünsche dir noch ein schönes Leben

  6. Inaktiver User

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber, im Sinne von heraus zu finden was uns wirklich glücklich macht.

    Das ist alles zunächst super anstrengend. Das gebe ich gerne zu.
    Ohne Fleiß kein Preis

    nur: wer seine Ängste etc. bewusst behalten will-

    wer kann da sein Leben genießen,

    glücklich und unbeschwert sein?

    Kernproblematik der TE ist doch eben genau das:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich frage mich, ob es noch einmal eine Unbeschwertheit gibt und wo man die Last der Vergangenheit einfach mal parken kann. Ich schaffe es nicht, meine Freiheit und Möglichkeiten wirklich zu nutzen und -vor allem- zu genießen. Ich fühle mich oft erstarrt und vermeidend, in der Hoffnung, dass nichts Schreckliches passiert.
    (siehe EP)

    von mir gefettet

    .. und dass sie nichts ändern möchte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich möchte meinen Schmerz behalten und meine Wehmut - und vielleicht auch die Angst, weil sie ja nicht nur belastend ist, sondern mir auch als Hinweis dient, mich zurückzufahren.
    Geändert von Inaktiver User (04.09.2021 um 09:12 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Guten Morgen,
    hast Du auch senile Bettflucht? Dann sind wir ja schon zu zweit.
    Also wenn Du unbedingt Geld für Therapie ausgeben willst, kannst Du mich chartern. . Ich buche uns dann ein schönes Hotel im Allgäu.
    Du bist doch völlig normal und kommst sehr liebenswert rüber.
    Lg luci
    Looool …
    Ich habe noch nicht herausgefunden, ob es am Alter liegt (man braucht ja angeblich weniger Schlaf) oder ob es die Gewohnheit vom Berufsleben ist … jedenfalls bin ich morgens um 5 Uhr hellwach. Ist doch prima - da hat man viel mehr Zeit, sich seinen Dramen zu widmen.


    Du bist gebucht - aber nur mit erweitertem Angebot wie z.B. Gipfelerstürmung, Kletterkurs oder Jodelseminar mit Zertifikat. Über-heiße-Kohlen-gehen geht auch. Ich brauche Belege, um sie an die Wand zu nageln!


    Denkst Du etwa an ein Wellness-/Spa-Hotel ?? Challenge a la : Wer hat den schrumpeligsten Körper? Bin dabei! Notfalls gibt ja überall Lichtschalter, mit denen man die Katastrophen einfach ausschalten kann.


    Ich hätte gern auch wieder mal etwas Deftiges. Nein, keinen Adonis - mehr so Richtung Schweinshaxe (wenn man sowas überhaupt noch erwähnen, geschweige denn essen darf). Die Durchschnittskonfektionsgröße einer Frau in D ist doch 42. Da hab ich noch Luft nach oben. Nimm das doch bitte in Dein Konzept mit auf. Ich will endlich der Norm entsprechen.


    Die Sonderwünsche kannst Du in Rechnung stellen - natürlich abzüglich der guten Ratschläge, die Du von MIR erhältst. Ich bin schließlich auch nicht völlig umsonst!


    Also - holladrio…. (Wo ist das Edelweiß-Icon???)



  8. Inaktiver User

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    @1a2b,
    Ich danke Dir sehr für Deinen Kommentar und wertschätze die Mühe, die es braucht, sich mit einem Beitrag auseinander zu setzen. Ich habe alles interessiert gelesen und möchte nur noch ein letztes Mal betonen, dass ich weiß, WIE eine Therapie funktioniert. Damit will ich es auch bewenden lassen.

    Du sagst auch: „Wozu dann dieser Strang hilfreich sein soll, verstehe ich nicht.“
    Verstehen musst Du es doch auch gar nicht - aber Verständnis für jemanden aufbringen, DEM es hilft, wäre doch an Respekt nicht zuviel verlangt. Ein Strang verändert sich immer in seinem Lauf, entwickelt sich. Man lernt sich etwas kennen und erfährt ne Menge. Zuletzt habe ich noch herzhaft gelacht. Für Dich mag es nicht relevant sein - ich aber hatte Spaß.
    Ich denke, es ist immer etwas dabei, was man für sich selbst mitnehmen kann. So meinte ich das auch, als ich Marta-Agata schrieb: "Vielleicht kann Dir mein Leben ja wenigstens als schlechtes Beispiel dafür dienen, wie Du NICHT leben möchtest.“
    Die Interpretation des „trotzigen Kindes“ verdutzt mich, weil Du mich offenbar mit dem Fuß aufstampfend vor Dir siehst. Da nimmst Du jedoch keine neutrale Haltung ein und liest nicht das, was ich geschrieben habe, sondern beginnst, zu interpretieren.

    Warum behauptest Du denn so strikt, dass ich nicht den Willen zur Veränderung habe? Ich würde mir sehr wünschen, dass Du noch einmal genauer nachschaust. Du neigst dazu, nur das zu lesen, was Du lesen willst. Damit bleibt mein guter Wille und mein Annehmen von Ratschlägen für Dich außen vor.
    Ich bin vielleicht nicht so leicht zu biegen, wie Du es für wünschenswert hältst, was es Dir unbequem macht. Du kämpfst für Deinen Standpunkt - und das mit allerlei unguten Verheißungen (=keine sinnvolle Strategie); vielleicht fühlst Du Dich auch in Deiner Kompetenz bezweifelt - Frau Kollegin?

    Auch wenn es in guter Absicht geschieht, die ich durchaus erkenne (!), ist es doch müßig und Zeitverschwendung, immer wieder unterschiedliche Standpunkte durchzukauen, die sich nicht auf einen Nenner bringen lassen.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und ebenfalls alles Gute

  9. User Info Menu

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum behauptest Du denn so strikt, dass ich nicht den Willen zur Veränderung habe?
    Ich lese genau - und dort, wo es etwas ändern könnte, scheint kein Wille zur Veränderung zu sein.
    Denn um wirklich etwas zu ändern, müsstest du aus deiner Vermeidungshaltung heraus kommen - die hast du ja selbst beschrieben.

    Und da du gefragt hast:
    Ich lebe mit meinem Mann, werde noch einige Jahre berufstätig sein, habe Kinder und einen Enkel vor Ort und ab und zu Großfamilienchaos bei mir, verreise viel mit meinem Mann und auch alleine, gehöre zu einer großen Familie mit vielen Geschwistern, Schwagern, Nichten und Neffen, auch noch Eltern und Schwiegereltern, die mittlerweile "Kümmern" brauchen (auch wenn sich das unter den Geschwistern aufteilt), habe ein aufwendiges Ehrenamt, fange immer mal wieder etwas ganz Neues an (warum sollten wir in unserem Alter keine Sprache mehr lernen? Muss ja nicht perfekt werden) - kurz gesagt, insbesondere habe ich "keine Zeit".

    Und eine Phase fehlender Umbeschwertheit hatte ich in den 30ern bis Mitte 40, weil so manches nicht so lief, wie ich es mir wünschte - seitdem empfinde ich die zunehmende Gelassenheit und Unbeschwertheit als großen Vorteil des Älterwerdens (neben den Nachteilen natürlich).

    Ich gehe davon aus, dass dieses Leben so weit von deinem weg ist und auch soweit von dem, was du dir wünschst, dass diese Erfahrungen dir nicht viel helfen.
    Deshalb fand ich es unpassend, das zu schreiben, bevor du kommentiert hast, dass ich das nicht geschrieben habe.

  10. Inaktiver User

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Vielleicht wäre auch mal ganz gut nachzufragen was überhaupt möglich ist zu erreichen.

    Unbeschwertheit hatte sich bei mir eingestellt, Zufriedenheit auch.
    Ich hatte das nie als Ziel definiert.

    Ehrlich gesagt glaube ich an so preußische Werte wie : seine Pflicht tun, was Nützliches leisten- und eben auch dem Mut zur Persönlichkeit. Ohne eine eigene Individualität bleibt das Leben farblos.

    In der vorletzten Ausgabe der Zeit war ein für meinen Geschmack ganz toller Artikel über unsere bisherige Kanzlerin.

    Ullrich Mattes wurde zitiert der als ein guter Freund der Kanzlerin zählt.
    Der sagte einen Satz, den er zunächst nicht erwähnt haben wollte und später doch zustimmte: sie ist einfach ein guter Mensch.

    Sie ist eben nicht so politiker-üblich nur an Macht interessiert und intrigant - sondern wie er meinte sogar entfeindend unterwegs....

    Mal nur so als Beispiel - dass eben die Zutaten dann das Leben als solches ausmachen.

    Was setzt denn Unbeschwertheit voraus?
    Ich weiß es nicht.

    Genauso ist es meiner Meinung nach mit dem Erfolg. Den kann man sich wünschen, aber nur bedingt auch erreichen. Jedenfalls äußerlich.

    Ich glaube - so ne gewisse Verschwendungssucht ist ganz förderlich.
    Aus einem Gefühl der Fülle leben, und der Gewissheit - es kommt schon wieder was rein.

    So wie Narren eben sind - und handeln.

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