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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der eigene Anteil

    Warum sträubt ihr euch so, diesen einmal unter die Lupe zu nehmen?

    Ich finde es ganz aufschlussreich, einmal zu hinterfragen, wie bestimmte eigene Verhaltensweisen o.ä. auf andere wirken. Der „eigene Anteil“ hat doch nichts mit einer Schuld oder Mitschuld zu tun .... Mir hat es lediglich geholfen, den Prozess zu verstehen, warum es u.U. zu Störungen innerhalb der Beziehung kommen kann.
    Schön, Deine reflektierten Gedanken zu diesem Thema zu lesen.

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Guten Morgen in die Runde,

    ich hoffe, ihr startet auch alle so entspannt in den Tag wie ich . . bis jetzt habe ich lediglich news gelesen und mich in Sudokus vertieft. Jetzt werde ich mich mal aufraffen und ins Büro gehen . . .

    allen einen unbeschwerten Start ins Wochenende!

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Müssen wir nicht.
    Unbeschwertheit ist kein Privileg der Jugend.
    Auch wenn man jung ist gibt es immer wieder Zeiten, in denen man alles andere als unbeschwert ist.

    Ich bin jetzt 70+ und ich habe immer wieder Zeiten, in denen ich mich für den Augenblick völlig unbeschwert fühle (z.B. bei einer Wanderung durch eine tolle Landschaft, bei einem schönen Konzert- oder Theaterbesuch etc.).

    Unbeschwertheit ist kein Dauerzustand, war es nie. Auch nicht in der Jugend.
    Ja, genau, wenn ich das nicht selbst erlebt hätte würde ich hier überhaupt nicht schreiben.

    Es ist auch nicht nur mutig dem nahenden Ende ins Auge zu sehen.
    Viel wichtiger finde ich - immer wieder vertrauen zu können.

    Und sich nicht nur unter Alten aufhalten.
    Alte und Junge gehören zusammen.

    Ich glaube meine Unbeschwertheit hat etwas mit der Einstellung zu tun: es ist wie es ist, basta.
    Was aber zugegebenermaßen wahnsinnig weh tun kann.

    Und ich habe auch noch Wünsche und Erwartungen - und vor allem Verrücktheiten und Flausen im Kopf.
    Das kostet doch alles nix.
    Mode kann man kaufen.
    Stil muss man haben.

    Edna Woolmanchase
    Chefredakteurin, Vogue, 1914 - 1952

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Roxy_Music Beitrag anzeigen
    Ich würde mich als arm bezeichnen. Mir bleiben nach Abzug von Miete/Betriebskosten (nein, ich wohne ganz und gar nicht luxuriös, allerdings in einer Wuchermietenstadt) ca. 350 Euro monatlich zum Leben. Das geht natürlich schon. Ich habe kein Auto, kaufe Kleidung fast ausschließlich second hand, beim Friseur lasse ich mich selten blicken und mache dort nur cut&go, gehe nur noch selten aus und ins Restaurant gar nicht mehr. Letzteres finde ich nicht weiter schlimm, weil ich eine gute Köchin bin und mich über den überteuerten Fraß, den man manchmal vorgesetzt kriegt, mehr als einmal geärgert habe. Blöd ist halt nur, wenn die gut verdienenden Freundinnen sich abends zum Essengehen treffen und ich meistens absagen muss. Aber ich bin ehrlich und sage, dass ich mir das einfach nicht (mehr) leisten kann. Was solls. Ich habe in meinem Leben schon genug in Bars, Restaurants und Clubs abgehangen, jetzt geht es halt nicht mehr und davon geht meine Welt nicht unter.
    Das einzige, was mich wirklich schmerzt, ist, dass ich meinen Kindern nichts zustecken kann. Gut, manchmal bleiben 20, 30 Euro vom Monatsbudget übrig, wenn ich umsichtig eingekauft habe und kein Tierarzt7Reparaturdienst/Friseurbesuch oder so etwas fällig war. Aber das ist so lächerlich wenig. Das empfinde ich wirklich als arm: dass ich meinen Kindern nichts geben kann.
    Und das alles geht natürlich durchaus auf Kosten der Unbeschwertheit. Aber um zum Thema zurück zu kommen: ich bin fast 62 und erwarte nicht mehr, unbeschwert sein zu können. Das erscheint mir doch ein Privileg der Jugend zu sein.
    Na ja,
    warum musst du denn deinen Kindern Geld zustecken können? Haben die nicht mehr als du?

    Bei mir war es aber auch ein Prozess.
    Diese gut verdienenden oder gut alimentierten Rentnerinnen sind aus meinem Dunstkreis verschwunden.
    Es gibt auch noch andere Menschen, und es macht Spass sich auch auf Anderes einzulassen.

    Für mich sind Menschen wichtig geworden mit denen ich was unternehmen kann, lange Spaziergänge und dann nen Kaffee trinken, oder zum Floh-Markt, oder ins Kino, zum Schwimmen.

    Wieso knauserst du was von deinem Wenigen noch ab? Du kannst sie doch bekochen, ihr könnt euch treffen, was zusammen unternehmen. Gerade Corona hat mir neue Horizonte gezeigt, ich gehe mit meiner Tochter zum Drachens steigen, wir sitzen dann danach zusammen.

    Bei den Enkeln überbieten sich gerne gewisse Omas. Da mache ich nicht mit.
    Ich nähe Kissen, stricke Pullover, und schenke eben auch Kleinigkeiten. Und vor allem spiele ich auch gerne.

    Das reicht doch. Ich würde nie einen Fahrradhelm für ein Kleinkind für 100 Euro schenken, mal so nebenbei.
    Aber, ich thematisiere das auch nicht.

    Roxy,
    du erwähnst ja nix über deinen Gesundheitszustand. Ich hoffe, da ist alles im grünen Bereich, altersmässig zumindest. Das ist für mich eben das größte und auch zu erhaltenswerte.

    Hast du keine Kinder mal gefragt ob sie sich Geld wünschen?
    Meine würden mich für verrückt erklären.

    Also, sei mir nicht böse, du könntest da so manches noch gerade rücken und auf der Skala der Unbeschwertheit nach oben rutschen.

    Wichtiger als ein paar Scheine ist doch für deine Kinder dass sie dich überhaupt noch haben.
    Mode kann man kaufen.
    Stil muss man haben.

    Edna Woolmanchase
    Chefredakteurin, Vogue, 1914 - 1952

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Roxy_Music Beitrag anzeigen
    Ich habe mich nie in einer Opferrolle gesehen, Magena, und meinen Exmann auch nicht als Bösewicht. Aber die Schäbigkeit seines Verrats ist nun einmal Fakt. Und da wären wir wieder bei der Unbeschwertheit: die hat er mir durchaus genommen. Ich hatte ihm blind vertraut, hatte wirklich geglaubt, bis dass der Tod uns scheidet, und Krisen meistern wir zusammen. Heute finde ich das ja selber absurd.
    Wie schon gesagt, ich denke, der eigentliche Grund ist ein ganz profaner: viele Menschen können Liebe nur eine Zeitlang empfinden, dann langweilen sie sich und brauchen jemand Neuen. Das will ich auch gar nicht verurteilen oder bewerten, das liegt einfach in der menschlichen Natur.
    Da kann ich mir meine "eigenen Anteile" noch so sehr anschauen. Er hätte mich so oder so verlassen. Leider geschah es eben auf die harte Tour.
    Das tut mir leid.

    Bei mir kam die Wende mit den Gedanken: der muss auch damit leben.
    Leider werde ich durch mir zugeschusterte Schulden immer wieder an diese Zeit erinnert.

    Und das ist eigentlich auch gut so, denn nach meinem Naturelle hätte ich schon längst gesagt: Schwamm drüber.

    Mein Fazit ist trotzdem ein anderer: Wir hatten unsere Zeit.
    Ich wünsche ihm keine Amnesie.

    Was ich aus der Zeit wirklich gelernt habe ist wirklich zu glauben, dass manche Menschen einfach so sind wie sie sich geben, lügen können und immer ihren Vorteil brauchen.

    Nee, mit denen möchte ich nicht tauschen.

    Dass da aber Zweifel an sich selbst und Verlust von Unbeschwertheit - jedenfalls ne Zeitlang kann ich gut verstehen. Willst du wirklich mit dem tauschen? Immer so auf der Lauer sein, und sich nicht mehr überall blicken lassen können?

    Das Schlimmste was man solchen Menschen wünschen kann ist - ihr Pendant zu treffen.

    Ich glaube auch, dass lange und glückliche Ehen selten sind.
    Aber, einen Automatismus von Verfall sehe ich da trotzdem nicht.

    Sei mal lieber froh darüber wie du bist
    Mode kann man kaufen.
    Stil muss man haben.

    Edna Woolmanchase
    Chefredakteurin, Vogue, 1914 - 1952

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Daliah, kannst du nicht mal damit aufhören Roxy zu erzählen, was sie zu tun und zu lassen hat?
    Und uns und sie ständig mit deiner Angeberei, wie toll du dein Leben meisterst, zu nerven?

    Danke, wüsste ich wirklich zu schätzen.
    Jede Erklärung ist eine Hypothese

    (STOA169)

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Wieso - machst du doch auch.
    Ist das dein Privileg?
    Mode kann man kaufen.
    Stil muss man haben.

    Edna Woolmanchase
    Chefredakteurin, Vogue, 1914 - 1952

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Bisher war der Strang sehr respektvoll. Ich wünsche uns, dass das so bleibt.

    Schönen Samstag!

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

  9. Inaktiver User

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Bisher war der Strang sehr respektvoll. Ich wünsche uns, dass das so bleibt.

    Schönen Samstag!

    lg luci

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der eigene Anteil

    Warum sträubt ihr euch so, diesen einmal unter die Lupe zu nehmen?

    Ich finde es ganz aufschlussreich, einmal zu hinterfragen, wie bestimmte eigene Verhaltensweisen o.ä. auf andere wirken. Manchmal ist etwas ja gut gemeint, kommt beim Gegenüber aber völlig anders an. Man ist sich der eigenen Wirkung auf andere oft gar nicht so sehr bewusst. Das gilt allgemein für zwischenmenschliche Beziehungen - ganz abgesehen von einer Partnerschaft.
    Der „eigene Anteil“ hat doch nichts mit einer Schuld oder Mitschuld zu tun - zumindest habe ich das nicht so gesehen. Mir hat es lediglich geholfen, den Prozess zu verstehen, warum es u.U. zu Störungen innerhalb der Beziehung kommen kann.

    Nicht umsonst ist die Schuldfrage ja längst ab geschafft. In den seltensten Fällen ist einer nur gut und der andere nur böse. Reflexion muss sein, allein schon um der eigenen persönlichen Entwicklung willen.
    Nachdem mir bewusst wurde, dass ich ja auch aktiver und mitwirkender Teil der Zweierbeziehung war und mir nicht einfach nur ohne eigenes Zutun „etwas geschehen war“ - konnte ich auch aus dieser blöden Opferrolle aussteigen. Das war wie eine kleine Befreiung. Von da an hat sich auch meine Wut gelegt.


    Ich glaube, das ist auch eine Gratwanderung.

    Ich habe mich von meinem ersten Mann getrennt und, obwohl ich diesen Schritt für mich als völlig richtig und befreiend empfand, hatte ich lange mit Schuldgefühlen zu kämpfen. Ja, ich habe mich lange als die Schuldige und Versagerin gefühlt und meiner Liebesfähigkeit, Vertrauenswürdigkeit, Verlässlichkeit misstraut. Erst nach mehreren Jahren und dazu weiteren Ereignissen im Umfeld meines ersten Mannes stellten sich bei mir Gedanken ein, dass sein Verhalten und seine persönliche Entwicklung auch Anteil daran hatten, dass ich mein weiteres Leben nicht mehr mit ihm teilen wollte.

    Vielleicht braucht es aber immer Phasen der Extreme, also entweder die ganze Schuld bei sich selbst suchen oder dem anderen komplett aufladen, bevor man Anteile besser beurteilen kann. Und es dann mit einem schlichten "Auseinandergelebt und ging nicht mehr" für sich abhaken kann. Und der Zukunft wieder mit mehr Unbeschwertheit und Zuversicht entgegen sehen kann.

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