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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Unbeschwertheit = Privileg der Jugend
    … damit triffst Du es wohl auf den Punkt.

    Müssen wir wohl alle verinnerlichen.
    Müssen wir nicht.
    Unbeschwertheit ist kein Privileg der Jugend.
    Auch wenn man jung ist gibt es immer wieder Zeiten, in denen man alles andere als unbeschwert ist.

    Ich bin jetzt 70+ und ich habe immer wieder Zeiten, in denen ich mich für den Augenblick völlig unbeschwert fühle (z.B. bei einer Wanderung durch eine tolle Landschaft, bei einem schönen Konzert- oder Theaterbesuch etc.).

    Unbeschwertheit ist kein Dauerzustand, war es nie. Auch nicht in der Jugend.
    Jede Erklärung ist eine Hypothese

    (STOA169)

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Das "Privileg" des Alters ist wohl die Gelassenheit und die Akzeptanz, dass manche Dinge nicht zu ändern sind.

    Und die Erfahrung, dass es eher die kleinen Dinge sind, die das Leben "rund" machen.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Sariana Beitrag anzeigen
    Und die Erfahrung, dass es eher die kleinen Dinge sind, die das Leben "rund" machen.
    Die große Erfahrung des Alters ist das Bewusstsein für die Endlichkeit des Lebens.
    Klar wusste man das „schon immer“, aber im Alter wird es emotional erlebbar.
    Und da ist es eine gute Strategie wenn man versucht, jedem Tag etwas abzugewinnen.

    Manche Alte widersetzen sich dieser Erkenntnis.
    Aber nach meiner Erfahrung (z.B. mit meiner Mutter) kostet das Energie - und glücklich macht es nicht.
    Jede Erklärung ist eine Hypothese

    (STOA169)

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Jofi, das sehe ich ähnlich.
    Ich denke, wer schon immer erwartet hat, dass das Leben einem etwas schuldig ist, der verbiestert eher im Alter.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich glaube aber auch, dass mir die Trennung von meinem Mann sehr zu schaffen gemacht hat. Ist zwar schon 17 Jahre her - trotzdem wandel ich seitdem alleine durch Welt und könnte eigentlich immerzu nur mit dem Kopf schütteln, weil ich es nicht begreifen kann. Ihr ahnt gar nicht, wie schön unsere Ehe war. Damals ging mir auch gleichzeitig die angeheiratete Familie verloren, ...
    Es ist 17 Jahre her. Aber dennoch "würmelt" es in dir! Magst du vielleicht hier ein bischen davon erzählen?! Skizziert oder punktuell, in diesem geschützten Raum hier?! Würde mich interessieren, was dir da so durch den Kopf geht...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Heute habe ich auf dem Weg zum Einkauf bewusst gelächelt - und siehe da: zwei Leute haben spontan zurück gelächelt und sogar „Guten Tag“ gesagt.
    Wunderbar!!! Die Menschen sind doch in diesen Zeiten DANKbar für jedes freundliche Gesicht!

    Hast du gewusst, dass das Gehirn "mit-lächelt", wenn du lächelst? Das Gehirn lässt sich Glück quasi durch die Muskelbewegung des Mundes vorgaukeln, weil die Amygdala, der emotionale Bereich des Hirns, dadurch stimuliert wird. Also ja, bitte, auf jeden Fall: Lächeln!!!
    Be a voice not an echo.

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Sariana Beitrag anzeigen
    Das "Privileg" des Alters ist wohl die Gelassenheit und die Akzeptanz, dass manche Dinge nicht zu ändern sind.

    Und die Erfahrung, dass es eher die kleinen Dinge sind, die das Leben "rund" machen.
    JA JA JA !!!

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe auch mal versucht, mit 350 Euro/ Monat auszukommen; es ist mir nicht gelungen. Allein das zu schaffen, erzeugt bei mir großen Respekt!
    Ich hatte vor ein paar Jahren einen temporären Engpass und bin 3 Monate lang mit jeweils 150 euro ausgekommen. Das hat mir, weil es temporär war, überhaupt nichts ausgemacht.
    In der TK war genug zum Verarbeiten und im Kleiderschrank hing auch genug rum.
    Der Bob blieb halt mal ein paar Monate ungeschnitten.

    Als Dauerzustand sind 350 EURO für alles ausser Wohnen eine ganz herbe Hausnummer.

    Roxy, arbeitest du oder bist Du schon in Rente?

    lg luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe den Denkfehler gemacht, dass ich jeden Tod meiner Familienmitglieder, die Trennung durch meinen Mann sowie auch das Angebot meiner Firma zum vorzeitigen Ruhestand aber auch das Nicht-mehr-melden meiner alten Schulkameradin als aktives Mich-Verlassen empfunden habe.
    So, als ob es alle extra gemacht haben, um mir weh zu tun.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Emotionen einfach noch ein Rest aus der Kindheit sind. Du hast ja mehrfach beschrieben, dass Anerkennung und Liebe bei deinen Eltern keine Selbstverständlichkeit war und du bis zuletzt um ihre Aufmerksamkeit gerungen hast. Macht man sowas (quasi unbewusst) ein Leben lang, "speichert" das innere System das - und dann lässt sich dieses "Programm" nicht mehr so leicht abschütteln!

    Aber: Du stehst doch hier vor uns wie ne Eins! Allein, frei, unabhängig!
    Du suchst nach Lösungen, an schlechten Tagen ringst du dir ein Lächeln ab und du hast sogar den Mut, Vergangenes zu beackern! Mensch, du hast doch Feuer im Hintern - da ist jede Menge Energy bei dir, da bin ich sicher!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und so kam es, dass ich mich am Ende von Gott und der Welt verlassen gefühlt habe (und mich wahrscheinlich noch fühle).
    Wie oft ging es mir genau so! Wie oft GEHT es mir genau so! ---

    Aber weißt du, was ich denke, wenn da was in mir sagt: "Du bist mutterseelenallein, von Gott und der Welt verlassen?" Dann kommt eine andere Stimme in mir hoch und die ist L A U T E R, ja sogar fast unverschämt frech und keck und die sagt dann mit nem süffisanten Zwinkern: "Und selbst WENN: Du hast doch DICH SELBST. Und auf DICH kannst du dich IMMER verlassen!"

    BÄM! Nimm das, innerer Quengelanteil! Ich weiß, wer ich bin, ich weiß, was ich geleistet habe, ich kenne meine inneren Schallplatten nur zu gut und ich weiß sie zu stemmen. Man ist selbstbewusst. Sich seiner selbst bewusst, seiner Stärken, seiner Schwächen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich komme mir vor wie ein letztes Blatt am Baum, was sich krampfhaft an einem dünnen Ast festhält.
    Wieviel Kraft hat dieses tolle, letzte, tapfere Blatt!!! Dieses Blatt ist der Masterchief aller Blätter, die schon lange gefallen sind und jetzt braun verzutzelt am Boden dem Igel ein Zuhause bieten und den Maulwurfsbau vor der ersten Frostkälte schützen. Dieses letzte Blatt sagt keck: "So, Winter. ICH bestimm hier, wann der Winter anfängt und der Herbst aufhört. Isch bin grrrass däa Checker, ey!"

    Es gab da so einen Song, der erinnert mich an dieses Baum-Thema. Ich hab den Song so gerne gehört, als ich eine echte, fiese Depressions-Phase hatte. In dem Song heißt es an einer Stelle:

    We learned our lesson from the start my sisters and me
    The only thing you can depend on is your family
    Life's gonna drop you down like the limbs of a tree


    Und am Anfang:

    I haven't got much time to waste, it's time to make my way
    I'm not afraid of what I'll face, but I'm afraid to stay
    I'm going down my own road and I can make it alone
    I'll work and I'll fight 'til I find a place of my own


    Ich verlinke ihn dir mal, ich finde den Song motivierend, ich mag auch das Video.
    Jump - Madonna

    Hey! Du tanzt doch so gern durch deine Küche bei lauter Musik??!! Na dann!
    Komm her, Magena, drehen wir zusammen eine Runde!!

    Are you ready to jump?

    Be a voice not an echo.

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von luciernago Beitrag anzeigen
    Roxy, arbeitest du oder bist Du schon in Rente?
    Sowohl als auch. Minirente plus Minijob. Jobben muss ich, bis ich tot umfalle. Möchte die Gründe, warum das so gekommen ist, hier aber nicht ausbreiten

    Noch einmal zur Unbeschwertheit: natürlich erlebe ich nach wie vor unbeschwerte Momente. Die genieße ich dann auch, aber sie sind weitaus seltener als in jungen Jahren. Und von wesentlich kürzerer Dauer.
    Für mich hat das Altern eine besondere Melancholie, die ich aber durchaus schön finden kann.

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Müssen wir nicht.
    Unbeschwertheit ist kein Privileg der Jugend.
    Auch wenn man jung ist gibt es immer wieder Zeiten, in denen man alles andere als unbeschwert ist.

    Ich bin jetzt 70+ und ich habe immer wieder Zeiten, in denen ich mich für den Augenblick völlig unbeschwert fühle (z.B. bei einer Wanderung durch eine tolle Landschaft, bei einem schönen Konzert- oder Theaterbesuch etc.).

    Unbeschwertheit ist kein Dauerzustand, war es nie. Auch nicht in der Jugend.
    Ich sehe das wie Du!
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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