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  1. Inaktiver User

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    In meinem nächsten Leben bekomme ich es besser hin. Ich finde, ein einigermaßen guter Verdienst erlaubt einem schon ein Stück Unbeschwertheit. Man bekommt dann auch später besser Rente.

  2. Inaktiver User

    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich verdiene ja ganz furchtbar wenig, gerade über Mindestlohn, in meinem Gartencenter und meine ständig steigende Miete frisst mich auf und ich habe es bisher nicht geschafft, eine ganz billige Mietwohnung zu bekommen, aber gestern habe ich nicht gespart. Das Ganze hat mich 13,50 gekostet und dazu noch eine piekfeine Toilette im Bayerischen Hof mit echten Gemälden aus dem 19. Jh. in den Gängen. Auch war ich dann noch auf der Maximilianstraße Eiskaffee mit Kuchen verzehren, im strahlenden Nachmittagssonnenschein und abends habe ich in meinem Stammkneipchen um die Ecke kräftig damit angegeben und ein Bananenweizen ausgegeben bekommen - trotz Protest meinerseits.
    ...
    So muss das Leben sein. Ich habe den ganzen Tag genossen, es war wie im Märchen und demnächst folgt Friedrichshafen mit allen Deinen Empfehlungen, da fahre ich dann mit einer Freundin hin!! Also herzlichen Dank nochmal dafür.

    Gestern war ich vielleicht nicht unbeschwert - mich bringen meine Existenzsorgen für die Zukunft und jetzt um (ich komme immer gerade so hin, obwohl ich kaum Geld ausgebe, bin sehr wendig im Genuss mit wenig Geld), aber das Leben war sehr schön.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vesper, vor allem mit viel Obst oder rohem Gemüse, denn ich bin ein zurückhaltender Esser, habe ich sowieso immer dabei. Wenn ich jedoch mal ausgehe oder auswandere oder eben umtriebig in der Umgebung werde, gehe ich auch gern in eineWirtschaft. Ich finde, soviel LUXUS ist etwas Feines.
    Ich bin schon manchmal ein bisschen beschämt deswegen.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, weil ich so wenig verdiene, trotz Vollzeit.
    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    In meinem nächsten Leben bekomme ich es besser hin. Ich finde, ein einigermaßen guter Verdienst erlaubt einem schon ein Stück Unbeschwertheit. Man bekommt dann auch später besser Rente.
    Insgesamt gesehen ist es traurig, wenn man von seiner Arbeit nicht auskömmlich leben kann.

    Neulich -in irgendeiner dieser Wahlarenen-Sendungen- beklagte sich ein Mann darüber, dass er in seinem 30-Std.-Job (Callcenter) zu wenig Geld verdienen würde: 1.000 Euro netto.
    Und da geht es mMn schon los: DAS wird sich natürlich später auch auf die Rente niederschlagen, denn wer nicht mindestens 40 Jahre Vollzeit arbeitet und einigermaßen verdient, guckt im Alter in die Röhre.
    Meine Ex-Freundinnen wären heute (im Rentenalter) alle arm wie die Kirchenmäuse, hätten sie ihre (toten oder lebendigen) Männer nicht.
    Und wenn man alleine lebt, ist das Leben umso teurer, weil man Miete, Strom usw. eben nicht durch zwei teilen kann.

    Dass unter dieser Belastung auch die Unbeschwertheit abhanden kommt, ist zwangsläufig. Wir haben ja in der Corona-Zeit gesehen, was den Menschen fehlt: Restaurant-Besuche, Kultur, Reisen …. - und das alles kostet Geld. Dass man sich aber selbst in „normalen“ Zeiten dieses erst gar nicht leisten kann, ist schon sehr bedauerlich. Da ist es nicht ich genug zu schätzen, wenn jemand wie Du es trotzdem versteht, sich alternative, schöne Stunden oder Tage zu machen.

    LG,

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Guten morgen Magena,

    das hiesse ja dann im Umkehrschluss: die Reichen sind unbeschwerter.
    Sind sie aber nicht.

    Das wundert mich aber - immer wieder.
    Die geben sogar noch knauseriger Trinkgeld.

    Meine Unbeschwertheit speist sich aus meiner inneren Einstellung.
    Und aus meinen Lebensumständen.

    Wir leben hier in unserem Land in Sicherheit und können uns doch so viel leisten.
    Ich kann ins Kino gehen, ins Schwimmbad, spazieren gehen, zum Sport. Und sogar an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen.

    Es gibt gerade für Rentner sehr viele Vergünstigungen.
    Für mich ist das Luxus genug.

    Ich kann in Öffentliche Bibliotheken, habe Zugang zur Krankenversicherung.

    Klar habe ich auch noch Wünsche die darüber hinaus gehen. Dafür spare ich dann eben.
    Und gehe auch noch arbeiten.

    Wäre meine Unbeschwertheit nun größer wenn ich Kreuzfahrten machen könnte?
    Das versuchen einige Menschen einen einzureden, die nennen dann die Kabinenpreise - ungefragt.

    Mich beeindruckt das nicht mehr. Und ich sage das auch.
    Die schlimmste Strafe im Alter ist Langeweile, Unzufriedenheit.

    Ich hatte mir mit dem Vater meiner Kinder ein schönes Familienleben geleistet, ohne dauernde Hektik oder Stress.
    Ich glaube, Jeder wählt irgendwie - irgendwann. Keiner ist nur Opfer der Umstände.
    Mode kann man kaufen.
    Stil muss man haben.

    Edna Woolmanchase
    Chefredakteurin, Vogue, 1914 - 1952

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Es geht denke ich nicht darum viel Geld zu haben. Aber es ist ein tolles Gefühl nicht jeden Cent umdrehen zu müssen, den spontanen Kaffee locker bezahlen zu können und sich das Sinfonie-Konzert ohne große Probleme leisten zu können.

    Wenn ich Heidenelke richtig verstanden habe, dann sind solche Dinge für sie eben nicht einfach so bezahlbar (für mich auch nicht).
    Never be afraid, never.

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Ich finde, das ist ein Unding - trotz Vollzeit! Schlimm, dass es das immer noch gibt. Ich finde ja auch den angestrebten Mindestlohn schon niedrig...

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Na ja, das kommt eben auch auf Prioritäten an.
    Und als erstes kommen dann eben mal die einfachen Lebenshaltungskosten wie Miete.
    Da kenne ich viele Menschen die diese Hürde eben nicht meistern können oder wollen.

    Meinst du nicht es könnte auch Spass machen zu haushalten?
    So einfach los gehen und kaufen können war noch nie mein Standard.

    Einen Spargroschen zu haben macht reich.
    Kann ich nur empfehlen, macht nicht nur reich sondern unabhängig und frei.
    Mich überrascht keine eventuelle Nachzahlung, keine Reparatur.

    Wünsche möchte ich immer haben, und Sehnsüchte auch.
    Aber, kein Mangelgefühl.
    Mode kann man kaufen.
    Stil muss man haben.

    Edna Woolmanchase
    Chefredakteurin, Vogue, 1914 - 1952

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Zitat Zitat von Daliah- Beitrag anzeigen
    Guten morgen Magena,

    das hiesse ja dann im Umkehrschluss: die Reichen sind unbeschwerter..
    Nein, das hieße es nicht zwangsläufig.

    Und ja, ich kann mir durchaus vorstellen, dass es frustrierend ist, wenn man mit jedem kleinen Luxus zurückhaltend umgehen muss.
    Und ein finanziell unzureichend abgesichertes Alter trägt sicher auch nicht zur Unbeschwertheit bei.

    Dass wir alle trotzdem Glück haben in einem Land zu leben in dem Grundbedürfnisse wie Gesundheitsversorgung und ausreichende Ernährung weitgehend abgesichert ist, stimmt.
    Aber es tröstet einen sicher auch nicht, wenn man etwas verkneifen muss, was man gerne hätte oder täte.
    Jede Erklärung ist eine Hypothese

    (STOA169)

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Jofi,

    ich wünschte du hättest Recht.
    Eine meiner Töchter arbeitet in einer Sozialstation.

    Die staunt immer wieder wie viel Rente die Rentner haben die zu ihr kommen und sich über mangelnde Leistungen beklagen. Sie sagt dann wirklich oft: na gut, dann beantragen wir das oder das: und oft kommt die Antwort: ach nein, so wenig haben wir ja doch nicht.

    Es überrascht mich wirklich ganz oft wie genügend Geld und Rente eben nicht unbedingt zu Zufriedenheit führen.
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    Edna Woolmanchase
    Chefredakteurin, Vogue, 1914 - 1952

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    Daliah, viele Menschen haben einfach nichts übrig um einen Spargroschen anzulegen. Plötzliche Ereignisse können dann eine mittlere Katastrophe sein - was die Unbeschwertheit auch bestimmt nicht erhöht.

    Und was die Mieten betrifft, so sind sie, zumindest hier bei uns im Süden, bereits ein Problem, wenn man durchschnittlich verdient.

    In dem Ort, wo ich wohne, ist es für viele, die in schlecht bezahlten Berufen arbeiten, unmöglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden.
    Hier und in Nachbarorten werden von den Gemeinden eigens Häuser gebaut, in der man Wohnungen mit nicht ganz so hohen Mieten (keine Sozialmieten) mieten kann. Ganz einfach weil die Gemeinden Verwaltungsangestellte oder Pflegepersonal für Ortskliniken brauchen, die unsere „normalen“ Mieten nicht bezahlen können. Ausreichen tun die natürlich in keinster Weise.

    In einer nahen Kreisstadt sagen Altenpfleger, denen eine Stelle angeboten wurde und die aus dem Norden zuziehen wollen kurzfristig den Job ab, weil sie für sich und ihre Familien keine bezahlbare Wohnung finden konnten.
    Jede Erklärung ist eine Hypothese

    (STOA169)

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    AW: Wo ist meine Unbeschwertheit?

    @Daliah
    Genug Geld verschafft keine Unbeschwertheit.
    Aber:
    Sehr wenig Geld trägt von sich aus nicht zur Unbeschwertheit bei. Im Gegenteil, es kann sie erschweren.
    Jede Erklärung ist eine Hypothese

    (STOA169)

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