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    AW: Rentnerin sein - plötzlich geht alles ganz schnell

    Zitat Zitat von Lucciola Beitrag anzeigen
    GuteLaune - wenn Du nicht willst - wir können gerne tauschen ;)

    Noch ein Punkt, der nicht zu verachten ist: Personalabbau ist meistens mit Umstrukturierung und Mehrarbeit bei den Dagebliebenen verbunden … dein Job wird nicht mehr so sein wie früher, oft leidet auch das Betriebsklima …

    Willst Du Dir das kurz vor Schluß nochmal antun?
    Nein, nein, ich tausche nicht. Ich will ja! Nur bin ich gerade gedanklich etwas hinterher, weil die Sache so schnell Fahrt aufgenommen hat.

    Die Umstrukturierungen im Unternehmen laufen bereits - schön ist es dort seit einiger Zeit nicht mehr. Du hast recht: Das muss man sich nicht antun.

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    AW: Rentnerin sein - plötzlich geht alles ganz schnell

    Zitat Zitat von ganda55 Beitrag anzeigen
    Gute Laune, ich hab gehört, dass Organisationen wie z.B. der VdK bei der Beantragung hilft bzw. der Antrag über ihn läuft.
    Danke für den Hinweis!
    Bei uns gibt es in der Stadtverwaltung eine Mitarbeiterin, die ganz offiziell Rentenberatung macht. Sie hilft beim Ausfüllen von Anträgen und falls sie mal gar nicht weiter weiß, hat sie einen "heißen Draht" zum Sachbearbeiter bei der Rentenversicherung. Ich war schon mehrfach dort, als es um Kontenklärung, Rentenauskunft usw. ging. Sehr nett, sehr kompetent - und kostenlos!

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    AW: Rentnerin sein - plötzlich geht alles ganz schnell

    Zitat Zitat von GuteLaune Beitrag anzeigen
    Das muss man sich nicht antun.

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    AW: Rentnerin sein - plötzlich geht alles ganz schnell

    Die Rente muss ca. 3 Monate vorher beantragt werden. Ich bin mit Termin zur Deutchen Rentenversicherung in meinem Ort gegangen, habe meine Rente beantragt und das war es. Man kann sich dort ausrechnen lassen, wieviel Rente man bekommt und ab wann man frühestens in Rente gehen kann. Dort waren alle Unterlagen vorhanden. Vor einigen Jahrenn gas es eine Prüfung der Rentenunterlagen, da waren einige Unklarheiten. Bei der Stadt gibt es auch Rentenberatungen. Die Beratungen bei der Deutschen Rentenversicherung und bei der Stadt sind kostenlos.

    Bei der Steuer habe ich die Hilfe der Steuerhilfe in Anspruch genommen, weil ich keine Ahnung von Steuer habe und nicht wusste wie das mit der Abfindung gerechent wird.
    Geändert von Klecksfisch (05.07.2021 um 11:06 Uhr)
    Ich bin eine Raupe und du ein Reh. Doch ich werd ein Schmetterling und du wirst Filet.

    Die Sache mit dem streiten ist die, wenn man etwas zurückhält, arbeitet es auf lange Sicht gegen euch (Dalai Lama)

    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Rentnerin sein - plötzlich geht alles ganz schnell

    Ich bin schon mit 58 Jahren ausgeschieden - das Unternehmen hatte eine 58+Regelung (=Abfindung) angeboten, die ich in Anspruch genommen habe. In der Praxis hieß das, 2 Jahre arbeitslos und 3 Jahre ohne jegliche Zuwendung zu sein (=Privatier). Das hat ganz gut geklappt. Seit Febr. d.J. beziehe ich Rente (mit relativ hohem Abschlag 10,8%). Ich habe meinen Entschluss keine Sekunde bereut.

    Allerdings: einige Punkte habe ich vorher nicht bedacht.
    Ich lebe seit 17 Jahren getrennt/ allein und habe auch keine Kinder; Eltern und Schwester sind bereits verstorben. Eigentlich habe ich niemanden mehr. Waren zuvor noch Arbeitskollegen/-innen da, mit denen man sich ausgetauscht hat …, gab es zuvor noch den berufsbedingten Grund, sich schön anzuziehen …, war der Tag strukturiert und die Freude auf’s Wochenende und den Urlaub groß …, gab es Bertiebsfeiern und Ausflüge …, wartete der Chef morgens im Büro und fehlte man, wenn man nicht da war …, wurde man um Rat oder Meinung gefragt …, saß man in fröhlicher Runde in der Mittagspause beisammen …

    All das gibt es nicht mehr. Und es fehlt mir.
    Keine Aufgabe mehr, keine Struktur, keine Relevanz - für nichts mehr gut und unwichtig geworden. Ich werde nicht mehr vermisst.
    Noch immer (gewohnheitsmäßig) wache ich morgens um 5 Uhr auf - so wird der Tag verdammt lang. Manchmal kaufe ich noch immer „Business“-Kleidung und frage mich zuhause, wo um Himmels Willen ich denn das tragen soll. Und ich muss realisieren, dass ich mir solche Kleidung eigentlich auch gar nicht mehr leisten kann - die Rente entspricht nicht mehr dem früheren Nettogehalt.
    Trotz allem bin ich stolz darauf, in den letzten 17 Jahren alles alleine gemeistert zu haben. Angefangen von der Betreuung der alten Eltern bis zum Tod - bis hin zur Einsicht, eine private Rentenversicherung abzuschließen, um mich ein wenig abzusichern.
    Das allergrößte Geschenk jedoch ist meine Freiheit: Keine Verpflichtungen, keine Verantwortung (außer für mich selbst), keine Kompromisse.
    Nur manchmal liege ich nachts wach und wünsch mir eine Hand, die mich hält …

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    AW: Rentnerin sein - plötzlich geht alles ganz schnell

    Ich bin vor nunmehr 17 Jahren mit 63 in Rente gegangen. Ich habe ein halbes Kündigungszeit dafür gehabt. Es war ein Sprung ins kalte Wasser.
    In dem letzten halben Jahr passierten so viele Dinge, die mich nur bestätigten. Mein Arbeitsfeld ist schon nach drei Monaten weggebrochen, weil die staatlichen Zuschüsse gestrichen wurden. Mein Arbeitgeber erklärte mir, dass er das schon wusste und schon darüber nachgedacht hätte, wie er einen "Elefanten" bis zum Renteneintritt beschäftigen sollte.

    Der Rentenantrag 3 Monate vorher war problemlos, weil ich schon Jahrzehnte vorher eine Rentenklärung gemacht hatte. Renteneintritt war der 1. März. Mein Arbeitgeber schenkte mir den ganzen Jahresurlaub des Jahres, so dass ich Mitte Januar ausschied. Abfindung gab es bei dem Verband nicht.

    Die erste Rentenzahlung erfolgte aber erst Ende April für 2 Monate.

    Ich begann zu Hause mit den Arbeiten , die ich für die Rente vorgesehen hatte, bis nach einem halben Jahr meine Frau mir Bauverbot erteilte. Sie habe schließlich keinen Bauarbeiter geheiratet. Ich machte wesentlich mehr Hausarbeit, was meine Frau störte, das sei ihr Revier. im Garten durfte ich außer Rasenmähen nichts tun, weil das auch ihr Revier sei. Dann bewarb ich mich bei einer Busfirma um einen Minijob als Taxifahrer für Schüler einer Sonderschule und bekam den Job, musste einen Personenbeförderungsschein erwerben und fuhr dann 7 Jahre lang Kinder in eine Sonderschule für Sehbehinderte und Gehörlose in der nächsten Großstadt. Dafür musste ich um 5 Uhr aufstehen und ab 6 Uhr 7 Kinder aus unserem Kreisgebiet abholen. Und mittags wieder nach Hause bringen. Das war sehr spannend, weil ich zum ersten Mal im Leben mit derartig Behinderten zu tun bekam.

    Im darauffolgenden Jahr machte ich das erste Mal die Steuererklärung als Rentner. Unmittelbar nach meinem Renteneintritt hatten wir die Steuerklassen gewechselt, von 4-4 zu 3-5. Meine Frau verdiente ab dem Zeitpunkt deutlich mehr Geld. Bei der ersten Steuererklärung bekam ich ein Aufforderung 300 € nachzuzahlen. Das geht ja!
    Aber im darauffolgenden Jahr kam der Hammer: 1.000 € Nachzahlung und 4 Wochen später Vorauszahlung von 1.000 €. Das verschlug mir die Sprache! Ich verfluchte, dass ich zu der ersten Rentnergeneration gehörte, die steuerpflichtig wurde (dabei waren es nur 50%). Erst als meine Frau 7 Jahre später in Rente ging, hörte das auf.

    Diese Steuerlast sollte man heute als heutiger Frischrentner sehr wohl berücksichtigen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Rentnerin sein - plötzlich geht alles ganz schnell

    Magena,

    ich musste ehrlich gesagt erst einmal herzhaft lachen.

    ich bin Junggesellin, kämpfe seit Corona um meine Ein-Frau-GmbH und da scheinen mir Deine Probleme echt minimale Befindlichkeiten zu sein.

    Auf den ersten Blick.

    Auf den zweiten Blick nehme ich das schon ernst. Warum machst Du nicht irgend etwas, was Dir Freude macht, und bei dem Du unter Leute kommst und vielleicht noch ein bisschen Geld verdienst?

    Da meine Firma nur zu 40 % läuft, habe ich einige neue Standbeinchen installiert und bin so ein richtiger Allrounder geworden.
    Für mein Umfeld verkaufe ich über ebay alles, was nicht niet- und nagelfest ist, gegen Erfolgsprämie. Du glaubst gar nicht, wie viele Leute zu faul sind, zu inserieren.

    Dann bekoche ich meine Mit-Büro-Isassen (Business-Center), da wir wegen Corona nicht mehr in die benachbarte Kantine dürfen.

    Dies sind nur 2 Beispiele.

    Alles nur Cents, die hängenbleiben, aber Kleinvieh macht auch Mist (und Spass nebenbei auch!).

    Du hast doch jetzt Zeit, um ein soziales Netz zu knüpfen und Dir eine Wahlfamilie zusammenzustellen . Tu das!

    Ich wünsche Dir einfach Zufriedenheit im Ruhestand.

    luci
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH

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    AW: Rentnerin sein - plötzlich geht alles ganz schnell

    Zitat Zitat von Magena Beitrag anzeigen
    Keine Aufgabe mehr, keine Struktur, keine Relevanz - für nichts mehr gut und unwichtig geworden. Ich werde nicht mehr vermisst.
    Ein paar Sorgen in die Richtung mache ich mir schon auch. Berufsbedingt habe ich sehr, sehr viel mit Menschen zu tun. Mancher Kontakt geht über das Berufliche hinaus. Mir ist klar, dass sich da einiges ändern wird.Oft hat man sich nach einem beruflichen Gespräch noch auf ein Bier zusammengesetzt. Ob das noch so klappt... aus den Augen, aus dem Sinn.

    Allerdings habe ich, seit sich herumspricht, dass ich in Kürze aufhöre, auch schon tolle Angebote und Anfragen bekommen für Mini-Jobs. Ok... nichts zum reich werden. Aber durchaus Angebote, die meinen persönlichen Neigungen auch entsprächen. Langweilig wird mir also nicht werden. Aber mein Beruf wird mir schon fehlen.

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    AW: Rentnerin sein - plötzlich geht alles ganz schnell

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Im darauffolgenden Jahr machte ich das erste Mal die Steuererklärung als Rentner. Unmittelbar nach meinem Renteneintritt hatten wir die Steuerklassen gewechselt, von 4-4 zu 3-5. Meine Frau verdiente ab dem Zeitpunkt deutlich mehr Geld. Bei der ersten Steuererklärung bekam ich ein Aufforderung 300 € nachzuzahlen. Das geht ja! Aber im darauffolgenden Jahr kam der Hammer: 1.000 € Nachzahlung und 4 Wochen später Vorauszahlung von 1.000 €. Das verschlug mir die Sprache.
    (aufs Wesentliche gekürzt von mir) Der Fehler war es, die Steuerklassen zu wechseln. Denn man verdient mitnichten mehr, wenn man eine andere Steuerklasse hat. Einzig die Höhe der Steuervorauszahlung ändert sich.
    ~ Torun. ~

    Seht Ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. (Matthias Claudius)

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    AW: Rentnerin sein - plötzlich geht alles ganz schnell

    Zitat Zitat von Torun Beitrag anzeigen
    (aufs Wesentliche gekürzt von mir) Der Fehler war es, die Steuerklassen zu wechseln. Denn man verdient mitnichten mehr, wenn man eine andere Steuerklasse hat. Einzig die Höhe der Steuervorauszahlung ändert sich.
    Das weiß ich jetzt auch. Aber wir haben es dann nachgerechenet: Meine Frau verdiente durch die Steuerklasse 3 mehr als ich nachzahlen oder vorauszahlen musste. War kein Fehler. Und meine Frau stolz, dass sie endlich mal mehr bekam als ich.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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