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    AW: Tochter soll nicht so streng, unzufrieden und launisch sein wie ich es als Mutter

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Hast du eigentlich noch Kontakt zu deinem Exmann und überlegt dich auch bei ihm zu entschuldigen?
    Sorry pure Neugier.
    Das war auch fast einer meiner ersten Gedanken.


    Liebe reddaisy,

    ich würde direkt mit meiner Tochter sprechen und über die eigenen Erkenntnisse und Beobachtungen sprechen.

    Ich beobachte das auch bei einer meiner Freundin. Der Mann holt uns nach einer Reise an seinem freien Tag vom Zug ab, und sie motzt, warum er den Wagen 20 m weiter geparkt hat, wenn er doch direkt vor den Eingang hätte parken können. Und ständig solche Sachen.
    Diese permanente Nörgelei von unzufriedenen Frauen, finde ich wirklich schrecklich. Und wie die dann ihrem Mann übers Maul fahren. Grauslich. Gilt natürlich auch umgekehrt, aber öfter sehe ich das bei Frauen.

    Und dir gratuliere ich, zu deiner Ehrlichkeit und Einsicht. Finde ich super, dass du das alles so sehen und erkennen kannst im Nachgang und deine Tochter vor so einem Zusammenleben bewahren willst.

    Vielleicht kannst du auch einen Schreiben verfassen, so dass du quasi ein Skript hast, was du alles sagen möchtest. Möglicherweise sind geschriebene Worte auch einprägsamer, weil sie ja auch immer wieder hervorgeholt werden können.

    Ich denke aber auch, wenn sich beide so zueinander verhalten, dass die dringend professionelle Hilfe brauchen. Es wird allen zu Gute kommen. Auch wenn sie meint "er würde sich blöd verhalten." Dafür ist ja ein Therapeut da, um das alles zu kanalisieren und zu begleiten.

    Auch, dass der Ehemann auf einmal ohne ein Wort verschwindet. Du meine Güte. Das ist schon wirklich 5 vor 12.

  2. Moderation

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    AW: Tochter soll nicht so streng, unzufrieden und launisch sein wie ich es als Mutter

    Zitat Zitat von reddaisy Beitrag anzeigen
    Ja, das klingt sehr gut. "Ich verstehe Dich gut".
    Das ist ein Türöffner ( und besser als wenn ich ihr " die guten Seiten ihrer Ehe" aufzuzeigen versuche.
    Das finde ich auch gut.
    Ich habe nochmal ueberlegt, weil Du ja speziell, wenn auch nicht ausschliesslich, nach "Elternmeinungen" gefragt hattest. Damit kann ich nun nicht dienen, weil meine Kinder noch klein sind. Aber ich habe mal ueberlegt, wie ich das als Tochter faende. Und ich glaube - das bin aber echt nur ich! - ich wuerde ganz empfindlich reagieren und in die Defensive gehen, auch wenn es objektiv noch so richtig waere, wenn meine Mutter sagte: "Das erinnert mich an XY bei mir, und findest Du nicht, es waere vielleicht eine Idee, dass ABC". Auch wenn es ganz lieb und ohne Druck formuliert waere. (Und ich habe ein sehr inniges Verhaeltnis zu meiner Mutter.) Vielleicht sogar, wenn ich mich selber vorher beklagt haette (so wie Deine Tochter). Ich (!!) kaeme sofort mit 1000 Gruenden, warum bei mir aber alles ganz anders ist.

    Es kann bei Deiner Tochter total anders sein! Immerhin hat sie selbst das Thema schon zu Dir gebracht. Aber selbst falls sie so (aehnlich) empfindlich sein sollte wie ich: "Ich verstehe Dich total gut", waere ein Supereinstieg. Damit kannst Du echt nichts falsch machen, finde ich.

    Danke auch fuer Deine Antwort auf mein Post, ich bin nur froh, wenn Du Dich durch meinen "Konvertitenvergleich" nicht verletzt fuehltest.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

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    AW: Tochter soll nicht so streng, unzufrieden und launisch sein wie ich es als Mutter

    Du führst als Grund für Deine permanente Unzufriedenheit und Nörgelei Deine Kindheit an.
    Deine Tochter hatte doch aber eine andere Kindheit?
    Das ist doch schon ein großer Unterschied. Wie willst Du das denn erklären? Du bist entschuldigt, wegen schlechter Kindheit? Und sie ist von Natur aus so?
    Und bist Du jetzt, nachdem Du Dich getrennt hast, zufriedener mit dem Leben? Oder immer noch mehr der Pessimist?

    Vielleicht ist das wirklich ein familiärer Charakterzug? Ich habe 3 Kinder und obwohl alle 3 gleich (fast) erzogen wurden, sind deutliche Ähnlichkeiten mit jeweils einem Elternteil zu erkennen.

    Nachdem meine Ehe gescheitert war, habe ich meinen 3 Kindern ans Herz gelegt: Leute, redet. Wenn euch etwas nicht gefällt, sprecht es aus. Wenn eure Liebe gefährdet ist, sprecht darüber. Wartet nicht, bis die Liebe tot ist.

    Meine Kinder haben es mir nicht übel genommen. Weil ich von mir gesprochen habe, von meinen Fehlern und was ich daraus gelernt habe.
    Geändert von overknee (05.01.2021 um 15:34 Uhr)

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    AW: Tochter soll nicht so streng, unzufrieden und launisch sein wie ich es als Mutter

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    ....ich wuerde ganz empfindlich reagieren und in die Defensive gehen, auch wenn es objektiv noch so richtig waere, wenn meine Mutter sagte: "Das erinnert mich an XY bei mir, und findest Du nicht, es waere vielleicht eine Idee, dass ABC". Auch wenn es ganz lieb und ohne Druck formuliert waere. (Und ich habe ein sehr inniges Verhaeltnis zu meiner Mutter.) Vielleicht sogar, wenn ich mich selber vorher beklagt haette (so wie Deine Tochter). Ich (!!) kaeme sofort mit 1000 Gruenden, warum bei mir aber alles ganz anders ist.
    ....

    Danke auch fuer Deine Antwort auf mein Post, ich bin nur froh, wenn Du Dich durch meinen "Konvertitenvergleich" nicht verletzt fuehltest.
    Hallo,
    dass sie in die Defensive geht und das Gespräch schwierig läuft, ist meine Befürchtung.

    Auch dass ich dem Gespräch nicht gewachsen bin und anfange zu weinen ( das geht eh recht schnell bei mir. )

    Bzgl Konvertiten : das ist gut erkannt. Zeitweise, jetzt nicht mehr so, war ich überzeugt dass ich die Lösung für sie hätte ( weil ich für mich eben einige Erkenntnisse hatte/ habe).

    Bis bald
    Reddaisy
    amica esse mihi coepi

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    AW: Tochter soll nicht so streng, unzufrieden und launisch sein wie ich es als Mutter

    Zitat Zitat von overknee Beitrag anzeigen
    Du führst als Grund für Deine permanente Unzufriedeheit und Nörgelei Deine Kindheit an.
    Deine Tochter hatte doch aber eine andere Kindheit?
    Das ist doch schon ein großer Unterschied. Wie willst Du das denn erklären? Du bist entschuldigt, wegen schlechter Kindheit? Und sie ist von Natur aus so?
    Und bist Du jetzt, nachdem Du Dich getrennt hast, zufriedener mit dem Leben? Oder immer noch mehr der Pessimist?

    Vielleicht ist das wirklich ein familiärer Charakterzug? Ich habe 3 Kinder und obwohl alle 3 gleich (fast) erzogen wurden, sind deutliche Ähnlichkeiten mit jeweils einem Elternteil zu erkennen.

    Nachdem meine Ehe gescheitert war, habe ich meinen 3 Kindern ans Herz gelegt: Leute, redet. Wenn euch etwas nicht gefällt, sprecht es aus. Wenn eure Liebe gefährded ist, sprecht darüber. Wartet nicht, bis die Liebe tot ist.

    Meine Kinder haben es mir nicht übel genommen. Weil ich von mir gesprochen habe, von meinen Fehlern und was ich daraus gelernt habe.
    Ja,das wünsch ich mir, von mir zu sprechen, was ich aus meinen Fehlern gelernt habe.

    Ein Konzept machen, wie es vorgeschlagen wurde, ist eine Möglichkeit.
    Hab Angst dass meine Tochter schnippisch und ablehnend reagieren könnte.
    Und wie gesagt, dass mich die Emotionen überfallen.
    Auch hat jemand gemeint, ich müsse beharrlich bleiben, falls Ablehnung kommt.

    Die Briefidee erscheint mir eher nicht so gut, mittlerweile.

    Weil ihr fragt: bei meinem Exmann hab ich mich kurz nach der Trennung entschuldigt ( war eher ein kurzes Gespräch). Er war brummig und hat gemeint so wild wärs nicht gewesen.
    amica esse mihi coepi

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    AW: Tochter soll nicht so streng, unzufrieden und launisch sein wie ich es als Mutter

    Zitat Zitat von reddaisy Beitrag anzeigen
    Ein Konzept machen, wie es vorgeschlagen wurde, ist eine Möglichkeit.
    Und du hast ja alle Zeit der Welt, dich in aller Ruhe für den Weg zu entscheiden, den du gehen möchtest. All das hier sind nur Vorschläge.
    Zitat Zitat von reddaisy Beitrag anzeigen
    Hab Angst dass meine Tochter schnippisch und ablehnend reagieren könnte.
    Frag dich selbst, wann du schnippisch und ablehnend reagierst.
    Wir sind letztlich alle gleich, es ist also nicht schwer, sich klar zu werden, was so ein Verhalten fördert oder eben nicht.

    Zitat Zitat von reddaisy Beitrag anzeigen
    Und wie gesagt, dass mich die Emotionen überfallen.
    Auch da- kannst du dir vorher überlegen, wie du dich sonst im Alltag vor so etwas schützt.
    Du bist ja keiner Situation machtlos ausgeliefert.
    Zitat Zitat von reddaisy Beitrag anzeigen
    Auch hat jemand gemeint, ich müsse beharrlich bleiben, falls Ablehnung kommt.
    1. Das mag die Ansicht hier von einem users sein, ist aber für dich auch kein Credo und keinesfalls musst diese Art von Denken annehmen.
    2. man "muss" überhaupt nichts - siehe Punkt 1 - soviele Menschen, soviele Gedanken......was davon dich anspricht, bleibt bei dir.
    3. Was soll "beharrlich bleiben" bedeuten?
    Es impliziert eine Ablehnung und dann "soll" "man" beharrlich bleiben?

    Ich gehe also über den Wunsch des Gegenübers hinweg und respektiere eine Grenzziehung nicht?
    Ich fange immer wieder davon an, obwohl es den anderen nervt und er das nicht hören will?

    WARUM- sollte man sich so verhalten????
    Geht es darum unbedingt seine eigenen Gedanken loszuwerden und dem anderen am liebsten reinzu"stopfen"? Damit der andere doch endlich kapiert, wie er sein Leben leben sollte??

    Was für eine schwierige Grundhaltung, bei der diese Mutter ganz sicher niemals ihre Tochter erreichen wird - dafür aber sehr leicht dafür sorgen, dass die Tochter sich von ihr abwendet und noch mehr alleine ist, weil sie gar keinen mehr hat, mit dem sie reden kann!
    Sozusagen eine katastrophale Haltung!

    Ich bleibe dabei- der empathische Satz "ich kann dich total gut verstehen" ist Türöffner genug.
    Dann hat die Tochter jederzeit die eigene Freiheit, durch diese Tür zu gehen.......und es ist auch sehr wahrscheinlich, dass sowas geschieht.

    Drauf-einquatschen hat wirklich noch NIEMALS einen wirklichen Erfolg gehabt.
    Man muss sich doch nur selbst anschauen- wann will man so etwas erleben, erst Recht, wenn es einem nicht gut geht??
    Dagegen möchte man sich doch erwachsen fühlen und keine Predigt, was man alles besser machen könnte.........

    Erfolg sieht jedenfalls anders aus.

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    AW: Tochter soll nicht so streng, unzufrieden und launisch sein wie ich es als Mutter

    Hallo Kenzia, danke für dieses Sortieren.
    Die Signale die im Gespräch kommen, respektieren. ( denke gerade dass das nicht meine Stärke ist)

    Beharrlichkeit halt im Sinne von : meine Tür bleibt offen.

    Das alles ist ein Seiltanz- Unterfangen.

    Auch weil ich selbst sehr darunter leide meine Tochter so unwirsch und fordernd gegenüber ihrer Familie zu erleben.

    Daher denke ich, ich MUSS bald / schnell etwas unternehmen / sagen / raten.

    Jetzt bin ich mal am Brief ( der vllt in nem Gespräch eine Hilfe sein kann)

    Grüße
    amica esse mihi coepi

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    AW: Tochter soll nicht so streng, unzufrieden und launisch sein wie ich es als Mutter

    ich persönlich finde bei solchen schweren themen den brief besser.

    du kannst ihn gut vorbereiten. sie kann ihn in einer ruhigen minute lesen. sie kann nachlesen und wieder und wieder und wieder.

    es ist nicht so von der aktuellen situation (die kinder wollen dies, die waschmaschine ist fertig) überlagert.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Tochter soll nicht so streng, unzufrieden und launisch sein wie ich es als Mutter

    Ja, brighid, da mach ich gerade ein hin-und herdenken.


    Das Briefschreiben gerade tut jedenfalls mir gut.

    LG

    reddaisy
    amica esse mihi coepi

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    AW: Tochter soll nicht so streng, unzufrieden und launisch sein wie ich es als Mutter

    Mal aus meinem Nähkästchen geplaudert.
    Briefe haben in meiner Familie eher nicht zur Klärung beigetragen. Sie haben in der Vergangenheit Kränkungen eher verstärkt.
    Bis zum Kontaktabbruch.

    Nachdem sich eine Aussprache, seinerzeit mit meiner Mutter, bei der auf beiden Seiten Tränen geflossen sind, als reinigend und hilfreich erwiesen hat, treffen meine Söhne und ich "Verabredungen", wenn es etwas zu klären gibt.

    Wir haben das lernen müssen und sind noch immer dabei.
    Wichtig ist die Ich-Form, keine Vorwürfe, das Gegenüber ausreden lassen. Und genügend Taschentücher dabeihaben.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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