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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Ich denke, das hier
    Zitat Zitat von Mimax Beitrag anzeigen
    ...
    Ich denke, dass ich so ziemlich alles versuche, und wenn ich eine Kanzlei kennen würde, die noch Wert auf Leute über 60 legt, dann würde ich mich sofort melden.
    Ist die falsche Herangehensweise. Du brauchst keine Kanzlei, die Wert auf Leute über 60 legt, sondern eine Kanzlei, die deine Erfahrung brauchen kann. Wie ich schon sagte, als Arbeitnehmer über 60 bist du in mehrfacher Hinsicht ein Risiko, aber was ist mit diesem meinem Vorschlag, darauf bist du nicht eingegangen:

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Ein älterer Arbeitnehmer bedeutet halt ein größeres Risiko in Sachen Ausfall und mögliche Kündigung für einen AG. Dem könntest du begegnen, indem du deine Dienste als selbständige Urlaubs- und Krankheitsvertretung oder für Projekte zeitlich befristet anbietest, wäre das was?
    Was ich so mitbekomme, wären viele Kanzleien für kompetente Krankheits-, Urlaubs- und Elternzeitvertretungen dankbar. Gerade bei den Elternzeitvertretungen kann auch mal schnell aus einer 6-monatigen eine längere Beschäftigung entstehen. In größeren Kanzleien ist ja quasi immer eine schwanger oder in Elternzeit.

    So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar
    dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.
    .

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Strangthema finde ich übrigens super-wichtig, weil es ein m.E. hochparadoxes und dabei tabuisiertes Thema anspricht:

    Den Mismatch zwischen "bis 67 arbeiten müssen" (Stand heute, ggf. bald noch länger) vs. gängige Einstellungspraxis.

    Mein politisches Statement hier ist, dass der Staat, sofern er Rente mit xx propagiert, auch Rahmenbedingungen schaffen muss, dass Arbeitgeber Leute mit xx noch beschäftigen und sogar neu einstellen. Steuerungsinstrumente gäbe es genug, allein es fehlt der Wille.
    Wer einen Vertrag hat, erfüllt den bis zum individuellen Renteneintrittsdatum. Selbst bei einer betriebsbedingten Kündigungswelle ist man als älterer AN nicht so gefährdet wegen der Sozialauswahl. Aber klar, mit höherem Renteneintrittsalter steigt auch das Alter, in dem man noch einen neuen Job sucht.

    Es sind viele Tarifverträge, die die Einstellung älterer AN unnötig erschweren, da sie einen erweiterten Kündigungsschutz vorsehen. Außerdem zeigt die Erfahrung bzw. Statistik, dass Mitarbeiter Ü55 häufiger und länger krank sind. Nicht falsch verstehen, das ist nicht meine persönliche Meinung, aber das ist einfach ein höheres Risiko für eine Festanstellung.

    Dem gegenüber steht die demographische Entwicklung. Nicht wenige Branchen haben jetzt schon Schwierigkeiten, ihren Bedarf an ausreichend qualifizierten Mitarbeitern zu decken. Die Personaldecke ist dann nicht selten „auf Kante genäht“ und auch kleinere Ausfälle sind schwer zu verkraften. Deshalb auch mein Hinweis auf eine mögliche Selbständigkeit der TE. Man muss schon das Problem des Unternehmens lösen und nicht erwarten, dass das Unternehmen das eigene Problem löst.

    So vergeht Jahr um Jahr, und es ist mir längst klar
    dass nichts bleibt, dass nichts bleibt, wie es war.
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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Die Selbständigkeit liegt hinter mir, damit wollte ich keinesfalls jetzt nochmal beginnen. Sorry, das hatte ich überlesen. Es ist ohnehin leider kaum möglich, auf jedes Details einzugehen. Dennoch bin ich dankbar über jede Zeile.

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Ob ich noch so leistungsfähig bin wie mit 30, das kann ich selbst schlecht beurteilen. Doch habe ich festgestellt, dass mich (vermutlich resultierend aus der stressigen Zeit der Selbständigkeit) ein 8-Std.-Job nicht "schafft", was ich bei weitaus jüngeren Leuten häufig genug erlebt habe. Doch darum geht es ja jetzt nicht.

    Bei Zeitarbeitsunternehmen habe ich mich ebenfalls schon mehrfach beworben, auch hier erfolglos.

    Das Thema ist natürlich sehr wichtig, denn ich stehe damit nicht allein. Ich kenne hier im Stadtteil eine Dame mit Anfang 80, die noch putzen geht.

    Und - sorry - so leid es mir tut, nicht kreativ genug oder wie auch immer es hier bezeichnet wurde, dem Beispiel möchte ich nur ungern folgen.

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Mimax, es ist schade, dass du auf meine Hinweise nicht eingehst. Und mir scheint, dass du auch ganz schön in deiner Schiene festgefahren bist. Warum muss es denn eine Kanzlei sein? Warum überhaupt das Alter thematisieren? Und mit "kreativ" war nicht gemeint, dass du einen Putzjob in Erwägung ziehen sollst, sondern dass du ein bisschen um die Ecke denken sollst.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    In meinem Alter gibt es ohnehin - wenn überhaupt - dann einen befristeten Vertrag auf ein oder zwei Jahre, wogegen nichts inzuwenden ist. Was die Häufigkeit der Krankschreibungen angeht, so kann das m.E. nicht pauschal gesagt sondern nur vermutet werden.

    Mit der Selbständigkeit habe ich vor vielen Jahren die Erfahrung gemacht, dass es einer relativ langen Anlaufzeit bedarf, bis die Sache läuft. Aus Altersgründen habe ich diesen langen Atem leider nicht mehr. Im Übrigen stimme ich Deinen Ausführungen voll und ganz zu.

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    @Agathe. Ich will nicht ausschließen, dass ich in meiner Schiene festgefahren bin. Eine Kanzlei müsste es deshalb sein, weil ich das jahrzehntelang gemacht habe und meine Erfahrungen sich nur auf diesen Bereich beziehen. Was ich ggf. falsch mache oder auch nicht, das wird sich zeigen. Leider kann ich an dieser Stelle nicht auf alles eingehen und habe auch nicht mit so vielen Postings gerechnet. Doch in erster Linie hätte ich gerne Erfahrungen mit Leuten ausgetauscht, die tatsächlich noch arbeiten bzw. sich nach dem Eintritt des Rentenalters noch um einen Job bemüht haben.

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Zitat Zitat von Mimax Beitrag anzeigen
    @Agathe. Ich will nicht ausschließen, dass ich in meiner Schiene festgefahren bin. Eine Kanzlei müsste es deshalb sein, weil ich das jahrzehntelang gemacht habe und meine Erfahrungen sich nur auf diesen Bereich beziehen.
    Warum setzt du dich nicht mal hin und schreibst auf, mit wem du alles in deinem langen Berufsleben zu tun hast.
    Vorgesetzte, Junganwälte, Kolleginnen, aber auch Praktikanten, externe Berater, was auch immer. Da werden doch einige dabeisein, mit denen du dich gut verstanden hast und die deine Arbeit geschätzt haben?
    Und sag jetzt bitte nicht "aber die sind selbst alle in Rente". Selbst wenn! Auch die kennen Leute! Nimm zu vielen Leuten "low level" Kontakt auf, Smalltalk, und lass einfließen, dass du frei bist.

    Doch in erster Linie hätte ich gerne Erfahrungen mit Leuten ausgetauscht, die tatsächlich noch arbeiten bzw. sich nach dem Eintritt des Rentenalters noch um einen Job bemüht haben.
    Das Alter ist da denke ich nebensächlich.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Habe ich was überlesen, oder wurde die Coronakrise noch nicht erwähnt? Im Moment ist es verdammt schwierig Jobs zu bekommen, da viele Firmen nicht wissen, wie es weiter gehen soll. Ich könnte mir vorstellen eine Rentnerin als Minijob in unserem Büro einzustellen, aber ganzbestimmt nicht in Teilzeit.
    Alles Liebe ,
    Salamandra
    ... more then two

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Zitat Zitat von Mimax Beitrag anzeigen
    Die Selbständigkeit liegt hinter mir, damit wollte ich keinesfalls jetzt nochmal beginnen. Sorry, das hatte ich überlesen. Es ist ohnehin leider kaum möglich, auf jedes Details einzugehen. Dennoch bin ich dankbar über jede Zeile.
    Mit "Selbstständigkeit" könnte Freiberufliche gemeint sein, d.h. Du bietest dann gegen Honorar eine Dienstleistung an.
    "Wenn Sie die Art und Weise ändern, wie Sie die Dinge betrachten, ändern sich die Dinge, die Sie betrachten."
    Max Planck - deutscher Physiker und Nobelpreisträger 1858-1947


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph

    "Es ist nicht wie es ist, sondern so, wie Du denkst, dass es ist. "bifi

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