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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Und in den ganzen Jahren in einer Großkanzlei sind Dir keine beruflichen Kontakte entstanden, die Du jetzt mal abtelefonieren könntest?
    Ich staune.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    @ Mimax

    Du bist 68 geworden und möchtest noch eine ertragsreiche Arbeit. Wie Du selbst schreibst einen Vorstandsposten hast Du noch nicht gefunden.

    Ganz ehrlich, mich würde es wundern, wenn Du einen attraktiven Job findest. Ich selbst habe nach Renteneintritt mich um ein damals 400-€-Job bemüht. Ich fand nur eine Anstellung als Bullifahrer für Kinder, die eine Sonderschule besuchten. Das hieß 5 Uhr Aufstehen, um 6 Uhr 8 Kinder von zuhause abholen und in die nächste Großstadt zur Schule bringen. Auf der Rückfahrt 3 Kollegen auf einem Parkplatz einsammeln und sie nach Hause bringen. Danach 3 Stunden Pause und um 12 Uhr die Kollgen wieder von zu Hause abholen, zum Parkplatz bringen, anschließend die Kinder um 13 Uhr vor der Schule abholen nach Hause bringen. So gegen 15 Uhr todmüde ins Bett, Mittagsschlaf.

    War anstrengend, aber auch schön. Ich habe eine Menge gelernt über Behinderungen, denn die Kinder waren entweder blind oder gehörlos. Das Allerschönste war allerdings, ich freute mich über die Schulferien wie ein Schulkind.

    Ansonsten kenne ich nur drei Menschen, die eine anspruchsvollere Arbeit im Rentenalter ausgeübt haben. Ein Buchhalter, der die Buchhaltung eines kleinen sozialen Vereins geführt hat - ehrenamtlich. Die Geschäftsführerin eines Vertriebenenverbandes - ehrenamtlich bis zum 85. Geburtstag. Einen Handwerksmeister, der sich um den schulischen Bereich und Nachhilfe bei Lehrlingen mit Migrationshintergrund kümmert.
    Geändert von Opelius (05.08.2020 um 17:05 Uhr)
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Danke, Opelius. Das war eine hilfreiche Antwort! Also ist die Sache nicht gerade aussichtsreich, aber ich werde (noch) nicht aufgeben.

    Und nein, Kontakte habe ich lediglich zu früheren Kolleginnen, aber nicht zu den Anwälten. Ich kenne auch keine Kollegin, die die nach Ausscheiden aus einer Kanzlei hat. Die Partner aus diesen Kanzleien pflegen m.E. keine Kontakte zu ehemaligen Assistentinnen, das wäre mir neu. Die Ex-Kolleginnen nützen einem da leider nichts.

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Die Mitarbeiter wissen doch, falls in deren Büro / Kanzleien jemand gesucht wird oder sie jemanden gebrauchen könnten...?
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Hallo mimax,

    Ich hab mich letztens auch beim Einzelhändler mit einer Mitarbeiterin unterhalten. 71 Jahre alt und "muss" arbeiten weil es ihr sonst nicht reicht.

    Sie war fit und man hat ihr das Alter nicht angesehen (meine ich wirklich so)

    Ich kann dir nur raten persönlich zu erscheinen, denn auf dem Papier sieht es schlecht aus (alter) .


    Allerdings gibt es viele Firmen, die ältere auch zu schätzen wissen.

    Die haben keine Ambitionen für die karriereleiter, daher werden sie ihren Job gewissenhaft erledigen ohne das stutenbissigkeit Auftritt.

    Zudem haben ältere eine sehr große Erfahrung, die für alle von Vorteil sein kann.

    Was mich allerdings sehr irritiert. Wie willst du dein Leben bewerkstelligen, wenn die Gesundheit nicht mehr mitmacht?
    Before you argue with someone, ask yourself, is that person even mentally mature enough to grasp the concept of different perspectives. Because if not, there's absolutely no point.

    Grab nicht zu weit in dem Mist rum, dann stinkt's nur noch mehr. Geh davon weg, und merk dir, wie's gerochen hat, damit du beim nächsten Verlierer früher Lunte riechst. (Zitat Wildwusel)

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Ich kannte mal eine Dame jenseits des Rentenalters, ehemalige Vorstandsassistentin bei einem großen Verband. Die kam von der Zeitarbeit und hat bei uns nach kurzer Zeit alle GF-Assistentinnen im Urlaub vertreten. Nebenher hat sie immer noch für diverse Anwälte, die sie über ihren Mann kannte, Sachen vom Band geschrieben.

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Zitat Zitat von Mimax Beitrag anzeigen
    Und nein, Kontakte habe ich lediglich zu früheren Kolleginnen, aber nicht zu den Anwälten. Ich kenne auch keine Kollegin, die die nach Ausscheiden aus einer Kanzlei hat. Die Partner aus diesen Kanzleien pflegen m.E. keine Kontakte zu ehemaligen Assistentinnen, das wäre mir neu. Die Ex-Kolleginnen nützen einem da leider nichts.
    Die Kolleginnen nützen dir sehr viel, wenn sie dich empfehlen oder dich überhaupt erstmal auf eine Vakanz aufmerksam machen.

    Und außerdem ist mit Kontakten nicht gemeint, dass du nur exakt in der Branche suchen sollst, aus der du kommst, sondern dass du dein komplettes berufliches und privates Netzwerk nutzen kannst und solltest.
    Weißt du, was die Schwiegertochter deiner ehemaligen Nachbarin beruflich macht? (nur mal so als Beispiel).
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Danke für all die Tipps, Vorschläge, Erfahrungswerte etc.

    Ich denke, dass ich so ziemlich alles versuche, und wenn ich eine Kanzlei kennen würde, die noch Wert auf Leute über 60 legt, dann würde ich mich sofort melden. Über meine Erfahrungen in der letzten möchte ich hier nicht schreiben. Kolleginnen aus der Kanzlei in der ich 13 Jahre war, die wissen natürlich, wenn dort Leute gesucht werden, aber wie bereits erwähnt, lief mein Vertrag vereinbarungsgemäß 2 Jahre nach Renteneintritt aus, ich "durfte" also bereits länger arbeiten. Da brauche ich nicht mehr nachfragen.

    Was ich einmal mache, wenn ich nicht mehr arbeiten kann, das wird sich finden. Wenn ich allerdings bereits jetzt monatlich finanziell zusetze, dann werden die Aussichten natürlich nicht besser.

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    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Ich fürchte, für jemanden, der dringend Geld braucht, bist Du ein bisschen zu unkreativ.

  10. Inaktiver User

    AW: Wer arbeitet noch mit 60 plus?

    Liebe Mimax,

    Hand auf's Herz: Bist Du noch genauso leistungsfähig wie eine 30jährige?

    Ich glaube, die wenigsten sind das mit Ü60.
    Und ich glaube, dass das auch die Arbeitgeber glauben.

    Chancen sehe ich in Nischen, die für Jüngere als weniger attraktiv gelten - aber ohne inhaltliche Abstriche, denn Dir ist der Inhalt ja wichtig.
    Spontan fallen mir zwei Szenarien ein:
    • Tätigkeit als Springer/Vertreter mit wechselnden Einsatzorten, evtl. auch via klassische Zeitarbeit
    • Verträge mit kurzen Befristungen in Folge (- z..B. wechselnde Elternzeitvertretungen), wobei das die Firmen oft so regeln, dass derjenige durchgehend in der gleichen Position eingesetzt ist, aber auf dem Papier erst 7 Monate Elternzeitvertretung für Kollegin A, dann 15 Monate für Kollegin B, usw, ist. Solche Verträge gelten für jüngere Leute, die wo "ankommen" wollen, als unattraktiv, was für Dich doch aber eigentlich kaum eine Rolle spielen dürfte. Die Arbeitgeber haben Mühe, alle Elternzeiten mit Vertretern zu besetzen, aber ein Interesse, weil die Vertretung ja kaum etwas zusätzlich kostet (- da die Elternzeit der Ausgefallenen ja staatlich finanziert wird).

    Persönlich fände ich Option 1 sogar lukrativ, weil ich die damit verbundene Abwechslung klasse fände.
    Option 2 fände ich in Deiner Situation okay, da eine langfristige berufliche Planungssicherheit in Deinem Alter ja sowieso nicht mehr relevant ist.

    Das Strangthema finde ich übrigens super-wichtig, weil es ein m.E. hochparadoxes und dabei tabuisiertes Thema anspricht:

    Den Mismatch zwischen "bis 67 arbeiten müssen" (Stand heute, ggf. bald noch länger) vs. gängige Einstellungspraxis.

    Mein politisches Statement hier ist, dass der Staat, sofern er Rente mit xx propagiert, auch Rahmenbedingungen schaffen muss, dass Arbeitgeber Leute mit xx noch beschäftigen und sogar neu einstellen. Steuerungsinstrumente gäbe es genug, allein es fehlt der Wille.

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