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    Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Ich möchte mich gern mal über Erfahrungen zum Übergang von der Berufstätigkeit in die Rente austauschen.

    Im nächsten Jahr wäre für mich der frühestmögliche Zeitpunkt für die Rente mit Abschlägen erreicht. Die Abschläge könnte ich nach derzeitigem Stand verkraften, aber vom Gefühl her tun sie mir schon weh. Andererseits fände ich eine, zumindest Reduzierung, meiner Berufstätigkeit schon sehr verlockend. Es wird halt doch manches anstrengender und ich merke, dass so bestimmte Dinge nach und nach mehr Zeit brauchen. z. B. ist der Aufwand für die Körperpflege, Erhalten der Beweglichkeit und Fitness zeitaufwendiger und es sind auch längere Erholungsphasen nötig.

    Abschläge finanziell Verkraften hieße, dass ich bei sofortigem Renteneintritt mit 63 etwa zwei Jahre lang meine Ausgaben für Extras wie Urlaub, Kultur, Anschaffungen jenseits der Basics kräftig runterschrauben und/oder meine Rücklagen angreifen müsste. Nach zwei Jahren kämen weitere Rentenzahlungen dazu und nach noch ein paar Jahren die kleine Rente meines Mannes. Eine positive Entwicklung der Einnahmenseite wäre also absehbar. Nur wie gesagt, so richtig gefällt mir die Vorstellung der Abschläge in voller Höhe nicht. Ich bin jetzt am Hin- und Herüberlegen, ob ich eine Übergangsphase in Teilzeit oder eine selbstfinanzierte Altersteilzeit im Blockmodell einlege. Wer hat damit Erfahrungen?

    Denkbar wäre für mich eine Arbeitszeitreduzierung auf 80%, 2/3 oder eine halbe Stelle, eventuell stufenweises Runterschrauben, und so weiterarbeiten bis zum Erreichen der 45 Versicherungsjahre oder eben der Altersgrenze, dazwischen liegt ein knappes Jahr bei mir. Oder eben Blockmodell: zwei Jahr Vollzeit mit 2/3-Gehalt arbeiten oder ein Jahr mit halbem Gehalt und dann ein Jahr früher aufhören.

    Aber irgendwie fällt die Entscheidung schwer. Abschließen mit den beruflichen Verpflichtungen hätte halt seine Reize, aber vieles an meinen Beruf mag ich schon auch. Mein Mann hätte gern, dass ich sobald wie möglich ganz aufhöre zu arbeiten. Ich bin aber nahezu Alleinverdienerin bei uns und das macht mir das Hinnehmen der Abschläge etwas schwerer. Und auch die Vorstellung die Rücklagen für Konsum zu schröpfen, kommt mir irgendwie so leichtfertig vor. Aber das ist natürlich eine reine Kopfsache. Bisher waren Rücklagen halt immer für’s Alter gedacht und nun muss ich vielleicht nur noch kapieren, dass das Alter dann da ist.

    Ich habe noch ein bisschen Zeit für die Entscheidung, müsste meinem Chef und den Kollegen und Kolleginnen für die weitere Personalplanung aber schon ausreichend Vorlauf lassen. Könnte sein, dass eine Kollegin für mein Aufgabengebiet qualifiziert werden soll.

    Wie und wann habt ihr den Übergang in die Rente gemacht oder was plant ihr? Und wie ging, geht es euch damit? (Ich weiß, dass nicht jeder die volle Wahlfreiheit hat oder hatte.)

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Ich plane bisher noch gar nichts, hoffe aber, solange wie möglich arbeiten zu können.
    Evtl. ab Rente noch Teilzeit, wenn bis dahin noch erlaubt.
    Ich kann mir für MICH noch gar nicht vorstellen, nicht mehr zur Arbeit zu müssen.
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    bei mir steht die rente für 2026 auf dem plan.

    und ich bin jetzt dabei mir neue felder für mich zu suchen. was will ich noch tun?

    ich will arabisch lernen, ich will jeden tag ein bisschen sport machen. ich will morgens mit lieblings-mann frühstücken.

    ich werde, so meine gesundheit mich lässt, arbeiten und dann einen klaren schnitt machen.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Hallo Lea,

    Dir macht das Arbeiten noch Spaß, schreibst Du, aber die Erholungs- und "Rüstzeiten" werden länger.
    ich bin etwas älter als Du, mache dieselben Erfahrungen und würde es so machen, dass ich Stunden reduziere, und zwar so, dass es für Dich leichter und schöner wird, noch zu arbeiten.
    Also jeden Tag sechs Stunden statt acht, oder drei Tage voll arbeiten, zwei Tage frei. Welches Modell kannst du Dir besser vorstellen?
    So kannst Du allmählich Abschied nehmen von der Arbeit, die ja immer mehr ist als nur Arbeit.
    Anerkennung, Verantwortlichkeiten, gestalten können, Kontakte..... Du könntest es langsamer auslaufen lassen und hättest auch finanziell Vorteile.

    Bei der Rentenberatung warst Du vermutlich. hast Du Dir die verschiedenen Modelle mal ausrechnen lassen, also wie sich welches Modell rententechnisch auswirkt?

    Ich werde im nächsten Jahr in Rente gehen, hätte gerne vorher Stunden reduziert, aber durch betriebliche Abläufe ist das schwierig geworden. Ich will auch nicht in die Falle tappen, dass ich zwar weniger Stunden (und damit Geld) habe, aber die Arbeitsbelastung gleich bleibt. Dann doch lieber NICHT reduzieren. Also das muss unbedingt geklärt sein, dass jemand Anderes Deine abgegebenen Stunden übernimmt.
    Gestaltet doch euer Leben, hofft weniger, macht was ihr wollt.
    Aber macht!


    ausgeborgt von Uli_F-2009

  5. Inaktiver User

    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Altersteilzeit gibt es bei Euch nicht?

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Ich würde einen klaren Schnitt machen und mein Leben genießen.

    Grade im HInblick darauf, dass 2 Jahre später wieder mehr Geld fliesen wird.

    Soviel Geld wirst du nicht angreifen müssen (behaupte ich einfach mal)

    Corona lässt ausschweifende Reisen nicht zu.

    Kleidung haste bestimmt genug:-)

    Überlegungen könnten sein, auf 450 Euro (wieviel auch immer) in der Firma zu bleiben, ein kleiner Nebenjob oder mit Ehrenamt anfangen und bestenfalls Befriedigung finden

    Aber bis zum Ende in einem fest getakteten Alltag(skorsett) wenn nicht nötig....nööö
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Rente mit Abschlag heißt irgendwas knapp über 10% weniger, richtig? Bei angenommenen 1000 Euro Rente sind das 100 Euro monatlich, 1200 im Jahr, lebst du noch bis zum statistischen Sterbealter, sind das 1200x20 = 24.000 Euro. Bei 150 Euro Differenz sind das 36.000 Euro. Hört sich nach viel Geld an, andererseits sind das vielleicht zwei Jahre, die man noch viel fitter und gesünder ist als später und viel unternehmen kann, was einem Spaß macht.

    Ich finde das schwierig zu raten, dazu müsste man deine genaue finanzielle Situation kennen, die ist aber hier nicht Thema. Wenn du es dir finanziell leisten kannst, würde ich sicher in TZ gehen. Meine Beobachtung ist, dass Menschen mit dem eher ruckartigen Renteneintritt oft nicht so gut klarkommen wie mit der soften Variante der TZ und anschließendem Renteneintritt.

    Das ganze Glück der Erde liegt in der Immunität der Herde.
    .

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    @ Lea
    Ich würde zunächst das Rentenkonto klären lassen, falls noch nicht geschehen.

    Führst du ein Haushaltsbuch? Ich habe das angefangen als ich mich mit dem Gedanken getragen habe, vorzeitig in Rente mit Abschlägen zu gehen. Obwohl ich grob wusste, wie viel Geld nebenher so ausgegeben wurde, habe ich mir mal alles aufgeschrieben, incl. der Butterbrezn so zwischendrin.

    Obwohl ich seit 47 Jahren berufstätig war, haben mir 18 Monate an den 45 Jahren gefehlt um ohne Abschläge in Rente zu gehen.
    Nachdem ich ohnehin in den letzten Jahren an drei Tagen pro Woche angestellt war und nebenberuflich selbstständig bin, habe ich mir den Unterschied ausgerechnet und bin zu dem Schluss gekommen, dass mich die Differenz nicht reicher macht.
    Zudem wurde das Klima in der letzten Firma "ungemütlicher", was sich nicht positiv auf meine Gesundheit auswirkte und so habe ich für mich die Reißleine gezogen.

    Seit 1. Mai 2020 bin ich nun im Unruhestand.
    Die Zeit seither zeigt mir, dass ich in den Jahren meines Berufslebens zu weit über meine körperlichen Grenzen gegangen bin, also schreien sowohl Körper als auch Seele nach Erholung.
    Das akzeptiere ich so langsam, manchmal gibt der innere Antreiber keine Ruhe, doch da muss ich durch.

    Ich bin weiterhin selbstständig, kann mir jedoch meine Zeit einteilen, sowohl präsent beim Kunden als auch im Homeoffice.
    Hetze nicht mehr nach dem Brotjob zum Sport.
    Mache mir konkrete Wochenpläne, schaffe ich es nicht, dann werden bestimmte Aufgaben vertagt.

    Es ist eine Umstellung, nicht mehr von außen "getaktet" zu sein, das dauert - ich bin mittendrin.

    Ich wünsche dir eine gute, für dich stimmige Entscheidung.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Wieso will Dein Mann, dass Du so bald als möglich ganz aufhörst, obwohl Du der Hauptverdiener bist?
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Ich bin mit 63 und einem Rentenabschlag von 7% in den Ruhestand getreten. Mein Arbeitsgebiet war erledigt, da ein Jahr zuvor alle Landeszuschüsse für den Bereich (absehbar) gestrichen worden waren. Man hätte mich wahrscheinlich in den Psychiatrischen Bereich versetzt, aber genau das wollte ich nicht.

    Auf Rat des Betriebsrates hatte ich allerdings schon mindestens 10 Jahre vorher eine Rentenkontoüberprüfung durchgeführt. Das war hilfreich, weil inzwischen die Studienzeit nicht mehr als Anwartszeit angerechnet wurde. Mir fehlten also defenitiv 3 Jahre. Allerdings bekam ich den Rat noch einen Flüchtlingsausweis zu beantragen, da meine Mutter mit mir (damals 2) aus Ostpreußen geflohen war. Der damit erworbene Anspruch ist sehr gering, aber mir war die Möglichkeit mir nicht bekannt. Meine Betriebsrente wurde allerdings ebenfalls um 7% gekürzt.

    Nach etwa einem Monat Ausschlafen habe ich dann einen Minijob gesucht. Schon im Rentenbescheid stand drin, dass ich lediglich 280 € monatlich dazuverdienen dürfe. Bei höherer Entlohnung wäre die Rente gekürzt worden. Das änderte sich erst, als ich das gesetzliche Rentenalter erreichte. Nach dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalter kann unbegrenzt dazu verdient werden.


    Der Rentenantrag sollte 3 Monate vor Renteneintritt gestellt werden. Regulär kündigen musste ich 9 Monate vorher.
    Im Frühjahr bekam ich dann die Rente. Man sollte auch rechtzeitig seine gesetzliche Krankenversicherung klären. Nur wer jahrzehntelang bei einer Kasse war wird auch als (teurer) Rentner übernommen. Die AOK ist die einzige, die übernehmen muss.

    Da meine Frau jünger ist, blieb sie berufstätig. Wir wechselten allerdings die Steuerklassen. Zuvor beide 4, danach sie 2 oder 3 (das weiß ich nicht mehr) und ich 5. Die erste Steuererklärung für das Jahr mit dem Renteneintritt lief gut. Ich musste lediglich 300 € Steuern nachzahlen.

    Der Hammer war aber die Steuererklärung im Jahr darauf, ich musste 2.000 € Steuer nachzahlen und einen Monat später 2.000 € Vorauszahlung leisten.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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