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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Bei der Steuerklassenkombi 5 und 3 muss man fast immer nachzahlen.

    Weshalb seid ihr nicht bei 4+4 geblieben?

    Die Gesamtsteuerbelastung ist doch ohnehin immer gleich. Der Unterschied besteht nur darin, dass man entweder monatlich weniger Abzüge hat und dann nachzahlen muss oder umgekehrt.

    Mit wäre es immer lieber am Ende eine Rückerstattung zu bekommen. Ist psychologisch günstiger, jedenfalls für mich.

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Zitat Zitat von Tabea57 Beitrag anzeigen
    Also jeden Tag sechs Stunden statt acht, oder drei Tage voll arbeiten, zwei Tage frei.
    Ich habe das drei Tage arbeiten, zwei Tage frei Modell. Also von Montag bis Mittwoch arbeiten, von Donnerstag bis Sonntag frei. Das läuft für Vollzeitkräfte bereits unter Miniurlaub und wer es sich finanziell erlauben kann, dem kann ich es nur empfehlen. Ich werde zwar erst 57 Jahre, aber dank dieses Arbeitszeitmodell fühle ich mich so erholt, dass die sechs Wochen Jahresurlaub sehr schön sind, aber nicht essenziell zur Erholung nötig wären. Coronabedingt hatte ich heuer erst eine Woche Urlaub, bin aber nicht urlaubsreif, der 3-Tage-Woche sei Dank.

    Falls dein Arbeitgeber da mitspielen würde, käme das auch den Wünschen deines Mannes sehr entgegen. Von Do – So lassen sich Kurzurlaube einplanen und man kann viel Zeit zusammen verbringen, so dass die restlichen drei Arbeitstage gar nicht ins Gewicht fallen. Wenn du also noch Geld brauchst, aber die Möglichkeit hast deine Arbeitszeit zu verkürzen, dann plädiere ich für dieses Modell.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Danke für eure Antworten. Die Tendenz geht hier wohl eher zum klaren Schnitt, Frage ist halt der Zeitpunkt. Ich versuche mal , ein bisschen querbeet zu antworten. Entschuldigt, falls ich auf irgendwas nicht eingehe.

    Die Finanzen sind durchgerechnet. Zur Rentenberatung werde ich im kommenden Winter gehen. Allerdings erwarte ich da keine Überraschung. Das Rentenkonto wurde mit Mitte 40 geklärt und damals einige Lücken gefüllt. Seitdem gab es überhaupt keine Unregelmäßigkeiten im Berufsleben, einfach durchgängig sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Zeiten und Beträge sind alle korrekt im Rentenkonto erfasst, darauf achte ich seit der Kontenklärung. Selbst eine Kurzzeit-Pflege meiner Mutter über 10 Tagen ist richtig berücksichtigt. Meinen Zuwachs an Rentenpunkten kann ich selbst sehr exakt ausrechnen (probeweise bei den letzten zwei Rentenauskünften mal gemacht). Einzige Unbekannte ist noch die Anrechnung von 2 x 6 Monaten Kindererzeiten für vor 1992 geborene Kinder. Aber da wird sehr wahrscheinlich genauso wenig rumkommen, wie für die bereits angerechneten 2 x 24 Monate. Wer immer gearbeitet hat und nur den Mutterschutz in Anspruch genommen hat, geht da eher leer aus.

    Meine Rente bzw. die Rentenhöhe in den verschiedenen Modellen kann ich ganz gut hochrechnen, denke ich (einschließlich Abschlägen, Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern). Ich bin ein bisschen vom Fach.

    Haushaltsbuch führe ich. Jetzt in den Wochen mit ausschließlich Home Office wegen Corona konnte ich den Mindestbedarf meines Mannes und mir mal ganz gut nachvollziehen. Da wurde halt durchgängig zu Hause für zwei gewirtschaftet und es gab keine Möglichkeiten für Extras. Unser Grundbedarf ist locker zu decken, da würde auch beim ganz frühen Eintritt in die Rente noch was übrig bleiben für ein paar Annehmlichkeiten. Insgesamt habe ich auch keine Angst vor wenig(er) Geld, ich hatte häufiger in meinem Leben enge wirtschaftliche Verhältnisse (als Kind, als Studentin, in Hausbau-Zeiten, nach der Scheidung), ohne dass mir das die Laune grundsätzlich verhagelt hat.

    Der Hinweis auf Alterteilzeit war gut. Da werde ich mal in meinem Betrieb nachhaken. Es habe mal nachgeschaut, es gibt ein Modell, in dem man die Arbeitszeit halbiert und das Gehalt vom Arbeitgeber dann um 20% aufgestockt wird, geht auch als Blockmodell. Allerdings gibt es da Einschränkungen und eine Quote, ich habe keine Ahnung, wie ausgereizt diese Quote bei uns ist. Stellenabbau gibt es jedenfalls nicht, es wird eher gesucht. Vorteil bei dem Modell wäre halt das Plus an Gehalt, Nachteil, dass alles dann sehr unflexibel wird.

    Macht mir mein Beruf Spaß? Zu 80% ja, 10% sind ätzend, 10% sind einfach machmal zuviel des Spaßes. Prozentsätze schwankend, also mal rundum alles super, mal einzelne Tage nur ätzend, mal geht man auf dem Zahnfleisch. Ich denke, damit bin ich eher im positiven Bereich.
    Arbeitsbelastung in Teilzeit? Nach meiner Erfahrung arbeitet man in Teilzeit effektiver, weil man weniger Durchschnaufpausen während des Arbeitstages braucht. Bei 80% würde ich sicher annähernd dasselbe Pensum haben wie jetzt, könnte halt hin und wieder mal ein Projekt ablehnen und hätte mehr Flexibilität in der Arbeitzeit, halt häufiger mal einen Tag frei o. ä. Wenn ich weiter runtergehe, würde sich auch der Arbeitsanfall reduzieren, da müsste ich halt in unserem Team selbst ein Stück weit mitsteuern. Die Arbeitszeiten müssen bei uns erfasst werden, entsprechend wird Mehrarbeit festgehalten und ein Zeit-Ausgleich kann beantragt werden.

    Vielleicht würde sich so ein Teilzeitmodell ganz gut anfühlen. Ich hätte halt den Spaß-Faktor Arbeit noch, aber auch mehr Zeit für sonstige Interessen, die doch jetzt manchmal hinten runterfallen. Abendliche Volkshochschul-Kurse oder Hobby-Treffen z. B. sind nach einem langen Arbeitstag dann für mich doch oft eher Stapaze als Freude. Und auch das Wochenende ist für vieles zu knapp. Da meldet mein Mann dann auch manchmal den Wunsch nach meiner Gesellschaft an.
    Das ist auch der Grund, warum er mich gern so bald wie möglich ohne Arbeit hätte. Er ist halt ganz gern mit mir zusammen und am liebsten in etwas ausgeruhterem und energiegeladenerem Zustand.

  4. Moderation

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Ich lass mal die finanzielle Komponente außer Acht.
    Bei mir war das allmähliche Raus aus dem Job zufallsbedingt, weil ich mit 50 gekündigt wurde und dann zu alt war für die hippe Werbebranche. Die Versuche der Selbstständigkeit sind kläglich gescheitert, es kam nie mehr als zu einem Minieinkommen. Daher war für mich der offizielle Renteneintritt kein klarer Schnitt. Ich konnte nach wie vor meine wenigen Kunden zufriedenstellen mit freiberuflicher Tätigkeit und so war es sehr angenehm. Jetzt, mit fast 70, ist die freiberufliche Tätigkeit auf ein minimales Maß zurückgegangen und so ist es auch gut. Ich würde es auch unter anderen Berufsbedingungen immer versuchen, allmählich "auszuschleichen".
    Mein Mann war schlagartig raus, da wg Mobbing und Bossing von heut auf morgen krank und arbeitsunfähig. Es gab furchtbare Probleme für ihn, der sich immer zu fast 100% über seine Arbeit definiert hat. Ganz ganz schwierig.
    Ich denke, man kann sich immer vornehmen, den Tag/Woche etc zu strukturieren, seine Zeit zu genießen, zu reisen und seine Hobbies zu pflegen. Aber nach meiner Erfahrung ist das ein Lernprozess und klappt nicht immer so reibungslos.
    Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu suchen, sondern mit anderen Augen zu sehen.
    Marcel Proust

    Wir glauben Erfahrungen zu machen,
    aber die Erfahrungen machen uns. (Eugène Ionesco)
    ------------------------------------

    Moderation 60+, Kochen für Feinschmecker, BRIGITTE-Diät,
    Essen - Genuss oder Frust? Rücken

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    @ Lea,
    vielleicht lässt sich dein Arbeitgeber auf ein 3-oder 4-Tage-Modell ein. Du musst für dich dann schauen, dass du eben nicht trotz Teilzeit 100 % in die Teilzeit packst.
    Ich konnte es eher selten, aber das war ein Abgrenzungsproblem meinerseits - ist es schon immer.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Ein Abgrenzungsproblem sehe ich bei Teilzeit durchaus auch auf mich zukommen. Irgendwie finde ich es auch jetzt schon manchmal doof, dass ich auf der Arbeit nicht auf allen Hochzeiten tanzen kann. Vor allem, wenn es um was ganz Neues geht, da würde am liebsten immer schreien, mache ich, und bin manchmal enttäuscht, wenn es an mir vorbei gehen muss, weil meine Arbeitszeit eben begrenzt ist oder zukunftsweisende Entwicklungen in jüngere Hände gelegt werden sollen. Früher habe ich zeitweise auch schon in Teilzeit gearbeitet, allerdings als Alleinkraft oder als Teamleiterin (von Vollzeitkräften).

    Aber das Abgeben und Loslassen lässt sich ja auch lernen.

    Die Verteilung auf weniger als fünf Arbeitstage ist machbar. Ich müsste dann halt nur aufpassen, dass es nicht regelmäßig 4 x 10 Stunden in der Woche werden, wenn es gerade hochinteressant ist oder so richtig brummt. Aber wie gesagt, Abbummeln von Mehrarbeit lässt sich zumeist bei uns irgendwann einrichten.

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    @Lea
    Loslassen ist ebenfalls ein Thema in der Phase der Verabschiedung aus dem aktiven Berufsleben.
    Bei einem meiner langjährigen Kunden erfolgt gerade eine Systemumstellung, spannend wäre das auch für mich ... aber, ich kenne mich.
    Ich würde volle Kanne hineinspringen und das ist Quark, denn ich will Schritt für Schritt Aufgaben abgeben an Mitarbeiter meines Kunden, damit keine Riesenlücke entsteht, wenn ich gesundheitlich kürzer treten muss.
    Es ist niemandem damit geholfen, wenn ich weiterhin alleine den Part des "Ladens" schmeiße und sich niemand auskennt, wenn ich kurz-/langfristig ausfalle.
    Bei solchen neuen Projekten sollte man sich wirklich fragen, was es dem großen Ganzen perspektivisch bringt.
    Fällt verdammt schwer und doch ist es die bessere Lösung, da auch meine Energiereserven mittlerweile schneller aufgebraucht sind als noch vor 10 Jahren.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  8. gesperrt

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Rente mit Abschlag heißt irgendwas knapp über 10% weniger, richtig? Bei angenommenen 1000 Euro Rente sind das 100 Euro monatlich, 1200 im Jahr, lebst du noch bis zum statistischen Sterbealter, sind das 1200x20 = 24.000 Euro. Bei 150 Euro Differenz sind das 36.000 Euro. Hört sich nach viel Geld an, andererseits sind das vielleicht zwei Jahre, die man noch viel fitter und gesünder ist als später und viel unternehmen kann, was einem Spaß macht.

    Ich finde das schwierig zu raten, dazu müsste man deine genaue finanzielle Situation kennen, die ist aber hier nicht Thema. Wenn du es dir finanziell leisten kannst, würde ich sicher in TZ gehen. Meine Beobachtung ist, dass Menschen mit dem eher ruckartigen Renteneintritt oft nicht so gut klarkommen wie mit der soften Variante der TZ und anschließendem Renteneintritt.
    das kannst du so nicht rechnen, da mit jedem jahr welches man spaeter in rente geht, einen geringeren teil der rente steuerfrei erhaelt
    beispiel
    geht man dieses jahr in rente liegt der besteuerungsanteil bei 80 % bedeutet nur 20 % der rente ist steuerfrei
    2020 = 80 %
    2021 = 81%
    2022 = 82 %
    usw...
    bis im jahr 2040 die komplette rente versteuert werden muß

    dagegen muß ein rentner der bereits im jahr 2010 in rente gegangen ist nur 60 % seiner rente versteueren, 40 % sind steuerfrei

    dagegen rechnen muß man die abschlaege die man bei frueherem rentenbeginn hinnehmen muß, diese veraendern sich prozentual nicht mehr, das ist ein fester satz der lebenslang so bleibt

    arbeitet man weiter, zahlt man natuerlich auch noch beitraege in die rentenversicherung, die den rentenanspruch noch erhoehen
    und da gibt es noch ganz viele andere fallstricke, und dinge die man beachten sollte

    das ganze ist in jedem fall ein rechenbeispiel der in die haende eines erfahrenen steuerberaters gehoert

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    @eres

    Danke für deinen ausführlichen Beitrag.

    Die Steuerberechnung wird sogar noch etwas komplizierter, wenn andere Rentenarten mit anderen Besteuerungsregelungen dazukommen, wie das bei uns der Fall ist.

    Allerdings, solange nahezu nur meine gesetzliche Rente als Einkünfte bei der Einkommensteuererklärung anzusetzen ist, kann ich die Detailrechnung locker vernachlässigen. Das sind nur Peanuts, eher wrd man kaum über den Einstiegsbetrag in der Splittingtabelle kommen, egal um welchen Prozentsatz es am Ende geht. Und wenn weitere Einkünfte dazukommen, ist damit auch das Geld für Steuerzahlungen da.

    Die Sozialversicherung ist eindeutig der wichtigere und größere Brocken, den man im Blick haben muss, gerade auch bei den anderen als der gesetzlichen Rente, weil man hier die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung allein tragen muss.

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    AW: Schrittweiser Übergang in die Rente oder klarer Schnitt?

    Ich kann am 1.3.2024 nach 45 Jahren in Rente gehen. Ohne Abschläge. Es würde mir nicht in den Sinn kommen, ein Jahr eher mit 11,3 % Abschlägenin Rente zu gehen. Bei mir sind es 200,00 e monatlich, die später haben oder nicht finde ich schon immens.
    Mir macht die Arbeit auch überwiegend Spaß. Im Rückspiegel ist ein Jahr so kurz. Und ich bin gesund und munter.

    Allein durch eine Kürzung der Arbeitszeit (ich würde immer nur ganze Tage weglassen), behält man seinen gesamten Anspruch.
    Das wäre es mir wert. Ob ich im letzten Jahr verkürze, weiß ich noch nicht. Aber eher aufhören- niemals.

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