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    AW: Altenheim - neue Formen

    Ich weiß noch nicht so genau *wie es werden wird*.

    Ich tendiere zu *noch fit und dann eine Lösung finden*. Ich hänge nicht an *Haus und Hof*.

    Meine Mutter (92) *lebt* seit Oktober in einer *Residenz*. Sie ist nicht glücklich. Das Heim bietet die Möglichkeiten wie WT geschildert hat. Nur ist es so, dass die meisten Bewohner nicht mehr geistig fit sind.
    Mit wem soll sie reden oder etwas unternehmen? Die 3 Fitten vom Kopf auf ihrer Station ( 15) sind nun auch nicht für jeden Tag das Nonplusultra.

    Wegen Corona ist auch der Austausch zwischen den Stationen geblockt.
    Nur wer sich ändert, bleibt sich treu! (Wolf Biermann)

  2. Inaktiver User

    AW: Altenheim - neue Formen

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Solange man noch fit genug ist und Interesse daran hat, kann man doch solche Veranstaltungen überall besuchen - warum braucht es da eine Veranstaltung extra für alte Leute?
    Ansonsten ist es durchaus möglich und gern gesehen, wenn Vorschläge und ggf. auch Mithilfe zur Planung von Seiten der Bewohner und deren Angehörigen kommt... Andere machen und organisieren lassen und dann meckern, dass es den eigenen Geschmack nicht trifft, ist halt altersunabhängig sinnfrei.
    Der sinnvollste Weg scheint mir daher tatsächlich, rechtzeitig in ein entsprechendes Domizil zu ziehen, nämlich dann, wenn man noch dazu in der Lage ist sich und seine Wünsche aktiv einzubringen.
    In Großstädten gibt es so spezielle Lokale und Veranstaltungen.
    Man muss sich eben nur auf die Socken machen.

    "Die falschen Fuffziger" ist ne Seniorenband zum Beispiel die alte Schlager zum Mitsingen aufspielen.
    Oder so Tanzabende mit Rock-Musik.

    Für viele ist es bestimmt sehr gewöhnungsbedürftig anfangs auch mal allein wo hin zu gehen.
    Ist man erst mal da - trifft man viele von der selben Sorte....

  3. Inaktiver User

    AW: Altenheim - neue Formen

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Ich weiß noch nicht so genau *wie es werden wird*.

    Ich tendiere zu *noch fit und dann eine Lösung finden*. Ich hänge nicht an *Haus und Hof*.

    Meine Mutter (92) *lebt* seit Oktober in einer *Residenz*. Sie ist nicht glücklich. Das Heim bietet die Möglichkeiten wie WT geschildert hat. Nur ist es so, dass die meisten Bewohner nicht mehr geistig fit sind.
    Mit wem soll sie reden oder etwas unternehmen? Die 3 Fitten vom Kopf auf ihrer Station ( 15) sind nun auch nicht für jeden Tag das Nonplusultra.

    Wegen Corona ist auch der Austausch zwischen den Stationen geblockt.
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass nach Corona die Renten der Alten auch wieder ne Rolle spielen.
    Nämlich - so wie es früher war - als Zusteuern in die Haushalte der Verwandten

    So weit es natürlich die Gesundheit des alten Menschen erlaubt.
    Demente Menschen und schwer pflege-bedürftige sind damit nicht gemeint.

    Oder sagen wir mal so - kann ich nicht beurteilen.

    In den südlichen Ländern ist das ja auch noch so.
    Da könnten manche Familien sonst gar nicht anders überleben.

    Die Alten werden noch gebraucht - schaun mer mal....
    Auf jeden Fall ist für mich klar: wer rastet der rostet....

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    AW: Altenheim - neue Formen

    Mit dem Begriff "Altenheim" verbinde ich Pflegebedarf. Da hoffe ich, dass mich das wirklich erst sehr spät erreicht. Ich fürchte mich nicht vor einem Heim, ich habe im Verwandten- und Bekanntenkreis da recht viel positives gesehen. Aber Pflegebedarf ist natürlich insgesamt keine schöne Sache.

    Ich möchte die Phase, in der alles schon schwerer wird, nicht wie meine Eltern durchleben, mit Haus, Garten, langen Wegen zu jeglicher Infrastruktur und damit oft doch recht einsam. Meine Vorstellung ist nicht, alle Kräfte nur noch zur Bewältigung alltäglicher Verrichtungen einzusetzen, verbunden mit der Unfähigkeit sich auf Änderungen, fremde Menschen einzulassen.

    Ich glaube, man muss relativ frühzeitig üben, Hilfe annehmen zu können. Und Selbstbestimmung nicht damit verwechseln, alles unbedingt auch allein tun zu müssen.

    Als Zwischenschritt zwischen heute und der letzten Lebensphase habe ich für mich einen Umzug in eine altersgerechte Wohnung geplant. Und das eben zu einem Zeitpunkt, an dem mir der Umzug noch leicht fällt, vielleicht auch Spaß macht, ich fand Umziehen immer ziemlich spannend.

    Ich stehe auf der Warteliste für eine entsprechende Wohnung in einer "Altensiedlung". Auf dem Gelände wird das ganze Spektrum angeboten, von barrierearmen bis -freien Wohnungen, Pflegeheim, Demenz-WGs. Dazu kommt ein Tagesrestaurant, Café, kleiner Supermarkt, Arztpraxen und andere medizinische Angebote, Pflegedienstleister, Hauswirtschaftsdienste, Friseur, Altentagesstätte. Am Rande noch ein paar Angebote für andere Generationen.

    Klar ist das wie ein Dorf nur für alte Menschen, aber es ist nicht eingezäunt, liegt innerstädtisch, neben einem Park. Geografisch könnte man fast sagen, es liegt eingebettet zwischen Spielplatz, Sportplatz und Friedhof, dicht an einem Stadtteilzentrum. Es ist nah bei meiner jetzigen Wohnung und ich bin auch heute schon hin und wieder in der Umgebung zum Spazierengehen.

    In ein paar Jahren, zwischen Mitte bis Ende sechzig, dürfte ich auf der Warteliste soweit nach oben gerutscht sein, dass ich Wohnungsangebote bekomme. Ich rede mir, wenn ich jetzt gerade mal daran denke, gut zu, dann auch eine Wohnung zu nehmen und keine Gründe zu finden, den Umzug immer weiter aufzuschieben.

    Außer, dass ich mich bei der Wohnungsgröße deutlich verkleinere, spricht gerade auch, solange ich beweglich bin, nichts gegen den Umzug dorthin. Es ist anfangs auch nur eine Mietwohnung, in der ich mein sonstiges Leben weiterführe wie bisher auch. Ich hoffe halt mit diesem Schritt mir mein Leben länger angenehm und unabhängiger einrichten zu können. Lieber bald aktiv werden als später getrieben zu werden.
    Geändert von Lea1958 (10.04.2020 um 16:20 Uhr)

  5. Inaktiver User

    AW: Altenheim - neue Formen

    Im vorigen Jahr habe ich beim Bügeln eine Radiosendung zum Thema Altenheime verfolgt, und zwar hauptsächlich zum Thema Kosten.

    Da fragte dann wirklich der Moderator: ja, wie kann denn ein Zimmer nur allein 2000 Euro kosten.
    Woraufhin er die Antwort erhielt: man zahlt auch grundsätzlich für die Anlage - für das Equipment.

    Für meinen Geschmack versacken da Gelder ohne Ende - und mir kam der Gedanke:
    dann kann man ja gleich ins Hotel ziehen.

    Udo Lindenberg wohnt seit Jahren in Hamburg im Atlantik, ist allerdings vor kurzem umgezogen.

    Ein paar Vorkehrungen würde ich auch schon treffen, Fahrstuhl im Haus und kurze Wege zum Einkaufen und zu den Ärzten.

  6. Inaktiver User

    AW: Altenheim - neue Formen

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Mit dem Begriff "Altenheim" verbinde ich Pflegebedarf.
    Man muss nicht erst bis zur Pflegebedürftigkeit warten, um (selbstbestimmt) in eine Senioreneinrichtung zu ziehen.

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    AW: Altenheim - neue Formen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Da fragte dann wirklich der Moderator: ja, wie kann denn ein Zimmer nur allein 2000 Euro kosten.
    Woraufhin er die Antwort erhielt: man zahlt auch grundsätzlich für die Anlage - für das Equipment.

    Für meinen Geschmack versacken da Gelder ohne Ende - und mir kam der Gedanke:
    dann kann man ja gleich ins Hotel ziehen...
    Sicher werden auch "Zimmer" angeboten, die allein 2000 Euro im Monat kosten. Altersgerechte Wohnungen müssen aber bei weitem nicht so teuer sein. Darum hat es für mich Sinn gemacht, mich rechtzeitig darum zu kümmern.

    Die Nebenkosten sind in den Wohnanlagen für ältere bis alte Menschen zumeist höher als in normalen Mietshäusern, weil es eben Fahrstühle, Rampen, häufig erweiterte Hausmeisterdienste für kleine Handwerkstätigkeiten und Renovierungen und dazu Gemeinschaftsflächen gibt.
    Mehr wird von den Betreibern der reinen Wohnanlagen bei uns in der Regel nicht angeboten. Alles, was sonst im Haus passiert, wird selbst, von den Gemeinden oder externen Anbietern organisiert und veranstaltungsbezogen bezahlt.

    Unter Hinzuziehung von Pflege- und Haushaltsdiensten wird aus einer altersgerechten Wohnung dann betreutes Wohnen. Dann hat man meist schon einen Pflegegrad und bekommt zumindest einen Zuschuss zu den Leistungen. Damit kann man sehr deutlich unterhalb des genannten Preises bleiben. Es steht dann halt nur nicht "Residenz" über dem Hauseingang.

    Ein Aufenthalt im Pflegeheim mit "Rundum"-Betreuung und Versorgung gibt es wiederum kaum für 2000 Euro, da wird überwiegend mehr Geld verlangt.

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    AW: Altenheim - neue Formen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man muss nicht erst bis zur Pflegebedürftigkeit warten, um (selbstbestimmt) in eine Senioreneinrichtung zu ziehen.
    Die Frage ist für mich, welche Art von Senioreneinrichtung. Eine "All-inclusive-Hotellösung" möchte ich für mich so lange wie möglich vermeiden. Darum habe ich halt über einfach machbare und besser passende Lösungen nachgedacht und Nägel mit Köpfen gemacht, als das Thema wegen meiner Eltern für mich gerade sehr präsent war.

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    AW: Altenheim - neue Formen

    Ich würde mir wünschen in einem Haus zu leben, in welchem ich ein Einzelzimmer habe, alles vorgesetzt bekomme, von Pflegerinnen und Pflegern umgeben, die ihren Job gern machen.
    Es kommt ja immer daraif an wie fit man noch ist. Wenn ich fit genug bin noch in ein Konzert zu gehen, werde ich vermutlich noch nicht in einer Einrichtung wohnen, also ist man dann schon mehr oder weniger pflegebedürftig. (sicher gibt es Ausnahmen)

    Ich will keine Beschäftigngstherapie. Bilder aus zeitungen ausschneiden, Illustrierte durchblättern, ne. Ich möchte, dass es im ganzen Haus angenehm duftet. Das fällt mir eigentlich immer am meisten auf. Ich bin nicht oft in entsprechenden Einrichtungen gewesen, aber egal wie schön es dort war, der Geruch auf den Wohnetagen ist nie schön gewesen.

    Und ich möchte auch Rockmusk, aber man kann sich ja entsprechend ausrüsten und muss nicht irgend eine Dudelei hören. Gibt doch Kopfhörer.

    Andere sehen das sicher anders, aber ich möchte harmonisch auf den Tod vorbereitet werden, mit hoffnungsvollen Inhalten, denn nicht jede kann damit umgehen, dass nachher alles zu Ende ist. Es sollten Alternativmöglichkeiten besprochen werden, also auch Spiritualität ist mir wichtig für meine letzte Zeit. Und ich wünsche mir nichts sehnlicher als einen Masseur, der mir täglich zur Verfügung steht. Und Sport. Ausflüge ... naja. Alles eine Frage der Bezahlung sicher.

    Ein kleines Haus wäre mir am liebsten, mit einem schönen Garten und Tieren. Wer von den Alten möchte, soll helfen dürfen, Essen zubereiten, putzen, Betten beziehen.
    Make love - not war!

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    AW: Altenheim - neue Formen

    Bellatrix, bis auf das "schön duften im Haus" trifft Deine Beschreibung durchaus auf viele Einrichtungen zu.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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