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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Ich kann dir da nur zustimmen, frangipani. Der Körper macht das schon und bereitet sich auf den Sterbeprozess vor. Wenn alles getan wird, damit der sterbende Mensch keine Schmerzen hat, dann kann er seine ganze, noch vorhandene Energie auf das Sterben konzentrieren. Die Angehörigen können nur anteilnehmend begleiten.
    "Widme dich der Liebe und dem Kochen mit ganzem Herzen!"
    Dalai Lama (geb. 1935)

    in der BriCom als Hillie unterwegs seit 2003

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Nur eben dieses "alles muss ich selber regeln" fällt mir zunehmend schwer und macht mir Angst.
    diesen letzten satz vom ersten posting vom rotfuchs greife ich mal auf.

    es geht mir damit ähnlich, allerdings sage ich mir, dass das dann wohl der preis ist, den ich für meine hochgeschätzte unabhängigkeit zahlen muss: besser, ich keuche unter dem, was ich alles selbst regeln muss, als jemand anderes regelt etwas so für mich, wie ich es nicht haben will.

    so lange ich vieles von diesem "alles" noch selbst regeln kann, wenn auch vielleicht mühsam - wunderbar. aber was, wenn das nicht mehr geht??
    und mit diesem "Was, wenn..." habe ich mich in die angstfalle manövriert. (das kann man bis zur perfektion üben! ) dann hilft (mir) nur noch eins: zurück ins hier und jetzt: "JETZT geht es aber noch!" und das will ich genießen!
    lieber gruß von
    pinao

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    @piano

    Deine letzten Sätze .....Angst durch die Überlegung .......was ist wenn ich mal alleine bin, alt und in vielem eingeschränkt, genau diese Sorgen in die Zukunft gerichtet drängen sich auf und dann beende ich diese Grübelei indem ich mich dem jetzt und heute zuwende.
    Was dann auch die trüben Gedanken verdrängt.

    Doch sie klopfen immer mal wieder an, der Gesundheitsstatus spielt eine entscheidende
    Rolle:smirksmile


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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Nur eben dieses "alles muss ich selber regeln" fällt mir zunehmend schwer und macht mir Angst.
    Für mich ist es weiterhin dieser Satz

    Grade weil ich immer und alles regeln musste.

    Jetzt, mit soviel Verspätung kommt dieser Wunsch, fast mehr als ein Wunsch, man möge mir mal was abnehmen

    Den hatte ich früher natürlich öfter, aber da waren die Probleme auch größer.

    Heute wäre ich schon froh, mir würde einer z.B die lästige Fahrt zur KFZ Werkstatt abnehmen

    Heisst: wesentlich kleinere Probleme, wesentlich schneller "Och, nein...das nicht auch noch und allein

    Dazu kommt, wenn ichs erzähle, bekomme ich zu hören: Mensch twix, das schaffst Du doch mit links, du bist doch ...bla, bla

    Nee, bin ich eben nicht mehr
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  5. VIP

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Huch, ich bin verwundert, dass dieser alte Strang wieder aufploppt.


    Genau twix25...
    Du fasst genau das auf den Punkt zusammen, was mir so oft durch den Kopf geht.

    Es sind nicht immer nur Riesenprobleme, es sind die Lästigkeiten des Alltags, die zunehmend schwerfallen.

    Und ja, ich schaffe es bisher noch allein (muss ich ja)... aber es macht mir zunehmend Mühe und ich wünschte mir, es würde mir das eine oder andere abgenommen.
    Vielleicht ist das ein Zeichen von "alt werden"? Keine Ahnung.
    Irgendwie lässt die Power nach (obwohl ich sonst, soweit ich weiß und mich fühle, bis auf wenige Zipperlein ganz gesund bin.)

    Manchmal sind es Dinge, die einfach nur lästig und unbequem sind.
    Manchmal sind es Dinge, denen ich mich nicht (mehr) gewachsen fühle, wie z.B. zähe Verhandlungen um Preise, Arbeitsleistungen usw.
    Dabei war sowas bis zu meiner Altersteilzeit in 2014 mein Arbeitsalltag, aber da hatte ich einen Konzern im Nacken, in dessen Namen ich sprach.
    Heute stehe ich kleine Maus alleine vor jemandem, soll mich durchkämpfen und merke, dass mein Gegenüber mich alte Tante nicht ernst nehmen will.
    An manchen Tagen erwacht dann mein Trotz (dann Gnade dem Gegenüber), an anderen schleiche ich unverrichteter Dinge davon und ärgere mich schwarz über meine Schwäche.
    Leider nimmt die zweite Variante zu.

    Es hat sich also für mich seit der Strangeröffnung nicht viel geändert. Dieses "alles selber regeln" fällt mir immer noch zeitweise schwer...zumindest würde ich mich gern mit jemandem austauschen können... und dann gibt es auch wieder Tage, da fluppt es von fast von alleine und ich würde gar nicht wollen, dass mir jemand reinredet.
    Es ist also auch tagesformabhängig - wobei ich mich immer öfter dabei erwische, notwendige Dinge zu verschieben und zu verschieben....

    (Zu Beginn der Corona-Auszeit wollte ich meine Steuererklärung machen. Aber ich saß stattdessen gelähmt herum oder machte so unnützes Zeug wie Glasvitrine auswaschen, Schränke aufräumen oder so.
    Ich stehe immer noch VOR der Steuererklärung... aber jetzt drängt es langsam.)

    Dank Corona hat sich das zwischenzeitlich sogar noch ein wenig verschärft. So habe ich vorher z.B. in der Stammkneipe oder im Bekanntenkreis mal das eine oder andere Problem(chen) im Plauderton angesprochen, bekam oft ganz vernünftige Tipps oder sogar konkrete Hilfsangebote. Damit war aber seit Mitte März schlagartig Schluß. Ich saß allein zuhause, tat gar nichts und "rettete Leben" (meins und andere).

    Das liest sich möglicherweise zynisch... ist aber nicht so gemeint.
    Die Social Distance hatte durchaus ihre Berechtigung, aber für mich war sie psychisch eine Katastrophe.


    Es geht ja nicht immer um Riesenschwierigkeiten, meist um Kleinigkeiten.
    Eine Frage, die man mal beiläufig in einem Kreis stellen kann, für die man aber keine Telefonumfrage während eines Kontaktverbots startet oder gar noch erwarten darf, dass jemand persönlich vorbeikommt.

    Und wie auch schon irgendwo in diesem Strang angemerkt... es wird mit zunehmendem Alter nicht einfacher.
    Die Kontakte schwinden, der Freundeskreis reduziert sich bzw. ist ja selbst auch weniger tatkräftig, die eigenen Kräfte schwinden... und vermutlich auch irgendwann der Geist. Aber soweit will ich noch gar nicht denken.

    Ich muss jetzt und heute meinen Alltag wuppen... und bin selbst manchmal überrascht, dass ich mich heute vor Dingen oder Erledigungen fürchte oder sie als Belastung empfinde, die ich früher gar nicht besonders registriert habe.

    Aber noch funktioniert es, noch komme ich zurecht. Wenn auch zeitweise mit Mühe.

    Trotzdem schön, sich hier austauschen zu dürfen und zu sehen, dass man nicht allein mit diesen Dingen ist.


    Nachtrag:

    Ich habe gerade den ganzen Strang noch mal nachgelesen.
    Ich bin tatsächlich nicht allein mit meinem diffusen Gefühl.

    Danke dafür, dass Ihr auch Eure Empfindungen schildert.

    Es zeigt mir, dass ich nicht völlig abgedreht bin, sondern dass andere auch so oder ähnlich empfinden.

    Gemeinsam ist weniger allein. Danke.
    Geändert von Rotfuchs (01.07.2020 um 23:45 Uhr)
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Ich hielt mich eher immer für unerschrocken.

    Im Mai hatte ich eine Operation, um dann festzustellen, dass eine Änderung am Zustand rein nichts geändert hat, die scheinbare Diagnose offensichtlich falsch war, die Op nicht hätte stattfinden müssen.

    Dann wollte ich mit dem Rad meine Radtouren beginnen, die ich im Sommer immer mache. Bislang ging das mühelos.

    Doch nun ist alles anders, die Kraft verließ mich, umkehren ging nicht, aus der Tour wurde eine endlose Strecke, die sich zog und zog....

    Der Arzt vermutet Herzschwäche, aber nicht so schlimm, dass er sofort zum Telefon gegriffen hätte, so ist der Termin bei Kardiologen erst im September....


    Das macht mir Angst. So etwas hatte nicht mal mein Vater mit über 80....

    Ich bin 66 und schlapp, besonders bei dieser Hitze. Ich muß Kompressionsstrümpfe tragen, damit die Füße nicht anschwellen, menno ist das sexy...

    Ich bin beunruhigt....

    Mental war ich in den anderen Jahren immer mit Reisen beschäftigt, wohin, um es dann umzusetzen....

    ...in Zeiten von Corona finde ich Reisen nicht so prickelnd, Flugreisen fallen für mich auch flach, weil ich dazu erst eine weitere Operation an den Ohren benötige. Da habe ich im Moment gar keinen Bock drauf.

    Mein Ausgleich, das Radfahren, reicht nun gerade bis zu Edeka und zurück. Meine sonstige Unternehmungslust ist ausgebremst....

    Es passiert gerade das, was für mich immer eine Horrorvorstellung war, eingeordnet jedoch frühestens ab 90.

    Ich habe noch keinen Plan, wie ich das handhaben soll....
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Oh spadina, Du hast mein Mitgefühl.

    Nochmal zum HA hin, meine ich. Alles weißt auf Herzschwäche hin, da kann ein leichtes Diuretikum schon helfen bis zum Termin beim FA. Dicke Füße brauchst Du nicht aushalten!

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Ja, ich werde mit Medikamenten versorgt, die blöden Strümpfe soll ich trotzdem tragen.
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Spadina, das tut mir leid, Du hast Dich echt immer total fit und rege gelesen.

    Nun, so quasi nur noch mit halber Energie und das, wie Du schreibst, deutlich zu früh
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Rotfuchs, weil mich manche Themen so anstrengen, fühlt es sich an, kaum mehr die alte Energie für die schönen Dinge zu haben und diese anzugehen

    Da kam mir Corona (leider) grade recht, da "konnte" ich ja nichts machen
    Wie eine Art Erlaubnis

    Und gleichzeitig war spürbar, wie ich auf mich zurückgeworfen wurde

    Seltsame Mischung, die mich nervt
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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