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  1. Moderation

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Hochinteressantes Thema!
    Vor Sturm und dergleichen hab ich nach wie vor keine Angst. Ich fahr immer noch gerne, auch lange Strecken und immer noch spukt in meinem Kopf eine Allein-Tour nach Norwegen. Mit dem Auto.
    Nur im Dunkeln mit dem Auto, wo es nicht sehr schön hell beleuchtet ist, ist schwer. Aber Augenarzt sagte, es ist normal im Alter.
    Aber: zufuß bin ich viel vorsichtiger. Gehe langsamer die Treppe runter, im Wald auch bei kleinen Böschungen sehr sehr viel vorsichtiger.
    Und Renovieren kostet viel mehr Kraft. Das hat mich letztens richtig wütend gemacht.
    Vor Krankheiten hab ich komischerweise nicht wirklich Angst, vielleicht, weil ich noch nie was wirklich Ernstes hatte. Meine Freundin, 10 Jahre jünger, bekommt bei jedem Schnupfen (im übertragenen Sinn) Panik und wirklich wird es dann auch gleich eine Lungenentzündung.
    Krankheiten bei anderen: Bei Töchtern hab ich keine Angst, aber bei meinem Mann hab ich die Angst verloren. Ich weiß, dass er sich zugrunde raucht, eine kurze Angstphase ist vorbei und eine Art traurigem Pragmatismus gewichen.
    Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, neue Landschaften zu suchen, sondern mit anderen Augen zu sehen.
    Marcel Proust

    Wir glauben Erfahrungen zu machen,
    aber die Erfahrungen machen uns. (Eugène Ionesco)
    ------------------------------------

    Moderation 60+, Kochen für Feinschmecker, BRIGITTE-Diät,
    Essen - Genuss oder Frust? Rücken

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Nicht dass Ihr glaubt, ich habe mich aus dem Thema zurückgezogen, weil ich gerade nichts dazu sage.
    Ich lese hochinteressiert mit und es tut mir gut, dass ich mit solchen Gedanken nicht allein bin.

    Wenn auch die individuellen "Ängste" (--> ist vielleicht etwas hoch gegriffen) und Unsicherheiten völlig unterschiedliche Dinge betreffen.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Vielleicht ist es aber auch so, dass man gewisse Verhaltensweisen immer schon gepflegt hat und sie im Alter beibehält?

    Angst vor Treppenstürzen habe ich vielleicht nicht, weil man mir seit der Ausbildung einhämmerte *Handlauf benutzen* darüber denke ich nicht einmal nach, das ist drin.

    In meiner Jugend bin ich viel getrampt (auch nachts) und durfte dabei einmal feststellen, dass ich durchaus wehrhaft bin noch vor dem Judotraining, das ich einige Zeit besucht habe. (Wovon aber mit ziemlicher Sicherheit nix mehr hängengeblieben ist )

    Ich musste als Kind eine ganze Strecke zur Schule laufen, damit die Bahnkarte preiswerter war und bin auch in meiner Jugend spät abends durch die Nacht von der Strassenbahn nach Hause gelaufen. Ging einfach nicht anders, wenn man abends raus wollte.


    Grosse Klappe hatte ich immer schon und keine Angst vor Autoritäten und ich scheine eine gewisse Wehrhaftigkeit auch auszustrahlen. Nur einmal hat jemand erfolglos versucht, mir auf Ibiza meine Handtasche zu entreissen, dem hab ich so ins Ohr gebrüllt, dass er erschrocken losgelassen hat.

    Angst die Strasse zu überqueren würde in einigen von Europas Grosstädten dazu führen, dass Du nirgendwo hinkommst, Fussgängerampeln interessieren da keinen, also Augen zu und durch. Klappt!
    Tell the truth, there's less to remember
    (frei nach Mark Twain)

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Ich unterscheide auch ein bisschen zwischen Belastbarkeit und Angst.

    Zu merken, dass ich nicht mehr so viel Kraft habe wie früher, die Renovierungen nicht mehr so gut und schnell schaffe, im Job, den ich trotz Rente noch ein bisschen weiter mache, schneller an meine Grenzen zu kommen, nervt mich manchmal schon. Früher konnte ich den Tag takten mit Haushalt, Job, Verabredungen. Heute reicht mir eigentlich eine dieser Tätigkeiten, sprich, an Arbeitstagen mag ich mich anschließend nicht mehr verabreden. Da brauche ich meine Ruhe.

    Und überhaupt brauche ich mehr Ruhe als früher. Wenn ich meine Enkel bei mir hatte übers Wochenende, bin ich anschließend völlig platt. Ich will dann auch keine Geräusche mehr von Radio oder Fernseher. Trotzdem freue ich mich über alles, was noch geht, dass ich an guten Tagen mit ihnen noch toben oder schwimmen kann. Ich arbeite auch ständig an mir, dass das mit dem körperlichen Verfall in Grenzen bleibt solange es geht.

    Ängstlich, ja, bin ich manchmal. Ich schließe mich seit einiger Zeit nachts im Schlafzimmer ein, keine Ahnung warum. Das hat noch nicht einmal konkrete Gründe. Ich fühle mich dann einfach sicher. Auf der anderen Seite macht es mir nichts, dass man abends in mein Haus blicken kann. Ich schotte mich da überhaupt nicht ab. Ich kann auch spät abends nach Hause kommen ohne Probleme. Ich bin nach wie vor eine routinierte und schnelle Autofahrerin, habe aber mehr Respekt vor Glätte oder jetzt bei dem Sturm muss ich nicht unbedingt stundenlang auf der Autobahn unterwegs sein.

    Ich gehe manchmal schon recht unsicher auf der Treppe und nach einem Sturz im letzten Jahr, der einen Bänderriss im Sprunggelenk zur folge hatte, kralle ich mich schon manchmal richtig am Geländer fest. Ich übe aber gerade wieder das freie, kraftvolle Treppensteigen ohne festhalten. Aber ich achte mehr darauf, dass die Treppe gut beleuchtet ist. Wenn ich nachts mal ins Bad muss, mache ich ausreichend Licht im Gegensatz zu früher. Einfach, weil ich Angst habe, zu stürzen. Da ist das Alleinleben eben eine weitere Komponente.

    Ich habe keine Angst vor zur Zukunft sondern habe so ein tiefes Gefühl von Vertrauen, dass sich alles finden wird. Ich muss aber eine gewisse Vorsorge in Angriff nehmen wie Patientenverfügung und was mit meinem Haus geschehen soll, falls mich mein Geist verlässt und ich das nicht mehr alleine regeln kann. Große Ängste hatte ich anfangs nach meinem Rentenbescheid. Da dachte ich, wie soll das gehen? Aber auch das hat sich ein bisschen relativiert. Ich hab mein Leben angepasst.

    Also die Frage, bin ich im Alter ängstlicher geworden, muss ich mit jein beantworten.
    Ich bin mein eigenes Projekt!

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Ich habe die 60 schon länger überschritten und kann nicht feststellen, das ich ängstlicher geworden bin. Auf unebenem Terrain, vor allem bergab, gehe ich aber langsamer und vorsichtiger als früher, um Stürze möglichst zu vermeiden.

    Ich gehe auch im Dunkeln alleine nach Hause ohne mulmige Gefühle, wohne allerdings weder in der Großstadt, noch in einer sonstwie gefährlichen Gegend. Mir hilft da auch ein bisschen, dass ich sehr groß bin.
    Ich denke, als kleine, zierliche Frau ist man eher gefährdet.

    Angst habe ich nur, wenn ich mit meinem jetzt 6-jährigen Enkel alleine unterwegs oder im Urlaub bin. Da befürchte ich immer, dass ihm was passiert. Das ist nicht ständig präsent, aber wenn er rennt, klettert oder zu schnell mit dem Fahrrad fährt, ist da immer dieser Gedanke, dass er stürzen könnte und sich die Zähne ausschlägt, ein Bein bricht oder noch Schlimmeres passiert. Ich kann das nicht verhindern und bin jedesmal erleichtert, wenn ich ihn heil wieder an seine Eltern übergeben kann.

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Es ist vielleicht nicht so, dass ich generell ängstlicher werde.
    Es ist aber so, dass ich manche unangenehmen Dinge heute viel unangenhmer finde als früher.
    Beispiele wären Stromausfall durch Sturm im Winter, Schneeverwehungen auf freier Strecke in der Nacht und ich bleibe stecken etc.
    Man könnte vielleicht sagen, ich fürchte Unannehmlichkeiten mehr als früher und tue mehr dafür, ihnen aus dem Weg zu gehen.
    Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.
    (Friedrich Hölderlin)

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Man könnte vielleicht sagen, ich fürchte Unannehmlichkeiten mehr als früher und tue mehr dafür, ihnen aus dem Weg zu gehen.
    Das finde ich perfekt ausgedrückt.

    Genau... auch bei mir ist es keine Angst vor Katastrophen oder schlimmen Krankheiten, es sind die Unannehmlichkeiten des Alltags, die mir gelegentlich Bauchgrummeln verursachen.
    Dinge, über die ich früher gar nicht nachgedacht oder wenn doch, ruckzuck hinter mich gebracht habe.

    Heute eiere ich da manchmal rum und schiebe endlose Bedenken, dass ich mich selbst in den Hintern treten möchte.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Ich werde allerdings zunehmend faul und es dauert, bis ich meinen Hintern vom Stuhl und vom Laptop fortbewege
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Zitat Zitat von Morticia55 Beitrag anzeigen
    Ich werde allerdings zunehmend faul und es dauert, bis ich meinen Hintern vom Stuhl und vom Laptop fortbewege
    Das ist bei mir nicht der Fall.
    Ich war immer sehr bewegungsfreudig und das ist geblieben.
    Die Art der Bewegung hat sich geändert, z.B. klettere ich kaum noch, wandere aber gern und mache täglich einen mindestens einstündigen Spaziergang.
    Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch.
    (Friedrich Hölderlin)

  10. gesperrt

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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Ich stelle fest, dass ich zunehmend ängstlicher werde.

    Mein Anlass, jetzt einmal darüber nachzudenken, waren die Warnungen vor dem Sturmtief Sabine.

    Sowas ging mir früher am Popo vorbei. Wird schon gut gehen.
    Ich war nie leichtsinnig, aber eben auch nicht besonders besorgt.

    Heute achte ich peinlichst darauf: Sind die Fenster geschlossen? Auch im Keller? Wie kann ich mich noch absichern? Was kann alles passieren?
    Was muss ich tun, wenn....?
    Das überlege ich schon, weit bevor überhaupt ein Windchen weht.

    Das ist nur ein Beispiel... ich hätte noch weitere.
    Ich bemühe mich ständig, irgendwelche Risiken zu minimieren.
    Und gehe mir selbst damit zunehmend auf den Wecker.
    Bitte, ich will nicht klagen. Ich lebe ganz glücklich allein, habe soziale Kontakte und fühle mich nicht einsam.
    Nur eben dieses "alles muss ich selber regeln" fällt mir zunehmend schwer und macht mir Angst.
    mir macht eher angst, was ist wenn ich nicht mehr alles selbst regeln kann, weil ich so unabhaengig bin ?

    der gedanke fuer die einfachsten dinge des alltags auf fremde hilfe angewiesen zu sein, der macht mir angst
    eingeschraenkt zu sein, fuer dinge die mir jetzt noch problemlos von der hand gehen

    alles andere wird sich zeigen, das muß man abwarten

    nicht die dinge im alltag, da bin ich nach wie vor unerschrocken und kann und mache alles selbst, wenn ich will, nicht weil ich muß

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