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  1. Avatar von Opelius
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    In meinem Bekanntenkreis gibt es viele Leute, die vor allem Angst haben, dass sie dement werden oder gar sterben könnten. Sie reden zwar viel darüber, entscheiden aber nichts.

    Es war vor fast 25 Jahren , als ich mit meiner Mutter lange Gespräche über Unterbringung im Pflegeheim und die Organisation ihrer Beerdigung besprochen habe. Das war für uns beide sehr angstbesetzt. Aber wir haben das geregelt. Und meine Mutter genügend Geld für diesen Fall zurückgelegt. Ihr Tod vor 20 Jahren war nicht mehr überraschend - und die Vorsorge mehr als hilfreich.

    Inzwischen haben wir das auch für unsere Kinder festgelegt. Sie waren zwar empört, als wir das Thema mit ihnen besprechen wollten. "Ihr werdet doch 100" war die Abwehrstrategie. Nur das Sterben ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Uns hat das beruhigt und die Kinder haben es schriftlich. Es ist daher ein abgeschlossenes Thema.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Avatar von Daphnia
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Wg Einbrüche-
    mein Mann wird da auch immer ängstlicher: abends nochmals ums Haus, ob alles in Ordnung ist. Rollläden schliessen usw
    Da bin ich nicht ängstlich. Wir schlafen im DG, da habe ich einen Holzprügel liegen-und ich habe da wenns um mich geht,ein etwas aggressives Gen. Ich würde zuschlagen.

    Auf Reisen: in usa wachte ich mitten in der Nacht auf, als jmd am Zimmerschloss fummelte. Ich habe ab 3 uhr leichten Schlaf. Mann war nicht wachzukriegen. Ich schaute mich nach Waffe um. Ein Bügeleisen, das wohl dort in allen Hotels zu finden ist.
    Ich stand mit erhobenem Bügeleisen hinter der Tür-bereit zuzuschlagen. (Harmlose) Personen sagten mir am Morgen, sie hätten gespürt, dass was Übles hinter der Tür lauerte und seien deshalb weggegangen.
    Bei so was bin ich nicht ängstlich. Auch nicht bei Tieren.

    Aber Befürchtung, termin zu verpassen ohne eigene Schuld, kenne ich auch. In der Nacht vor grossen Reisen schlafe ich schlecht. Bin auch immer 5 stunden vor Abflug am FH. Dss findet wiederum mein Mann blöd und behauptet, ich hätte 1 Katastrophenkomplex.
    Daphnia

  3. Avatar von twix25
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Für mich sind das verschiedene Themenbereiche, die Du/Ihr beschreibt

    Angst und Beschwerlichkeit

    Angst:

    Ich hatte und habe immer Angst, abends draussen zu sein, ich fahre weiterhin nie mit den Öffentlichen, nie!

    Beschwerlichkeit:
    Ich hab zu viele Jahre in zu vielen Bereichen zu viel Verantwortung gehabt
    Das hat mich damals schon überfordert, mich wütend und traurig gemacht
    Jetzt bin ich (natürlich) auch eigenverantwortlich, weiterhin genervt, alles immer allein entscheiden und umsetzen zu müssen.
    Beispiel: Lampenkaufentscheidung
    Empfinde ich als ganz schwierig, kaufe daher keine
    Könnte aber auch nicht mit der falschen leben, die jemand für mich ausgesucht hätte

    Oft überfordere ich mich, da hab ich immer noch nicht begriffen, nicht mehr so belastbar zu sein
    Ich hoffe noch, dass sich das reguliert und ich mich an mich anpassen kann

    Positiv

    Ich habe ähnlich wie opelius alles geregelt, um keine Umstände zu hinterlassen und kann nun gelassen alt werden

    Positiv
    Ich hab ein derart gutes Bauchgefühl und das lass ich entscheiden.

    Beispiel: frei campen-früher niemals nie
    Heute, am Meer und in der Wildnis, am besten Beides, lässt mich frei und glücklich fühlen, dankbar für die Natur

    Angst:

    hinfallen, woher kommt das????
    ernst gemeint, warum fallen Menschen, die früher nie gefallen sind?
    Ich in dem Fall


    Beschwerlichkeit:

    Ich war total gesellig, immer!

    Nun bin ich lieber allein, statt in Gesellschaft
    Wenn in Gesellschaft, dann weiß ich gern vorher schon, wie lange das ca dauern wird
    Damit ich mich einschätzen kann
    Falls es länge wird, dann weils so schön ist

    Menschen, die mir Energie abziehen...selbst wenn ich sie wirklich -noch- mag, von denen ziehe ich mich zurück

    Die Kraft hab ich nicht mehr.

    Menschen meines Umfeldes empfinden mich weiterhin als kraftvoll, aber das steht in keinem Verhältnis zu früher

    Schade, dass ich insgesamt so kraftlos geworden bin!!

    Meine Wünsche an liebe Menschen: lebt jetzt!!

    Später geht es vielleicht nicht mehr, warum auch immer und sei es, es interessiert Euch nicht mehr so
    (was gut und gleichzeit schade sein kann)
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  4. Avatar von Akzent
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    I

    Nur eben dieses "alles muss ich selber regeln" fällt mir zunehmend schwer und macht mir Angst.
    Ich bin mir noch nicht sicher ob diese nicht enden werdende Arbeit und Selbnstregelung über die 'Kontrolle, das alles funktioniert, ohne Schaden, selbst schwächt oder stärkt. Ich empfinde Älter werden auch nicht als unbeschwerte Zeit.

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee


  5. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Ich selbst kenne zunehmende Angstgefühle nicht so, aber bei meiner Freundin beobachte ich das schon seit einigen Jahren. Sie war schon immer deutlich vorsichtiger als ich, aber das wird zusehends schlimmer und ist auch schon anderen aufgefallen. Sie wohnt auf dem Land und in einer Gegend, in der Kriminalität wirklich kein Thema ist, aber wehe, ihr Mann lässt das Fenster vom Gästeklo gekippt, hui, da ist was los. Oder die Nachbarn ziehen aus und sie hat die Befürchtung, dass die Käufer schlimme Zeitgenossen sind, natürlich zu einem Zeitpunkt, an dem die Käufer nicht feststehen. Das sind oft Themen, über die man schlecht streiten kann. Klar, man kann in den Situationen Befürchtungen haben, aber man kann auch erstmal davon ausgehen, dass alles gut ausgeht. In der Zwischenzeit hat man bei letzterer Vorgehensweise ein besseres Leben. Warum das so ist bei ihr, wüsste ich auch gerne, vielleicht gibts jetzt hier ein paar Aufschlüsse darüber.
    Gute Nachricht: ich bekomme den obersten Knopf meiner Jeans wieder zu.
    Schlechte Nachricht: ich habe sie nicht an
    .


  6. Registriert seit
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Bei mir ist das unterschiedlich.

    Gerade jetzt bei dem angekündigten Sturmtief ist mir aufgefallen, dass ich mir deutlich mehr Sorgen um meine Kinder und Enkelkinder gemacht habe. Ich war mit den Kindern unterwegs, die Enkel waren anderweitig untergebracht. Und ich habe mich dabei ertappt, dass ich meinen Kindern mehrfach, also mindestens zweimal, gesagt habe: Los holt die Kleinen, damit ihr vor dem Sturm zu Hause seid. Und dann dachte, ach nee, wie meine Schwiegermutter früher.

    Als Fußgängerin und Radfahrerin bin ich vorsichtiger als früher. Das führe ich darauf zurück, dass ich erstens schlechter sehe und zweitens Probleme mit einem Knie habe und leider ziemlich häufig für mich nicht vorhersehbar falle. Die Vorsicht hat also Gründe.

    Bei anderem ermahne ich mich, meinen Ängsten nicht nachzugeben. Also wenn ich merke, dass ich zögere am späten Abend oder in der Nacht die Abkürzung durch die (kleine) Grünanlage zu nehmen, dann sage ich mir, fang gar nicht damit an, sonst traust du dich bald nix mehr. Genauso, wenn mir Leute etwas unheimlich erscheinen und ich eher ausweichen möchte. Teilweise gehe ich dann meinen Weg mit klopfendem Herzen weiter. An anderen Tagen denke ich bei vergleichbaren Situationen gar nicht nach, da gibt es gar kein Zögern.

    Ganz gut finde ich, dass ich nicht zu abgeschottet wohne. Ich komme in meinem Wohnumfeld regelmäßig auch mit den nicht so angenehmen Seiten des Lebens in Berührung (Obdachlosigkeit, Verwahrlosung, Suchtproblematik u. ä.). Ich merke, dass Gleichaltrige, die sich überwiegend in abgeschirmteren, idyllischeren Umfeldern bewegen, im Umgang mit nicht so angepassten Menschen deutlich unsicherer sind.


  7. Registriert seit
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Angst:

    hinfallen, woher kommt das????
    ernst gemeint, warum fallen Menschen, die früher nie gefallen sind?
    Ich in dem Fall
    Muskulatur wird immer schwächer, wenn man nicht ständig und sehr beherzt was dagegen tut (Krafttraining, Walken allein nutzt nix)

    Gleichgewichtsorgan im Ohr schwächelt genauso wie der Rest
    Auch hier kann Balance Training viel verbessern bzw. verzögern

    Man sieht schlecht. Kommt mit der Gleitsichtbrille nicht klar

    Viele Stolperstellen in der Wohnung: Türschwellen, Läufer, Teppiche, Kabel, Katzen
    Durch die schwache Muskulatur und die geringe Balance und langsame Reflexe stolpert man nicht nur über eine Stelle, sondern man fällt hin

    Medikamente (so ziemlich alle können "Schwindel" bzw. "Blutdruck" machen)

    Alkohol. Ja. Viele alte Menschen trinken zuviel Alkohol. Und vertragen den immer schlechter aufgrund von schwächerer Leberleistung und Medikamenten.

    Bewegungsmangel. Hauptursache meiner Ansicht nach. Je weniger man sich überhaupt bewegt - also nicht nur Kühlschrank-Bett-TV, sondern auch mal wieder mehrere Stunden steht und geht, desto weniger ist man das gewöhnt und wenn man es nicht mehr gewöhnt ist, wird der Gang unsicher - et voila

    Schmerzen - durch Arthrosen und Bewegungsmangel (befeuert sich gegenseitig). Es tut stichartig weh, man erschrickt, gerät außer Balance, Reflex zu langsam: Sturz

    Osteoporose: Stürze durch brechende Knochen, nicht brechende Knochen durch Stürze...

    Irgendwas hab ich sicher vergessen @Twix


  8. Registriert seit
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Jetzt bin ich noch ängstlicher als heute morgen!
    Das sind ja schöne Aussichten. Und ich bin von der 60 noch ein paar Jahre entfernt


  9. Registriert seit
    20.07.2010
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Zitat Zitat von Levistica Beitrag anzeigen
    Jetzt bin ich noch ängstlicher als heute morgen!
    Das sind ja schöne Aussichten. Und ich bin von der 60 noch ein paar Jahre entfernt
    Geh, kneifen gilt nicht

    Muskeln pflegen, Balancieren und nicht (soviel) saufen.

    Viel Sex hilft auch


  10. Registriert seit
    13.05.2019
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    AW: Werdet Ihr mit zunehmendem Alter auch ängstlicher?

    Dann gehe ich jetzt gleich mal auf Männerjagd, am besten im Fitnessstudio! Warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden

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