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Thema: Kriegsenkel


  1. Registriert seit
    29.08.2011
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    AW: Kriegsenkel

    @Fels
    Das hast Du sehr gut beschrieben .....so war es .....meine Mutter sagte ...".Du machst mich krank....Struwelpeter war die Nr. 1 Lektüre....und dann noch eine vom schwarzen Mann!
    Angst machen war der bevorzugte Erziehungsstil und das macht Angst , das Gegenteil von Selbstvertrauen und meine Frage an einen Arzt .......wo lernt man Selbstvertrauen? Er : in der guten frühkindlichen Beziehung zur Mutter.!
    Trotz allem war ich stark genug zu durchschauen ...... aber die Festplatte wolte dennoch immer wieder eine liebevolle Mutter und das abhängige Kind wurde leider verletzt (nur psychisch in meinem Falle)


  2. Registriert seit
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    AW: Kriegsenkel

    Ich glaube schon, dass es ein Unterschied ist, ob man von einer kriegstraumatisierten Mutter (ich nehme jetzt mal nur die Mutter als Beispiel, es gibt natürlich auch traumatisierte Vaterfiguren) aufgezogen wurde oder von einer Mutter, die zwar den Krieg erlebt und teilweise auch durchlitten hat, aber nicht traumatisiert war.

    Ein Beispiel für eine möglicherweise traumatisierte Mutter wäre jetzt für mich, dass die Mutter während des Krieges/Kriegsende vergewaltigt wurde und das daraus entstandene Kind ausgetragen und aufgezogen hat/aufziehen musste.
    Oder eine Mutter, die haftiert und gefoltert wurde.
    Oder eine Mutter, die auf der Flucht Furchtbarstes (Tod, Erschießungen, Vergewaltigungen) direkt miterleben musste.
    Da kann ich mir eine miese Kindheit durch ein Trauma der Elternfiguren sehr wohl vorstellen und habe jedes Verständnis für Menschen, die heute noch diese Folgen für sich aufarbeiten müssen/wollen.

    Es gibt nach meinem Dafürhalten aber durchaus Menschen, die durch den Krieg kein Trauma erlitten haben und die heutigen Kriegsenkel mit Erziehungsmethoden aufgezogen haben, die in der damaligen Zeit als völlig normal galten und die Kinder auch so erzogen hätten, hätte es keinen Krieg gegeben.

    Meinem Großvater wurde als Kind jeweils bei Tisch ein Buch unter den Arm geklemmt, damit er lernte, die Arme bei Tisch, wie es sich heute noch gehört, entsprechend angewinkelt zu haben. Das war vor dem ersten Weltkrieg, durch Krieg traumatisierte Eltern hatte er also nicht. Ebenso galt, bei Tisch wurde nicht gesprochen und Kinder ergriffen nicht als erste das Wort.

    Dass auch diese (damaligen) Kinder heute Probleme mit ihrer Erziehung haben, kann ich ansatzweise nachvollziehen, aber führe sie eben nicht auf den Krieg zurück.

    Der Titel "Kriegsenkel" beinhaltet für mich, Raum für die Kinder, Enkel der Generation zu lassen, wo wirklich Trauma durch Furchtbarstes entstanden sind.

    Vieles, was hier beschrieben wurde, hätte zu jeder Zeit auch ohne Krieg stattfinden können. Und dann gehört es nicht hierher. Dann sind es eben nur "Erziehungsschäden".
    Geändert von Mayali (24.01.2020 um 11:08 Uhr)


  3. Registriert seit
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    AW: Kriegsenkel

    @Ivonne2017

    Ich gehöre zur Kindgeneration der Kriegsgeneration und da liegt der Unterschied der Betrachtung was heißt die Enkelgeneration sind heute meine Kinder.
    Und dazu kann ich nur sagen Omas und Opas von heute lieben und unterstützen ihre Enkel .
    Oh war das jetzt ok?
    Mehr aufklären geht nicht aus meiner Sicht und falls das nicht dem Strang entspricht ?
    Neuer Strang oder wie ?
    Weiß gerade nicht weiter.

  4. Avatar von Ivonne2017
    Registriert seit
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    AW: Kriegsenkel

    #heimat, danke. Magst du mir dein Geburtstsjahr nennen für meinen Durchblick? Gerne per PN.
    LG Ivi


  5. Registriert seit
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    AW: Kriegsenkel

    Zitat Zitat von heimat Beitrag anzeigen
    Neuer Strang oder wie ?
    Weiß gerade nicht weiter.
    Heimat, falls deine Aussage meinem letzten Post geschuldet ist, das ist nur meine ureigene Sicht der Dinge. Sie muss nicht richtig sein, sie stellt sich für mich halt so dar.

    Keineswegs will ich Probleme, die (nach meiner Meinung) nur Erziehungsschäden sind, dadurch kleinreden.



    Aber vielleicht muss ich ausholen oder aus der privaten Schatulle berichten, um verstanden zu werden.

    Meine Schwester und ich sind aus den Jahrgängen 1948 und 1955, unsere Eltern 1915 und 1924.

    Wir hatten eine traumhafte Kindheit mit liberalen, sehr wohlhabenden Eltern, die uns behütet und beschützt haben und uns jeden Wunsch erfüllt haben, sei er noch so irre. Trotzdem erzogen sie nach dem damaligen Schema, aber abgemildert. Es fehlte uns an nichts.

    Fragst Du meine Schwester, hatte sie eine furchtbare belastende Kindheit, eine schreckliche Mutter. Ich kann mir das nicht erklären, ich sage, wir waren saumässig verwöhnte Rotzblagen, die sich wirklich alles erlaubt haben und unsere armen Eltern schier zur Weißglut bringen konnten.

    Meine Schwester würde sofort auf den Zug Kriegstrauma aufspringen, aber unsere Mutter war nicht traumatisiert, sie war aber, ab unserer Pubertät, ausgesprochen stutenbissig.

    Meine Schwester ist, immer auf der Suche nach Erklärungen für ihre Sichtweise, ein zutiefst unglücklicher Mensch geworden.
    Deshalb lese ich hier so interessiert mit.

  6. Avatar von Zartbitter
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    AW: Kriegsenkel

    Warum redet ihr nicht mit mir?

    Ich bin wohl zu geschädigt..
    Geändert von Zartbitter (24.01.2020 um 13:30 Uhr)

  7. Avatar von Sariana
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    AW: Kriegsenkel

    @ kenzia
    Danke für deinen Beitrag #486.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

  8. Avatar von Ivonne2017
    Registriert seit
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    AW: Kriegsenkel

    Zitat Zitat von Zartbitter Beitrag anzeigen
    Mein Beispiel war schon richtig. Jahrzehntelang drehte sich das Denken meiner Mutter um Wohlstand.Der Flucht und dem Verlust geschuldet..
    Und nun falle ich auch in die Falle.
    Ich will das Geld nicht.
    Mir ist das restlos egal.. das, was ich mir erhofft hatte.. Zuwendung und Liebe gab es nicht.
    Ich rede mit dir.

    Meinst du diesen Post?
    In welche Falle meinst du?

    Mir ist Geld auch egal.
    LG Ivi

  9. Avatar von bifi
    Registriert seit
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    AW: Kriegsenkel

    Zitat Zitat von Mayali Beitrag anzeigen
    Vieles, was hier beschrieben wurde, hätte zu jeder Zeit auch ohne Krieg stattfinden können. Und dann gehört es nicht hierher. Dann sind es eben nur "Erziehungsschäden".
    gekürzt von mir

    Beides!

    Als Kind lag meine Mutter während eines Bombenangriffs a l l e i n e mit der Milchkanne, sie musste Milch einkaufen, im Straßengraben (nur 1 Bsp. von vielen schlimmen Erlebnissen).
    Meine Mutter leidet heute noch, sie ist 87 Jahre alt, unter extremen Ängsten, zeigt histrionische Charakterzüge, kann sich wenig in andere Menschen einfühlen, in Kinder und Schwache schon gar nicht, da zeigt sie eine starke Gefühlskälte, "stell Dich nicht so an".
    Dies hat sie anfällig gemacht die Erziehungsmethoden der Frau Hader anzuwenden und als normal zu empfinden.
    Zum Glück war ich oft bei meiner Oma, ihrer Mutter, eine warmherzige Frau.
    "Schau lange und genau auf die Dinge, die dich erfreuen - zumindest länger als auf die Dinge, die dich ärgern."
    Sinonie - Gabriele Colette


    Denken und Sein werden vom Widerspruch bestimmt
    Aristoteles - Griechischer Philosoph

  10. Avatar von Zartbitter
    Registriert seit
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    AW: Kriegsenkel

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