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Thema: Im Rückblick


  1. Registriert seit
    19.02.2017
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    112

    Im Rückblick

    Hallo,
    ich gehöre noch nicht ganz hierher, bin noch U60. Mit zunehmendem Alter kann man auf mehr Erfahrung zurückgreifen und hat deshalb vielleicht mehr Überblick . Darum erlaube ich mir, euch Folgendes zu fragen:

    Was meint ihr:
    Habt ihr bisher im Leben zu viel gekämpft, um eure Ziele zu erreichen? Wäre es nicht ohnehin gekommen, wie es kommen sollte?

    Mein Eindruck ist mittlerweile nämlich eben der, dass ich mir viel schenken hätte können. Manchmal wollte ich etwas unbedingt haben, und es war wie verhext, es ging einfach nicht, obwohl es nicht so unerreichbar schien. Dann wieder sind mir Dinge in den Schoß gefallen, die ich mir nicht zu erhoffen gewagt hätte.


  2. Avatar von Silberlicht
    Registriert seit
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    1.206

    AW: Im Rückblick

    Es gibt im Leben jedes Menschen Dinge, um die zu kämpfen es sich rückblickend gelohnt hat und welche, für die es sich nicht gelohnt hat. Rückblickend ist man halt immer gescheiter!
    Ich sage so: Ich habe immer die Entscheidung getroffen, die ich eben damals für die beste hielt. Mit zunehmenden Alter ist einem aber vieles nicht mehr so wichtig und daher geht man auch viel lockerer an Entscheidungen heran.


  3. Registriert seit
    23.09.2010
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    2.051

    AW: Im Rückblick

    Ich bin jetzt über diesen Thread gestolpert, weil ich aktuell gerade in einer Phase der Rückschau bin. Ja, der 60ste steht eben kurz bevor und anders als z. B. bei den 30., 40., 50. Geburtstagen beschäftigt mich dieser Jahrzehntwechsel irgendwie.

    Ich bin zurzeit aber in einer sehr versöhnlichen Stimmung mit meinem Leben und mir selbst.

    Ich war (nach der Pubertät ;-)) nie in existentiellen Nöten, musste mich nie wirklich um mein Überleben sorgen, stand nie an einem Punkt, nicht mehr zu wissen, wie es weitergehen soll. Was es an Schicksalsschlägen gab, das Wort ist mir eigentlich schon zu groß, hat wohl jede und jeder in meinem Alter schon erlebt. Wie etwa lebensbedrohliche Erkrankungen nächster Menschen. Oder Probleme und Scheitern in Beziehungen, Beziehungen dabei weit gefasst, sowohl partnerschaftlicher, familiärer, kollegialer und freundschaftlicher Art. Ich hatte aber zum richtigen Zeitpunkt auch immer genug Kraft, um solche Phasen zu überstehen.

    Gesundheitlich geht es mir gut, der „Verschleiß“ hält sich in Grenzen. Alle Erkrankungen, die ich mal hatte, konnten mit Hilfe der modernen Medizin „behoben“ werden. Noch vor 50 bis 100 Jahren wäre man wahrscheinlich an dem einen oder anderen gestorben, so war es nach zwei bis drei Wochen fast vergessen.

    Ich habe nicht das Gefühl, viel in meinem Leben gekämpft zu haben. Aber vielleicht bin ich sowieso der Typ, der sich am Machbaren orientiert hat und keinen kaum erreichbaren Zielen nachjagt. Die (zwei) Männer, die ich wirklich wollte, habe ich bekommen (und sie waren dann auch so, wie ich mir das dachte). Beruflich habe ich die für mich passenden Aufgaben und Stellen gefunden. Eigentum im möglichen bescheidenen Rahmen erworben und wieder abgegeben, wenn es mich mehr belastete als Freude machte.

    Die „Aufzucht“ der Kinder war anstrengend, zeitweise anstrengend bis zur Erschöpfung. Aber ich freue mich, wenn ich sehe, wie sich meine Kinder entwickelt haben. Vielleicht ist ein Teil ihrer Zufriedenheit mit dem Leben ja auf die auch von den Eltern gelegten Grundsteine zurückzuführen. Wobei ich den Elterneinfluss nun nicht überbewerten möchte.

    Nach meinem Gefühl hatte und habe ich sehr viel Freiheit, vor allem eben Entscheidungsfreiheit.

    Das Leben war und ist gut zu mir.

    Und weil es gut tut, sich das im Alltagsgetümmel und –gehetze mal vor Augen zu führen, schreibe ich jetzt hierhin.


  4. Registriert seit
    13.06.2017
    Beiträge
    171

    AW: Im Rückblick

    Liebe Katzenfutter,

    aus meinem Rückblick heraus würde ich sagen, man kann es nicht verallgemeinern.

    Genau wie bei dir gab es bei mir zwei größere Angehen, bei denen war es wie " verhext". Obwohl es theoretisch möglich gewesen wäre, wurde nie etwas daraus.
    Eine berufliche Sache und eine Beziehung.
    Allerdings habe ich daraus trotzdem Erfahrungen und neue Dinge mitgenommen.

    Anderes, worum ich kämpfte, hat geklappt.
    Und wieder anderes hab ich regelrecht geschenkt bekommen.

    Ja, wir haben Einfluss. Aber nicht immer und auf Alles. Und das Ergebnis kennt man vorher nicht.
    Das ist meine Erfahrung.

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