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    Verreisen mit Skan-Club 60 +

    In diesem Jahr sind wir als Senioren zum ersten Mal auf Empfehlung unseres Reisebüros mit dem Seniorenspezialisten Skan-Club 60+ verreist.

    Es waren zwei einwöchige Reisen. einmal die Insel Krk in Kroatien und im Herbst nach Kühlungsborn. Beide Hotels waren wirklich sehr gut mit tollem Service. Das Essen wirklich hervorragend, jeweils mit Buffet.

    Im Grunde toll, wenn es nicht so große Probleme mit dem Bustransfer gegeben hätte. Für Kroatien mussten wir um 3 Uhr morgens in einem Kurort in der Nähe von Bielefeld sein. Dann erfolgte eine Westfalenrundreise bis Dortmund. Um 8 Uhr morgens waren wir dann in Paderborn, etwa 60 km von unserem Wohnort entfernt. In der Mittagszeit trafen sich drei Busse in der Nähe von Würzburg. Da hieß es für fast alle Umsteigen. Hilfe von den drei Busfahrern erfolgte nicht (wie auch?) Wir hatten eine Zwischenübernachtung in Bad Füssing. Dort entdeckte eine Mitreisende, dass ihr Koffer nicht im Bus war. Nach langen Telefonaten wurde der Koffer in einem österreichischen Kurort entdeckt. Man empfahl der Dame, sich mit Notwendigem vor Ort einzudecken. Der Koffer tauchte während der Reise nicht mehr auf. Die alte Dame war für den Rest der Reise völlig durch den Wind. Bei der Rückfahrt wusste sie am Aussteigeort nicht einmal mehr, wo sie wohnte.

    Es wurden hervorragende Ausflüge angeboten, u.a. auch der Kroatische Nationalpark (wo vor Jahrzehnten die Karl-Mai-Filme gedreht wurden). Leider gab es vorab keine Informationen, dass der Fußweg durch den Nationalpark nicht mit Gehhilfen bewältigt werden konnte. So mussten fünf Mitreisende viele Stunden draußen auf die Rückreise warten.

    Die Rückfahrt führte wieder zur Zwischenübernachtung nach Bad Füssing ohne Probleme. Aber von dort aus führte der zweite Reisetag dann über Frankfurt, Limburg, Bonn und Köln. Dass auf der Autobahn Frankfurt -Köln ein 3-stündiger Stau aufgelaufen war, dafür konnte der Busfahrer nichts. In Köln gab es Fahrerwechsel. Das war ein junger Mann, der seit 17.00 Uhr dort auf uns wartete. Er fuhr dann den Rest der Strecke und wir kamen um 1 Uhr früh an unserem Einstiegsort an. Der junge Fahrer hatte am nächsten Morgen eine Schülerfahrt zu erledigen, er war todmüde und ich habe ihn unterhalten, damit wir heile ankommen konnten. Die Erholung für uns war schon einmal perdu.

    Im Herbst ging es dann nach Kühlungsborn an der Ostsee. Die Abfahrtzeit für uns schon richtig human: 6. Uhr früh. Gäste aus dem Ruhrgebiet saßen schon seit Stunden in dem Bus. Bei der Ankunft am Hotel standen wir eine Stunde und warteten auf den Ausstieg, weil etwa 12 Busse den Hof mit Aus- Und Einsteigen blockierten. Es standen Hunderte von Gästen rum, die endlich von dort wegfahren wollten.

    Das erlebten wir dann umgekehrt bei unserer Rückreise. Das Zimmer musste um 9 Uhr geräumt sein. Eins der Restaurants war dann Wartehalle. Wir sollten um 13 Uhr abgeholt werden. Es war klar, das wird nie klappen. Wir waren erst um 15 Uhr im Bus und fuhren los. Die beiden Busfahrer hatten schon die Herfahrt aus dem Kölner Raum hinter sich und sie drohten ihrer beide Fahrzeit bei weitem zu überziehen. Es gab nur eine Pippipause auf der 6-stündigen Rückfahrt.

    Die Urlaubsorte sind toll, die Hotels auch, das Essen hervorragend, das Unterhaltungsprogramm am Abend zumindest für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Hans Albers war so ziemlich der jüngste Interpret, der angeboten wurde. Dabei dachte ich, das alle in meinem Alter im Prinzip Rocker sein müssten. Da habe ich mich geirrt.

    Resümee: Wir werden mit Scan-Club 60+ nicht mehr verreisen, die Transferleistungen einfach zu anstrengend.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Verreisen mit Skan-Club 60 +

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Resümee: Wir werden mit Scan-Club 60+ nicht mehr verreisen, die Transferleistungen einfach zu anstrengend.
    Das kann ich nach dem Lesen deiner Schilderung gut nachvollziehen. Das ist schon sehr suboptimal, wenn für ein bestimmtes Klientel einer Altersklasse geworben wird und man dann auf nicht angepasste Ausflüge und schlechte Betreuung stoßt.

    Ich kenne das von Erzählungen meiner Eltern ganz anders. Die sind mit einem lokalen Busunternehmer schon durch ganz Europa gefahren und waren immer hochzufrieden mit dem Service und den gewählten Lokalitäten. Sie haben stets von der perfekten Vollbetreuung geschwärmt, einsteigen in der Ortsmitte, angenehme Fahrt mit vielen Pausen, Verpflegung/Service an Board (oft durch die mitreisende Ehefrau des Busfahrers), am Urlaubsort Koffertransfer bis zur Rezeption und Unterstützung beim fremdsprachigen Einchecken. Dazu kommt, dass die Gesellschaft durch den lokalen Busunternehmer recht homogen ist, einerseits von der Altersklasse und andererseits von den mitreisenden Gästen, so dass sich auch nach dem Urlaub oft nette Kontakte ergeben haben.

    Eventuell probierst du es nochmal mit einem Busunternehmer in deiner Nähe?
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: Verreisen mit Skan-Club 60 +

    Ach du lieabs Bissle, jetzt weiß ich wieder mal, warum ich mich bisher immer gegen diese Art Reisen
    zur Wehr gesetzt habe und mich lieber in mein heilix Blechle setze und auf eigene Faust reise.

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    AW: Verreisen mit Skan-Club 60 +

    @ Nocturna
    ja bisher haben wir unseren größeren Reisen innerhalb Europas mit den drei regionalen Busunternehmen gemacht. Der Service war deutlich besser. Wir kehren reumütig wieder zurück. Wir lieben inzwischen altersbedingt Busreisen, denn allein die 300 km, um Enkel zu sehen, strengen uns sehr an. Und ich kann ernsthaft nicht mehr im Dunkeln fahren, weshalb wir auch kaum noch zu den Abendvorstellungen ins Theater in der nächsten Großstadt fahren.
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    AW: Verreisen mit Skan-Club 60 +

    Zitat Zitat von Opelius Beitrag anzeigen
    Wir lieben inzwischen altersbedingt Busreisen, denn allein die 300 km, um Enkel zu sehen, strengen uns sehr an. Und ich kann ernsthaft nicht mehr im Dunkeln fahren, weshalb wir auch kaum noch zu den Abendvorstellungen ins Theater in der nächsten Großstadt fahren.
    Ja, das kann ich gut verstehen.

    Ich bin zwar noch voll in der (auto)mobilen Phase, aber es kommt unweigerlich der Zeitpunkt, wo man sich eingestehen sollte, dass Reaktion und Überblick nicht mehr dem notwendigen Standard entsprechen. Entweder probiere ich dann auch alternative Reisemöglichkeiten aus oder aber das autonome Fahren ist hoffentlich praxistauglich, war mir persönlich besser gefallen würde.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  6. Inaktiver User

    AW: Verreisen mit Skan-Club 60 +

    Ich zerr den Strang mal wieder nach oben, aus persönlichen Gründen.

    Ich (alleine, ohne Ehemann) habe erstmals in meinem Leben eine Busreise gebucht. Nicht, dass ich nicht gerne Auto fahre, aber die Gegend ist besser zum Gefahrenwerden. Also es ist eine Tour durchs norwegische Fjordland, Ende Mai/Anfang Juni, mit Fährentouren und Eisenbahntouren dazwischen. Ich hab sowohl alles Kleingedruckte aufmerksam gelesen als auch einen Besuch beim Busstandort gemacht und beim dortigen Reisbüro genau alles abgefragt.
    Was mir auch wichtig war,mal einen Bus probeweise zu entern und mal probezusitzen. Ich finde (erst mal) die skandinavischen Programme dieser Firma rundum verlockend, aber weil es für mich eine Premiere ist, hab ich erst mal die am wenigsten umfangreiche genommen.

    Laut Auskunft der Reisebürodame ist naturgemäß die Klientel nicht gerade im jugendlichen Alter, aber so richtig klapprig dürfen die Mitreisenden auch nicht sein, schon weils ja auch mal ins Gelände geht, wenn auch nicht stundenlang. Der Transfer geht hier so, dass ein Minibus rumfährt und die Leute zuhause abholt. Die Abfahrt ist dann strategisch günstig zur Weiterfahrt.

    Es gibt auch Touren, wo man erst mal hinfliegt und dann mit dem Bus weiterfährt. Eigentlich mein Traum, Fluganreise nach Tromsö und dann die komplette Atlantikroute runter und Rückflug ab Oslo. Mal sehen.

    So bin ich erst mal nur mit dem Bus unterwegs. Ich bin trotz aller tiefsitzenden Vorurteile hoffnungsvoll und freue mich. Eine Freundin und einige von denen ich gehört hab, können die Vorurteile nicht bestätigen. Sie haben immer gesagt, selbst bei einigen nervenden Mitreisenden sind auch immer Nette dabei. Und da an jedem Sitz Kopfhörer sind, ist man nicht auf ein Rundum-Bedudelungsprogramm angewiesen. Und natürlich WLan. Und überhaupt will ich gucken und gucken und gucken und fotografieren.
    Ich werd euch auf dem Laufenden halten.

  7. Inaktiver User

    AW: Verreisen mit Skan-Club 60 +

    Ich wünsche dir ein tolle Reise und viele nette Ausflüge und Begebenheiten und bin schon gespannt, was du berichtest!

    Opelius:
    Resümee: Wir werden mit Scan-Club 60+ nicht mehr verreisen, die Transferleistungen einfach zu anstrengend.
    Genau aus den von dir geschilderten Gründen möchte ich keine Busreise machen. Normalerweise entscheidet ja das erste Einsteigen über die Sitzplätze und wenn man ständig innen sitzt oder neben einer sehr stattlichen Person, die 1 1/2 Sitze beansprucht, scheinen mir lange Fahrten nicht so angenehm. Auch das tägliche Ein und Auspacken des Koffers wäre mir schon zu mühsam!
    So war ich auch sehr skeptisch und wollte schon fast wieder abspringen, als Bekannte mich überredet haben, eine Schiffskreuzfahrt nach Norwegen zu machen. 15oo Leute und da hieß es , es wäre ein kleines Schiff!
    Es war aber richtig phantastisch und ich habe jeden Augenblick genossen. Irgendwie haben die vielen Leute nicht gestört!Auf dem riesigen Schiff mit den unendlichen Möglichkeiten haben sich die Menschen immer verstreut. Die Ausflüge waren super organisiert, wurden in jeweils fünf Sprachen angeboten und boten für Alle etwas, für total Sportliche genauso wie für ältere, bereits etwas gehbeeinträchtigte Menschen. Da habe ich gesehen, dass ich mir so eine Reise auch allein zutraue!
    Besonders angenehm war für mich, dass man viel sieht, überall hinkommt und trotzdem "sein Zimmer" hat!

  8. Inaktiver User

    AW: Verreisen mit Skan-Club 60 +

    Bei meinem Reiseunternehmen konnte ich bei meiner Anmeldung den Sitzplatz anhand eines Plans bestimmen. Der ist dann immer meiner. Da wird generell bei Buchung der Platz festgelegt. Finde ich auch sehr angenehm. Das Kofferpacken ist sicher blöd. Mal sehen, wie ich klar komme.

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    AW: Verreisen mit Skan-Club 60 +

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Kofferpacken ist sicher blöd. Mal sehen, wie ich klar komme.
    Ach was, alles eine Frage der Organisation. Spätestens am dritten Tag hast du einen Packmodus gefunden und alles flutscht wie von selbst. Je nachdem, ob du deinen Koffer selbst zum Schiff/zur Bahn/zum Bus rollen musst, empfiehlt es sich mit leichtem Gepäck zu reisen oder zumindest das dritte Alternativ-Oberteil zu Hause zu lassen.

    Das wird bestimmt eine megatolle Reise. Ich wünsche dir viel Spaß!
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  10. Inaktiver User

    AW: Verreisen mit Skan-Club 60 +

    Meine Mutter unternimmt auch gerne "hochwertige" Busreisen - aber aus genau den Gründen, die Du genannt hast, nur von lokalen Anbietern - bevorzugt von einem speziellen, dessen guten Service sie würdigt.

    Da hat sie bis dato gute Erfahrungen sowohl mit der Betreuung im unternehmenseigenenem Reisebüro gemacht als auch während der Fahrten. Die buchen sich durchaus mal auf Fahrten ein (z.B. bei eienr Flußkreuzfahrt - da haben die nicht das ganze schiff gechartert, sondern buchen eine gewisse Anzahl Plätze). Die Anreise erfolgt aber immer mit eigenen Bussen und ohne großes Rumgegurke - da gibt es 2 oder 3 Zustiege innerhalt unseres Ortes (quasi einmal am südlichen Ende unseres Ortes, ein Stadtmitte-Zustieg und einmal am nördlichen Ende des Ortes), dann geht es auf die Strecke und direkt zum Ziel.

    Ehrlicherweise schlägt das kostenmäßig etwas mehr zu Buche, denn man kann natürlich nicht mit den Teilnehmerzahlen kalkulieren, wie das möglich wäre, wenn man eine Reise in einer größeren Region vermarktet. Da lassen sich ggf. ganz andere Zimmerpreise/Rabatte etc. erzielen und man kann die Reisen günstiger anbieten.

    Aber der Komfortgewinn ist erheblich.

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