Jahrelang war für uns klar, dass wir nach München gehen werden. Da hatten wir beide früher mal mehrere Jahre gewohnt. Aber dann wurde uns immer klarer, dass wir mehr aufs Land wollten (und das, obwohl wir uns früher immer für eingeschworene Großstadtpflanzen gehalten hatten).
Aus diesem Grund haben wir uns letztlich für das Fünf-Seen-Land südlich von München entschieden. Jetzt haben wir See und schöne Landschaft vor der Haustür, die Alpen sind nicht weit (und bei klarem Wetter gut sichtbar) und es ist auch kein Problem, zu Ausstellungen und ins Theater nach München zu fahren.
Übrigens wohnen wir jetzt auch im Neubau, zum ersten Mal seit Jahrzehnten auch wieder in einer Mietwohnung. Letzteres war mir wichtig: Es gibt mir ein Freiheitsgefühl. Wir haben in unserem Leben mehrfach Immobilien gekauft und wegen Umzug wieder verkauft - es reicht jetzt einfach.![]()
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Thema: Etwas Neues anfangen mit 60+
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21.03.2015, 14:21Inaktiver User
AW: Etwas Neues anfangen mit 60+
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21.03.2015, 15:32Inaktiver User
AW: Etwas Neues anfangen mit 60+
Das finde ich ja sehr interessant. Eine Mietwohnung hatte ich mir schon lange nicht mehr überlegt. Aber das könnte eine gute Idee sein. Ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen.... Das würde nochmals neue Perspektiven eröffnen.
Da seid Ihr ja in eine der schönsten Gegenden Bayerns gezogen.
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21.03.2015, 16:45Inaktiver User
AW: Etwas Neues anfangen mit 60+
Unsere Wohnung ist ein Erstbezug und barrierefrei, was wir mittel- bis langfristig beruhigend finden. Wir sind zwar schon seit einigen Jahren in einem Wohnstift angemeldet, falls einmal der Fall eintreten sollte, dass wir nicht mehr selbständig leben können. Aber ich denke, mit einer barrierefreien Wohnung wird das vielleicht nie nötig sein.
Außerdem gibt es ja auch im Alter vorübergehende Behinderungen, die z.B. in einem Haus mit steiler Treppe zum Problem werden können. Ohne solche Hindernisse lassen sie sich "aussitzen".
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21.03.2015, 17:22
AW: Etwas Neues anfangen mit 60+
jofi, von mir auch ganz herzlich "Willkommen zurück in Bayern!"

Interessanter Strang. Die Mietwohnung und die damit verbundene Erleichterung hab ich noch nicht ganz kapiert. Meinst du, ihr müsst euch beim eventuellen Umzug später mal ins Stift nicht noch mit dem Verkauf rumplagen?
Sollte ich wirklich mal Rente bekommen
, könnte ich mir einen Umzug gut vorstellen. Ich träume von einer geräumigen Bude mit loser Betreuung aus der Distanz, wo wir/ich den Wohnkrempel unterbringen und reisen oder noch mal ein Jahr im Ausland verbringen könnte(n), ohne sich große Gedanken ans Zuhause machen zu müssen. Arbeiten und aktiv mit Menschen zusammen sein möchte ich aber immer - bis ich umfalle. Gesundheit natürlich vorausgesetzt.
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Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
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21.03.2015, 18:03Inaktiver User
AW: Etwas Neues anfangen mit 60+
So ähnlich!
Aber es ist auch mein ganz persönliches Ding. Ich habe fast immer in Wohneigentum gelebt und wollte das nie - irgendwie hatte ich immer den Eindruck, dass es fesselt. Als Kind wurde ich hineingeboren und als ich erwachsen war habe ich es getan weil mein Mann es für vernünftig hielt. Das war es wohl auch, jedenfalls für uns als Familie, und ich bin jemand, der rationalen Argumenten nur schwer widerstehen kann.
Mit vermietetem Eigentum, sozusagen als Geldanlage, habe ich dagegen keine Probleme.
Es ist wahrscheinlich albern und für viele nicht nachvollziehbar, aber so ist es nun mal.
Ich habe vor einiger Zeit irgendwo eine Bildreportage von einer Familie gelesen, die eine super Wohnung in der Amsterdamer Innenstadt hat. Sie ist gemietet und die Frau äußert auch dieses Gefühl, dass ihr das mehr Freiheit vermittelt, so nach dem Motto: Ich kann leicht auch wieder gehen, wenn ich will. Ich war ganz froh mal zu lesen, dass es anderen auch so geht.
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23.03.2015, 11:41
AW: Etwas Neues anfangen mit 60+
ich weiß es noch nicht.
ich habe mit meinem lebenspartner 2009 ein kleines häuschen auf 1000m² grundstück gekauft und wir wollten dort alt werden. leider ist er letztes jahr ganz plötzlich verstorben und ich weiß nicht, wie lange ich das ganze allein schaffe.
meine kinder würden es gerne sehen, wenn ich in ihre nähe ziehe.
solange ich arbeiten gehe, werde ich aber bleiben wo ich jetzt bin..
love what you do
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23.03.2015, 16:59
AW: Etwas Neues anfangen mit 60+
In etwa nachvollziehbar. Mich würde nur das Geld reuen, das ich Vermietern gebe. Muss wohl ein schwäbisches Gen in den bayerischen sein.^^
Gehen kann ich jederzeit doch auch bei Eigentum. Jeder Makler verkauft es mir - und habe ich öfter schon praktiziert.Ich habe vor einiger Zeit irgendwo eine Bildreportage von einer Familie gelesen, die eine super Wohnung in der Amsterdamer Innenstadt hat. Sie ist gemietet und die Frau äußert auch dieses Gefühl, dass ihr das mehr Freiheit vermittelt, so nach dem Motto: Ich kann leicht auch wieder gehen, wenn ich will. Ich war ganz froh mal zu lesen, dass es anderen auch so geht.
Wurscht. Hauptsache, du fühlst dich leichter!
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23.03.2015, 17:52Inaktiver User
AW: Etwas Neues anfangen mit 60+
Das tut mir sehr leid für dich!Scorpiongirl
ich habe mit meinem lebenspartner 2009 ein kleines häuschen auf 1000m² grundstück gekauft und wir wollten dort alt werden. leider ist er letztes jahr ganz plötzlich verstorben und ich weiß nicht, wie lange ich das ganze allein schaffe.
Vielleicht ein kleiner Trost: Ich schaffe Haus, großen Garten, Arbeitsstätte und Wohnung sind davon eine Stunde Autofahrt entfernt, nunmehr seit fünf Jahren nach dem Tod meines Mannes. Ich habe gelernt, mir Hilfe zu besorgen und sie nötigenfalls (in wirklich dringenden Fällen) von meiner Kindern einzufordern!
Alleine zurückzubleiben ist nirgends schön, ob Haus oder Wohnung, Eigentum oder nicht!
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24.03.2015, 08:29Inaktiver User
AW: Etwas Neues anfangen mit 60+
Ich würde dort so lange bleiben, wie es mir gefällt und ich mit der Arbeit klar komme.
Was die Nähe der Kinder betrifft: Es war für uns nie etwas, das wir in unsere Erwägungen einbezogen haben, obwohl unser Verhältnis zu ihnen gut ist. Wenn du da Lust zu hast, dann tu's. Was die Kinder gern hätten, zählt da erst in zweiter Linie, meine ich.
Allerdings gibt es natürlich Fälle..... Meine Mutter z.B. wollte zeitlebens unbedingt in ihrer Stadt und in ihrer Wohnung bleiben. Das war 200km von meinem Wohnort entfernt, und ich bin Einzelkind. Das war alles super, so lange sie ein selbständiges Leben geschafft hat. Als sich das mehr und mehr einschränkte war ich schon manchmal sauer, weil sie weder in eine Einrichtung des "Betreuten Wohnens" in ihrer Stadt ziehen noch in meine Stadt übersiedeln wollte. Das hat bei mir zeitweise für ziemlichen Stress gesorgt, vor allem dann, wenn sie wieder mal meinte, mit der Frau, die sie und ihren Haushalt versorgte, nicht mehr klarzukommen und ich mich um eine andere Hilfe bemühen musste.
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24.03.2015, 08:40
AW: Etwas Neues anfangen mit 60+
es ist schon ein kleiner trost, wenn ich lese, dass es anderen frauen gelingt, mit dieser situation zurecht zu kommen
ich habe auch einen weg von über einer stunde zur arbeit. das ist machbar und von mir auch gut überlegt als wir "aufs land" gezogen sind.
im augenblick schaffe ich auch noch so ziemlich alles allein. hilfe bekomme ich von meinen nachbarn und meinem sohn, der nur etwa 1,5 h autofahrt von mir entfernt wohnt.
meine tochter kann mir kaum helfen. sie wohnt fast 700km weg von mir.
ich habe in diesem letzten jahr gestaunt, was ich alles allein kann
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love what you do
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