Selbstverständlich darf man die Hormone nicht von jetzt auf gleich rigoros wieder absetzen. Man muss sich langsam da rausschleichen.
Eigentlich bin ich zur Zeit gerade in dieser Phase, denn ich nehme ständig immer weniger, als ursprünglich verschrieben. Zur Zeit sieht es so aus, dass ich nur 2 x in der Woche eine Tablette nehme, zusätzlich zu meinen Schilddrüsenhormonen, bei denen hätte ein Absetzen fatale Folgen. Die werde ich auch lebenslang nehmen müssen. Die Dosis meiner WJ-Hormone ist zur Zeit etwa 0,30 mg 2 x in der Woche. Ursprünglich verordnet waren 2 mg täglich.
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Ergebnis 21 bis 30 von 126
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06.09.2007, 18:30
AW: Hormone - wirklich nur schädlich?
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06.09.2007, 18:32
AW: Hormone - wirklich nur schädlich?
Sorry, ich meinte 20 mg täglich.
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06.09.2007, 18:49
AW: Hormone - wirklich nur schädlich?
Hallo Koehnin,
es liegt mir fern, eine Wertung abzugeben darüber, wie eine Frau den für sich richtigen Weg duch diese Zeit zu finden. So nach dem Motto "die oberflächlichen Weicheier nehmen Hormone", "die reflektierten, Belastbaren stehen es ohne durch" - NICHTS entspräche mir weniger.
Letzendlich sitzen doch alle im gleichen (WJs) Boot! Da ist es doch kontraproduktiv, unbedingt recht haben zu wollen.
Das ist oft so schwierig in Diskussionen - ich beschreibe meinen Weg, meine Erfahrungen + Erkenntnise, und schon fühlt sich jemand angefasst, weil sein Weg ein anderer war und ist.
Du schreibst:
"Ich habe versucht darzulegen, dass die sog. "Hormonersatztheorie" dem Körper lediglich das zuführt, was er in immer geringerer Menge produziert."
Das sehe ich anders - ich denke, es gibt einen guten Grund, weshalb die Natur es so geregelt hat, dass nicht bis ins hohe Alter die Hormone produziert werde, die für unsere Fruchtbarkeit zuständig sind. Ist vielleicht ein wenig esoterisch, aber es geht so in die Richtung "verlagerte Fruchtbarkeit", nicht mehr fruchtbar sein auf Körperebene, dafür fruchtbarer werden auf geistiger.
Da die schlimmen WJs Symptome stark nachgelassen haben und über immer längere Zeiträume nicht mehr vorhanden sind, habe ich mittlerweile auch eine Ahnung davon, wie die kommenden Jahre sein können - und das gefällt mir gut!
Nachdem ich nun die heftigsten Stimmungsschwanungen hinter mir habe, bin ich psychisch so stabil und belastbar wie nie zuvor.
Der "Hormonnebel" lichtet sich, kein PMS mehr, keine Mens Beschwerden mehr. Klasse!
Das heißt aber keinesfalls, dass ich keinen anderen Weg tolerieren würde - und ganz ehrlich:
wenn ich in der schlimmen Zeit an Hormone als Lösung geglaubt hätte, nicht soviele Bedenken gehabt hätte - ich hätte die Riesendosis genommen, so verzweifelt war ich zeitweise.
Du schreibst weiter:
"Für mich stellte sich irgendwann mal die Frage: Möchte ich die verminderte Lebensqualität durch die WF-Beschwerden über Jahre mitmachen um mir hinterher auf die Schulter zu klopfen, wie toll ich das durchgestanden, gelitten habe ? Nein, das möchte ich nicht. Für mich wären das verlorene Jahre. Muss ich mir das freiwillig antun, nur weil das doch andere auch so machen? Ich denke nicht. Ich habe mich sehr lange und intensiv mit dem Thema beschäftigt und alle Pro und Contras gegeneinander abgewägt."
Wie kommst Du darauf, dass Frau sich das antut, um sich hinterher auf die Schulter zu klopfen, um sich zu beweisen, wie tough sie ist?? Denkst du wirklich, auch nur eine Frau tut sich das freiwillig an? Ich denke, jede, die sich das antut, hat dafür wirklich gute Gründe (Krebsängste, Unbehagen beim Gedanken an langjährige Hormongaben, was-auch-immer für Bedenken).
Kann man das nicht einfach akzeptieren und so stehen lassen?
Und hierzu:
"Ich denke, in einer Zeit, in der Frau sich Silikonkissen implantieren kann und der Natur auf jede nur erdenkliche Weise nachhelfen kann, hat es keine Frau mehr nötig, die WJ zu "durchleiden"."
...meine ich:
sowohl die eine, als auch die andere Entscheidung trifft Frau selbstverantwortlich - und für keine von beiden ist eine Rechtfertigung erforderlich.
Du schreibst:
"Im übrigen schmunzel ich immer bei dem Thema, denn es sind (zumindestens in meinem Freundeskreis) ausgerechnet immer diejenigen, die 30 Jahre lang die Pille genommen haben, die sich so vehement gegen die Hormonersatztherapie stellen."
Wenn es denn so wäre - was ist daran verwerflich? Kann es nicht sein, dass eine Frau NACH jahrelangem Pillenkonsum entdeckt/erfahren hat, dass diese tägl. Hormongaben eben alles andere als harmlos sind? In ihrem Körper Dinge provozieren, die ihr vorher, in jungen Jahren, nicht bekannt oder bewusst waren?
Sollte sie jetzt sagen: ich bin zwar jetzt schlauer als früher, aber damals habe ich mich nicht "angestellt" - also achte ich jetzt mal nicht auf mein schlechtes Gefühl bei der Sache, ignoriere neuere wissenschaftliche Untersuchungen, und nehme das Zeug?
Nicht für ungut, mir liegt an regem Austausch hier - wenn möglich ohne Wertung der unterschiedlichsten Wege unterschiedlichster Frauen, eine nicht ganz leichte Zeit durchzustehen.
sommerlauneMancher meint, eine Freundschaft zu pflegen - tatsächlich freundet er sich mit einer Pflegschaft an.
(Verfasser unbekannt)
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06.09.2007, 18:53
AW: Hormone - wirklich nur schädlich?
Hallo Pia,
Zitat von Inaktiver User
ich sehe, dass sich dein posting mit meinem vorangegangenen überschnitten hat.
Das ist eine Frage, die ICH (vielleicht kann Koehnin das) noch nicht beantworten kann. Als ich letztes Jahr Ende Oktober die Einnahme der klimakteriellen Hormone abbrach, hatte ich das Gefühl, ich müsse so etwas wie einen Hormonentzug durchlaufen. Im Nachhinein stellte sich aber heraus, dass ich eine Entzündung im Knie hatte, die ich lange mit mir herumschleppte und außerdem wohl das "Pfeiffer'sche Drüsenfieber". Die Schmerzen im Knie ließ ich von meinem Physiotherapeuten behandeln und die verbleibenden Restprobleme damit hielt ich für eine Alterserscheinung, die ich hinzunehmen hätte. Im Februar bekam ich aber höllisch starke Schmerzen im Knie und erst nach einer Kortisonspritze und Aufbauspritzen für das Gelenk (die Diagnose wurde mittels Kernspintomographie erstellt) ging es dem Knie und somit mir besser. Gleichzeit normalisierte sich mein Blutdruck, der vorher monatelang zu hoch gewesen war. Im April (ich hatte ständig Entzündungen in der linken Kiefernhöhle und "Bläschen" im Mund) wurde durch eine Blutuntersuchung der Zustand "nach einem Pfeiffer'schen Drüsenfieber" festgestellt. Also waren meine Beschwerden wohl nicht auf einen hormonellen Entzug zurückzuführen - wie auch ich zunächst vermutete.
Zitat von Inaktiver User
Dann ging es mir eine Zeitlang recht gut. Aber jetzt tauchen erneut Problem auf und ich denke, dass Hormongaben sie weitgehend beseitigen könnten. Ich werde erst einmal einen Internisten und den Orthopäden aufsuchen und später wohl auch den Frauenarzt.
Natürlich Pia, das fortgeschrittene Alter - wenn ich das mal so bezeichnen darf - und Umstellungen, die damit verbunden sind, muss man akzeptieren, man muss es lernen, dies zu akzeptieren. Aber ich frage mich, wieviel soll man dabei ertragen? Sport und eine gesunde Lebensführung bringen sicher irgend etwas. Wenn man aber, von Veranlagung aus so wie ich, unter "Leben" nicht NUR versteht, dass man sich ständig vernünftig verhält und sich "dem Alter anpassen" muss, wird es schwierig. Um nicht falsch interpretiert zu werden, auch ich passe mich dem Alter an, bzw. habe dies bereits getan, aber bitte nicht immer, nicht tagtäglich oder gar ausschließlich. Es geht gegen mein Naturell und meine Einstellung zum Leben bei allem was ich mache an meine Gesundheit und mein Alter zu denken und das womöglich noch ständig.
Zitat von Inaktiver User
Ich habe übrigens diverse pflanzliche oder homöopathische Mittel ausprobiert, meinem Empfinden nach zeigen sie gar keine Wirkung - jedenfalls bei mir nicht. Für mich sind dies Plazebos und sonst nichts. Wenn ich (eher ausnahmswiese) gut schlafe ("gut" schlafen heißt für mich "nur" zwei Mal pro Nacht wach werden und innerhalb eines angemessenen Zeitraums weiterschlafen), dann schlafe ich "gut", egal ob ich Baldriantabletten oder ähnliche Mittel vorher genommen habe. Wenn ich schlecht schlafe, nützten mir diese Mittel absolut überhaupt nichts. Damit habe ich nun hinreichend Erfahrung.
Liebe Grüße,
AnitraGeändert von Anitra (06.09.2007 um 18:57 Uhr)
Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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06.09.2007, 19:26
AW: Hormone - wirklich nur schädlich?
Hallo sommerlaune,
Zitat von sommerlaune
deine Aussage war zwar nicht an mich gerichtet, aber ich möchte mich dennoch dazu äußern.
Natürlich läßt man sich bei den täglichen Hormongaben auf bestimmte Risiken ein. Aber jede Frau wird für sich abwägen, ob sie dies will oder nicht - davon gehe ich zumindest einmal aus. Wahrscheinlich hängt es auch davon ab, wie man "Risiken" bewertet. Ich sag' immer: "Das ganze Leben ist ein einziges Risiko!" Ich kann nachvollziehen, dass manche Menschen die Risiken, die Medikamente im allgemeinen in sich bergen, nicht auf sich nehmen möchten. Dann lebt man eben mit anderen Risiken. Ich habe vorübergehend wegen des oben bereits geschilderten zu hohen Blutdrucks ein blutdrucksenkendes Medikament eingenommen (auf ausdrücklichen ärztlichen Rat!) Das war mir weitaus unangenehmer als die Einnahme der Hormontabletten. Bei letzteren führe ich doch dem Körper nur etwas zu, was er selbst nicht mehr in ausreichendem Maße produziert. Bei den Blutdrucksenkern greife ich mit Hilfe der Chemie (ja, auch die Hormontabletten sind chemisch, ich weiß es!) ein, um Mechanismen in meinem Körper ins Lot zu bringen. Ich gebe dem Körper aber nicht irgend etwas, was ihm fehlt, sondern ich lenke die Vorgänge mit Hilfe der Chemie. Das ist für mich ein Unterschied. Aber so sieht eben jeder die Dinge anders. Außerdem verspüre ich diverse Nebenwirkungen, einen Umstand, den ich niemals bei Hormontabletten verspürte (mit Ausnahme die Dosis war zu hoch).
Wenn ich aber daran denke, dass meine Tante zwar ohne Hormontabletten, dafür aber mit diversen anderen hochchemischen Medikamenten ab ihrem (etwa) 65. Lebensjahr 81Jahre alt wurde, dass auch meine mittlerweile fast 78-jährige Schwiegermutter mit der täglichen Einnahme (seit etwa ihrem 60. Lebensjahr) von diversen Tabletten seit vielen Jahren GUT lebt, dann preise ich die Chemie.
Nutzen oder Schaden von Medikamenten (Hormone oder allgemein) - das muss jeder Mensch für sich abwägen und ich finde es generell fatal auf andere herabzublicken (damit meine ich jetzt ausdrücklich nicht dich - ich spreche allgemein), die sich für ein Leben mit künstlichen Hormonen oder mit chemischen Medikamenten entscheiden.
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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06.09.2007, 19:31
AW: Hormone - wirklich nur schädlich?
@ Anitra
Da stimme ich dir voll und ganz zu.
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06.09.2007, 19:47
AW: Hormone - wirklich nur schädlich?
Hallo Anitra,
Zitat von Anitra
hast Du mein ganzes Posting (ich weiß, das war seehr lang) gelesen? Die Stelle, auf die Du Dich beziehst war eine Antwort auf Koehnins Satz, (sinngemäß) sie schmunzle darüber, dass gerade die Frauen Hormongaben in de WJ vehement ablehnen, die 30 Jahre lang die Pille genommen haben.
Ich bin doch genau Deiner Meinung: jede Frau wägt ab und entscheidet selbst, was für sie der richtige Weg ist. Und das ist gut so.
Mir ging es darum, auch andere Meinungen stehen zu lassen, ohne sich für seine (andere) angegriffen zu fühlen.
sommerlauneMancher meint, eine Freundschaft zu pflegen - tatsächlich freundet er sich mit einer Pflegschaft an.
(Verfasser unbekannt)
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06.09.2007, 19:57
AW: Hormone - wirklich nur schädlich?
Ich hab' doch dazugeschrieben, dass es eine Antwort auf Koehnins Aussage war, bzw. dass sie nicht an mich gerichtet war.....
Zitat von sommerlaune
Da sind wir uns einig. Die "Fraktion", die sich vehement gegen eine Hormoneinnahme während der Wechseljahre ausspricht, hat genauso persönliche und daher berechtigte Gründe wie die Gegenseite. Es geht mir nur um den Erfahrungsaustausch.
Zitat von sommerlaune
So soll es sein!
Zitat von sommerlaune
Liebe Grüße,
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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06.09.2007, 20:04
AW: Hormone - wirklich nur schädlich?
auch von mir ein paar
Mancher meint, eine Freundschaft zu pflegen - tatsächlich freundet er sich mit einer Pflegschaft an.
(Verfasser unbekannt)
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09.09.2007, 01:32Inaktiver User
AW: Hormone - wirklich nur schädlich?
jetzt bin ich 53 jahre,seit ca zwei jahren nehm ich hormone ein, nicht weil ich körperliche beschwerden hatte, sondern weil meine psyche mir einen streich spielte. eine unendliche traurigkeit hatte ich in mir. dank hormonen und johanisskraut geht es mir wieder gut.
zuerst wollte ich keine hormone nehmen, weil ich angst hatte es könnte brustkrebs auslösen. aber dann dachte ich, 20 jahre nahm ich die antibabypille und hab nie darüber nachgedacht das dies auch hormone sind welche brustkrebs auslösen könnten. warum soll ich mir jetzt gedanken machen, wegen ein paar jahren hormoneinnahme um die wechseljahre zu überbrücken.


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