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  1. Inaktiver User

    AW: Hormone - wirklich nur schädlich?

    Zitat Zitat von Koehnin
    Entzug irgendwann einmal? Keine Ahnung. Auf jeden Fall wird dieser Entzug wohl dann zu einem Zeitpunkt stattfinden, wo ich dann in einem Alter sein werde, wo ich nicht mehr jeden Tag "meine Frau" im Beruf stehen muss, sondern Rentnerin bin und es mir dann nichts mehr ausmacht, mal einige schlaflose Nächte durchzumachen.
    Also noch 10 - 15 Jahre Hormone?

    Ist es nicht auch ein Mythos, dass Frauen über 50 beruflich nicht mehr leistungsfähig sind, wenn sie keine Hormone nehmen?

  2. Inaktiver User

    AW: Hormone - wirklich nur schädlich?

    nicht mal so sehr wegen Krebs-Ängsten, sondern weil mir immer schon unwohl beim Gedanken war, von außen in die "Steuerung" eizugreifen.
    Ich hab nach langem zögern und Leiden es dann mal mit Hormonen probiert. 2 verschiedene Präperate à drei Monate...mir gings eher schlechter dabei und geholfen haben sie auch nicht ! Mein Kopf hat sich vermutlich zu sehr dagegen gesträubt
    Wenn ich nicht weiss was in meinem Körper abgeht, ich keine Kontrolle habe, ist mir einfach nicht wohl.

    Jetzt nehme ich seit drei Jahren nichts mehr ....ja ich hab Wallungen und ich arbeite mit Kunden und Kundinnen...aber viele Frauen stört es nicht ,wenn mich mal eine Wallung überfällt.....meist sagen sie zu mir "Ach sie auch "
    Ansonsten kann ich es sehr gut überspielen.....wirklich stören tut's mich nur in der Nacht, da hab ich mich jetzt aber auch daran gewöhnt, dass ich mich einmal pro Nacht auslüften muss .....ich hoffe natürlich, dass das auch wieder mal aufhört .
    Depressionen hatte ich zum Glück nie

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    AW: Hormone - wirklich nur schädlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Klasse, Sommerlaune!

    Mir stellt sich eben auch die Frage, ob ein Eingreifen in die "Steuerung" Sinn macht, wenn die Symptome nicht wirklich unerträglich sind. Ich kann gut nachvollziehen, dass Hormongaben nach einer Totaloperation Sinn machen, wenn der Körper keine Zeit hat, sich langsam umzustellen und mit einem regelrechten Hormonschock reagiert.

    Aber im Normalfall dauert der Prozess Jahre, ebenso wie die erste hormonell geprägte Phase - die Pubertät.
    Gott sei Dank ist noch kein Mensch auf die Idee gekommen, Pubertierenden mit Medikamenten in ihren hormongebeutelten Reifungsprozess zu pfuschen.
    Pia, DAS war mein Mantra...die Pubertät habe ich auch überstanden..die Pubertät habe ich auch überstanden...oooommmhhh

    Im Nachgang kann ich darüber Witze reissen - in der Situation ging es mir so schlecht, wie noch nie in meinem Leben. Ich war erst 40, als es losging, ohne Vorwarnung das volle Programm.

    Die Depressionen waren zunächst das Schlimmste - aus heiterem Himmel, ohne erkennbaren Anlass, so dass ich dachte, ich verliere im wahrsten Sinne des Wortes den Verstand.

    Wenn ich jetzt an die Zeit denke, finde ich erstaunlich, was ich da irgendwie "weggesteckt" habe - mit kräftiger Unterstützung meines tollen Partners, der meine Zustände mit Ruhe ertragen hat, und auch nächtens mit trockenen Decken/Kissen etc. hilfreich war

    Es hat mich stärker gemacht, und den Focus verschoben - ich nehme mich und meine Bedürfnisse ernster, bin häufiger auf Konfrontationskurs, was einer bisher harmoniesüchtigen, viel zu höflichen und taktvollen Person wie mir gut tut.
    Ich bin viel mehr als früher bereit, für mich und meine Bedürfnisse einzustehen, das empfinde ich als großen Gewinn.

    Und heute bin ich fast "durch". Ab und zu habe ich noch leichte Hitzewallungen, aber kaum noch Schweissausbrüche. Ich schlafe wieder tief und fest, allerdings nicht mehr so lange wie früher.

    Alles in allem ist mir diese "neue" Persönlichkeit recht sympatisch..
    Mancher meint, eine Freundschaft zu pflegen - tatsächlich freundet er sich mit einer Pflegschaft an.

    (Verfasser unbekannt)

  4. Inaktiver User

    AW: Hormone - wirklich nur schädlich?

    Darf ich fragen, wie alt du jetzt bist, Sommerlaune?

    Depressionen stelle ich mir schlimm vor, Gott sei Dank bin ich überhaupt nicht der Typ dafür - ich werde höchstens grantig bis aggressiv

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    AW: Hormone - wirklich nur schädlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Darf ich fragen, wie alt du jetzt bist, Sommerlaune?

    Depressionen stelle ich mir schlimm vor, Gott sei Dank bin ich überhaupt nicht der Typ dafür - ich werde höchstens grantig bis aggressiv

    Das war es ja, was mich so beunruhigte - ich hatte niemals zuvor Depris.
    Uns seit März bin ich 44.

    Zumindest in bezug auf die WJ - definitiv frühreif...
    Mancher meint, eine Freundschaft zu pflegen - tatsächlich freundet er sich mit einer Pflegschaft an.

    (Verfasser unbekannt)

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    AW: Hormone - wirklich nur schädlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Also noch 10 - 15 Jahre Hormone?

    Ist es nicht auch ein Mythos, dass Frauen über 50 beruflich nicht mehr leistungsfähig sind, wenn sie keine Hormone nehmen?
    Keine Ahnung. Ich denke, das hängt wohl auch von der persönlichen körperlichen und seelischen Verfassung ab.

    Ich habe nie etwas mit Depressionen zu tun gehabt, habe aber in der hormonlosen Zeit an mir festgestellt, dass ich wirklich unausstehlich war, ständig schlechte Laune hatte, Stimmungsschwankungen usw., ähnlich PMS, auch körperlich wesentlich "kaputter" war als jetzt. Ich bin buchstäblich jedem in meinem Umfeld auf den Keks gegangen und war einfach nicht mehr ich selber.

    Ich denke, dass letzten Endes Jede für sich entscheiden muss, ob Hormone oder nicht. Ich persönlich habe wohl durch meine Mutter ein positives Beispiel mitgenommen, bei anderen mag das anders sein.

    Für mich ist ganz einfach die Lebensqualität erhöht, ich nehme meine Hormone, ich habe keinerlei Wechseljahrsbeschwerden mehr, ich bein genauso belastbar wie noch vor 10 Jahren. Und ich hoffe, dass das auch noch eine sehr lange Zeit so bleiben wird.

    Koehnin

  7. Inaktiver User

    AW: Hormone - wirklich nur schädlich?

    Zitat Zitat von sommerlaune
    Das war es ja, was mich so beunruhigte - ich hatte niemals zuvor Depris.
    Uns seit März bin ich 44.

    Zumindest in bezug auf die WJ - definitiv frühreif...
    Uups, ich hab zehn Jahre mehr auf dem Buckel


    Es ist schon richtig, Koehnin, dass das jede für sich entscheiden muss.
    Aber gerade was Stimmungsschwankungen betrifft, finde ich den Gedanken, sie medikamentös wegzumachen, unangenehm. Ich würde auch nur im äußersten Notfall Psychopharmaka nehmen. Und dass Hormone psychische Auswirkungen haben, beweist sich ja gerade dann, wenn sie stimmungsaufhellend wirken.
    Die Umstellung auf die östrogenarme Phase kommt ja ohnehin; viele Postings hören sich für mich so an: jetzt mach ich mir noch eine gute Zeit mit Hormonen, und hinterher bin ich Rentnerin, da ist eh alles zu spät.

    Ich frage mich einfach, ob uns da nicht auch was eingeredet wird. Ob nicht die Wechseljahre zu oft als Begründung für Unpässlichkeiten herhalten müssen, die Männer genauso haben.
    Zitat Zitat von Koehnin
    Für mich ist ganz einfach die Lebensqualität erhöht, ich nehme meine Hormone, ich habe keinerlei Wechseljahrsbeschwerden mehr, ich bein genauso belastbar wie noch vor 10 Jahren. Und ich hoffe, dass das auch noch eine sehr lange Zeit so bleiben wird.
    Koehnin
    Vermutlich genau so lange, wie du die Hormone nimmst - wie bei allen medikamentengemachten Zuständen hält die Wirkung so lange, wie das Präparat zugeführt wird.

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    AW: Hormone - wirklich nur schädlich?

    Ups, ich wollte hier keinesfalls den Anschein erwecken, als nehme ich das Thema auf die leichte Schulter - so nach dem Motto, jetzt mach ich mir noch ein paar schöne Jahre.
    Gefragt wurde doch, ob Hormone schädlich sind oder nicht.

    Ich habe versucht darzulegen, dass die sog. "Hormonersatztheorie" dem Körper lediglich das zuführt, was er in immer geringerer Menge produziert.

    Über die Nebenwirkungen der WJ müssen wir hier wohl nicht mehr diskutieren, die sind bei jeder von uns in mehr oder weniger ausgeprägter Form vorhanden.

    Für mich stellte sich irgendwann mal die Frage: Möchte ich die verminderte Lebensqualität durch die WF-Beschwerden über Jahre mitmachen um mir hinterher auf die Schulter zu klopfen, wie toll ich das durchgestanden, gelitten habe ? Nein, das möchte ich nicht. Für mich wären das verlorene Jahre. Muss ich mir das freiwillig antun, nur weil das doch andere auch so machen? Ich denke nicht. Ich habe mich sehr lange und intensiv mit dem Thema beschäftigt und alle Pro und Contras gegeneinander abgewägt.

    Ich denke, in einer Zeit, in der Frau sich Silikonkissen implantieren kann und der Natur auf jede nur erdenkliche Weise nachhelfen kann, hat es keine Frau mehr nötig, die WJ zu "durchleiden".

    Im übrigen schmunzel ich immer bei dem Thema, denn es sind (zumindestens in meinem Freundeskreis) ausgerechnet immer diejenigen, die 30 Jahre lang die Pille genommen haben, die sich so vehement gegen die Hormonersatztherapie stellen.

  9. Inaktiver User

    AW: Hormone - wirklich nur schädlich?

    @Koehnin,

    ich muss gestehen, dass ich mich erst jetzt mit dem Thema beschäftige, weil es mich bisher einfach nicht tangiert hat

    Du schreibst, wenn du Wechseljahresbeschwerden "durchleiden" müsstest, wären das für dich verlorene Jahre.
    Wenn man durch die Einnahme von Hormonen diese Beschwerden ein für alle mal abstellen könnte, wäre ich ganz deiner Meinung.

    Aber werden sie dadurch nicht einfach nur ein paar Jahre hinausgeschoben? "Normale" Medikamente überbrücken eine Krankheit, bis der Körper den alten Zustand selbst wieder herstellen kann.
    Für die Wechseljahre gilt das nicht: der Körper produziert kaum noch Östrogene - ein für alle Mal. Die Einnahme von Hormonen kann ihn nicht dazu bringen, selbst wieder welche zu produzieren.

    Irgendwann kommt also der Zeitpunkt, wo man diesen Zustand akzeptieren muss. Deswegen frage ich mich, ob es nicht sinnvoller ist, diese Anpassung mit anderen Mitteln anzugehen (sofern die Beschwerden nicht extrem sind) - Chaoshexe erwähnte schon mal Sport, gesundes Essen etc.
    So nimmt zwar die Leistungsfähigkeit vielleicht ein wenig ab (die Gesundheit keineswegs) aber man kommt in seinen eigenen Rhythmus, den man dann wirklich noch lange durchhalten kann. Man hat keinen "Einbruch" mehr zu erwarten durch das Absetzen der Hormone, die einen früheren Zustand künstlich verlängerten.

    Diese Überlegungen stellen sich mir generell, ich meine jetzt nicht dich persönlich, Koehnin.

    Mich würden vor allem auch Statements von Frauen interessieren, die die Hormone bereits wieder abgesetzt haben.
    Anitra, magst du was dazu sagen?

  10. User Info Menu

    AW: Hormone - wirklich nur schädlich?

    Zitat Zitat von Koehnin
    Es ist ein Mythos, dass die Wechseljahre und ihre Beschwerden zeitlich begrenzt sind. Meine Mutter (70 J.) hat nach einigen Jahren ohne Hormone wieder angefangen, leichte Hormondosen zu nehmen - auf Anraten ihrer Frauenärztin.

    koehnin
    Das mit dem Mythos der zeitlich begrenzten und womöglich nur wenige Jahre andauernden Wechseljahrebeschwerden sehe ich auch so und ich weiß nicht weshalb man sich 20 (!) Jahre seines Lebens oder noch viel mehr durch hormonelle Beschwerden total versauen lassen soll, wenn es ein Mittel dagegen gibt. Mein frühere Hausärztin, eine Internistin (sie hat, zu meinem tiefen Bedauern aufgehört zu praktizieren) erzählte mir von mehreren Patietinnen, die über 80 waren und regelmäßig Hormone einnahmen. Warum nicht, wenn es ihnen dabei besser geht?

    Zitat Zitat von Koehnin
    Für mich stellte sich irgendwann mal die Frage: Möchte ich die verminderte Lebensqualität durch die WF-Beschwerden über Jahre mitmachen um mir hinterher auf die Schulter zu klopfen, wie toll ich das durchgestanden, gelitten habe ? Nein, das möchte ich nicht. Für mich wären das verlorene Jahre. Muss ich mir das freiwillig antun, nur weil das doch andere auch so machen? Ich denke nicht. Ich habe mich sehr lange und intensiv mit dem Thema beschäftigt und alle Pro und Contras gegeneinander abgewägt.
    So erging es mir auch. Andere müssen für sich entscheiden und ich ganz allein für mich selbst. Und ich will bzw. wollte auch keinen Orden dafür, die Wechseljahre ohne Hormongaben überstanden zu haben. Ich habe es in einem früheren posting bereits geschrieben, dass ich seit 10 Monaten keine klimakteriellen Hormone mehr einnehme, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich dabei bleibe. Aus Erfahrung weiß ich, dass all' meine orthopädischen Probleme durch die Hormongaben zwar nicht verschwinden aber WESENTLICH leichter zu ertragen sind. Das hieße für mich deutlich weniger Rückenschmerzen und weniger Schmerzen in (fast) allen anderen Gelenken. Außerdem hätte ich wohl weniger oft (leichte) Kopfschmerzen. Das weiß ich aus Erfahrung, denn ich habe während der 10 Jahre der Einnahme von Hormonen immer wieder Versuche gestartet, sie abzusetzen.

    Zitat Zitat von sommerlaune
    Pia, DAS war mein Mantra...die Pubertät habe ich auch überstanden..die Pubertät habe ich auch überstanden...oooommmhhh
    Auch ich hatte starke Beschwerden verschiedenster Art während der Pubertät. Ja, ich habe sie überstanden, aber gut ging es mir erst, als ich mit 21 Jahren zum ersten Mal "die Pille" nahm. Ich hatte, ohne dass der verdacht auf eine Schwangerschaft bestand, NIEMALS so etwas wie eine regelmäßige Blutung, sie fiel bis zu einem Vierteljahr einfach aus. Meine psychischen Zustände in dieser Zeit waren katastrophal und wenn die Blutung endlich kam hatte ich unerträgliche Schmerzen. Schon ehe ich die Pille nahm verordneten mir Ärzte Tabletten auf denen stand, dass sie zur Therapie "für Ausfallerscheinungen in den Wechseljahren" gedacht sind. Ich weiß nicht, ob das damals bereits klimakterielle Hormone waren.

    Momentan bin ich wieder an einem Punkt angelangt, zu den klimakteriellen Hormonen zurückkehren zu wollen, aber mein Entschluss steht noch nicht fest und überdies werde ich mich vorher mit meinem Arzt (oder verschiedenen Ärzten) beraten.

    Ich denke, dass jede Frau vollkommen unterschiedlich auf die Wechseljahre reagiert und dass daher Verallgemeinerungen vollkommen unsinnig sind.

    Anitra
    Geändert von Anitra (06.09.2007 um 18:28 Uhr)
    Mein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.

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