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  1. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Polnische Pflegekräfte

    "
    aber ich habe ein wenig das gefühl, dass du sehr verbittert bist darüber "

    nein!

    Diese letzte Situation hatten wir übrigens von September 2006 bis zum 14. Mai 2007. Nicht eine Woche oder so. Durch die Demenzerkrankung endete unser Dienst übrigens nicht um 22 Uhr, sondern ging des nachts durchgehend.

    Was ich hier klarmachen will ist, dass ein Pflegedienst diese Leistung NIE NIE NIE erbringen kann und es eben sein kann, dass Anghörige die polnische Karte ziehen. Weil es schlicht anders nicht geht! Darum geht es doch in diesem Threat.
    Ich will nur aufzeigen in welcher Lage Angehörige sich befinden.

    Hut ab für alle, die diesen letzten Dienst erweisen.

    M.

  2. Avatar von Valentine
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    AW: Polnische Pflegekräfte

    hallo margali

    wenns ums thema polinnen in der pflege geht, verstehe ich jeden alten menschen, jede familie die diesen frauen einstellen.
    eine rundumpflege zuhause ist kaum bezahlbar. leider gibt es zunehmend polinnen, die kein deutsch reden und somit auch keine unterhaltung möglich ist.

    und was die pflege zuhause angeht durch familienangehörige bin ich sehr gespaltener meinung. ich möchte nicht hinter jede haustüre gucken muessen und sehen, wie manche menschen auch zuhause nur noch dahin vegetieren muessen, nicht mehr geliebt, nur im weg, aber aus kosten gründen zu hause gelassen.

    das soll kein seitenhieb sein für diejenige, die ihre angehörigen alleine liebevoll pflegen!! bitte nicht falsch verstehen!

    valentine

  3. Inaktiver User

    AW: Polnische Pflegekräfte

    So ist es, liebe Margali....

    Meine beste Freundin pflegt alleine ihre demenzkranke Mutter. Um nur etwas entlastet zu sein, kommt täglich (auch sonntags) der amb. Pflegedienst für die Große Pflege (ca. 1 Stunde) und berechnet dafür ca. 1.700 Euro. In Pflegestufe II (III ist beantragt) rechnet die Kasse so ab: Pflegedienst bekommt ca. 1.500 aus der Pflegekasse, 410 Euro bekäme meine Freundin auch aus der Pflegekasse, da sie jedoch durch den Pflegedienst "entlastet" ist, werden von diesen 410 Euro weitere 200 Euro abgezogen, so verbleiben für meine Freundin noch 210 Euro für die restliche Pflegetätigkeit ihrer Mutter!

    Mit der Rente der Mutter stehen ihr monatlich 760 Euro zur Verfügung für den restlichen täglichen! 23-Stunden-Dienst an ihrer Mutter!

    @Valentine,

    Du hast viel Glück gehabt, dass Du soviele Menschen "miteinspannen" konntest und kannst somit gut reden.

    Diesen Seitenhieb, dass Leute auch oft nur "dahinvegetieren" kannst du dir wirklich sparen....Schau' dich mal' in Krankenhäusern in den unteren Klassen um - trotz Fachpersonal wird sich äußerst wenig um die Alten gekümmert!
    Geändert von Inaktiver User (15.06.2007 um 10:29 Uhr)

  4. Moderation Avatar von Margali62
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    AW: Polnische Pflegekräfte

    Cindy,

    Ich könnte Dich umarmen.

    Bei uns ging viel Geld allein für die Windeln drauf. Die sind schweineteuer. Wir hatten uns für das Luxusmodell entschieden - (Zellstoff, kein Plastik dran), ersetzt wurde nur ein Teil (Festbetrag). Die Schwestern waren dankbar für die Einmalhandschuhe. Haben wir selbst bezahlt.

    Meine Großmutter hatte bis zum letzten Atemzug keine wunde Stelle. Es wurde kritisch, wenn sie mal einen Tag im KH war.

    Ich könnte Bücher schreiben.


    Margali

  5. Avatar von Valentine
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    AW: Polnische Pflegekräfte

    hallo margali,

    das glaube ich dir aufs wort, dass du bücher schreiben könntest!!!!
    wir haben unwahrscheinlich glück: mein vater bekommst seit 9 monaten fortlaufend krankengymnastik. er bekam 6 monate lang logopädische behandlung. abgesetzt wurde die therapie, als der erfolg bestand hatte und gesichert war.
    windeln bekommen wir von einer firma ins haus geliefert, keine klebewindeln, sondern auf unseren eigenen wunsch einlagen mit netzhöschen. beides übernimmt die krankenkasse.
    einen dekubitus hat er bekommen, als er eine woche im krankenhaus lag. die folgen an schmerzen, allgemeinem unbehagen für den betroffenen, mehrkosten durch einsatz der gemeindeschwestern für verbandwechseln enorm und der aufwand, ihn regelmässig zu lagern dazu.
    wir hatten anfangs *krieg* mit den pflegekräften bis wir sie vor die alternative stellten: pflege nach anweisung des hausarztes oder wir übernehmen die pflege selbst.
    inzwischen haben wir zu den pflegekräften ein entspanntes verhältniss. sie haben sich daran gewöhnt, dass wir kräftig mitgackern und reinreden, sie aber auch nach kräften unterstützen.
    ja, da könnte man bücher schreiben, meine güte was einem da beim schreiben hier alles einfällt.....

    grüssle valentine


  6. Registriert seit
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    AW: Polnische Pflegekräfte

    Hallo zusammen,
    könnt Ihr mir irgendeine Vermittlungsagentur besonders empfehlen ? Habe gehört, dass wohl manche nicht ganz legal arbeiten.
    Habe mich mit www.24hpflege.info in verbindung gesetzt, aber ob die gut sind, weiss ich noch nicht.
    Könnt Ihr eine Agentur besonders empfehlen ?


  7. Registriert seit
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    AW: Polnische Pflegekräfte

    Zitat Zitat von chrissy3
    Hallo zusammen,
    könnt Ihr mir irgendeine Vermittlungsagentur besonders empfehlen ? Habe gehört, dass wohl manche nicht ganz legal arbeiten.
    Habe mich mit www.24hpflege.info in verbindung gesetzt, aber ob die gut sind, weiss ich noch nicht.
    Könnt Ihr eine Agentur besonders empfehlen ?
    Also vorab, ich kann nichts empfehlen, würde mich aber auch brennend interessieren. Nach einem Schlaganfall war meine Mutter ca. 8 Monate ein mehr oder weniger Pflegefall, Pflegestufe eins, konnte sich aber nicht mehr selbst versorgen: einkaufen, kochen (rechtsseitige Lähmung, Sprachstörung, etc.) das hieß, entweder Pflegeheim oder polnische Pflegevermittlung. ich hab im Internet entweder Vermittlungen gefunden die schon preislich nicht in Frage kamen - über 2000 Euro Monat und die Kräfte selbst bekommen überall nicht mehr als höchstens 1000, der Rest ist Vermittlung, sogenannte Betreuung...) Ich weiss nicht wer das bezahlen soll?! Meine Mutter hat 1600 Euro Monat Einkommen und von der Pflegekassse haben wir 200 Euro bekommen,d a sie ja nicht im Pflegeheim sondern sozusagen von uns selbst gepflegt wird. polnische Pflegekräfte kann man nicht geltend machen. Das heisst: Zu diesem über 2000 Euro Dienst wäre noch Miete, Lebenskosten für sie und die Pflegekraft, Strom etc. dazugekommen, wie soll das gehen? Nach langem Suchen habe ich eine Vermittlung im Internet gefunden, die für 1400 Euro vermittelt. Die erste die kam war nach 3 Tagen wieder weg, war völlig überfordert, hatte noch nie sowas gemacht, obwohl uns versichert wurde, "sie ist spitze und sehr erfahren) die zweite hat sich als Alkoholikerin rausgestellt, die meine Mutter völlig vernachlässigt hat. Ich habs schnell gemerkt weil ich täglich da war... Also ich kann da nichts empfehlen. Ich musste meine Mutter daraufhin doch in ein Heim bringen, weil ich keine Lösung mehr hatte. Abgesehen davon hätte ich das auch finanziell nicht lange durchgehalten. 1400 Euro für die polnische Hilfe,(die Hilfe selbst bekam 800!! Euro/Monat) der Rest an die Vermittler (für was eigentlich?) 400 Euro Miete, Lebenshaltungskosten etc... Das überstieg ihr Einkommen (für eine Rentnerin sehr hohes Einkommen,wer hat das schon?)um einiges. Ersparnisse waren nicht da und ich kann nicht dazu bezahlen. Mittlerweile gehts Mutter so gut, dass ich sie aus dem Heim holen konnte und sie nur noch Hilfe beim Putzen, Einkaufen und sowas alles braucht,GOTTSEIDANK! Denn die Erfahrungen im Heim waren auch schrecklich... Aber man weiss ja nicht wie lange das jetzt so gut geht, deswegen wäre ich auch sehr dankbar wenn hier jemand Tipps für wirklich gute und bezahlbare ausländische Pflegevermittlungen hätte
    Gruss, Yassi
    „Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge, sondern Leben inmitten von Leben, das auch leben will.“

    "Ein Mensch schaut in der Straßenbahn der Reihe nach die Leute an. Jäh ist er zum Verzicht bereit, auf jede Art Unsterblichkeit."
    Geändert von Yassi (12.03.2008 um 12:28 Uhr)


  8. Registriert seit
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    AW: Polnische Pflegekräfte

    Hallo.

    Polnische Pflegekräfte sind nur auf 2 Arten legal zu bekommen, viele Angebote sind illegal, obwohl sie als "legal" verkauft und angeboten werden.

    1 - Arbeitsamt. theoretisch 38,5 Stunden (was keinen interessiert, leider).

    2 - Entsendung durch ausländisches Unternehmen.

    Die angebotene Lösung SELBSTSTÄNDIG ist völlig ILLEGAL. Die Frauen gelten als scheinselbstständig genau ab dem Zeitpunkt, an dem sie bei der Betreuten Person, auch nur vorrübergehend, wohnen (das gilt auch für Deutsche). Die Angebote dieser Firmen ist zu meiden, man ist hinterher der Dumme, muss Steuern und Abgaben nachzahlen, das kann teuer werden.


    Empfehlen kann ich aus eigener Erfahrung die Firma Seniocare24, http://www.seniocare24.de Man arbeitet dort über die Entsendung, macht genaue Pläne vorher und arbeitet - ganz wichtig - mit der Maßgabe, dass die Grundpflege bzw. die Pflege aus medizinischer Sicht, Medikamentenvergabe, Verbandswechsel, etc. durch den deutschen ambulanten Pflegedienst durchgeführt wird.

    Ich finde das aus Gründen der Sicherheit genau richtig, dass solche wichtigen Tätigkeiten dem hiesigen Pflegedienst weiterhin überlassen werden.

    Womit ich nicht sagen will, dass die polnischen Kräfte das nicht drauf haben, man tut allenthalben so, als ob man in anderen Ländern weder arbeiten noch gescheit pflegen kann. Also die bei uns eingesetzten Frauen hatten es ausnahmslos drauf.

    Ich hatte bei einer gar das Gefühl, die hat bloß den Mund gehalten. Die hat, wenn der Pflegedienst eine Aushilfe oder Vertretung schickte, um die Medikation vor zu Nehmen, nur mit dem Kopf geschüttelt.

    Alles in allem war ich nicht nur zufrieden mit den Leuten, mehr als das. Sie haben es meiner Mutter erspart, in ein Pflegeheim zu müssen, zuhause bleiben zu können.

    Ich lasse nichts über diese Menschen kommen.

    Mit dem Service des deutschen Unternehmens Seniocare24 war ich ebenfalls vollauf zufrieden. Ich kann dieses nur empfehlen.


    Was die Kosten angeht, ich habe 1600 bezahlt, monatlich.

    Die Mitarbeiterinnen haben etwas über 900 Euro bekommen - netto. Ich habe deren Abrechnung gesehen, die die zugeschickt bekamen, das waren fast 1450 Euro brutto.

    Etwa 150 EUR für die polnische Firma - das ist, wenn man sich überlegt, dass die den bürokratischen Aufwand erledigen, wirklich nicht viel.

    Zumal, keine Firma arbeitet für lau - schon gar nicht der hiesige Pflegedienst, überhaupt niemals ein deutsches Pflegeheim.


    Mein Vorredner meinte hierzu jedoch, wer das bezahlen soll.

    Wie billig darfs denn noch sein?

    Sicherlich ist das kostspieliger als die Mafiaschwarzmarktmethode, bei der die Frau 800 EUR in die Hand bekommt und fertig. Wenn ich einen Fernseher kaufe, gehe ich nicht auf den Schwarzmarkt und kaufe beim Hehler. Dort bekomme ich bestimmt keine Garantie und das Gerät kann auch mal runtergefallen sein, als man ihn beim Einbruch rausgetragen hat - aber billiger ist es sicherlich.

    Und wenn ich Mafia sage, meine ich das auch - ich hatte Angebote gefunden - Adresse gegen 300 Euro, ruf selbst an. Wenn das kein Sklavenhandel ist.....

    Wenn man auf dem Schwarzmarkt Leute "einkauft", ist man auch nicht besser dran. Legal bedeutet Aufwand, Steuern, Sozialabgaben. Wenn man trotzdem nur 800 bezahlen möchte, bekommt die Frau legal nur 300 raus, dafür kommt keiner - und hoffentlich verlangt das auch keiner ernsthaft.




    Viele Grüsse
    Geändert von frank1000 (13.03.2008 um 07:00 Uhr)


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    AW: Polnische Pflegekräfte

    Hallo Frank 1000. Du schreibst, dass die Frau 900 bekam und ich schrieb 800. Ist das ein so grosser Unterschied? Sieht eher anch höherer Gewinnspanne für die Vermittler aus. Natürlich ist das zweischneidig und ich hab das mit dem poln. Pflegedienst nur widerwillig in Erwägung gezogen, denn natürlich ist das Ausbeutung, so oder so. Die Frauen sind 24 Stunden sozusagen im Einsatz, wohnen bei den Pflegebedürftigen und sind immer einsatzbereit. Auch wenn sie sogenannte Ruhezeiten haben, ist das erstens meistens Makulatur und zweitens auch wenn das eingehalten wird (werden kann)Wahnsinn. Ich könnts nicht! Und - ich tu nicht so als ob Polinnen das grundsätzlich nciht drauf haben. Aber leider war es ganau so wie ich das beschrieb. Auch in Polen sind 800/900 Euro nicht die Welt und wen bekommt man für das bisschen für diese total harte Arbeit?! Leider oft Leute, die keine Ahnung haben, Gestrandete, etc. Ich kann echt ein Lied davon singen, auch aus anderen Fällen. Übrigens habe ich mich genau auch an Seniocare gewandt und da warens Kosten von 2400 Euro Monat! Und die Frau hätte auch nicht mehr als 900 bzw. 1000 bekommen. Und es ist nun mal so, dass das kaum jemand bezahlen kann, man braucht ja bloss zusammenzählen: mind. 1600 Pflege. Miete, Lebenshaltungskosten etc. Also mind. 2300 bis nach oben offen. Wer hat das? Die größte Sauerei ist, dass als ich meine Mutter doch ins Pflegeheim bringen musste, die Pflegekasse über 1200 im Monat zu den Heimkosten bezahlte, für uns blieb ein Anteil von 1300. Also war das für uns billiger als die Lösung Zuhause. Denn Zuhause bekommt man z.B. in Pflegestufe 1 nur 200 Euro, wenn man keinen deutschen Pflegedienst eingeschaltet hat. Mit Pflegedienst 384 Euro. Da sollen wohl doch die Heime unterstützt werden... Anyway, mich würde es interessieren wieso es bei dir auf einmal so "billig" bei Seniocare war. Ich ruf da vielelicht mal an und frag nochmal nach den Kosten, denn ich hatte auch den Eindruck dass die mit Abstand am seriösesten waren von den ganzen Vermittlern, aber für uns absolut unerschwinglich, da um ca 500 teurer als die anderen und die Kräfte hätten auch nicht mehr gekriegt!
    „Der Mensch ist nicht das Maß aller Dinge, sondern Leben inmitten von Leben, das auch leben will.“

    "Ein Mensch schaut in der Straßenbahn der Reihe nach die Leute an. Jäh ist er zum Verzicht bereit, auf jede Art Unsterblichkeit."
    Geändert von Yassi (13.03.2008 um 09:02 Uhr)


  10. Registriert seit
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    AW: Polnische Pflegekräfte

    Hallo Yassi.

    Das ist natürlich was mit dem Geld, klar.

    Bei einem Durchschnittseinkommen von 16000 EUR jährlich und einer durchschnittlichen Rente weit, weit (weit) darunter ist das natürlich noch sehr teuer.

    Sicherlich ist das auch ein Luxus - obwohl ich der Meinung bin, Zuhause alt zu werden sollte keiner sein, aber wer hört schon auf mich....

    Sie schreiben etwas von 1400 EUR. Hierbei kann ich nur sagen VORSICHT.

    Es ist da noch eine dritte Variante zu finden - die selbstständige Pflegehilfe.

    Hatte ich mir auch kurz überlegt, dann habe ich mich umgehört und bin hierbei behördlich beraten sogleich eines Besseren belehrt worden.

    Selbstständige sind illegal.

    Ganz einfach mit folgender Begründung. Selbstständige, die bei der Pflegeperson einziehen, wohnen, gelten nicht mehr als selbstständig, sondern als "scheinselbstständig" - also selbstständig aber dennoch abhängig beschäftigt.

    Abhängig beschäftigt heißt, ich bin dann der Arbeitgeber, die ganzen Abgaben muss ich leisten.

    Zudem braucht die Frau eine Arbeitsgenehmigung oder Aufenthaltsgenehmigung, die sie nicht bekommen wird.

    Fazit - die ganzen Angebote mit den Selbstständigen kann man getrost vergessen, legal versprochen, illegal verkauft. Zuletzt sitzt man in der Tinte.


    Zudem, mir wurde, als ich mich umhörte immer aus dieser Richtung versichert - die Frauen bekommen bei unserem Modell mehr - die bekommen bei 1500 Euro satte 1200 !!! Euro, man stelle sich das mal vor.....

    Ja klar, wie ich erst später begriffen habe - das ist BRUTTO - und keiner sagt das dazu.

    Es kommt nämlich dann auch noch drauf an, ob die Damen auch wirklich die Abgaben bezahlen oder sich kurz vor der Steuerforderung flugs wieder ins Ausland verziehen - oder im Ausland den "Firmensitz" haben und dort in Wahrheit gar nicht erst gemeldet sind. Da wird mit allen Tricks gearbeitet, Scheinadressen, für die die Frauen auch noch bezahlen müssen, inclusive.

    Zudem, was ich hierbei auch erst im Gespräch mit dem Arbeitsamt erfahren habe, z.B. in Polen sind auch die Selbstständigen voll sozialversicherungspflichtig - die Abgaben sind deshalb nicht niedriger.

    Was passiert mit den 300 EUR die zwischen der Frau und der Agentur übrig bleiben - das ist der Bruttoverdienst der Agentur - monatlich.

    Verkauft wird das , so hört sich das an, auf die Weise - die arme Frau bekommt viel viel mehr Geld und deshalb bleibt für alles aussen herum weniger.

    In Wahrheit ist das jedoch, die Frau bekommt weniger als sonst, netto gesehen, es sei denn, sie zahlt ihre Abgaben nicht und arbeitet damit schwarz, dann hat sie natürlich mehr. Der Firmengewinn ist zudem höher. Zudem ist die Frau sowieso gar nicht legal am Arbeiten, denn sie ist scheinselbstständig und damit bin ich Arbeitgeber udn Zahle, wenn das auffliegt, auch noch die ganzen Abgaben nach.


    Also Vorsicht, wenn Sie sagen, es geht billiger. Das hört sich oft nur so an.


    Was den Unterschied zwischen Zuhause und Heimaufenthalt an sich hat, der ist gewollt durch die Wohlfartsverbände, die privaten Träger von Heimen, Krankenhäusern, etc.

    Es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, das finde ich zumindest, dass man im Heim mehr aus der Pflegekasse bekommt als Zuhause bei gleichen Pflegeanforderungen, letztlich ist das jedoch nur ein durch geschickte Lobbyarbeit erschlichende Subvention für die Pflegeheimträger, deren Pfründe es zu schützen gelten mag, ein heim muss ja auch wirklich eine anständige rendite abwerfen!


    Zur Pflegehilfe.

    900 Euro netto sind für den Knochenjob immer noch wenig, auch ganz klar. Wie mir die Damen berichteten, reisst man sich um die Jobs, denn man bekommt in der Branche in Polen etwa 300 Euro im Monat raus.

    Das will immer noch nichts heissen, es ist immer noch wenig.
    Aber da Brutto dann doch ein schönes Sümmchen rauskommt, das die Meisten auch schon nicht bezahlen können, wie soll das gehen, billiger und statt dessen Mehr für die Frauen, zudem auch noch ein gewisser Service, legal solls auch noch sein, das beisst sich ein bischen.

    Schön wäre es natürlich, wenn die Pflegekasse das auch bezahlen würde, sozusagen als HeimII, also richtig Daheim. Dann ginge es wohl besser, tun die aber nicht, die haben kein Geld.

    Letztlich bin ich wieder beim Anfang. Heim oder Daheim, wie kann ich es bezahlen?

    Wenn ich etwas Geld habe, dann klappt es, wenn nicht bin ich in den Allerwertesten gekniffen, wie in allen anderen Angelegenheiten auch.




    24 Stunden ist eine solche Frau auch nicht einsatzbereit - wer könnte so etwas verlangen. Ich brauche Ruhe, Sie brauchen das und die Frauen aus Polen auch. Man sollte sicherlich nicht zu viel verlangen.



    Nochmal zu meinem Preis - natürlich ist das nicht gerade ein Aldiangebot, aber ich meine, vor dem Hintergrund des Eigennutzes, das man den Angehörigen nicht ins Heim stecken möchte, ein gar nicht unfaires.

    Klar, ich habe jetzt nicht Unterbringung gerechnet und Verpflegung. Wenn ich eine Mietwohnung rechne kommt das doch anders raus - aber es steht doch noch der Aspekt des Pflegeheimes im Raum, auch wenn es mit Miete und dergleichen das gleiche oder nur geringfügig drunter kostet.


    Es gibt gute Heime, sicherlich, aber gerade genug Altensilos - oben reingeworfen, festgezurrt, ruhig gestellt und Verdursten lassen, unten nach und nach in Kisten verpackt.

    Einen Wartesaal zum Ableben, genau das wollten wir unserer Mutter überhaupt auf gar keinen Fall antun.


    Ich habe so viel zu Danken, irgendwann sollte man mit dem Geiz ist Geil aufhören und einen kleinen Teil von dem zurückgeben, was man bekommen hat.

    Auch wenn das das Erbe auffrisst oder zudem noch ein gewissens Maß vom Geld der Kinder kostet. Mein Bruder und ich haben auf diese Weise finaziell zugeschossen, dass Zuhause auch Zuhause ist. Wie ich finde, ist es das Wert. Das ist meine Meinung, aber wer hört schon auf mich.....



    Sie hatten zudem anscheinend Pech mit den Frauen. Ich hatte das in diesem Maße nicht, aber wenn die Jobs so begehrt sind, zieht das sowas nach sich. Eine Alkoholikerin wird sich sicherlich nicht bewerben unter Hinweis auf ihre Trunksucht, das kommt erst später raus.

    Und genau da ist es dann wichtig, dass man eine gute Firma in Deutschland hat, die man sogleich einspannen kann und die auch was tut. Klar können die Menschen auch bei Seniocare nicht zaubern, verlange ich auch nicht, aber man hat sich um jedes Anliegen, das ich hatte, gekümmert und versucht, dieses im Sinne aller Beteiligten zu regeln. Mehr kann man nicht verlangen, meine ich. Und genau darum wollte ich diese auch empfehlen, eben weil ich zufrieden war.


    Viele Grüsse


    Frank

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