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  1. User Info Menu

    AW: War früher alles sinnlos? Werde ich langsam "alt"?

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    Wieso schreibst du dann "undenkbar", wenn du was anderes meinst? Übertreibungen verfälschen.
    Ich bezog es mehr darauf, das so "smart" und schnell alles unterwegs und online zu erledigen. Das war früher wirklich undenkbar.

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    AW: War früher alles sinnlos? Werde ich langsam "alt"?

    Zitat Zitat von C1969 Beitrag anzeigen
    Es gibt so viele Möglichkeiten, die es früher in der alten analogen Welt einfach nicht gab. Viele Türen blieben einem verschlossen, wenn man einmal einen Weg eingeschlagen hat, kam man da auch so einfach nicht mehr von runter. Viele Angebote und Fördermöglichkeiten gab es noch gar nicht, allein die Möglichkeit sich zu informieren ist heute einfacher denn je.
    Auf der anderen Seite: Befristete Beschäftigungsverhältnisse verbreiten sich immer weiter. Es wird einem oft suggeriert, die jungen Leute seien wahnsinnig flexibel und würden sich mit größter Begeisterung beständig neu erfinden. Dahinter steht aber häufig auch ein brutaler äußerer Zwang.

    Das sind eben immer die zwei Seiten der Medaille. Man wünscht sich die Zeit nicht zurück, wo Lebensläufe total standardisiert und berechenbar waren. (Wobei das überzeichnet ist. Ich kenne gerade aus den Jahrgängen 1947-1970 viele Auf- und Umsteigerbiographien.) Aber etwas mehr Verlässlichkeit wäre für viele Menschen gar nicht verkehrt.

    Was sich aus meiner Sicht nicht geändert hat: Junge Eltern haben in aller Regel überhaupt keine Zeit und Energie, alle paar Jahre das Rad neu zu erfinden. Von Alleinerziehenden gar nicht zu reden.

    Bei meinen Jungs spüre ich den Druck "instagramkonform" zu sein nicht so sehr. Sie sind selbstbewusst genug, sich nicht darüber zu definieren. Sie nutzen Instagram, Snapchat und was es noch alles so gibt um mit ihren Freunden zu kommunizieren. Ab und zu posten sie mal was, aber mehr auch nicht. Kann da natürlich nur für uns sprechen, bei anderen ist es sicher wieder komplett anders.
    Das ist definitiv ein ausgesprochenes Frauen/Mädchenproblem.

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    AW: War früher alles sinnlos? Werde ich langsam "alt"?

    Zitat Zitat von C1969 Beitrag anzeigen
    Natürlich nicht wirklich unmöglich und undenkbar, aber mit wesentlich mehr Aufwand und Unwägbarkeiten verbunden.
    Aber stell dir mal vor, was los ist, wenn dem “Jetztzeitigen” das Handy ins Klo fällt! Dann ist die Welt kaputt.

    Oma Rotwein konnte damals … undsoweiter … will sagen: alle Zeiten haben ihre Vor- und Nacteile.
    see you on be friends online!

  4. Inaktiver User

    AW: War früher alles sinnlos? Werde ich langsam "alt"?

    Zitat Zitat von C1969 Beitrag anzeigen
    Ich bezog es mehr darauf, das so "smart" und schnell alles unterwegs und online zu erledigen. Das war früher wirklich undenkbar.
    Wir sind Dinosocialsaurier. Isso.

    Viele Grüße
    B1968

  5. Inaktiver User

    AW: War früher alles sinnlos? Werde ich langsam "alt"?

    Mich irritiert, warum hier dem Vergleich zwischen dem Leben der jüngeren Generation heute und den eigenen Lebenserfahrungen und Lebenslauf so viele Gedanken gewidmet werden. Ja, dass man darauf schaut und sich orientiert und vielleicht inspirieren lässt, wie das Leben heute bei anderen, auch jüngeren Menschen funktioniert, verstehe ich. Den Austausch finde ich sehr wichtig. Aber was soll ein Vergleich (und gar eine Wertung) bringen?

    Ich denke, jeder kommt in seinem Leben an Punkte, an denen man sich neu ausrichten muss, Werte und Ziele überdenken. Manchmal ist halt fast alles erreicht, was man sich erträumt, erhofft, geplant hat, oder es müssen Ziele aufgegeben werden, weil sie sich als unerreichbar erwiesen haben oder dann doch nicht als wirklich erstrebenswert. Ein Gefühl der Leere stellt sich ein und ich glaube, das ist erst einmal gut so und sollte bewusst ausgehalten und genutzt werden.

    Leere "Räume" inspirieren und lassen sich einfacher neu gestalten als solche in denen noch viel "Zeug" rumsteht. Das gilt mental, aber auch in Bezug auf viele der materiellen Güter, die sich so ansammeln (wie im Eingangsthread erwähnt). Gründlich entrümpeln, physisch und psychisch (Glaubenssätze?) befreit ungemein. Gestaltungsspielraum, in welchem Bereich auch immer, kann ein Gefühl von Lebendigkeit und Jugend spürbar machen, also das Gegenteil von sich alt fühlen.

    Ich kann nur raten, dass jetzige Gefühl der "Sinnlosigkeit" erstmal einfach annehmen und dabei für sich positiv als Übergangsphase bewerten.

    Meinen letzten Bruch dieser Art hatte ich um die 50, typisches Alter hierfür, denke ich. Der nächste steht in Kürze mit dem Übergang in die Rente an. Ganz bestimmt, wird sich da auch ein Gefühl der Leere einstellen. Mit den Erfahrungen aus meinen 50ern freue ich mich jetzt aber auch darauf, meine "Räume" wieder neu zu gestalten. Ich werde mir damit aber Zeit lassen, ich fange jetzt nicht an, konkrete Pläne für diese Zeit zu schmieden. Die Ideen werden zu mir kommen, wenn für sie Platz in meinem Leben ist.

  6. Inaktiver User

    AW: War früher alles sinnlos? Werde ich langsam "alt"?


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    AW: War früher alles sinnlos? Werde ich langsam "alt"?

    An frühere Zeiten zurückzudenken, also an das, was sich allgemein so verändert hat, amüsiert mich eher. Man hat auf dem Campingplatz an der Telefonzelle angestanden, um kurz mal nach Hause zu telefonieren. In der Stadtbücherei habe ich den Schlagwortkatalog durchforstet. Wenn man etwas wissen wollte, musste man ein Lexikon heranziehen. Wenn man Schuhe gesucht hat, ist man durch Geschäfte gelaufen. Und das Faxgerät war ein Weltwunder.

    Ich finde es cool, dass ich noch das alte riesige Tonbandgerät vor Augen habe, den Stolz auf den ersten Kassettenrekorder empfinde und alles von der Schallplatte über die CD bis zum Streaming überdauert habe, und was da wohl noch alles kommt: Ich bin neugierig!

    Und die junge Generation beneide ich nicht. Höchstens um die Leichtigkeit, mit der sie eine komplizierte Treppe heruntergesprungen kommen. Es ist immer schwer und schmerzhaft, seinen Weg zu finden, warum soll das heute leichter sein als früher. Ja, man dreht sich im Kreis. Weil sich alles im Kreis dreht. Werden, vergehen, wachsen, verblühen. Kind sein, Kinder haben.

    Ist halt so. Aber das verstehen und für sich annehmen, das ist halt zweierlei.

    Ich habe Rückzugsorte. Die habe ich immer gebraucht und mir (fast) immer nehmen können. Ohne das kann ich nicht. Mal allein wegfahren ist ungeheuer wohltuend. Mach es!

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    AW: War früher alles sinnlos? Werde ich langsam "alt"?

    Ein schönes Posting, Zimmer(spring)brunnen!
    see you on be friends online!

  9. Inaktiver User

    AW: War früher alles sinnlos? Werde ich langsam "alt"?

    Zitat Zitat von Rotweinliebhaberin Beitrag anzeigen
    Ein schönes Posting, Zimmer(spring)brunnen!

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    AW: War früher alles sinnlos? Werde ich langsam "alt"?

    Zitat Zitat von C1969 Beitrag anzeigen
    Natürlich nicht wirklich unmöglich und undenkbar, aber mit wesentlich mehr Aufwand und Unwägbarkeiten verbunden.
    Kann ich nicht bestätigen. Ich bin ab dem 14. Lebensjahr bis zum Ende der Schulzeit mit einem Freund in den Oster-, Pfingsten- oder Sommerferien per Fahrrad unterwegs gewesen. Jugendherbergen gab es zuhauf, auch im europäischen Ausland, man brauchte nur den Mitgliedsausweis und fand immer eine Unterkunft. Und hatte die Liste der Herbergen.
    Als Zahlungsmittel etlich Märker, aber ansonsten das gute alte Postsparbuch. Das war wie Travellerschecks, ich legte das in jedem Postamt vor und bekam den gewünschten Betrag in Schweizer Franken, Holländischen Gulden, dänischen, schwedischen und norwegischen Kronen oder britischen Pfund ausgezahlt.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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