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  1. Inaktiver User

    AW: Den "Verfall" akzeptieren oder dagegen ankämpfen?

    Den Geist wach halten und neugierig bleiben.
    Die Schwerkraft akzeptieren ebenso die kleinen Zipperlein.
    Statt 25 km am Tag im Urlaub zu laufen, tun es auch 15, das tut den Eindrücken und Erlebnissen keinen Abbruch.

    Mein Leben mit jetzt 65 ist nicht schlechter als mit 50, nur anders.

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    AW: Den "Verfall" akzeptieren oder dagegen ankämpfen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Schwerkraft akzeptieren ebenso die kleinen Zipperlein.
    Statt 25 km am Tag im Urlaub zu laufen, tun es auch 15, das tut den Eindrücken und Erlebnissen keinen Abbruch.
    Schätze dich glücklich, wenn sich auf 15 km "beschränken" zu müssen, für dich eine Alterserscheinung ist. Ich bin 55 und kann von sowas nur träumen. Wenn ich 2 Km schaffe, bin ich überglücklich. Leider bin ich "zu jung" für künstliche Gelenke.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

  3. Inaktiver User

    AW: Den "Verfall" akzeptieren oder dagegen ankämpfen?

    Zitat Zitat von daisymiller2 Beitrag anzeigen

    Einerseits trifft mich das heftiger, als ich es erwartet hätte. Andererseits stellt sich mir die Frage, wie damit umgehen? Vor ein paar Wochen, als ich nach einem Infekt längere Zeit brauchte, um wieder auf das gewohnte Level zurückzukommen, dachte ich, wozu die Mühe, es wird eh nur immer schlimmer . Natürlich weiß ich, dass das so pauschal Quatsch ist und ich "dranbleiben" muss. Aber gleichzeitig frage ich mich, wie das richtige Maß finden? Zwischen Resignation (weil es ja tatsächlich bergab geht) und einem Jugendlichkeitswahn, der die Spuren des Alterns zu verwischen versucht?
    Mittlerweile gibt es echt viele Tipps zum Altern im Netz und auch viele Vorbilder sind zu finden. Das hat mir persönlich geholfen. Komisch eigentlich, da man ja täglich altert, dass es plötzlich einen Schub gibt und man diesen Umschwung wahrnimmt.

    Ich werde vermutlich eine der zähen Alten, die an ihrem Smoothie zu knabbern hat, auf Alkohol, Kaffee und alles verzichten darf, weil der Magen streikt. Von Hitzewallungen merke ich noch nichts, bis auf die Verdauung gibt es keine großen Probleme. Herausforderungen hatte ich in den letzten Jahren mehr als genug, sodass ich ständige Lösungssuche und Neuausrichtung gewohnt bin. Beruflich läuft es, seit ich endlich wieder voll loslegen kann, einfach bestens. Sodass ich niemanden auch nur ein Sterbenswörtchen davon erzähle....

    Die Haare färbe ich weiterhin. Ob ihre Qualität so bleibt, wird man sehen und wenn nicht, dann reicht mir auch ein Bob. Irgendwie richtet man sich doch ständig irgendwie neu aus und sei es, dass man sich anders kleidet? Oder nicht? Die eine oder andere Weiterbildung ist auch geplant.

    Und sonst sage ich mal, dass die Ausstrahlung zählt und dazu gehört sich weitestgehend wohlzufühlen oder eben sein Ding zu machen. Letzteres sehe ich als Vorteil dieses Alters.

    Natürlich könnten einen gesundheitliche Probleme zurückwerfen. Ich muss eben in Sachen Ernährung Rücksicht nehmen auf meinen Körper. Das ist ja schlimmer geworden. Ich würde auch gern Kuchen essen, wie ich will, Kaffee trinken, gern auch Zigaretten rauchen und mal mindestens Wein, wenn nicht sogar Cocktails trinken, aber ich vertrage das einfach nicht. Mir wären da auch 10 Kilo mehr egal. Stattdessen gibt es Smoothies und Teechen. Vermutlich wird mich so kein Mann mehr wollen.... Also nix mit Sex hilft...

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    AW: Den "Verfall" akzeptieren oder dagegen ankämpfen?

    Gerade gesehen, heute abend im 3 sat "Das optimierte Gesicht" - dazu fiel mir dieser Thread ein, auch wenn es hier nicht rein um das Aussehen geht wie wohl in der Doku, vielleicht interessiert es jemanden.

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    AW: Den "Verfall" akzeptieren oder dagegen ankämpfen?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Denn in zwanzig Jahren schauen wir auf die Erinnerung an unsere fünfzigjährigen Körper und trauern diesen nach ... das kann es nicht sein.
    Exakt meine Gedanken. Um Himmels Willen, man kann doch nicht mit 50 Jahren anfangen sich alt zu fühlen oder mit auch 57 (mein augenblicklicher Status). Ich würde gerne gesund alt werden. Soll ich also die nächsten 20 Jahre jammern, weil Falte hier und graues Haar dort? Jetzt schon? Das ist doch keine Perspektive.

    Meine Mutter sagte kurz nach meinem 50. Geburtstag zu mir (sie knapp damals 80 Jahre und schon pflegebedürftig): Mit 50, das sind jetzt wunderschöne Jahre, du bist gesund und kannst noch alles machen. Sie hat mich aus ihrer Perspektive wegen meiner Kraft und meines jugendlichen Aussehen bewundert.

    Damit ist alles gesagt und ihr Wort war mir Befehl. Es sind wunderbare Jahre, basta. Ich bin dankbar für das, was ich habe und ich habe jede Menge: Gesundheit, Spaß, Arbeit, keine Geldsorgen, eine meist zufriedenstellende Ehe und ein Kind ins Erwachsenenleben begleitet.

    Klar stelle ich fest, dass die Haut über der trainierten Bauchmuskulatur lose sitzt, obwohl mein Gewicht tadellos ist oder die Haut am Arm an manchen Tagen tatsächlich schon faltig aussieht. Ich habe mir auch schon Hyaluron in die Mundwinkel spritzen lassen, weil es mich geärgert hat, dass der Körper (bekleidet) optisch noch einwandfrei in Form ist, aber die Falten um den Mund einen griesgrämig erscheinen lassen. Ich werde das nach Corona vielleicht wieder in Angriff nehmen, vielleicht auch nicht. Ich glaube sowieso nicht, dass der Unterschied besonders aufgefallen ist. Überhaupt, wen will ich eigentlich beeindrucken? Da fällt mir keiner ein. Ich wollte es damals für mich tun und habe es getan, weil ich es konnte. Einen offenen Sportwagen habe ich mir auch gekauft, weil ich es wollte. Alles prima soweit.

    Über die Endgültigkeit des Lebens denkt man natürlich schon nach. Ich habe letzten Dezember meinen Vater beerdigt und so wie die Zeichen stehen, muss ich mich wohl bald von meiner Mutter verabschieden. Dann ist meine Generation die nächste, die irgendwann an der Reihe ist. Allerdings haben meine Eltern, auch jenseits der 50, noch sehr viele schöne Jahre gehabt und - so ist der Plan - die gedenke ich mir auch zu gönnen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  6. Inaktiver User

    AW: Den "Verfall" akzeptieren oder dagegen ankämpfen?

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  7. Moderation

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    AW: Den "Verfall" akzeptieren oder dagegen ankämpfen?

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Schätze dich glücklich, wenn sich auf 15 km "beschränken" zu müssen, für dich eine Alterserscheinung ist. Ich bin 55 und kann von sowas nur träumen. Wenn ich 2 Km schaffe, bin ich überglücklich. Leider bin ich "zu jung" für künstliche Gelenke.
    Zu jung für neue Gelenke, zu jung für neue Augen .. naja, älter wird man ohnehin.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Moderation

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    AW: Den "Verfall" akzeptieren oder dagegen ankämpfen?

    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Exakt meine Gedanken. Um Himmels Willen, man kann doch nicht mit 50 Jahren anfangen sich alt zu fühlen oder mit auch 57 (mein augenblicklicher Status). Ich würde gerne gesund alt werden. Soll ich also die nächsten 20 Jahre jammern, weil Falte hier und graues Haar dort? Jetzt schon? Das ist doch keine Perspektive.
    Ich seh das 'Jammern' bei uns jungen Hühnern (bin auch erst 58) ja auch eher als kurzzeitige Reaktion im Umbruch. Ehrlich gesagt kenne ich im richtigen Leben kaum jemanden, der sich völlig unbeeindruckt von ersten Altersbeschwerlichkeiten in die 60er aufgemacht hat oder gerade aufmacht. Unterschiede in der Intensität gab es natürlich schon. Falten und Graue Haare zähle ich nicht zu Beschwerlichkeiten.

    Also lieber einmal kräftig meckern und dann weitermachen. Grossartig ändern kann man es eh nicht.


    Zitat Zitat von Nocturna Beitrag anzeigen
    Damit ist alles gesagt und ihr Wort war mir Befehl. Es sind wunderbare Jahre, basta. Ich bin dankbar für das, was ich habe und ich habe jede Menge: Gesundheit, Spaß, Arbeit, keine Geldsorgen, eine meist zufriedenstellende Ehe und ein Kind ins Erwachsenenleben begleitet.
    Da hast du sehr viel, das nicht zu geniessen, das wäre auch dumm.
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  9. Moderation

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    AW: Den "Verfall" akzeptieren oder dagegen ankämpfen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Stattdessen gibt es Smoothies und Teechen. Vermutlich wird mich so kein Mann mehr wollen.... Also nix mit Sex hilft...
    Das würd ich nicht zu schwarz sehen, es gibt auch Männer, die entweder genauso leben oder die sich nicht dran stören. Ausserdem ist alkoholfrei leben und feiern auf dem Vormarsch, in Melbourne zB gibt es jetzt eine alkoholfreie Bar. Du bist Trendsetter!

    (Ich hatte auch seit Februar keinen Drink mehr, aus gesundheitlichen Gründen)
    "I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  10. Inaktiver User

    AW: Den "Verfall" akzeptieren oder dagegen ankämpfen?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Das würd ich nicht zu schwarz sehen, es gibt auch Männer, die entweder genauso leben oder die sich nicht dran stören. Ausserdem ist alkoholfrei leben und feiern auf dem Vormarsch, in Melbourne zB gibt es jetzt eine alkoholfreie Bar. Du bist Trendsetter!

    (Ich hatte auch seit Februar keinen Drink mehr, aus gesundheitlichen Gründen)
    Es war mehr ironisch gemeint. Oh, wenn du dich einschränken musst, dann ist da auch etwas da, was dir Probleme bereitet. Bei mir ist seit der Kindheit eine HIstaminintoleranz vorhanden, die mit den Jahren eben nicht besser wird. Vielleicht werden wir einfach alle nun mehr und mehr gezwungen auf unseren Körper Rücksicht zu nehmen?

    Und gut zu wissen, dass auch einige Männer auf sich achten wollen oder müssen. Vielleicht stelle ich mir unbewusst ein Bein, weil ich im Grunde gern anders leben würde mit allen Genussmitteln dieser Welt, aber dazu bin ich zu eingeschränkt. Ich will aber nicht wirklich jammern. Es war nur die letzten Tage echt extrem. Jetzt geht es soweit.

    Vielleicht nimmt im Alter aber auch das freie Jammern zu? Ist natürlich oft nicht schön für das Gegenüber. Da muss man sich dann doch manchmal fragen, ob ein gesunder Auseinandersetzungsprozess mit den Gegebenheiten des eigenen Körpers stattgefunden hat und seiner altersgemäßen Entwicklung oder nicht? Die Schönheitsindustrie verdient vermutlich auch genug daran. Wobei ich ehrlich gesagt im Alltag viele unpassend gekleidete, mit den falschen Farben falsch geschminkte und derzeit sowieso schlecht frisierte Menschen sehe. Wäre nicht oft ein Weg sich an diesen Punkten aus dem eigenen Trott rauszubewegen und mal was Neues passenderes auszuprobieren?

    Ich hatte mir auch lange überlegt, ob ich nicht graue Haare zulasse. Hätte ich sogar gemacht, aber passt zu meinem Farbtyp vermutlich nur mit rotem Lippenstift und auf den bin ich allergisch und das meine ich ernst. Es sehen doch einige altersgerecht, modisch gekleidet, in den richtigen Farben, gut gestylt mit schöner Ausstrahlung echt gut aus unabhängig von Alter und gängigem Schönheitsideal oder der Kleidergröße. Natürlich ist es oft von Vorteil schlank zu sein, aber man kriegt einiges auch gut gekleidet mit paar Kilo mehr. Vielleicht hilft oft sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen und auf die Vorbilder der eigenen Altersklasse zu achten? Es gibt ja in der Tat den Vorteil, dass man viel unabhängiger wird von Vorgaben der Mode- und Schönheitsindustrie und seinen eigenen Stil pflegen kann.
    Übrigens habe ich auch schon 80jährige mit Mimik totoperiertem Gesicht gesehen. Mir gefällt das absolut nicht. Dann lieber wie Charlotte Rampling natürlich altern, aber eben gepflegt ohne zu übertreiben. Ich finde auch, dass bei Madonna mittlerweile die Proportionen nicht mehr stimmig sind. Mir persönlich gefällt es nicht. Hormonumstellung, andere Fettverteilung, ein viel schwächeres Bindegewebe tun ihr übriges dazu. Es wird sicherlich auch sehr viel Aufwand und Nachjustierung bei ihr bedeuten. Für mich hat das so einen richtigen 80er Jahre-Touch. Es wirkt auf mich einfach wie aus der Zeit gefallen. Andere bewegen sich in Richtung Natürlichkeit und Nachhaltigkeit. Aber gut jedem das Seine.

    Gesundheitliche Probleme, die noch mehr einschränken als meine und Schmerzen bereiten, sind natürlich nicht schön und kosten auch sicher etwas Zeit sie zu verarbeiten. Aber sonst sehe ich dieses Alter schon als Vorteil. Man wird eigenständiger, unabhängiger, hat viel erlebt, sicher schon sehr viel gelöst, hats eigentlich leichter die richtigen Entscheidungen für ein angenehmes Leben zu treffen. Bei mir ist es schon ein wenig so, dass ich mir dieser neuen Freiheit bewusst bin. Ich habe zwar noch ein wenig auf Kind und Hund Rücksicht zu nehmen, Aber mit beiden wird es besser.
    Geändert von Inaktiver User (27.05.2021 um 05:20 Uhr)

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