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    Hilfe! Tochter (16) wird erwachsen. Wie geht ihr damit um?

    Hallo liebe Mütter,

    ich weiß, das ist ein Thema, das auch ins Forum "Erziehung" passen würde. Es interessiert mich aber besonders, wie Mütter, die in dieser Lebensphase ihrer Kinder selbst in den Wechseljahren stecken, damit umgehen...

    Unsere Tochter (Einzelkind, 16 Jahre seit letztem Dezember) hat die ablösende Entwicklungsstufe in Highspeed innerhalb des letzten halben Jahres eingeläutet. Erste Parties, ausgehen, Freund ... Alles findet erst seit Mitte letzten Jahres statt. Wir haben seitdem eigentlich kaum Zeit zum Luft holen, weil ständig neue Situationen und Entscheidungen auf uns zukommen. Vor allem: Was erlauben, was nicht? Das kennen wohl alle Eltern...

    Wir haben an dieser Beziehung nichts auszusetzen, freuen uns für sie und mögen auch ihren Freund.

    Trotzdem merke ich leider, dass ich mit der ganzen Situation nicht gut klar komme... Ich schlafe schlecht, fühle mich wahlweise überfordert, ausgelaugt, genervt, hilflos .... Was mich daran auch fertig macht, ist die Sorge, meinem Kind nicht die Stütze zu sein, die es jetzt in dieser neuen und nicht immer einfachen Zeit braucht....

    Kopfmäßig weiß ich natürlich, dass es nun wichtig ist loszulassen, die Ablösung zu fördern, Verletzungen auch schon mal wegzustecken... Mich nun vermehrt auf andere Dinge, weniger auf sie zu konzentrieren...

    Sicher sind/waren viele von euch in einer ähnlichen Situation?! Wie habt ihr diesen Lebensabschnitt erlebt / bewältigt? Müssen wirklich neue Hobbies o.ä. sein? Oder geht dieser Gemütszustand eventuell sogar von alleine vorbei?

    Würde mich über Austausch freuen!!

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    AW: Hilfe! Tochter (16) wird erwachsen. Wie geht ihr damit um?

    Naja. Wir haben drei, bei der Ersten lief das recht "unbemerkt" ab, weil die zwei Jüngeren da gerade die Grundschule beendet haben, da war noch Trubel genug... Dafür hatten wir es dann quasi "zwei auf einmal", die Jüngsten sind nur 18 Monate auseinander.

    Es hat gedauert, gut ein Jahr, dann gings. Mich auf etwas Anderes zu stürzen, die freien Kapazitäten anders zu nutzen, hat tatsächlich geholfen. Ich musste da wohl erst reinwachsen.

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    AW: Hilfe! Tochter (16) wird erwachsen. Wie geht ihr damit um?

    Vielen Dank für deine Rückmeldung! Ging es denn bei dir auch bereits los, als die Kinder noch in der Teenager-Phase waren, oder erst als es um ihren Auszug ging?

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    AW: Hilfe! Tochter (16) wird erwachsen. Wie geht ihr damit um?

    Zitat Zitat von AlexaHeike Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für deine Rückmeldung! Ging es denn bei dir auch bereits los, als die Kinder noch in der Teenager-Phase waren, oder erst als es um ihren Auszug ging?
    man muss unbedingt loslassen in der teenagerphase.

    deine tochter scheint doch gut klarzukommen, was gibt es aktuell denn groß zu stützen? hat sie keine freundinnen?

    lass sie machen und leb dein eigenes leben. wenn du da eine lücke hast und was aufbauen musst, ist das normal, würde ich sagen, aber auch unumgänglich.

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    AW: Hilfe! Tochter (16) wird erwachsen. Wie geht ihr damit um?

    Ich sehe es wie ambiva2. Pubertät ist die Zeit der Ablösung von den Eltern und wenn Deine Tochter Unterstützung benötigt, wird sie das schon zeigen. Es scheint mir eher so zu sein, dass Du ein Problem damit hast, dass Dein kleines Mädchen Dich jetzt gerade nicht mehr so braucht. Es kommen auch wieder andere Zeiten, glaub mir :)

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    AW: Hilfe! Tochter (16) wird erwachsen. Wie geht ihr damit um?

    Ich habe keine Ahnung, wie es ist, wenn Pubertät und Wechseljahre aufeinander treffen. Ich hatte meine Tochter mit 19 bekommen.
    In der Zeit ihrer Pubertät waren wir beste Freundinnen. Sind zusammen weggefahren, Wellness, shoppen, waren später auch zusammen tanzen.
    So genau weiß ich nicht, was Dir so zu schaffen machst. Dass Deine kleine nun bald erwachsen ist?
    Oder Hitzewallungen bei Dir und ruhig bleiben dabei?

    Ich finde, dass es sich eigentlich gar nicht schlecht anhört bei Euch beiden.
    In Gespräch bleiben, mehr ist in Coronazeitenm wohl kaum drin? Zusammen spazieren gehen? Zusammen Filme aussuchen und bequatschen?

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    AW: Hilfe! Tochter (16) wird erwachsen. Wie geht ihr damit um?

    Was mir so zu schaffen gemacht hat war das "Mutter ausser Dienst" sein :)

    Die Wechseljahre machen mir generell wenig Probleme. Lästig, aber ertragbar. Damit hat es wohl weniger zu tun...

    Es war eher diese Art Leere und "nicht mehr gebraucht sein". Das hat gut ein Jahr gedauert, bis ich wieder "im Gleis" war.

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    AW: Hilfe! Tochter (16) wird erwachsen. Wie geht ihr damit um?

    Ich habe als Maßstab meine Eltern angesetzt. Alles, was ich damals als Verbot doof fand, hab ich eher erlaubt ;-)

    Meine Tochter ist allerdings auch keine typische Vertreterin, sie (inzwischen bald 20) definiert sich selbst als asexuell (und ich kann mir gut vorstellen, dass sie damit recht hat), insofern hatte ich das Thema Jungs/Parties hier nicht wirklich. Da sie zudem ziemlich für sich ist, hatte/habe ich eher den Part, sie aus dem Haus zu kriegen, habe Parties organisiert, sie auf die Füße gestellt und Flügel drangemacht. Sie wohnt noch daheim (auch eine Geldfrage), aber sie macht schon richtig viel allein.

    Demarkationslinie war der 18. Geburtstag, bis dahin hatte ich mir vorgenommen, möglichst viel Eigenständigkeit zu trainieren (Haushalt, Bank, Reisen), was bei ihr speziell recht schwierig war. Ab 18 haben wir gesagt, sie übt jetzt das Erwachsensein, und mittlerweile macht sie vieles, das mit 16 noch "wääääää mag nicht mach Du" war, selbstverständlich allein.

    Ich würde unbedingt mehr erlauben als verbieten, denn gerade mit 16 kannst Du sie viel ausprobieren lassen, was Du selbst doof findest, aber ohne richtigen Grund. Meine läuft seither mit blauen Haaren herum. Inzwischen sogar im Job, hat sie selbst mit der Chefin abgesprochen (das hätte sie mit 16 mich machen lassen, garantiert). Oder Mode.

    Sei froh, dass Deine Tochter ihren Freund mitbringt. Ich war immer woanders, weil meine Eltern das verboten hatten...

    Dein Kind braucht jetzt Flügel, keine Stütze. Mir hat geholfen, mich in ihre Welt ein bisschen einzufinden, wir schauen z.B. Tiktok-Blödsinn zusammen an. Seit Corona führe ich jeden Monat ein neues Jugendwort in meinen Sprachgebrauch ein. Also von diesen Listen. Meine Kinder (ja, ich hab zwei, das macht es sicher leichter) finden es peinlich. Gut so! Yolo!

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    AW: Hilfe! Tochter (16) wird erwachsen. Wie geht ihr damit um?

    Zitat Zitat von AlexaHeike Beitrag anzeigen
    ...Was mich daran auch fertig macht, ist die Sorge, meinem Kind nicht die Stütze zu sein, die es jetzt in dieser neuen und nicht immer einfachen Zeit braucht...
    Meine Erfahrung mit pubertierenden Töchtern ist, dass man in der Zeit nicht Stütze sein kann, sondern nur Sicherheitsnetz. Ansonsten kann ich die Zeiten nur damit vergleichen, dass einem nichts anderes übrig bleibt als abzuwarten und darauf zu hoffen, ob die mit viel Anstrengung über Jahre gelegte Saat dann nach überstandenen Stürmen, Regengüssen oder Trockenzeiten tatsächlich zu einer starken Pflanze wird.

    Ansonsten bleibt nur laufen lassen und für sich Grenzen ziehen, was man aushalten kann und was nicht mehr. Meine Empfehlung ist im eigenen Interesse eher locker lassen, sonst kommt man aus den Kämpfen nicht heraus. Fiel mir aber vielleicht auch leichter, weil ich selbst eine eher wilde Pubertät mit ausprobieren, was geht, durchlebt habe, in der ich aber trotzdem gewisse Vorsicht walten ließ, über manche Punkte bin ich auch dann nicht hinausgegangen. Und das habe ich meinen Töchtern auch zugetraut. Mein Mann war derjenige, der tausend Ängste durchlebte, ich war eher die, die sagte, die machen das schon.

    Ich habe es so kennengelernt, dass in der Zeit von den Jugendlichen alles, was mit den Eltern zu tun hat, in Frage gestellt wird, Werte, Verhalten, Ziele, Äußeres uvm. Was ja für die Entwicklung des KIndes wichtig ist, aber für einen selbst als Vater und Mutter extrem anstrengend und unangehm. Wer lässt schon gern von Grund auf an der eigenen Persönlichkeit rütteln. Da kann ich empfehlen, sich selbst in anderen Bereichen Erfolge zu verschaffen und Bestätigung zu holen, von den Kindern wird man das eine Zeitlang kaum bekommen. Ansonsten hat mir geholfen, dass meine berufliche Karriere da gerade nochmal einen großen Sprung machte. Wenn das nicht gegeben ist, dann sind Hobbys mit Außenkontakten vielleicht wirklich eine gute Alternative. Mein Mann und ich sind auch gern mal über's Wochenende "geflohen", was, glaube ich, allen Beteiligten ganz gut getan hat.

    Bei meiner Jüngsten fielen meine Wechseljahre und die Pubertät auch zusammen. Die besondere Herausforderung war da wohl, dass ich parallel das Bedürfnis bekam, mein Frausein nochmal so richtig zu spüren und auszuleben. Ich habe verstärkt auf mein Aussehen geachtet, viel geflirtet, war irgendwie verstärkt sexualisiert unterwegs. Das war für meine Tochter dann wohl nochmal extra schwierig. Die noch unsichere Sexualität einer Pubertierenden stand in Konkurrenz mit einer sehr selbstbewusst gelebten im Zenit, würde ich meinen. Zum Glück gab es bei uns ältere Schwestern als weitere Orientierungshilfen. Ich wüsste aber auch im Nachhinein nicht, wie das besser hinzubekommen gewesen wäre. Tochter und Mutter waren hormonell in Umbruchphasen.

    Die härtesten Phasen dauerten bei meinen Kids jeweils ca. ein bis eineinhalb Jahre, dann kamen da auf einmal nach und nach vernünftige, freundliche, nahezu erwachsene Menschen zum Vorschein. Allerdings war die Pubertät bei meinen Töchtern etwas früher mit dem Höhepunkt so zwischen 14 und 15, mit 16 waren sie eigentlich schon so gut wie fertig.

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    AW: Hilfe! Tochter (16) wird erwachsen. Wie geht ihr damit um?

    Ach ja, mit 16/17-jährigen Töchtern begann die Zeit, in der man als Eltern nicht mal eben nackt ins Badezimmer gegangen ist, weil einem völlig unbekannte junge Männer auf dem Weg begegnen konnten. Wobei eher die jungen Männer mit Unsicherheit reagierten.
    Am Frühstückstisch erwiesen sich die meisten aber als recht nett und manchmal war man traurig, wenn sie schnell wieder von der Bildfläche verschwanden.

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