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  1. User Info Menu

    AW: Wie gewöhnt man sich an das alleine leben?

    @Antje3

    Ja, ich sehe die Vorteile des Alleinlebens. Dazu gehört definitiv, dass ich einfach meine RUHE HABE, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Das ist Gold wert, ist mir auch erst aufgefallen, als es so war.
    Und ich kann in der Wohnung herumtanzen, ohne dass mir jemand zusieht. Ich kann kochen und essen, was mir schmeckt. Kann mich gehen lassen, kommen und gehen, wann ich will. Viel Me-Time, was mir immer schon ein Bedürfnis war.

    Das Freundinnen-Thema, da bin ich jetzt dabei. Ich muss gestehen, das habe ich in all den Jahren vernachlässigt und entdecke jetzt neu, wie schön es ist, Freundinnen zu haben. Ich habe drei Freundinnen, mit denen ich abwechselnd was unternehme. Wie Du sagst: jede ist für etwas anderes "zuständig".

    Was ich noch üben muss: Selbst aktiv werden. Mehr anrufen, mehr kommunizieren. Ich bin eher der Eigenbrötler, was man mir so nicht ansieht.

    Zwangs-Single-Aktivitäten: brrrr, bitte nicht. Betrifft auch Single-Börsen. Eine Freundin hat sich letztes Jahr bei einer angemeldet, hat aber auch noch keinen Erfolg gehabt. Und in mir sträubt sich alles gegen diese Art der Kontaktaufnahme. Ist vielleicht ein Vorurteil meinerseits, aber ich kann es mir wirklich nicht vorstellen. Was ich allenfalls tun würde, mich dort anzumelden mit der Vorgabe "Freundschaft". Das fände ich akzeptabel. Einen Tanzpartner zu finden z.B., oder jemanden, mit dem man mal was unternimmt.
    Ich möchte den Zauber des ersten Kennenlernens nicht missen, ich könnte das nicht empfinden bei einem "arrangierten Treffen". Dann lieber alleine bleiben.

    Oder? ODER?

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    AW: Wie gewöhnt man sich an das alleine leben?

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    ich glaube auch, dass du mit dir selbst zu ungeduldig bist.

    wieviel jahre hast du im clan, familienverband gelebt- und wieviel zeit hast du jetzt das andere lebensmodell?

    jahre im zweistelligen bereich gegenüber ein paar monaten??
    30 Jahre vs. 8 Monate...

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    AW: Wie gewöhnt man sich an das alleine leben?

    Ich kann dir sagen, Zeit hilft. Du musst dich an diesen neuen "Zustand" ja erst gewöhnen.

    Wenn z. B. wie ich vorher einen 5-Personenhaushalt gelebt, gestritten, geliebt, organisiert, diskutiert und gepflegt hat, dann kann man das von heute auf morgen, auch wenn man es selbst so wollte, nicht ablegen.

    Die plötzliche Ruhe war manchmal komisch. Sie vermischte sich aber über die Freude der Entscheidung.

    Ich denke, dass die Freude sich immer wieder mit der Traurigkeit über die veränderte Situation (wie ein Entzug) vermischen wird.

    Doch nach einer Zeit wirst du es schätzen lernen und dein Reich als erholsamen Rückzugsort genießen können. Deine potentielle neue Liebe darf dieses Reich besuchen, jedoch bist du auch froh, dass er dies immer wieder (in sein Reich) verlässt. Dieser Zustand ist für mich der am idealsten gelebte Zustand geworden.
    Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -

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    AW: Wie gewöhnt man sich an das alleine leben?

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
    Ich kann dir sagen, Zeit hilft. Du musst dich an diesen neuen "Zustand" ja erst gewöhnen.

    Wenn z. B. wie ich vorher einen 5-Personenhaushalt gelebt, gestritten, geliebt, organisiert, diskutiert und gepflegt hat, dann kann man das von heute auf morgen, auch wenn man es selbst so wollte, nicht ablegen.

    Die plötzliche Ruhe war manchmal komisch. Sie vermischte sich aber über die Freude der Entscheidung.

    Ich denke, dass die Freude sich immer wieder mit der Traurigkeit über die veränderte Situation (wie ein Entzug) vermischen wird.

    Doch nach einer Zeit wirst du es schätzen lernen und dein Reich als erholsamen Rückzugsort genießen können. Deine potentielle neue Liebe darf dieses Reich besuchen, jedoch bist du auch froh, dass er dies immer wieder (in sein Reich) verlässt. Dieser Zustand ist für mich der am idealsten gelebte Zustand geworden.

    Ja, die Gewohnheit fehlt vermutlich noch.
    Was mich allerdings so wundert: ich hätte nie gedacht, dass mich das so "erwischen" würde. Ich hatte eine ganze Zeitlang echte Schlafstörungen, in mir kamen Bilder hoch, ich sah mich alt und einsam und verlassen in einem grauen Zimmer sitzen. Ich überspitze das mal bewusst, denn die nächtlichen Grübeleien sind da ganz schlimm und gaukeln die dümmsten Bilder vor.

    Das überkommt mich ganz plötzlich. Gerade eben bin ich noch ganz guter Dinge, plötzlich ist es wieder da, das Einsamkeitsmonster, so aus dem Nichts. Ich frage mich dann, ob es überhaupt jeman merken würde (außer meiner Chefin in der Arbeit), wenn ich morgens nicht mehr aufstehe und einfach liegenbleibe.

    Ich glaube, in all diese Gefühle mischt sich auch die Trauer um die allmählich verlorene Jugend. Das klingt komisch, aber natürlich merke ich auch an mir, dass die Zeit ihre Spuren hinterlässt. Ich bin sportlich und mag meine Figur, das ist nicht der Punkt, aber die ersten Zipperlein stellen sich ein, es geht nicht mehr alles so problemlos und selbstverständlich, ich muss mehr tun dafür, dass ich mich schön finde, usw. usf.

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    AW: Wie gewöhnt man sich an das alleine leben?

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
    Doch nach einer Zeit wirst du es schätzen lernen und dein Reich als erholsamen Rückzugsort genießen können. Deine potentielle neue Liebe darf dieses Reich besuchen, jedoch bist du auch froh, dass er dies immer wieder (in sein Reich) verlässt. Dieser Zustand ist für mich der am idealsten gelebte Zustand geworden.
    Ja, das glaube ich, dass dieser Zustand gut ist . Ich kann das auch schon jetzt fühlen, nicht nur bezogen auf einen neuen Partner.

    Ich hoffe nur, dass ich irgendwann nicht so eigenbrötlerisch werde, dass ich nicht mehr partnerschaftskompatibel bin...

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    AW: Wie gewöhnt man sich an das alleine leben?

    du rekapitulierst, ziehst bilanz und trauerst.

    nenne ich völlig normales verhalten um dann wieder, in einem zeitlichen abstand, wieder den kopf und die arme frei zu haben für dein neues leben.



    -was für die raupe das ende ist- ist für den schmetterling der beginn-
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Wie gewöhnt man sich an das alleine leben?

    @brighid

    Danke, das tut mir gut, das zu hören.

    Vielleicht denke ich nur, dass das nicht "normal" ist, weil ich so noch nie gefühlt habe. Noch nie in meinem Leben hatte ich - trotz auch schwieriger (Beziehungs-)zeiten - das Gefühl, dass da nichts mehr kommt. Wieso jetzt?
    Ist wohl den Umständen geschuldet, dass jetzt alles knüppeldick über mich kommt, im Dutzend, sozusagen.

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    AW: Wie gewöhnt man sich an das alleine leben?

    so jetzt noch einen kalender spruch für dich:

    wenn du am grass ziehst- wächst es auch nicht schneller.


    es braucht seine zeit- du schreibst selbst 30 jahre gegenüber 8 monaten.


    in anderen bildern gesagt: ein ganzes leben, eine generation gegen eine schwangerschaft. (grob gerechnet)
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Wie gewöhnt man sich an das alleine leben?

    Zitat Zitat von Sonnengoldgelb Beitrag anzeigen
    Tja, diese Art Fragen... damit kann ich immer wenig anfangen. Wer bin ich? Könntest Du das so frei von der Leber weg beantworten? Also ich nicht. Ich kann vielleicht sagen: "Ich bin die Summe meiner Erfahrungen", "ich bin eher Einzelgänger" usw. und auch zu sagen, wie ich sein möchte... Kann ich machen. Aber mir erschließt sich der Sinn nicht. Ich glaube nicht, dass irgendwo in mir Stellschrauben sind und dass ich nur intensiv genug daran drehen muss, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

    Aber ich weiß natürlich, wie Du das meinst. Ich habe den Fokus sehr auf mich gelegt, seit letztem Jahr, seit der Trennung. Das ist auch gut so.
    Zitat von mir gekürzt


    Mit "Wer bist du?" meinte ich: Wer bist du in deiner neuen Rolle? Jahrelang warst du Mutter, Erzieherin, Lebensgefährtin von ... Wie beschreibst du deine Rolle in deiner neuen Lebenssituation?

    Es geht mir nicht um Stellschrauben, an denen du drehen sollst. Es geht darum, in deine neue Lebensphase, auch ins Altern, hineinzuwachsen. Das kann nicht "frei von der Leber" weg geschehen und auch nicht mit ein paar Kniffen und Tricks, das ist ein längerer Prozess.

    Und ich glaube sogar, dieser Prozess ist die Voraussetzung dafür, irgendwann offen auf jemanden zugehen zu können, mit dem du leben willst. Weil du dich diesem Menschen dann - ich greife mal brighids Bild auf - nicht mehr als Raupe zeigst, sondern als Schmetterling.

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    AW: Wie gewöhnt man sich an das alleine leben?

    Du musst Dir auch klar machen: du wirst nicht jeden Tag eitel Sonnenschein haben, aber auch nicht Trübsal.

    In der Ehe und im großen Haushalt gibt es ja auch gute Tage und schlechte.

    Allein leben ist nicht besser, es ist anders. Mit Höhen und Tiefen. Hoffentlich mit mehr Höhen und hoffentlich besser als in der Ehe, die nichts mehr war.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

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