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    AW: Woanders zum Ruhestand ein neues Leben aufbauen - Eure Erfahrungen?

    Ich überlege mir auch, im Alter aus dem teuren Süden wegzuziehen. Es sind ja nicht nur die Immobilien/Mieten so teuer, sondern sämtliche Dienstleistungen, Handwerker z.B.

    Wovor ich Angst habe und an dem Vorhaben zweifle, ist das soziale Umfeld. Kann man sich mit 60 das nochmal neu aufbauen, was über Jahre gewachsen ist? Ich denke eher nein.

    Und gerade wenn man älter wird und auch körperlich nicht mehr so fit ist, vielleicht auch trübsinnig wird, braucht man doch Freunde und Bekannte dringend.

    Meine Befürchtung wäre, alleine in einer mangelhaften Mietwohnung zu sitzen und zu vereinsamen.

    Braucht man das Geld, das man an Miete spart, überhaupt noch?
    Too blessed to be stressed

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    AW: Woanders zum Ruhestand ein neues Leben aufbauen - Eure Erfahrungen?

    Zitat Zitat von Mendo Beitrag anzeigen

    Braucht man das Geld, das man an Miete spart, überhaupt noch?
    Mit Sicherheit!
    Du wirst irgendwann mehr Dienstleistungen brauchen als jetzt. Weil Du es möglicherweise körperlich es nicht mehr schaffst, mit dem Technikwandel nicht mehr klar kommst oder Hilfsmittel benötigst.

    Und wenn Du verreist brauchst Du viel mehr Komfort.

    Und zu der drohenden Einsamkeit. Alle Kirchengemeinden und alle Wohlfahrtsverbände haben unzählige Einrichtungen für Seniorentreffen. Freunde sterben vielleicht vor einem. Ich bin inzwischen so alt, dass von den ehemaligen Schulfreunden ich der einzig Überlebende bin.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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    AW: Woanders zum Ruhestand ein neues Leben aufbauen - Eure Erfahrungen?

    Ich stelle mir das gar nicht so einfach vor. Wenn es irgendwo schön ist, heißt das auch automatisch viel Tourismus in bestimmten Zeiten und das kann einen ordentlich nerven. Zumal dann oft die Mieten auch nicht sehr günstig sind - wenn man überhaupt was bekommt, es werden ja einige Wohnungen lieber über AirBnB vermietet. Weil lukrativer.

    Ich würde aber noch die Eifel in den Pool der Möglichkeiten werfen wollen. Da gibt’s je nach nachdem viel Wasser und Natur und einigermaßen gute Anbindung an große Städte mit Infrastruktur. Da, wo es sehr günstig ist, allerdings auch nicht.

    Warum die Erde rund und auf keinen Fall flach ist?
    Wenn sie flach wäre, hatten Katzen schon längst alles runter geschubst.
    .

  4. Moderation

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    AW: Woanders zum Ruhestand ein neues Leben aufbauen - Eure Erfahrungen?

    Meine Eltern sind mit etwa 60 in ein komplett neues Umfeld gezogen und es gefällt ihnen gut.
    Bei ihnen war die Motivation u.a. dass sie an Wohnort wegen häufiger mehrmonativer beruflicher Abwesenheiten sowieso nicht so viele Kontakte hatten und sie haben über verschiedene Aktivitäten (und Glück gehört auch immer dazu) neue Bekanntschaften geschlossen und fühlen sich im neuen Umfeld sehr wohl.
    Hauptmotivation für den Ort selbst war, dass ich hier wohne und sie es klug fanden, nicht so weit weg vom einzigen Kind zu sein.


    Ich denke du solltest dir erst mal überlegen, was du für die restlichen vielleicht vierzig Jahres deines Lebens willst und was du brauchst.
    Und auch was aktuell dein Leben schön und angenehm macht und was weniger angenehm.

    Worauf ich achten würde

    - vernünftig ausgebauter ÖPNV (du kannst eventuell nicht immer Auto fahren, darauf solltest du nicht angewiesen sein)
    - ausreichend Infrastruktur hinsichtlich Einkaufen und Ärzte
    - die Art von Kultur, die dir gefällt
    - Landschaft, die dir gefällt
    - Menschenschlag, mit dem du gut auskommst (also zB eher geselliges Rheinland oder wortkarger Norden - ja es sind Klischees, aber es ist was dran)

    Ich würde eher nicht aufs platte Land ziehen, sondern in eine Stadt mit nicht weniger als rd. 50.000 Menschen.


    Und wenn du ungefähr weißt, was du willst würde ich dort hinreisen und zwar vornehmlich im späten Herbst, Winter und frühen Frühjahr und mir ansehen, wie es mir da gefällt. Weil die meisten Gegenden haben es von April bis September leichter zu gefallen als von Oktober bis März. Aber wenn du dorthin ziehen willst, wirst du da auch den vielleicht grauen Winter verbringen, dann nützt es dir nix, wenn es da im Sommer schön ist.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Woanders zum Ruhestand ein neues Leben aufbauen - Eure Erfahrungen?

    Du schreibst in deinem Eingangspost gar nichts über deine soziales Umfeld. Wie viele gute Bekannte hast du? Wie viele enge Freunde? Wie wichtig sind sie für dich? Wie oft willst du sie "einfach mal so" sehen?

    Das wäre für mich ein wichtiger Aspekt. Ich bin gesellig, schließe leicht Bekanntschaften, aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass echte Freundschaften wachsen müssen. Und das dauert seine Zeit.
    Hast du Kinder, Enkel, Neffen, Nichten, die mit dir in engem Kontakt stehen? Was würden die zu einem neuen Lebensmittelpunkt sagen? Zwischen "mal schnell auf einen Kaffee vorbeischauen" und "mach noch mal den Tank voll, damit wir ohne Stopp bis zu Tante RoteBete kommen... " ist ja auch ein Unterschied.

    Wie hier schon erwähnt: Die billigen Wohngegenden sind oft leider auch die strukturschwachen Regionen. Obwohl sich da einiges tut. Zumindest bei uns in Oberfranken. Wenn Lesen, lange Spaziergänge, eine intakte Natur und ein dörfliches/kleinstädtisches Umfeld dir genügen, bist du dort sicher am richtigen - und preiswerten - Platz. Und es ist beileibe nicht so, dass hier nichts los wäre!

    Aber wenn dir regelmäßige Theater- und Opernbesuche wichtig sind, wenn du einen sehr eng getakteten ÖPNV möchtest und einen Unverpackt-Laden oder ein veganes Restaurant um die Ecke... dann wirst du wohl er im urbanen Umfeld fündig.

    Ich habe hier bei uns allerdings auch die Beobachtung gemacht, dass es immer wieder Grüppchen von älteren Frauen gibt (so um die 70 und darüber - die allerdings meist nicht so aussehen), die sich zusammentun für Unternehmungen. Also z.B. mit der Bahn in die nächste größere Stadt ins Theater fahren, gemeinsam alles an kleinen Vernissagen, Konzerten usw. abklappern. Denen geht es gut.

    Für mich persönlich wäre die Landschaft schon wichtig. Ich komme aus dem Mittelgebirge. Ich liege sowohl das Hochgebirge (aus den Zeiten, in denen mein Knie noch mit mir bergwandern ging), aber auch die Küste. Dass ich im Hochgebirge nicht dauerhaft leben möchte, weiß ich. An der See.... ich müsste mal länger dort sein.

    Liefere uns doch ein paar solcher Eckpunkte. Dann können wir dir gezielter raten.

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    AW: Woanders zum Ruhestand ein neues Leben aufbauen - Eure Erfahrungen?

    Ich ahne, da kommt nix mehr von der TE.
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Woanders zum Ruhestand ein neues Leben aufbauen - Eure Erfahrungen?

    Ich ahne mit und ärgere mich.

    Warum die Erde rund und auf keinen Fall flach ist?
    Wenn sie flach wäre, hatten Katzen schon längst alles runter geschubst.
    .

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    AW: Woanders zum Ruhestand ein neues Leben aufbauen - Eure Erfahrungen?

    es ist ja keiner auf die eigentliche frage (= erfahrungen) eingegangen,statt dessen werden der te hier themen und ratschläge aufgedrängt, da würde ich mir auch überlegen ob ich mich drauf einlassen wollte...

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    AW: Woanders zum Ruhestand ein neues Leben aufbauen - Eure Erfahrungen?

    Zitat Zitat von ambiva2 Beitrag anzeigen
    es ist ja keiner auf die eigentliche frage (= erfahrungen) eingegangen,statt dessen werden der te hier themen und ratschläge aufgedrängt, da würde ich mir auch überlegen ob ich mich drauf einlassen wollte...
    Okay, dann Butter bei die Fische.
    Gemeinsam mit meinen damals jüngeren Kindern habe ich nach unserer Ausreise für knapp 5 Jahre in Niedersachsen gelebt, ohne Familienanschluss und Freundeskreis. Aus Bekanntschaften wurden Freundschaften, die nach 30 Jahren noch immer bestehen - trotz Entfernung.
    Von Niedersachsen sind wir gemeinsam zum Bodensee gezogen, mein/unser Neustart, ich war 38 Jahre, ohne Familienanschluss und Freundeskreis.
    Nach Aussagen meiner Söhne die beste Entscheidung, die ich für uns treffen konnte. Freundschaften und gute Bekanntschaften sind im Laufe der Jahre entstanden.

    Vor 11 Jahren bin ich sowohl aus privaten als auch beruflichen Gründen nach München gezogen, die Entscheidung habe ich keinen Tag bereut.

    Ich habe mich in der Entscheidungsphase damit auseinander gesetzt, ob ich unabhängig von der damaligen Partnerschaft allein zurecht käme bzw. ob ich das will.
    Berufliche Turbulenzen waren inclusive, doch war ich nicht zuletzt durch den Crash des neuen Marktes nach der Jahrtausendwende sturmerprobt.
    Aus der Partnerschaft ist eine tiefe Freundschaft geworden. In einer eigenen Wohnung gelebt habe ich von Beginn an.

    Ich bin momentan in der Erprobungsphase, seit Mai in Rente mit beruflicher Selbstständigkeit, reduziert auf zwei Tage pro Woche, und fühle mich wohl.
    Wie an allen Stationen meines Lebens habe ich mir meinen Freundes- und Bekanntenkreis hier vor Ort allmählich aufgebaut, auch über die Bri.

    Mein Freundes- und Bekanntenkreis ist über D, F und UK gut verteilt und keine Einbahnstraße.

    Wenn ich, aus welchen Gründen auch immer, hier allein nicht mehr zurechtkomme, muss ich sehen, wie sich die Preisentwicklung am Bodensee
    und/oder Hinterland gestaltet.
    Geändert von Sariana (26.07.2020 um 19:25 Uhr) Grund: habe ein n gekauft
    Liebe ist nicht weil ... sondern trotz und obwohl.
    (Gabriele Krone-Schmalz)

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    AW: Woanders zum Ruhestand ein neues Leben aufbauen - Eure Erfahrungen?

    Bei uns stand die Überlegung zum Umzug in eine Großstadt vor etwa 5 Jahren an. Grund war unser jüngster Sohn lebte dort in einer schönen Siedlung und er hatte inzwischen drei kleine Kinder, in die meine Frau vernarrt ist. Zu dem Zeitpunkt wurde dort auch ein schickes kleines Häuschen angeboten, das sollte etwa 400.000 € kosten.

    Wir haben mit unserer Bank gesprochen, die gerne unser altes Haus in einer Kleinstadt zum Verkauf übernommen hätte und uns einen neuen Kredit anbot. Nur ich war zu dem Zeitpunkt schon über 70, da könnten wir nur einen Kredit erhalten, wenn wir eine neue Lebensversicherung in Höhe der Kreditsumme abschlössen. Risiko für die Versicherung hoch und dementsprechend die Beiträge gigantisch. Das war das Ende des Gedankens.

    Zum Glück! Denn vor 1 Jahr ist unser Sohn nach Süddeutschland versetzt worden. Das gerade erst erworbene Haus ließ sich sehr gut verkaufen und sie haben vor Ort ein vergleichbar gutes kaufen können. Und wo säßen wir?
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

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