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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von kraftwerk Beitrag anzeigen
    Meinen Kindern rate ich immer, weit weg zu ziehen, damit es sie nicht überrollt.
    Das hat doch nichts mit der räumlichen Entfernung zu tun, ob und welche Verantwortlichkeiten man übernehmen möchte.

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von FrauKeks Beitrag anzeigen
    Das hat doch nichts mit der räumlichen Entfernung zu tun, ob und welche Verantwortlichkeiten man übernehmen möchte.
    Aus meiner Erfahrung schon. Distanz bedeutet ja nicht nur die Kilometerzahl sondern auch das Lebensumfeld.
    „In der Kreide stehen„ bedeutet, jemandem oder vielen etwas zu schulden. Für die Gedanken, Inspirationen und situative Stärke stehe ich bei vielen in der Kreide. Ohne sie wäre ich nur die Hälfte.

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von kraftwerk Beitrag anzeigen
    Demenz in der Großstadt ist wirklich eine Herausforderung, wenn die demente Person noch im eigenen Haushalt lebt. Ein bezahlbares (und gutes) Pflegeheim zu finden auch.

    Das hört sich nett an, praktisch war niemand da, der Teile der Verantwortung ad hoc hätte übernehmen können.
    Demenz kommt nicht über Nacht.

    Versteh es bitte nicht als Vorwurf, aber Du hast kostbare Zeit verstreichen lassen.

    Amtsgerichte stehen für Betreuungsangelegenheiten sofort zur Verfügung. Da hätte man auch beizeiten schon einiges klären können. In Zusammenarbeit mit dem dann bestellten Betreuer hätte vieles für Euch in die Wege geleitet werden können.
    Geändert von Chambord (17.06.2020 um 10:33 Uhr)

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Demenz kommt nicht über Nacht.

    Versteh es bitte nicht als Vorwurf, aber Du hast kostbare Zeit verstreichen lassen.
    Ich kenne niemanden, der nicht Zeit hat verstreichen lassen. Demenz (und in meinem Fall die Alzheimer-Variante) entfaltet ihre zerstörerische Kraft erst mit der Zeit. Und eines halte ich nach wie vor für das Wichtigste: Der freie Wille der erkrankten Person, der solange gilt, wie die Person noch eigenständig handeln kann. Danach ist es häufig schon spät.

    Ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen, dass du für ein Elternteil von dir die Entmündigung beantragt hättest.

    Ist wie mit der Corona-Diskussion, ob man Alte/Gefährdete nicht besser wegsteckt, damit die Jungen/Gesunden ihr Leben wie gehabt fortführen können. Die Diskussion muss jede*r mit sich selbst führen.

    Amtsgerichte stehen für Betreuungsangelegenheiten sofort zur Verfügung. Da hätte man auch beizeiten schon einiges klären können. In Zusammenarbeit mit dem dann bestellten Betreuer hätte vieles für Euch in die Wege geleitet werden können.
    Diese Szene kennst du, oder? Absolut indiskutabel.

    Der Mittelweg ist schwierig, und auf der letzten Meile der Alten besonders.
    „In der Kreide stehen„ bedeutet, jemandem oder vielen etwas zu schulden. Für die Gedanken, Inspirationen und situative Stärke stehe ich bei vielen in der Kreide. Ohne sie wäre ich nur die Hälfte.

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von kraftwerk Beitrag anzeigen
    Ich kenne niemanden, der nicht Zeit hat verstreichen lassen. Demenz (und in meinem Fall die Alzheimer-Variante) entfaltet ihre zerstörerische Kraft erst mit der Zeit.
    Ja, gerade deswegen, weil der Prozess schleichend ist, ist es schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen, wann was unternommen werden muss.
    Und eines halte ich nach wie vor für das Wichtigste: Der freie Wille der erkrankten Person, der solange gilt, wie die Person noch eigenständig handeln kann. Danach ist es häufig schon spät.
    Das ist wichtig, aber genauso wichtig sind die Auswirkungen dieser Konstellation auf den Rest der Welt. Die gilt es auch zu bedenken.

    Ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen, dass du für ein Elternteil von dir die Entmündigung beantragt hättest.
    Es gibt die Entmündigung im Sinne wie man es früher kannte , nicht mehr.
    Es gibt Betreuung mit diversen Aufgabenkreisen. So kann ein Betreuer z.B. den Aufgabenkreis "Post öffnen" haben oder "Vermögenssorge", und der Rest, wie z.B. "Gesundheitssorge", "Vertretung gegenüber Behörden" etc. hat der alte Mensch weiterhin.

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Amtsgerichte stehen für Betreuungsangelegenheiten sofort zur Verfügung. Da hätte man auch beizeiten schon einiges klären können. In Zusammenarbeit mit dem dann bestellten Betreuer hätte vieles für Euch in die Wege geleitet werden können.
    Ich habe das Thema "gesetzlicher Betreuer" für den Verkauf eines Hauses durch. Ich kann von Glück reden, dass der ganze Akt in 1,5 Jahren durchexerziert wurde und die Käufer nicht zwischendurch weggerannt sind.
    Insofern: klar ist das Betreuungsgericht der richtige Ansprechpartner. "Sofort" ist dabei aber relativ.


    Zitat Zitat von FrauKeks Beitrag anzeigen
    Das hat doch nichts mit der räumlichen Entfernung zu tun, ob und welche Verantwortlichkeiten man übernehmen möchte.
    Naja, wenn man eh schon ein schlechtes GEwissen hat, ist es einfacher, vor sich selbst eine gewisse Abgrenzung zu "rechtfertigen", wenn man sagen kann "ich sehe es nicht ein, 2 h hinzufahren und 2h zurück, nur weil Vater/Mutter will, dass ich die Glühbirne tausche im Kartoffelkeller", als wenn man ja mal eben schnell in 5 Minuten hinfahren könnte.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von kraftwerk Beitrag anzeigen
    Ich kenne niemanden, der nicht Zeit hat verstreichen lassen. Demenz (und in meinem Fall die Alzheimer-Variante) entfaltet ihre zerstörerische Kraft erst mit der Zeit. Und eines halte ich nach wie vor für das Wichtigste: Der freie Wille der erkrankten Person, der solange gilt, wie die Person noch eigenständig handeln kann. Danach ist es häufig schon spät.

    Ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen, dass du für ein Elternteil von dir die Entmündigung beantragt hättest.
    Es gibt aber auch Ärzte, die die Krankheit diagnostizieren und wenn (noch) Zeit ist, muss mit dem Betroffenen geklärt werden, was jetzt veranlasst werden muss.

    Nein, ich rede hier nicht von Entmündigung, sondern von Hilfe(n). Nicht nur für den Erkrankten, sondern auch und gerade für den Pflegenden!

    In die Entscheidungen kann der Betroffene - je nach vorhandenen geistigen Fähigkeiten - mit einbezogen werden.

    Ich sprach nicht davon, über den Kopf hinweg irgendwas zu veranlassen.

    Ja, ich kenne die "Szene". Und ich kenne Betreuer, die ihre Sache sehr sehr ernst nehmen!

    Aber gut, die Diskussion muss jede/r mit sich selbst führen.

    Eines habe ich zumindest aus diesem Strang mitgenommen: Pflegende, die äußern, am Rand ihrer Kräfte zu sein, die ihr eigenes Leben aufgesteckt haben oder kurz davor sind, es zu tun, brauchen keine Hilfe, denn sie wollen wirklich keine.

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Pflegende, die äußern, am Rand ihrer Kräfte zu sein, die ihr eigenes Leben aufgesteckt haben oder kurz davor sind, es zu tun, brauchen keine Hilfe, denn sie wollen wirklich keine.
    Setze ein "manche" vor diesen Satz und ich stimme zu.
    Wobei ich mir bei 555nase da nicht so sicher bin.
    "Never take things personally. [...] Always give the benefit of doubt, until evidence to the contrary. Never assume malice. We are all going through things and you never know the inner battles some of us fight, so it‘s best to check your ego at the door.“

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Setze ein "manche" vor diesen Satz und ich stimme zu.
    Wobei ich mir bei 555nase da nicht so sicher bin.
    Die Prägung über fast 60 Jahre legt niemand innerhalb von 2 Tagen ab.

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Es gibt die Entmündigung im Sinne wie man es früher kannte , nicht mehr.
    Das kann ich so generell nicht im Raum stehen lassen.

    Wer nicht mehr geschäftsfähig ist (z.B. aufgrund Geisteskrankheit) kann gem. dem Betreuungsgesetz in sämtlichen Belangen einen Betreuer zur Seite bekommen. Der Betroffene selbst kann nicht mehr für sich selbst handeln.

    "Entmündigung" als Begriff ist sicherlich im Gesetz gestrichen und durch Betreuung ersetzt, in der Wirkung und Durchsetzung kommt die Betreuung für Geschäftsunfähige der Entmündigung gleich.

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von agathe13 Beitrag anzeigen
    Setze ein "manche" vor diesen Satz und ich stimme zu.
    ... genehmigt .

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