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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    @nase
    Ich darf Dir versichern, dass man sich sehr wohl FREImachen kann und DARF....Auch wenn Gesellschaft (und BRI) immer mal wieder erklären, dass "kein Mensch im Alter allein sein sollte" oder "Wenn er stirbt, wirst Du es bereuen, dass Du Dich nicht gekümmert/gemeldet/ihn versorgt hast"

    Prinzipiell bin ich auch der Meinung, dass man helfen sollte, bei meiner Schwiegermutter musste ich null überlegen. Da war es klar für mich. Damals war der "Hilfejob" auf vier Schultern verteilt...

    Hilfe kann auch sein, Essen auf Rädern zu ordern, Einkaufshilfen zu organisieren u.ä.
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    ach, Nase..ich drück dich mal.
    Hier ähnlich.
    Schwiegermutter, 93, geistig top, seit dem Tod ihres Mannes 2004 alleine in der Wohnung - gegenüber von uns..
    War immer mein Vorbild, clever, attraktiv, kommunikativ, fröhlich..
    Jetzt ein Schatten ihrer selbst...Ich bin ihr Dreh- und Angelpunkt..was sie nicht hindert, einen oft unmöglichen Ton zu haben ...)
    Lehnt fremde Hilfe massiv ab.
    Alles wird zum Problem: Körperpflege, Pflege der Wohnung, wenn ich mal weg will - was ich mir trotzdem gönne.
    Kann sehr fordernd und aggressiv werden - hat 2 Putzfrauen vergrault...
    Habe jetzt beim Pflegedienst angerufen...geht so nicht weiter...

    Tja...

    ...auch Veganer beißen nicht gerne ins Gras..

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Ich sitze hier und könnte heulen!

    Mein Strang ist 1 Jahr alt und ich habe gar nicht mehr an ihn gedacht. Was für ein Zufall, dass er gerade heute wieder mal hochgeholt wurde. Danke, Ruby!

    Es hat sich mit meinem Vater praktisch nix verändert. Obwohl ... doch ... er ist jetzt seit 1 Woche (nach riesigem Zirkus bei sich zu hause) in einem Pflegeheim. Aber das verändert die Sache gerade nur unwesentlich. Ständig ruft er mich an - denkt, dass ich ihn nun täglich besuchen muss ... will immer nachhause ... bringt alles durcheinander, versteht aber immer noch so viel, dass man nichts über seinem Kopf hinweg entscheiden kann ... ist immer, immer negativ und kritisch... !

    Und bei mir?
    Ja, mich hat es dahin gerafft.
    Bin seit 8 Monaten krank, schwere Depressionen, Panikattaken, Angststörungen - habe meinen Job deshalb verloren - nehme Antidepressiva - Therapie läuft schleppend an ... alles Scheixxe! Bin immer noch auf der Abwärtsspirale und wundere mich, wie tief die noch gehen kann.
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Das tut mir sehr leid @555nase!
    Never be afraid, never.

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    555nase, es wird auch für dich wieder bergauf gehen. Daran glaube ich fest, du musst dich jetzt erstmal von dem ganzen mentalen Stress erholen, der dem Umzug ins Heim vorangegangen ist.

    Ich vermute und hoffe natürlich, dass sich dein Vater eingewöhnen wird. Nach eigener Erfahrung mit meiner Mutter, die mich ultimativ aufgefordert hat sie wieder herauszuholen, dauert so ein Anpassungsprozess ca drei Monate. Dann bilden sich neue tägliche Routinen, man kennt dann die Pflegekräfte und es bilden sich Lieblinge heraus. Und, sofern geistig noch klar, sehen es die betagten Leute dann auch ein, dass es so zuhause nicht weitergehen konnte. Ich drücke dir die Daumen, dass es so auch bei deinem Vater läuft. So wie es jetzt ist, bleibt es im Normalfall nicht. Du darfst dir ruhig Hoffnungen auf Entspannung machen. Lass deinen Vater sich erstmal eingewöhnen.

    Und eine Entspannung ist es auf jeden Fall. Dein Vater ist nicht mehr auf dich allein fixiert, wenn etwas mit ihm gesundheitlich ist, wird sich gekümmert. Es ist eine Erleichterung, gerade wenn man viele Jahre der einzige Ansprechpartner und Organisator der Eltern war und quasi ständig in Alarmstimmung war, wenn das Telefon zur unüblichen Zeit geklingelt hat.

    Du darfst jetzt ganz allein auf dich und deine Gesundheit schauen. Ich drücke fest die Daumen, dass bald was von der Erholung bei dir ankommt.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Nase, dein Strang begann vor über einem Jahr.
    Du warst damals schon krank, hattest FAST Panikattacken. Jetzt bist du seit 8 Monaten richtig krank, HAST Panikattacken, weiter oder noch schlimmere Depressionen und dein Vater wird versorgt!!! Wach auf!!! Beantrage eine Reha und zwar schnell.

    Wenn das so weitergeht mit dir liegst du noch vor deinem Vater im Grab.

    Nicht zynisch gemeint. Ist für SEINE Beerdigung schon alles geregelt? Das kommt sonst auch noch auf dich zu, unter Stress. Brauchst du den?

    Wenn du so weitermachst kannst du für dich schon mal alles regeln.

    Mein Mann, ständig angefeindet und beansprucht von meiner Mutter, starb mit Mitte 60. Meine Mutter ist weiterhin quietschfidel. Mein Vater wurde 83, die Mutter meines Mannes starb nach ihrem Sohn mit 92. Nicht jeder wird so alt.

    Mein Mann und ich sind wie selbstverständlich davon ausgegangen, nach einem langen Leben in unseren 80ern oder besser 90ern zu sterben, wegen der Gene und weil Kinder normalerweise nicht vor ihren Eltern sterben.

    Ich bedaure jeden Tag, an dem wir nicht richtig gelebt haben aus Pflichtgefühl.

    Zeit für Reha und Selbstfürge, Nase, der Zeitpunkt ist perfekt.
    27.7.2020

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Vielen Dank für eure lieben Antworten.

    Ja, ich weiß - ich muss auf mich achten. Und das tue ich ja auch. Und meine Familie auch. Mein Bruder hat z.B. angegeben, dass er der 1. telefonische Ansprechpartner für das Heim ist. Das ist genau so lange gut gegangen, bis ich das erste Mal meinen Vater besucht habe. "Ach, die Tochter!?" ... na, die wird doch dann erst mal angerufen, wenn was ist, die hat ja bestimmt viel Zeit für den alten Vater.

    Gestern 2 Anrufe vom Heim - u.a. solle ich unbedingt die Versichertenkarte von meinem Vater abholen und zum Hausarzt bringen ... ist ja nicht so, dass ich den Hausarzt, der auch das Heim betreut, darauf hingewiesen hätte, dass die Karte dort liegt und man das doch bitte vor Ort regelt. Oder werden alle Angehörigen von 100 Bewohnern aktiviert, die Karten dort abzuholen und zum Hausarzt zu bringen!? So was zum Beispiel. Wird selbstverständlich vorausgesetzt. Mein Vater rief mich dann noch 4 x an ... er habe Bauchschmerzen, ich möge ihm helfen. Ja, bitte wie und warum? Dass er dort mal jemanden fragt, auf die Idee ist er nicht gekommen. Außerdem bin ich doch kein Arzt. Der letzte Anruf kam um 22.46 Uhr - glücklicherweise hatte ich mein Handy leise und habe es nicht gehört. Die Nacht habe ich dann nicht mehr geschlafen - seit 2.38 Uhr bin ich wach.

    Ich achte auf mich - ich bin ja schon zum Arzt gegangen und habe mich krank schreiben lassen. Das tut mir auch gut. Jetzt noch meinen Job, das ginge gar nicht - bin unkonzentriert und neige zu grundlosen Weinkrämpfen oder hysterischen Anfällen. Kommt gut im Büro, nee, das geht nicht. Es tut mir gut, nicht mehr los zu müssen ... da habe ich auch weniger Stress mit meinem Reizdarm und den Schmerzen vom Rheuma, da kann ich so machen, wie ich will und wie es mir gerade gut tut.

    Zur Reha werde ich vermutlich sowieso geschickt - das ist normal bei so einer langen Krankheit.

    Ja, dass ich eher in der Kiste liege als mein Vater, daran habe ich auch schon gedacht - mein Bruder auch, der ist genauso fertig wie ich. Verrückt.
    Ich hatte so schön abgenommen - in der Zeit, nachdem meine Mutter gestorben war und es ein kleines ruhiges Zeitfenster gab ... die Kilos sind alle wieder drauf (dank Corona, Antidepressiva und "Scheixx-Egal"-Stimmung sowie Frustfraß). Also ist mein Gewicht jetzt auch schon im deutlich krankhaften Bereich, was Herzinfarkt usw. nicht abwegig macht. Abnehmen fällt schwer, ich bin schon froh, wenn es nicht weiter so rasant steigt.

    Danke für euer Verständnis.
    Mal sehen, was der Tag heute bringt. Am besten, ich stelle alle Telefone und Anrufbeantworter aus und ziehe mir die Decke über den Kopf.
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Ich habe die Beiträge durchgelesen und möchte noch mal sagen, dass solche Hinweise in Richtung "selbst schuld!" mir absolut nichts bringen und eher kontraproduktiv sind.

    Zum einen weiß ich nicht, wer das schreibt - und ob derjenige überhaupt schon mal in so einer Situation war und das entsprechend einschätzen kann.

    Dann bin ich natürlich nicht blöd. Und ich habe oft genug NEIN gesagt. Es ist halt ein Unterschied, wie die anderen darauf reagieren und meine Eltern waren vermutlich immer besonders stur - und irgendwann war das NEIN anstrengender als Erwartungen zu erfüllen. Natürlich ist das nicht richtig - aber man muss den Mittelweg finden. Schließlich will man sich ja auch um die Familie kümmern.

    Ich habe eine Therapie gemacht - aber die war nicht zielführend und hatte auch einen anderen Inhalt. Es ist legitim und sinnvoll, das dann abzubrechen - dafür muss ich mich hier nicht rechtfertigen. Jetzt habe ich wieder eine Therapie begonnen - auf die musste ich 7 Monate warten. Ich hoffe, dass sie mir was bringt ... denn nur ein "Grenzen Sie sich ab und sagen Sie NEIN" trifft nicht den Punkt und ist zu platt. Das Problem ist vielschichtiger.

    Ich habe Unterstützung - mein Mann und mein Bruder versuchen, mich aus der Sache rauszuhalten und vieles zu übernehmen. Ich kann das annehmen. Und ich springe auch nicht sofort, wenn mein Vater anruft und irgendwas will ... aber es ist schon belastend, DASS er ständig anruft.

    Naja, egal.
    Wer ähnliches kennt, wird mich vielleicht ansatzweise verstehen - andere werden es nicht verstehen und sehen die "Lösung" zu einfach.
    Liebe Grüße ... von der Nase ...

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Was würde ich tun?
    Neues Handy, und das alte tagsüber für 2Stunden freischalten, ich wäre nicht permanent erreichbar. Er ist im Heim und für Notfälle sind die dort zuständig, dem Heim die neue Nr nicht mitteilen. Grenze setzen.

    Das Gewicht ist grad zweitrangig, die Antidepressiva tun ihr Teil dazu, dass es oben bleibt.

    LG
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

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    AW: alte Eltern - ich kann nicht mehr!

    Zitat Zitat von RubyaufBesuch Beitrag anzeigen
    Schwiegermutter, 93, geistig top ... Ich bin ihr Dreh- und Angelpunkt....
    @Ruby, darf ich fragen, in wie weit sich Dein Mann als Sohn in die Betreuung einbringt?


    Zitat Zitat von 555nase Beitrag anzeigen
    Zur Reha werde ich vermutlich sowieso geschickt -
    Reha fände ich auch ganz ganz wichtig - aber ich würde nicht inaktiv warten, bis ich *geschickt* werde.
    Hat Dein Hausarzt denn schon einen Antrag (mit dem Hinweis auf Dringlichkeit) gestellt?

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