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    smile AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Vielen Dank an euch allen, die bis jetzt geantwortet habt.
    Eure vielfältigen Geschichten und Kommentare sind für mich (und offensichtlich auch vielen anderen) sehr inspirierend und lehrreich.

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von Ela_Linn Beitrag anzeigen
    Ja, das mit den hinderlichen Glaubenssätzen kenne ich gut. Ich frage mich, wie man solchen auf die Schliche kommen kann, dessen man sich garnicht bewusst ist und die dich somit unterbewusst sabotieren? Hat jemand eine Idee?
    Glaubenssätze - falsche Glaubenssätze - sind Ge- bzw. Verbote, Ermahnungen und vermeintlich wahre Feststellungen, die dir schon ganz früh in deiner Kindheit von deinen engsten Bezugspersonen eingeimpft wurden.

    Du hast sie als Kind mangels eigener Erfahrung als Wahrheit hingenommen.

    Im Erwachsenenalter merkst du dann nach und nach, dass da im Bauch was in dir nagt und zieht und Grummeln erzeugt.

    Vielleicht hast du immer wieder mit den gleichen Themen ein Problem und ziehst immer wieder den gleichen Typ Mensch an.

    Da wäre es dann gut, in sich hinein zu horchen und zu hinterfragen, welchen Glaubenssätzen man folgt und ob diese immer der Wahrheit entsprechen.

    Das Thema Glaubenssätze ist ein weites Feld.

    Meiner Meinung nach kann man das mit einem Profi sehr gut aufdröseln, wenn man das Gefühl hat, dass man falschen Glaubenssätzen folgt.
    Oder welchen Glaubenssätzen man überhaupt folgt, wenn man sich dessen so gar nicht bewusst ist.
    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln,
    einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

    (Maxim Gorki)

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Meine falschen Glaubenssätze waren, "nimm Dich nicht so wichtig", "sei zufrieden mit dem, was Du hast" (in materieller Hinsicht ok für mich, aber nicht in Hinsicht auf persönliche Entwicklung), erst, als es mir egal wurde, was andere von meiner "Verrücktheit" Studium 50+ und dann noch den sicheren Job hinzuschmeissen, halten, konnte ich so richtig loslegen. Ich musste mich gegen die Forderungen meiner Herkunftsfamilie stellen, immer zuerst deren Wünsche zu erfüllen und nicht auf mich zu schauen...
    War anfangs sehr schwer...
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Ein Neu-Start in den 50ern kommt doch recht häufig vor, initiiert wahrscheinlich häufiger von Frauen als von Männern. Zumindest kenne ich recht viele Frauen, die in diesem Alter die Weichen nochmal neu gestellt haben. Die Kinder-Familien-Phase geht in dem Alter oft dem Ende entgegen, da kann sich einerseits etwas Leere auftun, auf jeden Fall werden Energien und Ressourcen für anderes, neues frei. Da wird beruflich nochmal durchgestartet und Beziehungen auf den Prüfstand gestellt.

    Ich habe mit 50 meine Ehe beendet. Mit Ende 50 nochmal geheiratet.

    Ich bin mit Mitte 50 aus dem grünen, ruhigen Vorort mitten in die Stadt gezogen, mit Mitte 50 dann in einen etwas ruhigeren Innenstadt-Bezirk.

    Mit Mitte 50 habe ich den Job gewechselt, allerdings eher Down-Grading, weil ich die Verantwortung und Anspannung nicht mehr im bisherigen Maß wollte, sondern eine etwas überschaubarere Arbeitszeit (was aber nicht so richtig aufgeht, was sicher auch an mir selbst liegt).

    Mit 50 habe ich mit einem Hobby angefangen, mit dem ich als junge Frau geliebäugelt habe, mich aber nicht so richtig ran getraut hatte. Mit Ende 50 hatte ich die notwendigen Techniken recht solide erarbeitet. Nun werde ich damit aufhören, denn es wird ein bisschen Routine und ich mag nicht mehr die hierfür notwendige Zeit und Kraft investieren. Jetzt kommt irgendwas anderes.

    Im Moment, mit Anfang 60, denke ich darüber nach, ob ich vorzeitig in Rente gehen soll, um nochmal was anderes auszuprobieren. Noch fehlt mir aber die zündende Idee für eine Herausforderung, die zu keiner allzu großen Verpflichtung wird. Etwas Geld zum Aufstocken der Rente mit Abschlägen sollte es aber auch noch einbringen. Es geht mir nicht darum, dass ich gar nicht mehr arbeiten will, sondern einfach mal wieder anders.

    Meine Schritte waren allerdings alle berechenbar und nicht riskant. Eine Abenteuerin bin ich nicht, sondern immer recht solide unterwegs. Auswandern in ferne Länder und dort ganz neu anzufangen o. ä. war jetzt nie mein Traum.
    Geändert von Lea1958 (29.05.2020 um 22:15 Uhr) Grund: Verschreiber beseitigt

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von Magalie_J Beitrag anzeigen

    In ganz fiesen und dunklen Stunden denke ich mir manchmal, wie schön und beschaulich wäre es jetzt, ich hätte eine riesengroße Familie mit Kindern und Enkelkindern in einem Zuhause, dass ich schon seit 40 Jahren bewohne und bewirtschafte...

    Ich muss zugeben, dass mir dann manchmal die Tränen kommen, dass ich das alles nie hatte.

    .
    Oft sind diese Gedanken aber auch schöngefärbt. Ich persönlich kenne keine Familie die so harmonisch ist. In meinem Unfeld sind das nur meine Schwiegereltern die so ein Leben haben und auch dort sagt meine Schwie-Mutter dass sie sich manchmal weniger familiäre Verpflichtungen wünscht. Mehr Freiheit wie ich sie habe und mehr Mut "NEIN" zu sagen.
    Es hat alles 2 Seiten.

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    .
    Geändert von Mein_Lebensdrittel (31.05.2020 um 20:09 Uhr) Grund: Zitat vergessen

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von Ela_Linn Beitrag anzeigen
    Ja, das mit den hinderlichen Glaubenssätzen kenne ich gut. Ich frage mich, wie man solchen auf die Schliche kommen kann, dessen man sich garnicht bewusst ist und die dich somit unterbewusst sabotieren? Hat jemand eine Idee?
    Gibt es Sprichwörter, die Du Dir manchmal sagst? Z.B. "Schuster, bleib bei deinen Leisten."
    Mit diesem Sprichwort verbietest Du Dir, etwas Neues auszuprobieren, da Du ja scheitern könntest. Oder "ohne Fleiß, kein Preis"; hier sagst Du Dir, erst wenn ich ganz viel geleistet habe, darf ich mir die Anerkennung abholen.

    Gibt es Situationen in Deinem Leben, die sich wiederholen bzw. deren Ergebnisse sich immer wiederholen? Z.B. Du sollst eine Rede halten und auch diese Rede wird nicht so gut, wie sie sollte? Dann steckt vielleicht der Glaubenssatz dahinter: "Ich bin ein schlechter Redner" und nach dem Motto der sich selbst erfüllenden Prophezeiung ist die Rede dann auch schlecht.

    Du kannst auch Freunde oder gute Kollegen fragen, was sie über Deine Schwächen sagen und natürlich auch von Deinen Stärken, denn dahinter stecken ja die förderlichen Glaubenssätze.

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    @Mein_Lebensdrittel

    Also was mir wirklich schwer fällt ist anderen gegenüber Forderungen zu stellen, Kritik zu üben oder Sachen anzusprechen, von denen ich denke, dass sie der anderen Person nicht gefallen werden. Der Mitbewohnerin sagen, dass sie nachlässig geputzt hat, mich bei meinem Chef für eine Lohnerhöhung stark machen, meinen Partner auf sein verletzendes Verhalten ansprechen - uff, SO unangenehm!
    Mein erstes Praktikum habe ich zum Beispiel beendet, weil ich dort unterfordert war und nichts gelernt habe. Ich hätte ihnen ja auch eine Chance geben können, die Situation zu verbessern, indem ich ihnen meine Gedanken mitteilte. Stattdessen habe ich mir stillschweigend einen Plan B in Form einer Weiterbildung gesucht und dann gekündigt. Das hatte ich schon ganz vergessen, ist mir beim schreiben hier aber wieder eingefallen.

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Was meinst Du, welcher Glaubenssatz dahinter steht?

    Vielleicht: "Ich muss mich unterordnen, sonst mag mich keiner." oder "Ich darf keine eigene Meinung haben."?
    Der letzte Glaubenssatz kann entstanden sein, wenn Eltern soetwas sagen wie: "Wenn der Keks spricht, haben die Krümel zu schweigen."
    Du siehst an diesem Beispiel, dass der Glaubenssatz überholt ist, denn ein Krümel, also ein Kind, bist Du ja schon lange nicht mehr. Dennoch hat sich dieser Glaubenssatz eingeprägt und will nicht weichen, egal, ob er noch eine Existenzberechtigung hat oder eben längst nicht mehr. Glaubenssätze sind da wie Menschen, sie wollen beachtet werden.

    Der erste Glaubessatz ist jetzt (vielleicht) entdeckt (sorry, es gibt mehr als diesen einen).

    Wie jetzt damit umgehen?
    Eine Möglichkeit ist folgende Vorgehensweise:

    1. Ist dieser Gedanke wahr?
    2. Kannst du (in deiner Situation) absolut sicher sein, dass der Gedanke wahr ist?
    3. Wie reagierst du (in deiner Situation), wenn du diesen Gedanken glaubst?
    4. Wer wärst du (in deiner Situation) ohne den Gedanken?
    5. Drehe deinen Glaubenssatz in seine Gegenteile und finde drei ehrliche, authentische Beispiele dafür (in deiner Situation), warum dieses Gegenteil auch wahr ist.

    Jetzt gilt es, den umgedrehten und damit förderlichen Glaubenssatz auch zu leben.

    Hier kann die Gewaltfreie Kommunikation nach M.B.Rosenberg helfen.

    Am Beispiel der Putzgewohnheiten Deiner Mitbewohnerin könnte das so ausssehen:
    1. Schritt - Beobachtung:
    Liebe Susi (oder wie auch immer sie heißen mag), mir ist aufgefallen, dass im Badezimmer nach Deiner Putzaktion noch Haare im Abguss sind. (Bitte NICHT formulieren: "Du hast noch Haare im Abguss hinterlassen" und auch solche Adverbien wie "schon wieder" sein lassen)
    2. Schritt - Gefühl:
    Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich sehe, dass Haare und sonstige Hinterlassenschaften von uns im Bad auch nach dem Putzen noch sichtbar sind.
    3. Schritt - Bedürfniss äußern:
    Ich möchte mich wohl fühlen und das tue ich nur, wenn ich sicher sein kann, dass der Schimmel keine Chance bei uns hat.
    4. Schritt - Bitte äußern:
    Kannst Du Dir vorstellen, das nächste mal gründlicher zu putzen? Was brauchst Du, damit das auch klappen kann?

    Es gehört Mut dazu, sich seiner Glaubenssätze bewusst zu werden, sie zu wandeln und auch zu leben.
    Doch die Alternative, es eben nicht zu tun, ist doch nicht wirklich eine Option, oder?

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von Mein_Lebensdrittel Beitrag anzeigen
    Es gehört Mut dazu, sich seiner Glaubenssätze bewusst zu werden, sie zu wandeln und auch zu leben.
    Doch die Alternative, es eben nicht zu tun, ist doch nicht wirklich eine Option, oder?
    Sich Gedanken darüber zu machen, welchen Glaubenssätzen man aufgesessen ist, ist ein erster Schritt, in ein neues Leben.

    Keine Konsequenzen daraus zu ziehen und weiterzumachen wie bisher, wäre meiner Meinung nach fahrlässig sich selber gegenüber.
    Man brächte sich wissentlich um die Chance, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

    Denn wenn man erst mal angefangen hat, sich damit auseinander zu setzen, gibt es auch kein Zurück mehr.
    Es sein denn, man ist ein Fan vom Verdrängen und vom "vor sich hin wurschteln" und vom Glauben, dass es sich schon irgendwie zurecht zuppelt...

    Sicher... der Schritt erfordert Mut.
    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln,
    einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

    (Maxim Gorki)

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