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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Ich habe mit 50 innerhalb von 3 Tagen beschlossen, nochmal an der Uni anzufangen. Das war 2015.Inzwischen habe ich den BA fertig und bin im Masterstudium. Den Job habe ich 2018 gewechselt, komplett neue Richtung, andere Branche. Hab es nicht bereut
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von Uni-Corn Beitrag anzeigen
    Ich habe mit 50 innerhalb von 3 Tagen beschlossen, nochmal an der Uni anzufangen. Das war 2015.Inzwischen habe ich den BA fertig und bin im Masterstudium. Den Job habe ich 2018 gewechselt, komplett neue Richtung, andere Branche. Hab es nicht bereut
    Wow, so cool! Das inspiriert mich wirklich sehr. Danke.

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Hallo @Mambi und @Luciekatze

    Ihr fragtet, warum ich diese Frage in die Runde geworfen habe. Zum einen spiele ich mit dem Gedanken, mich selbständig zu machen oder freiberuflich zu arbeiten. Ich war bis jetzt stets angestellt (meistens im Kunstbereich, aktuell in einer Galerie) und in meiner Familie oder meinem Freundeskreis habe ich keine direkten Vorbilder oder Beispiele, wie es anders funktioniert, die waren oder sind alle ebenfalls angestellt.

    Was mich auch sehr interessiert sind grundsätzlich grosse und kleine Lebensveränderungen, und zwar in späteren Lebensabschnitten. Ich bin 40 und bemerke bei mir selbst und meinen Freundinnen einengende Gedankenmuster, die uns "vorgaukeln" was mit 40 noch oder eben nicht mehr möglich und machbar ist. Aber wir leben ja immer länger, hoffentlich auch fit und gesund und voller Tatendrang. Warum sollte man sich also nicht mit 40, 50 oder 60 neu erfinden können? Diese Frage finde ich total spannend und überlege, daraus/darüber einen Podcast zu machen. Aber nur wenn dafür Interesse (also ein Publikum) besteht und ich Leute finde, die ihre Geschichten und Erfahrungen dort teilen würden - also quasi als Mutmacher und Quellen der Weisheit.

    Liebe ForumsteilnehmerInnen, was meint ihr zu alldem? Ich bin gespannt!
    Geändert von Ela_Linn (27.05.2020 um 11:32 Uhr)

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von Ela_Linn Beitrag anzeigen
    Aber wir leben ja immer länger, hoffentlich auch fit und gesund und voller Tatendrang. Warum sollte man sich also nicht mit 40, 50 oder 60 neu erfinden können?
    Ich bin Mitte fünfzig, und in meinem Umfeld gibt es schon solche positiven "Brüche", vor allem, wenn die Kinder dann groß und aus dem Haus sind kann man ja neue Perspektiven entwickeln. Da hab ich also einige Anregungen bekommen und daraufhin auch gehandelt.

    Allerdings geb ich zu Bedenken, aktuell umso mehr: gerade weil wir ja eventuell noch lange leben würde ich den finanziellen Aspekt nicht unter den Tisch fallen lassen. Ich finde Frauen da oft ein wenig blauäugig, und nicht umsonst ist Altersarmut oft weiblich...

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von Ela_Linn Beitrag anzeigen
    Was mich auch sehr interessiert sind grundsätzlich grosse und kleine Lebensveränderungen, und zwar in späteren Lebensabschnitten. Ich bin 40 und bemerke bei mir selbst und meinen Freundinnen einengende Gedankenmuster, die uns "vorgaukeln" was mit 40 noch oder eben nicht mehr möglich und machbar ist. Aber wir leben ja immer länger, hoffentlich auch fit und gesund und voller Tatendrang. Warum sollte man sich also nicht mit 40, 50 oder 60 neu erfinden können? Diese Frage finde ich total spannend und überlege, daraus/darüber einen Podcast zu machen. Aber nur wenn dafür Interesse (also ein Publikum) besteht und ich Leute finde, die ihre Geschichten und Erfahrungen dort teilen würden - also quasi als Mutmacher und Quellen der Weisheit.
    Ich habe in meinem Leben schon viele Lebensveränderungen gehabt und mir nie Gedanken darüber gemacht, was diese Veränderungen mit meinem Alter zu tun haben könnten.

    Es waren Veränderungen, die unfreiwillig in mein Leben traten.
    Die meisten habe ich jedoch freiwillig herbei geführt.

    Mit 19 wurde ich Witwe.
    Ab dem Zeitpunkt war mir klar, wie endlich das Leben ist und ich mir alles das holen muss, was ich will... denn morgen kann es schon vorbei sein.

    Nach dem Tod meines Mannes habe ich mich jahrelang gehen- und treiben lassen.
    Jeder, der mich zu der Zeit erlebt hat, hätte prophezeit, dass ich es nicht mehr lange machen werde und/oder in der Gosse landen würde.

    Mit Ende 20 hatte ich mich mühsam nach einer qualvollen Zeit wieder aufgerappelt und erlebte sowas wie eine zweite Geburt.
    Ich suchte mir einen Job, war klar im Kopf und fing an, für mich sorgen und mich liebzuhaben.

    Mit Anfang 30 ließ ich meine Heimat und mein altes Leben komplett hinter mir und zog vom Land in eine große Stadt.
    Dort wurde ich erwachsen.

    In jungen Jahren - gleich nach der Schule - hatte ich eine handwerkliche Ausbildung.
    Mit Anfang 30 - in der großen Stadt - begann ich eine kaufmännische Ausbildung.

    Kaum war die Ausbildung beendet, hatte ich Blut geleckt und wollte weitermachen.
    Ich war 38, als ich mich entschloss, zu studieren.
    Das war auch der Zeitpunkt, dass ich mich endgültig gegen Kinder und Familie entschied.

    Der Aufschrei in meinem Freundes- und Bekanntenkreis war riesig.

    Mit Mitte 40 hatte ich das schöne Gefühl, da angekommen zu sein, wo ich hin wollte.
    Ich hatte einen tollen Job, eine schöne kleine Wohnung, ein stabiles Umfeld.

    Die Jahre plätscherten dahin.

    Mit Ende 50 traf mich die Liebe wie ein Blitz.
    Ich hatte weder einen Partern gesucht, noch wollte ich gefunden werden.
    Ich wollte einfach so leben, wie ich es mir gemütlich eingerichtet habe.

    Tja.. der Blitz hatte insoweit eingeschlagen, dass ich mit Ende 50 noch einmal geheiratet habe.

    Das Besondere dabei war und ist: Meinen Partner und mich trennten 900 km.
    Meinen jetzigen Mann kenne ich schon seit fast 50 Jahren... es ist jemand aus meiner alten Heimat.

    Der Umzug von der großen Stadt zurück in meine alte Heimat und genau die Beziehung mit dem Mann einzugehen, erschien mir wie das natürlichste auf der Welt zu sein.
    Ich hatte das Gefühl, dass sich hier ein Kreis schließt.

    Jetzt bin ich 61.
    Ich habe das große (!) Glück, gesund zu sein.
    Ich habe keine altersbedingten Zipperlein, von denen andere in diesem Alter oftmals heimgesucht werden.
    Außer meinen WJ-Hormonen muss ich keinerlei Medikamente einnehmen.
    Finanziell bin ich unabhängig und muss seit einigen Jahren auch nicht mehr regelmäßig arbeiten.
    Ich habe zwar einen kleinen Job, der jedoch mehr Hobby als "Arbeit" ist.

    Wie gesagt... ich bin jetzt 61...
    ...und bin wieder mal dabei, meinem Leben eine andere Richtung zu geben.

    Andeutungsweise habe ich es in einem Unterforum schon anklingen lassen, dass es bei mir eine Veränderung gibt.

    Die Ehe zwischen mir und meinem Mann (und seiner Mutter) hat nicht funktioniert.
    Das ist so.. ich habe es erkannt und akzeptiert.
    Die Trennung geht von mir aus.
    Kein Grund, verschütteter Milch nachzuheulen... wobei es natürlich (!) nicht schön ist, dass es nicht hat sollen sein.

    Ich verbuch es wieder mal als einen weiteren Schritt und Lektion in meinem Leben.

    So.
    Nun bin ich dabei, mir ein neues Domizil zu suchen, und kann endlich das verwirklichen, was ich mir von Kindheit an gewünscht habe:
    Ich werde ein kleines Häuschen hoch oben im Norden am Meer beziehen.

    Ich kann es jetzt schon kaum erwarten, was das Leben noch für mich bereit hält, weil ich mir fast sicher bin, dass ich mit 70 oder 80 dort nicht mehr sein werde und dass das Leben noch einiges für mich bereit hält.

    Was ich eigentlich mit meinen Beitrag sagen möchte ist:
    Es spielt überhaupt keine Rolle, wie alt man ist und zu welchem Zeitpunkt man sich entschließt, Brüche in seinem Leben zuzulassen.

    Wichtig ist, dass man offen für das Leben ist und man keine Angst vor Veränderungen haben darf.
    Mich hat jede Veränderung - so schmerzlich, hart und qualvoll sie auch gewesen sein mag - immer ein Stück weitergebracht.

    Das einzige, was sich nie in meinem Leben verändert hat, war und ist, dass ich mich immer noch wie 17 fühle und genauso neugierig und erwartungsvoll auf das Leben blicke und gespannt bin, was da noch alles kommt.

    Meine Therapeutin hat mal zu mir gesagt, dass ich da mit meiner Sichtweise irgendwo in meiner Entwicklung steckengeblieben bin.

    Ist das wirklich so? Ich glaube nicht!

    Der "Nachteil" ist, dass es nur wenige Menschen in meinem Leben gibt, die mein Leben nachvollziehen können - und mir und meinen Gedanken/meiner Philosophie immer folgen können.

    Ich bin manchen Menschen auf der einen Seite zu unstet und auf der anderen Seite zu konsequent...
    Ich habe keine Angst vor Trennungen und Brüchen... und damit können viele nicht umgehen...

    Seltsam... ich selber halte mich für sehr gefestigt und fühle mich in meiner Haut und mit mir selber sehr wohl.

    Ist es wirklich so "schlimm", mit 61 noch genauso neugierig zu sein wie mit 17 und bereit zu sein, mit 61 noch genau die gleichen Risiken einzugehen wie mit 17?
    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln,
    einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

    (Maxim Gorki)

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von Magalie_J Beitrag anzeigen
    Ist es wirklich so "schlimm", mit 61 noch genauso neugierig zu sein wie mit 17 und bereit zu sein, mit 61 noch genau die gleichen Risiken einzugehen wie mit 17?
    Überhaupt nicht. So lebe ich...mittlerweile...auch. Allerdings ohne die Sache mit dem Risiko, da bin ich nicht so dafür gemacht.
    Aber abenteuerlustig und neugierig werde ich wohl bis ins hohe Alter sein.

    Aber Respekt Da kommen einem die eigenen Probleme wieder mal ganz klein vor....
    Viele Dinge fallen mir einfach so zu,.......Augen zum Beispiel.

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Du klingst sehr in dir ruhend - und gar nicht unstet.

    Alles Gute!

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von Magalie_J Beitrag anzeigen
    Ich bin manchen Menschen auf der einen Seite zu unstet und auf der anderen Seite zu konsequent...
    Ich habe keine Angst vor Trennungen und Brüchen... und damit können viele nicht umgehen...

    Seltsam... ich selber halte mich für sehr gefestigt und fühle mich in meiner Haut und mit mir selber sehr wohl.

    Ist es wirklich so "schlimm", mit 61 noch genauso neugierig zu sein wie mit 17 und bereit zu sein, mit 61 noch genau die gleichen Risiken einzugehen wie mit 17?

    Liebe Magalie, selten hab ich etwas gelesen, wo ich unmittelbar dachte : soo toll, ich beneide das, dich und deine Art das Leben zu nehmen

    Ich bin begeistert und hoffe, mich da ein wenig zu orientieren in meiner aktuellen Phase und Veränderung
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Überhaupt nicht. So lebe ich...mittlerweile...auch. Allerdings ohne die Sache mit dem Risiko, da bin ich nicht so dafür gemacht.
    Aber abenteuerlustig und neugierig werde ich wohl bis ins hohe Alter sein.
    @Kleinfeld,
    ist es nicht schön und befreiend, so zu leben

    Das mit dem Risiko... das muss auch nicht zwangsläufig so sein.
    In meinem Fall war es einfach der Instinkt, dem ich gefolgt bin.

    Ich respektiere jeden, der es anders macht - Hauptsache ist immer, es geht demjenigen gut mit seinen Entscheidungen.

    Ich habe wohl - aufgrund der frühen Kack-Erfahrung - immer bewusst die Kerze von zwei Seiten angezündet, weil ich einfach wissen wollte, wie weit ich gehen kann.

    Ich weiß... das war teilweise sehr leichtsinnig ... ging ja GsD auch immer gut aus.

    Obwohl... ich bin ja jemand, der gerne dazu rät, sofort Nägel mit Köpfen zu machen, vergesse dabei aber oft, dass nicht jeder so gestrickt ist.

    Das ist etwas, was ich noch lernen muss:
    Zu erkennen, dass jeder seine eigene Leidensgrenze hat und jeder das Recht hat, selbst zu bestimmen, wie glücklich/zufrieden er ist - oder wie beschissen es ihm geht.

    Zitat Zitat von umsonst Beitrag anzeigen
    Du klingst sehr in dir ruhend - und gar nicht unstet.

    Alles Gute!
    @umsonst,
    danke dir
    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln,
    einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

    (Maxim Gorki)

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    AW: Neustart mit 50 plus - wer hat es geschafft und wer träumt noch davon?

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    Liebe Magalie, selten hab ich etwas gelesen, wo ich unmittelbar dachte : soo toll, ich beneide das, dich und deine Art das Leben zu nehmen

    Ich bin begeistert und hoffe, mich da ein wenig zu orientieren in meiner aktuellen Phase und Veränderung
    Liebe Twix,
    es gibt eigentlich keinen Grund, mich um die Art, wie ich das Leben nehme, zu beneiden.
    Denn ich bin der Meinung, dass jeder das Leben hat, was er sich selber gibt.
    Wenn du nicht mehr magst, steig aus.
    Wirf weg, was dich belastet, hemmt oder unglücklich macht.

    Die Art, wie ich lebe, war aus der Not heraus geboren.
    Dass das mal mein Weg sein würde, dachte ich damals auch nicht.
    Ich hatte ganz andere... klassische... Vorstellungen und Wünsche.

    Beim ersten Schlag habe ich es als Schicksal hingenommen und konnte jahrelang nicht damit fertig werden.

    Der zweite Schlag war, als ich dann ganz unten war.
    Ich habe nicht gemacht, sondern habe mit mir machen lassen.

    Ich nahm es so, wie es kam.
    Zu dem Zeitpunkt war es mir auch völlig egal, was aus mir wird oder ob ich krepiere.

    Dann... nach dem Erwachen... kam die Rebellin in mir raus.

    Ich dachte, sowas passiert mir nicht noch einmal.
    Ich dachte, ich lass mich vom Leben und von niemandem mehr verarschen.

    Ich hatte tierische Angst, noch einmal die Kontrolle über mein Leben zu verlieren und tatsächlich in der Gosse zu landen.

    Ich war gierig auf das Leben, weil ich so viele Jahre verplempert hatte und lange nicht erwachsen war.

    @Twix,
    ich habe hier woanders gelesen, dass auch bei dir eine Wendung in deinem Leben ansteht.
    Ich wünsche dir ganz viel Mut, Zuversicht und Kraft
    Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln,
    einem Affen zuzunicken und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.

    (Maxim Gorki)

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