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  1. Avatar von Strassenkatze
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    AW: die Rente winkt...

    Bei mir ist es auch bald so weit, und ich mache mir so meine Gedanken...

    Ich habe in meinem Leben als Alleinerzieherin und Alleinverdienerin wirklich einiges bewerkstelligt - gearbeitet, gekämpft, geschaffen. Und was immer ich tat, tat ich mit Leidenschaft.

    Und nun habe ich meine Schäflein im Trockenen. Finanziell und existentiell ist alles in bester Ordnung.
    Meine Kinder sind erwachsen und gut gelungen. :-) Beruflich habe ich mehr erreicht als ich je zu hoffen gewagt hätte.
    Unser schönes Heim habe ich abbezahlt, den Nachlass geregelt.
    Und glücklicherweise habe ich keine gesundheitlichen Einschränkungen und fühle mich topfit.

    An Interessen hat es mir nie gemangelt, auch ich habe eine Liste mit Dingen, für die ich dann endlich Zeit haben werde: Reisen, Sprache lernen, Sprachaufenthalte, und so fort.

    Was mir jedoch fehlt ist ein Ziel, eine Leidenschaft, etwas, wofür ich brenne. Also mehr als nur die mir verbleibende Zeit "sinnvoll" zu gestalten.

    Versteht mich jemand?

  2. Avatar von brighid
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    AW: die Rente winkt...

    @ strassenkatze, ich weiss genau was du meinst.


    noch vor 15 jahren hatte ich andere ziele für den unruhe-stand. heute ist es weniger ein einzelnes grosses, loderndes feuer als vielmehr viele kleinere, die ich auch besser im griff, im auge, steuern kann.

    für mich sind da draussen noch soviele sachen, die mir bis dato auch noch nicht so bewusst sind. aber ich weiss: sie sind da draussen und ich lasse es auch ein stückweit auf mich zukommen.

    ich bin sehr sehr neugierig und ich habe schon immer menschen bewundernd angeschaut die für eine einzelne sache so brennen können. bei mir sind die interessen halt etwas breiter gestreut.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern


  3. Registriert seit
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    AW: die Rente winkt...

    Zitat Zitat von Strassenkatze Beitrag anzeigen
    Bei mir ist es auch bald so weit, und ich mache mir so meine Gedanken...


    Was mir jedoch fehlt ist ein Ziel, eine Leidenschaft, etwas, wofür ich brenne. Also mehr als nur die mir verbleibende Zeit "sinnvoll" zu gestalten.

    Versteht mich jemand?
    ..ja...tu ich.

    ...auch Veganer beißen nicht gerne ins Gras..

  4. Avatar von Annilein
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    AW: die Rente winkt...

    Ich kenne wenige Menschen mit so einer brennenden Leidenschaft.

    Finde ich auch toll, aber die Regel scheint es nicht zu sein.
    Heute ist die gute alte Zeit von morgen (Karl Valentin)


  5. Registriert seit
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    AW: die Rente winkt...

    Strassenkatze: man kriegt ja oft den Rat, in seinem Leben für seine Leidenschaften im Terminkalender genügend Platz einzuräumen. In der Rentenzeit ist der Platz dafür da! Nun ist es aber bei einigen Menschen umgekehrt, sie müssen die passende Leidenschaft zum vorhandenen Freiraum finden. Wenn da nicht vorher etwas schon da war, das man nun ausbauen kann, muss man sich erst mal auf die Suche machen. Das kann einige Zeit dauern... und ist ganz sicher eine Herausforderung.

    Brighid, von daher finde ich das nicht schlecht, anstatt einer grossen Leidenschaft, viele kleinere zu haben


  6. Registriert seit
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    AW: die Rente winkt...

    Im Moment würde mich der Gedanke, für etwas zu brennen, eher abschrecken. Das hieße dann wieder, vielleicht auch nur für einen selbst, verpflichtet zu sein. Eine Leidenschaft verlangt einen ganz, der kann nicht in kleinen Häppchen nachgegangen werden.

    Jetzt aus der Berufstätigkeit heraus finde ich, das im Ruhestand nicht mehr zu allzuviel verpflichtet zu sein, reizvoll. Aber wer weiß, wie es mir dann tatsächlich damit gehen wird.

    P.S. Mir fiel gerade auf, dass dieser Thread ja im 50+ Forum steht. So richtig winken tut die Rente doch aber eigentlich erst mit 60+. Bei mir jedenfalls erst ab Mitte 60.


  7. Registriert seit
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    AW: die Rente winkt...

    Ich denke auch, dass da die Menschen ganz unterschiedlich gestrickt sind, so mancher lebt dann sicher auch ganz gerne einfach nach dem Lustprinzip , da gehöre ich weitgehendst dazu

  8. Avatar von brighid
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    AW: die Rente winkt...

    7 jahre sind es noch bei mir. maximal.

    viele in meinem umfeld sind 2-5 jahre älter als ich, wir reden darüber. wünsche. pläne. vermeintlich verpasstes- ist es wirklich aufholbar, nachholbar? verliert es das schillernde wenn man/frau es dann tatsächlich tut, erreicht?
    ist es ein traum? manchmal bleiben träume besser auch träume. .
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  9. Avatar von zio
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    AW: die Rente winkt...

    Zitat Zitat von Strassenkatze Beitrag anzeigen
    Bei mir ist es auch bald so weit, und ich mache mir so meine Gedanken...

    Ich habe in meinem Leben als Alleinerzieherin und Alleinverdienerin wirklich einiges bewerkstelligt - gearbeitet, gekämpft, geschaffen. Und was immer ich tat, tat ich mit Leidenschaft.

    Und nun habe ich meine Schäflein im Trockenen. Finanziell und existentiell ist alles in bester Ordnung.
    Meine Kinder sind erwachsen und gut gelungen. :-) Beruflich habe ich mehr erreicht als ich je zu hoffen gewagt hätte.
    Unser schönes Heim habe ich abbezahlt, den Nachlass geregelt.
    Und glücklicherweise habe ich keine gesundheitlichen Einschränkungen und fühle mich topfit.
    So ähnlich ist es bei mir.

    An Interessen hat es mir nie gemangelt, auch ich habe eine Liste mit Dingen, für die ich dann endlich Zeit haben werde: Reisen, Sprache lernen, Sprachaufenthalte, und so fort.

    Was mir jedoch fehlt ist ein Ziel, eine Leidenschaft, etwas, wofür ich brenne. Also mehr als nur die mir verbleibende Zeit "sinnvoll" zu gestalten.

    Versteht mich jemand?
    Ja, sehr gut sogar. Dieses Gefühl hatte ich auch lange Zeit, das war rückblickend gesehen dann bei mir eher dem Umstand geschuldet, dass ich mich nicht mehr so "gebraucht" gefühlt hatte, weil eben die Kids aus dem Haus waren und ich plötzlich irgendwie nutzlos war.

    Ich habe dieses Feuer auch sehr, sehr vermisst und habe dem auch nachgetrauert, bis ich irgendwann bemerkt hatte, dass dieses Feuer auch unmittelbar mit den Herausforderungen verknüpft war.

    Es waren schwere Zeiten, für die dieses Feuer sinnvoll und unbedingt notwendig war, um diese Herausforderungen zu bestehen. Ich musste "feurig" sein, diese Energie haben, weil ich sonst alles nicht geschafft hätte.

    Und mit jedem Wegfall einer Hürde wurde dieses generelle Feuer, das natürlich dann auch andere Bereiche betraf schwächer, weil eben nicht mehr notwendig.

    Jetzt reicht es, wenn für die vielen Dinge, die ich mir vorgenommen habe, eine kleine Glut vorhanden ist, um sie anzupacken.

    Liebe Grüße
    Zio

  10. VIP Avatar von Rotfuchs
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    AW: die Rente winkt...

    Obwohl ich - wie oben schon erzählt - ja schon einige Jahre aus dem aktiven Arbeitsleben raus bin, erwische ich mich manchmal, dass ich ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich nachmittags gegen 17.00 Uhr plötzlich feststelle, dass ich ja eigentlich den ganzen Tag noch nichts Nennenswertes getan habe, außer z.B. in einem spannenden Buch gefangen zu sein.

    Oder dass wir tolles Wetter haben... und ich noch gar nicht draußen war. Obwohl ich doch genug Zeit hätte...

    Dann sage ich mir: "Na und? Steht mir doch nach einem langen Berufsleben zu, auch mal gar nichts zu machen."

    Solange es mir damit gut geht !!!

    (Das Fettgedruckte ist für mich Priorität 1! Ich (Single, kinder- und inzwischen auch elternlos) bin niemandem verpflichtet. Ich muss niemandem gefallen, außer mir selbst. Das ist manchmal mühsam genug. )

    An anderen Tagen sprühe ich vor Unternehmungslust... und weiß gar nicht, was ich eigentlich unternehmen soll.
    Da fehlen mir leider manchmal zündende Ideen.
    Ich habe eine immer wieder mit neuen Einfällen ergänzte "Unternehmungsliste", die ich je nach Termin und Wetter "abarbeite".
    Wenn ich dann auch den Popo hochbekomme und nicht "auf morgen oder irgendwann" verschiebe.
    Daran muss ich noch arbeiten.

    Was ich anfangs so toll fand (z.B. vormittags entspannt spazieren oder Kaffee trinken zu gehen oder den ganzen Tag irgendwo zu bummeln/shoppen), weil es während der Berufszeit so einfach nicht möglich war, wird ja auch irgendwann langweilig und ist nichts Besonderes mehr. Und was soll ich auch ständig shoppen? Ich brauche ja kaum noch was.

    Dann an anderen Tagen wieder knubbeln sich Termine und Verabredungen, finde es fast mühsam, alles abzudecken, möchte aber auch nichts versäumen und mich später über verpasste Gelegenheiten ärgern.

    Ein wenig mehr Struktur, mehr Regelmäßigkeit, würde mir ganz gut tun. Gern auch ein kleiner Job (nichts wirklich Forderndes, aber mit Menschenkontakt), aber es fängt schon damit an, dass ich nicht gerne morgens früh aufstehe....

    Ihr seht... ich bin etwas sprunghaft und launisch.
    Genieße aber den Luxus, das jetzt auch einfach sein zu dürfen.


    Dennoch lese ich hier mit großem Interesse, was anderen so zu der Situation einfällt und wie sie damit umgehen.

    Es wäre nicht das erste Mal, dass ein vermeintlich unbedeutender Nebensatz in der Bricom für mich persönlich eine Initialzündung ist.
    Wer die Welt bewegen will, sollte erst sich selbst bewegen. (Sokrates)



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