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    geschockt Heulendes Elend

    Guten Morgen

    genau weiss ich nicht, ob ich hier richtig bin, aber bei mir fallen zwei Problem zusammen

    Wechseljahre und Abnabelung meines einzigen Sohnes.

    Er ist 19 und plant nach der Ausbildung in einem Jahr (ich üb das Heulen schonmal) seinen Auszug.

    Ich freue mich für ihn und gönne ihm die Freiheit - ich kann mich noch sehr gut erinnern wie gut es sich
    angefühlt hat - aber ich bin auch sehr traurig.

    Ich hab Angst davor kaum Kontakt mit ihm zu haben - weil er einfach froh ist seine Ruhe zu haben.

    Eine nervige und aufdringliche Mutter nach dem Motto "ach du rührst dich auch mal wieder" will ich nicht werden.

    Und einen Nesthocker will ich auch nicht.

    Bin ich bescheuert - warum freu ich mich nicht - meine neue große Freiheit mit meinem Mann zu geniessen - nur was macht man mit soviel Freiheit, wenn man eigentlich gar keine so großen Hobbies hat?

    Allerdings bin ich auch sehr weinerlich drauf in den Wechseljahren - diese seelischen Tiefs machen mich fertig - grundlose Heulanfälle wegen nix.

    Ich mach viel Sport - ein Ehrenamt und arbeite 15 Stunden - eigentlich gibts schlimmeres als meine Situation

    warum also bin ich so unglücklich so ohne Grund.

    Kennt das jemand von euch auch - durch die Hormonschwankungen?

    oder bin einfach nur ein bisschen gaga?

    Achja bin 58
    Geändert von Frau-im-Wandel (18.01.2019 um 08:07 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Heulendes Elend

    Zitat Zitat von Frau-im-Wandel Beitrag anzeigen
    Kennt das jemand von euch auch - durch die Hormonschwankungen?
    Erstmal: Willkommen in der Bri-Gemeinde.

    Nein, kenne ich nicht (bin 1 Jahr älter als Du).

    Habe eine Tochter und als diese nach bzw. sogar noch während der Ausbildung auszog (sie verdiente genug und blieb in der Nähe ) war ich sogar stolz auf mich, meinen Erziehungsauftrag anständig erfüllt zu haben, nämlich: Mein Kind selbstständig und gut geraten in die Welt zu schicken.

    Auch mit den von Dir aufgezeigten Schwankungen hatte ich gottlob nix am Hut und gehöre zu den Frauen, den mit Hitzewallungen und Phasen des Schlechtschlafens aber auch schon abgegessen hatte. Deswegen kann ich da nicht mitreden.

    Wenn's zu arg wird/ist, vielleicht mal mit dem/der Frauenarzt/-Ärztin sprechen?

    Dein Sohn wird seinen Weg machen.

    Und ich denke, er wird sich schon freiwillig melden und in Anbetracht der heutigen Phonetechnik, hat doch niemand etwas dagegen, mal ne SMS oder WA abzusetzen und zu fragen, wie denn das werte Befinden ist?

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    AW: Heulendes Elend

    Danke für deine Antwort -

    ja ich seh das schon auch so wie du - stolz bin ich auch, dass er sein Leben selbst in die Hand nimmt und dass er glücklich ist und wird

    Es sind eben immer diese trüben Gedanken....

  4. Inaktiver User

    AW: Heulendes Elend

    Wieso darf man denn nicht froh UND traurig sein?

    Ich freue ich ebenso über jede Selbständigkeit meiner Kinder und wenn sie dann ausziehen werden, wird ein Teil von mir sehr glücklich über all dass sein.
    UND- ich werde sehr traurig sein, denn eine Zeit geht unwiederbringlich zuende und nie wieder wird es so werden, wie es war (selbst wenn ein Kind zurück zieht).

    Das Leben hat unendlich viele Ebenen und Sichtweisen- die eine macht uns glücklich, die andere traurig......ist doch total normal!

    Liegt Schnee, freut sich ein Teil, weil ich Schnee liebe........und ein anderer Teil ist genervt, weil Autofahren gefährlich ist....

    Alles hat doch viele Seiten!
    Und die Stimmungen werden doch auch mal so mal so sein........je nachdem, wo du dich gedanklich gerade befindest.
    Bedeutet: jedes Gefühl ist nur eine Frage der Zeit und du kannst doch auch bewusst gegensteuern.

  5. Inaktiver User

    AW: Heulendes Elend

    Zitat Zitat von Frau-im-Wandel Beitrag anzeigen
    Er ist 19 und plant nach der Ausbildung in einem Jahr (ich üb das Heulen schonmal) seinen Auszug.

    Ich freue mich für ihn und gönne ihm die Freiheit - ich kann mich noch sehr gut erinnern wie gut es sich
    angefühlt hat - aber ich bin auch sehr traurig.


    ich kann dich verstehen, meiner geht jetzt auch. erstmal für ein paar monate ins ausland, aber weiß man, ob und wie er wieder kommt?

    ich erlaube mir, so traurig zu sein, wie ich will, denn ich habe immerhin 20 jahre lang mit ihm zusammengelebt, und ich kann die momente nicht zählen, in denen ich wunschlos glücklich war und dachte: so könnte es für immer bleiben.
    es wäre doch seltsam, da nicht traurig zu sein, wenn es zu ende geht?

    aber natürlich geht es nun auch wiederum weiter. in den letzten tagen, die schon von abreisevorbereitungen geprägt sind, gab es einen abend, an dem plötzlich der reisetermin und ein bisschen auch das gelingen der gesamten aktion infrage stand.
    verwerflicherweise habe ich mich im ersten moment spontan gefreut.
    aber dann sah ich den frust und den ärger im gesicht meines sohnes, und da wollte ich selber nicht mehr, dass er bleibt.
    wir haben dann gemeinsam gehofft, dass alles nach plan laufen wird, und für mich ist irgendwie klar geworden, dass es an mir liegt, ob es eine trennung ist - nämlich, wenn ich festhalten will.

    Ich hab Angst davor kaum Kontakt mit ihm zu haben - weil er einfach froh ist seine Ruhe zu haben.
    vielleicht wird er ja so wild und gefährlich leben dass du froh bist, wenn du nicht so viel mitkriegst

    Bin ich bescheuert - warum freu ich mich nicht - meine neue große Freiheit mit meinem Mann zu geniessen - nur was macht man mit soviel Freiheit, wenn man eigentlich gar keine so großen Hobbies hat?
    kommt drauf an: was könntet ihr denn tolles tun?
    endlich hemmungslosen sex auf dem küchentisch haben?
    reisen?

    Allerdings bin ich auch sehr weinerlich drauf in den Wechseljahren - diese seelischen Tiefs machen mich fertig - grundlose Heulanfälle wegen nix.
    wenn sie wirklich grundlos sind, solltest du wirklich mal ärztlichen rat suchen, vielleicht lässt sich das mildern.
    ansonsten: es wird vorbei gehen!

    Ich mach viel Sport - ein Ehrenamt und arbeite 15 Stunden - eigentlich gibts schlimmeres als meine Situation
    füllt dich das denn aus? 15 stunden job sind ja nicht viel. vielleicht brauchst du nochmal was herausfordernderes?

    warum also bin ich so unglücklich so ohne Grund.
    geh nochmal in dich, wie dein leben jetzt ist und deine beziehung und ob es nicht doch gründe gibt.

    Kennt das jemand von euch auch - durch die Hormonschwankungen?
    ja, und ich heule zwar nicht grundlos, aber stimmungsschwankungen habe ich auch. ich würde für mich aber immer sagen, die zaubern keine probleme herbei, die es eigentlich nicht gibt. sondern die hormone verstärken meine reaktionen.
    die auslöser sind durchaus real, die frage ist nur, ob ich so stark darunter leiden muss.

    ich nehme inzwischen ein pflanzliches präparat und bilde mir ein, es ist besser, aber das kann auch andere ursachen haben - mein zyklus hat erstmal wieder eingesetzt

  6. Inaktiver User

    AW: Heulendes Elend

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ich erlaube mir, so traurig zu sein, wie ich will, denn ich habe immerhin 20 jahre lang mit ihm zusammengelebt, und ich kann die momente nicht zählen, in denen ich wunschlos glücklich war und dachte: so könnte es für immer bleiben. es wäre doch seltsam, da nicht traurig zu sein, wenn es zu ende geht?
    Ich habe mit meiner Tochter auch fast 20 Jahre zusammengelebt und ja, die glücklichen Momente kann ich auch nicht zählen, aber ich kann auch die unglücklichen Momente nicht zählen, als die Erwachsenwerdung immer mehr fortschritt und der Vogel aus dem Nest musste.

    Wobei, ja Ausland ist natürlich nochmal ne ganz andere Nummer und ich hab immer zu meiner Tochter gesagt: Lass Dich nieder, wo auch immer es Dir beliebt (Brot wird überall gebacken und ich komme da schon hin ), nur: Hau mir nicht ab "über'n Teich" (sie ist Amerika-Fan ). Den Flug überleb ich nicht.

    Und bezüglich der Schwankungen: Da muss schon genau hingeschaut werden, welche Auslöser/Anlässe sich auftun, wie lange miese Stimmungen anhalten und ob nachhaltig die Lebensqualität eingeschränkt ist.

    Nur weil wir "wechseln", muss das nicht bedeuten, dass wir uns gefälligst nicht mehr zu freuen haben.

  7. User Info Menu

    AW: Heulendes Elend

    Wie geht das mit dem Zitieren?

    Hemmungloser Sex auf dem Küchentisch ist doch schon mal eine Option.

    Das Leben ändert sich eben von Grund auf und fühle mich eben zu alt um nochmal groß durchzustarten, die Arbeitswelt wartet nicht gerade auf mich.

    Ok dass der Zyklus wieder einsetzt das brauch ich glaub ich nicht

    Danke für Euere Antworten - ich werds überleben - sowie tausend andere auch - aber es tut gut darüber schreiben
    und andere Meinungen hören zu können.

  8. Inaktiver User

    AW: Heulendes Elend

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich habe mit meiner Tochter auch fast 20 Jahre zusammengelebt und ja, die glücklichen Momente kann ich auch nicht zählen, aber ich kann auch die unglücklichen Momente nicht zählen, als die Erwachsenwerdung immer mehr fortschritt und der Vogel aus dem Nest musste.
    das macht es sicher leichter... aber diese unglücklichen momente gab es für mich nicht.
    vielleicht, weil es für mich so selbstverständlich ist, sich abzugrenzen.
    und streit hatten wir nicht, nur mal etwas nerv.

    Wobei, ja Ausland ist natürlich nochmal ne ganz andere Nummer und ich hab immer zu meiner Tochter gesagt: Lass Dich nieder, wo auch immer es Dir beliebt (Brot wird überall gebacken und ich komme da schon hin ), nur: Hau mir nicht ab "über'n Teich" (sie ist Amerika-Fan ). Den Flug überleb ich nicht.
    meiner ist voraussichtlich "nur" für ein paar monate weg... ich find es eigentlich toll, deshalb hadere ich nicht mit der entfernung.
    ab davon brauch ich mir dann keine komischen fragen stellen, wenn er nicht zu besuch kommt.
    wär doch viel ätzender, wenn er um die ecke wohnte, aber nie vorbei käme... und mal ganz ehrlich: hat man in den 20ern nicht immer was besseres zu tun als die eltern aufzusuchen?

    ich muss dieser tage oft an meinen eigenen abgang denken - ich bin im zorn ausgezogen, hauptmotiv war, mich von meinen eltern zu distanzieren.
    das täte mir jetzt sehr weh, wenn mein sohn so gehen würde.
    allerdings war ich auch wesentlich netter zu ihm als meine eltern zu mir. bei denen weiß ich bis heute nicht, ob sie nicht auch irgendwo froh oder erleichtert waren, als ich weg war.

    wobei - erleichtert bin ich irgendwo auch über die selbstständigkeit...
    Geändert von Inaktiver User (18.01.2019 um 09:07 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Heulendes Elend

    Zitat Zitat von Frau-im-Wandel Beitrag anzeigen
    Bin ich bescheuert - warum freu ich mich nicht - meine neue große Freiheit mit meinem Mann zu geniessen - nur was macht man mit soviel Freiheit, wenn man eigentlich gar keine so großen Hobbies hat?
    Ich verstehe das mit der Freiheit nie so richtig, inwieweit ist man denn durch ein erwachsenes, noch im Haushalt lebendes Kind gebunden?

  10. Inaktiver User

    AW: Heulendes Elend

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich verstehe das mit der Freiheit nie so richtig, inwieweit ist man denn durch ein erwachsenes, noch im Haushalt lebendes Kind gebunden?
    ein 17- oder 18-jähriger ist doch noch ziemlich jung?
    ist z.b. kein schönes gefühl, ihn drei wochen allein zu lassen.

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