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  1. Registriert seit
    07.02.2015
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    Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Hallo,
    ich war früher sehr schlank und habe dann schleichend zugelegt. Seit ca 10 Jahren habe ich ungefähr das gleiche Gewicht. Ausgehend von meiner Körpergröße 10 kg zuviel. Allerdings bin ich groß und habe schmale Gelenke.
    Ab und an habe ich eher halbherzige Versuche gestartet abzunehmen. Aber ich weiß, dass mir der lebenslange Blick auf die Kalorientabelle keinen Spaß macht und ich bin zudem von Natur aus sehr unsportlich.
    Klingt nach einer verfreessenen Sofahockerin -aber das ist nicht der Fall.
    Ich bin sehr aktiv, nur eben nicht sportlich.
    Und ich esse zwar gerne süß, bin aber Vegetarierin.
    In Kleidergröße 44 finde ich noch genügend hübsche Sachen.
    Von einigen Momenten abgesehen ist meine Figur daher kein Thema, das mich groß beschäftigt.
    Wie geht es euch über 50 jährigen damit?
    Habt ihr euren Frieden mit eurem Gewicht gemacht oder seid ihr ständig am Kämpfen?
    Lässt man sich gehen wenn man nicht versucht schlank zu sein?
    Wie sieht es mit anderen "Alterserscheinungen " wie Falten und grauen Haaren aus?
    Ich definiere mich nicht über mein Aussehen.
    Natürlich freue ich mich wenn meine Haare gut sitzen und ich ein Kleidungsstück trage, das mir gut steht -aber darf man mir mein Alter nicht ansehen? Das gehört doch zu mir!
    Mich verstört es wenn im Schönheitsforum eine 69jährige von ihrem geplanten Lifting erzählt.
    Wie ist eure Einstellung zum Thema Alter und Gewicht/Aussehen?


  2. Registriert seit
    12.05.2001
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Hallo Caramac,
    hin- und hergerissen bin ich. Einerseits denke ich oft „in meinem Alter darf ich das“, dann aber gibt es doch einiges, was ich mir nicht erlauben möchte.

    Wie du, war ich früher schlank. Nicht sehr schlank, aber Kleidergröße 40/42 auf Körpergröße 175, damit war ich zufrieden. Leider bin ich auf Größe 46 angewachsen, aber ich finde, anders als du, nicht genug hübsche Sachen. Besser gesagt: ich finde zu viele Sachen, die mir gefallen und stehen würden, die es aber nur bis maximal 42/44 gibt. Das ärgert mich.

    Dazu kommt, dass es sicher gesünder wäre, hätte ich 10 bis (eher) 15 Kilo weniger. Die Maßnahmen, mit denen ich früher – nicht mühelos, aber immerhin – abnehmen konnte, wirken nicht mehr oder nur SEHR schlecht. Gewicht halten schaffe ich mit ständiger Kontrolle, aber abnehmen – no way.

    Was Sportlichkeit betrifft, bin ich mäßig. Ich gehe täglichmeine 10.000 Schritte und im Sommer fahre ich viel Rad, aber das reicht gerade zum Nicht-zunehmen. Fitness-Studio hat mir der Orthopäde geraten, ich konnte mich aber noch nicht aufraffen.

    Also: den Kampf aufgegeben und Frieden gefunden habe ich noch nicht, aber – mal sehen!
    Ich freu mich auf einen freundlichen Austausch und wünsch dir einen schönen Sonntag!

    Frederica


  3. Registriert seit
    20.11.2011
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    ich kämpfe, mein gewicht zu halten. ich mag mich nicht mit mehr kilos. an anderen frauen find ich es schön, ich mag füllige körper ganz gerne.
    aber an mir gefällt es mir nicht.

    muss allerdings dazu sagen, eine motivation für diesen kampf ist, dass ich mich auch nicht wohl fühle, wenn ich zu viel esse. was ich tue, je älter, desto mehr esse ich wegen stress, und ich bin eher mal angestrengt jetzt als früher.
    mich dann auch noch vollgestopft zu fühlen, macht die sache nicht besser

    deshalb kämpfe ich gegen diese art von esslust an. ohne sie nehme ich auch nicht zu.


  4. Registriert seit
    02.12.2014
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    509

    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Jein :)

    Ich war immer klein und zierlich, sehr schlank.
    Jetzt bin ich immer noch klein aber nicht mehr ganz so zierlich , aber ich versuche nicht mehr an das damalige Gewicht heranzukommen - ich bin relaxter.

    Was früher mein NoGo- Spitzengewicht war, bei dem ich die Notbremse gezogen habe, ist heute mein Normalgewicht, sogar ein bißchen mehr. Da sich das aber immer noch im „gesunden“ Rahmen befindet, ist das mittlerweile (nach mühseligem Lernprozess) für mich okay, weiter runter zu gehen würde beständiger Kampf bedeuten, das will ich nicht.

    Ich will/muss nur aufpassen, dass sich diese Grenze jetzt nicht schleichend noch weiter nach oben verschiebt, auch aus gesundheitlichen Gründen. Aktuell bin ich leicht drüber, woran ich mit Mini-Schritten arbeite, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg, aber auch das ist für mich okay.

    Aber ich muss zugeben, ich bin gespannt, wie ich das z.B. In zehn Jahren sehe - ob die Grenze dann doch noch weiter nach oben gegangen ist und ich trotzdem noch entspannt bin. Vor zehn Jahren hätte ich mir das auch noch nicht vorstellen können.

    Edit: und auch deshalb mache ich mich jetzt auf zu meinem Sonntagslauf ... ;)

  5. Avatar von Phyllis
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    gutes Thema welches mich auch immer wieder umtreibt...

    ich war noch NIE mit meinem Gewicht zufrieden.
    Mit 19 nach der Geburt meiner Tochter wog ich 75 kg bei 1,75. War also noch nie wirklich schlank, ich lag vorher immer so 72-73 kg.

    Dann die nächsten Jahre hatte ich 10 kg mehr bis zu den Wechseljahren - im letzten Jahr habe ich 5 kg zugenommen und wiege nun 88 kg,

    eindeutig zu viel. ….würde auch gern 10 Kilo abnehmen, es gelingt mir nicht weil ich nicht wirklich will. Fühle mich nicht unatraktiv da ich auch groß bin und gut proportioniert meine Schwachstelle ist mein Bauch das aber schon immer.

    Da ich selbst nähe und Mode sehr mag, habe ich viele schöne Sachen, trage 44-46

    ich schwanke hin und her zwischen Akzeptanz und Abnehmen.
    Fakt ist, mehr darf es nicht werden …

    ich esse sehr gern, zu viel und das falsche und aus den falschen Gründen, bin Belohnungsfresser (nach Feierabend ist es besonders schlimm)...
    "Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein"

  6. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Hallo,
    ach, was für ein netter Strang! Und alle so geerdet und angenehm hier - hoffentlich bleibt das so. Ich habe die letzte Zeit lauter Stränge gelesen, die mich so'n bisschen entsetzt haben, was den Tonfall und die fehlende gegenseitige Akzeptanz angeht. Ich laß mich mal hier nieder.

    Zitat Zitat von Phyllis Beitrag anzeigen

    ich schwanke hin und her zwischen Akzeptanz und Abnehmen.
    Lustig, genauso gehts mir auch. Völlig stimmungsabhängig.

    Ich war früher sehr dünn und bin jetzt nach wie vor nach landläufiger Tabellenangabe akzeptabel schlank (derzeit 60 kg bei 164 cm) - aber in jüngeren Jahren war das Erreichen von 54 Kilo schon die ultimative Katastrophe.
    Die Schwelle zum "gefühlten Problemgewicht" hat sich im Laufe der Jahre nach hinten verlagert.
    Aber vermutlich vergleicht man sich doch tendenziell mit dem eigenen früheren Ich und nicht mit anderen? Oder wie gehts euch??

    Jedenfalls schwanke ich zwischen "ich bin 50, Oma und nicht auf Partnersuche - scheixxxxegal auf fünfsechs überflüssige Kilos" und "geht mal GAR nicht, ich will nicht sukzessive mehr werden".

    Was mir leicht fällt: Gewicht zu halten. In meinem normalen Tagesablauf nehme ich nicht zu. Allerdings nehme ich auch nicht ab (offensichtlich weiß mein Körper ziemlich gut, was er an täglicher Zufuhr nötig hat und auch verbraucht) und was ich an Feiertagen oder in Urläuben ansetze - das bleibt mir eben erhalten.
    Abnehmen wird mit wachsendem Alter schwieriger, gerade auch, weil ich ungefähr die Hälfte der Zeit denke, die Waage kann mich mal kreuzweis' und ich reichlich Leute kenne, für die das hier eh' Jammern auf hohem Niveau ist.


    Zitat Zitat von Phyllis Beitrag anzeigen
    ich esse sehr gern, zu viel und das falsche und aus den falschen Gründen, bin Belohnungsfresser (nach Feierabend ist es besonders schlimm)...
    Bei mir beschränkt es sich auf "ich esse sehr gern".

    Schwer tu' ich mich mit dem, was als "Essen gegen Stress" bezeichnet wird. "Stress" ist für mich aus rein persönlichen Gründen ein totaler Anti-Hashtag, seit ich eine sehr lange Freundschaft vor einigen Jahren beendet habe, weil jedes Püpschen, jeder Handgriff und jeder Schritt als "Stress" vermarktet wurde. Dass es Menschen gibt, für die normales Vorsichhinleben mit natürlich einem gewissen Maß an Arbeit und Körpereinsatz der pure, nackte STRESS ist, macht mich ein bisschen nervös.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde


  7. Registriert seit
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen

    Schwer tu' ich mich mit dem, was als "Essen gegen Stress" bezeichnet wird. "Stress" ist für mich aus rein persönlichen Gründen ein totaler Anti-Hashtag, seit ich eine sehr lange Freundschaft vor einigen Jahren beendet habe, weil jedes Püpschen, jeder Handgriff und jeder Schritt als "Stress" vermarktet wurde. Dass es Menschen gibt, für die normales Vorsichhinleben mit natürlich einem gewissen Maß an Arbeit und Körpereinsatz der pure, nackte STRESS ist, macht mich ein bisschen nervös.
    vielleicht kann man auch von "anstrengung" sprechen? wobei die ja auch positiv sein kann.
    wenn ich mich aber anstrengen muss, obwohl ich nicht will oder eigentlich eine pause bräuchte, ist das für mich stress. und in solchen momenten, brauch ich die zur zunahme führende kohlehydratezufuhr, obwohl ich eigentlich keinen hunger habe.

    dass solcher stress nicht immer gleich eine katastrophe ist, geschenkt.

  8. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Ja, ich würde auch nicht abstreiten, dass es Menschen gibt, die Stress empfinden und die dann auch essen (müssen).
    Ich sag' nur, dass es für mich persönlich zum Reizwort geworden ist. Aus meinen ganz privaten Gründen.

    Davon ab, wenn man seinen Körper massiv fordert, dass der dann hinterher auch Hunger hat - ist ja sicher in gewisser Weise auch völlig normal. Das muss man ihm nachsehen, dem Körper...
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde


  9. Registriert seit
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Ich sehe einfach auch immer wie unzufrieden die erfolglosen Abnehmversuche machen. Eine Freundin von mir hat vor einigen Jahren 30 kg abgenommen, war sehr stolz auf sich und hat sich zwischenzeitlich fast alles wieder angefuttert, was sie todunglücklich macht. Aber was den meisten eben nicht klar ist - mit dem Abnehmen allein ist es nicht getan. Man muss sich ein Leben lang kasteien, um das Gewicht auf diesem niedrigen Niveau zu halten. Und dazu habe ich schlichtweg keine Lust, dazu ist mir meine Lebenszeit zu schade. Ich persönlich wäre mit 10 kg weniger nicht glücklicher sondern gestresster.
    Früher sagte man, in einem gewissen Alter müsse man sich zwischen Kuh und Ziege entscheiden.
    Dürre alte Frauen sind nicht per se hübscher als moppelige.
    Ich habe mich heute seit Monaten das erste Mal wieder auf die Waage gestellt und wiege das Gleiche wie immer. Ich trage auch die gleichen Klamotten wie schon vor 10 Jahren und sie passen mir noch. Ich esse das, was mir schmeckt und worauf ich Lust habe.
    Müsste aus gesundheitlichen Gründen mehr Sport machen, aber das ist eine andere Baustelle.


  10. Registriert seit
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Zitat Zitat von Mitternachtsblau Beitrag anzeigen

    Davon ab, wenn man seinen Körper massiv fordert, dass der dann hinterher auch Hunger hat - ist ja sicher in gewisser Weise auch völlig normal. Das muss man ihm nachsehen, dem Körper...
    ja, aber gerade das ist ja was anderes als das "stress"essen - da ist eigentlich nur der geist gefordert, der gar nicht viele kalorien verbraucht, aber trotzdem welche fordert.

    - ist grad mein persönliches projekt, ich versuche nur zu essen, wenn ich hunger habe. aber die psyche hat dann doch oft andere pläne

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