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  1. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    Caramac: oder einfach neidisch, weil „die Dicke“ sich was gönnt, obwohl sie dick ist. Es gibt Menschen, die sich füllig(er) und essen (trotzdem) gut gerne und machen sich keinerlei Gedanken. Während viele Schlanke sich alles verkneifen.
    Das stimmt so auch nicht unbedingt, dass Schlanke sich alles verkneifen.
    Ich hab' mir nie irgendwas verkniffen. Da tut der Hormonhaushalt so einiges dazu.

    Jetzt, in den Wechseljahren ist es eher so, dass ich mir manches verkneife, aber auch nicht grundsätzlich, sondern immer so temporär.
    Also, bei Abendeinladungen esse und trinke ich begeistert und mit Hingabe. Aber im Gegensatz zu früher (so bis 40) kann ich das nicht mehr täglich tun, ohne dass es sich auf der Waage bemerkbar macht.

    Moppelige Menschen, die gern essen und "sich was gönnen", finde ich absolut sympathisch.
    Problematisch fand ich hingegen eine (ehemalige) Freundin, die bei allen gesellschaftlichen Events krampfhaft ein Glas Wasser festhielt und mit finsterem Gesicht jedes leckere Häppchen ablehnte, weil sie "gerade auf Diät" war. Nur dass sie dabei zusehends immer mehr an Masse und obendrein immer schlechter gelaunt wurde. Da war irgendwo ein ganz massiver Fehler im System.

  2. Avatar von Suzie Wong
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Mitternachtsblau: das war auch ein wenig überspitzt (bewusst) formuliert. ;-) meine sehr schlanke Kollegin isst den ganzen Tag. Guter Stoffwechsel, Bewegung etc
    Meine Hobbies:

    (lesen, essen/backen/kochen/reisen/walken (ohne Hund))

  3. Moderation
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    zum Thema "verkneifen": Eines der echten Highlights meiner "zu dünn um mich wohlzufühlen"-Phase war, in den gut besetzten Starbucks zu gehen und einen Chocolate Mocha mit Sahne zu bestellen.

    Hat wahrscheinlich absolut keinen Hund interessiert, was ich für Kaffee trinke, aber nach Jahren der vorgestellten (und manchmal erfahrenen) saalweisen Mißbilliung wenn ein Moppel in der Öffentlichkeit was ißt, was kein ungewürztes Salatblatt ist, was das wie mit dem Maserati vorfahren: Take that!

    Wenn man schon Neurosen hat, sollte man auch mal Spaß damit haben.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Wahrscheinlich ist das aber auch eine Kopfsache bei "Dicken", dass "alle Leute
    ihnen zugucken" beim Essen. Oder ein eher deutsches Phänomen ?!
    Wir waren im Sommer gut 2 Wochen in GB unterwegs-und da waren wirklich viele
    "fülligere" Leute unterwegs, besonders jüngere und ganz junge.
    War mir vor Jahren noch nicht so aufgefallen.
    Die aßen aber völlig ungeniert alles mögliche, man sah kaum jemanden der kein Eis,
    coffee to go, oder irgend einen Snack dabei hatte, man hatte das Gefühl jeder dort
    aß ständig und überall, auch die "Dünneren" natürlich.
    Niemand schaute, das war ganz normal, wir aßen ja auch was unterwegs oder
    in Restaurants.
    Bei "Dünnen" ist es auch sehr nervig das man immer "Zustimmung" kriegt, wenn man
    sich zB. ein Eis mit Sahne bestellt oder so. "Sie können sich das ja leisten..."
    So als äße man ja eh kaum was. Das ist sicher nett gemeint, aber ich empfinde es so
    ähnlich als würde man als "Dicke" kritisch beäugt bei so einer Bestellung.....
    Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
    kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
    wir waren

    Aharon Appelfeld


  5. Registriert seit
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Zitat Zitat von gezeitenfrau Beitrag anzeigen
    Die aßen aber völlig ungeniert alles mögliche, man sah kaum jemanden der kein Eis,
    coffee to go, oder irgend einen Snack dabei hatte, man hatte das Gefühl jeder dort
    aß ständig und überall, auch die "Dünneren" natürlich.


    Niemand schaute,


  6. Registriert seit
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    an nationale Unterschiede glaube ich irgendwie nicht.

    An Projektion aber auf jeden Fall.

    Ich bin nicht dick - ich habe Phasen, wo ich sehr schlank bin und das Alter verzeiht hier nichts.
    Wenn ich dann nix esse, denken alle R. ist essgestört die A-Variante
    Wenn ich dann einen fetten irgendwas esse, denken alle R. ist essgestört - die B.-Variante

    Also, zumindest ist das was Rokeby denkt, dass die anderen denken. Ich höre halt immer "iss' mal was g'scheits"
    Wenn ich irgendwas habe, kommt immer irgendeiner daher und erklärt mir, das habe ich, weil ich kein Fleisch esse


    Da treffen 2 Phänomene des Menschseins zusammen:

    1. Projektion. Ich unterstelle anderen meine eigenen unausgegorenen Gedanken/Gefühle - weil ich mich irgendwie nicht so gut fühle, wenn ich soooo schlank bin...

    2. Narzissmus. Ich halte mich für den Mittelpunkt des Universums Alle, alle, alle haben nix zu tun außer einem zu beobachten.

    Darüber hinaus gibt es zig Personen, die tatsächlich das Verhalten der anderen kommentieren und bewerten.
    Meist, weil sie mit dem, was sie bei anderen bewerten, selber ein Thema haben.
    Wiederum Projektion.

  7. Moderation
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Zitat Zitat von gezeitenfrau Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich ist das aber auch eine Kopfsache bei "Dicken", dass "alle Leute
    ihnen zugucken" beim Essen. Oder ein eher deutsches Phänomen ?!
    Von Amerikaner(innen) hör ich das auch und die haben auch die Erfahrung daß sie eben gelegentlich auch persönlich oder in Hörweite angemacht werden für das, was sie essen, oder *daß* sie essen (oder Sport treiben) wenn sie Moppel sind.

    Ein Dutzend solcher Bemerkungen ist mehr als genug, um die Hypothese "ich werde beobachtet" zu festigen, denn Unverschämtheit ist relativ selten, man kann also annehmen, daß ein Dutzend hörbar Unverschämte auf ein vielfaches an nicht-Unverschämten kommt, die die Klappe halten oder erst reden, wenn man sie nicht mehr hört. Und dann kommen ja noch die Bemerkungen über Dritte hinzu.

    Paranoia ist heilbar, spenden auch Sie!
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


  8. Registriert seit
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Das ist nix anderes, wie beim Körper.
    Stellen, die eh schon lädiert sind, Wunden, die nicht gut verheilt sind tun bevorzugt weh. Mehr weh, wenn man mal anrempelt. Länger weh. Wieder weh. Brechen gerne erneut auf.

    Und leider leider haben Menschen auch immer einen Instinkt für die Schwächen der anderen. Daher kommen dann die dummen Bemerkungen zu Essen, Figur, Kurzhaarfrisuren

    Jemandem mal gepflegt schnell eine reinwürgen. Sich an jemandem abreagieren, weil man sonst platzt, denn man hat vorher selber eine reinbekommen, vom Chef, vom Mann, von der Mami.
    Das hat meistens gar nichts mit der Person zu tun. Auch nicht mit deren Gewicht und Essgewohnheiten. Die läuft bloß vor die Flinte. Und Menschen mit "Auffälligkeiten" sind halt sichtbarer. Auch für halbblinde Jäger.


    Es hilft aber schon, wenn man sich immer wieder sagt, "Ich kann nicht wissen, was andere denken".

  9. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Es hilft aber schon, wenn man sich immer wieder sagt, "Ich kann nicht wissen, was andere denken".
    Das ist die Basisversion.

    Die Erweiterung heisst "Mir ist vollkommen egal, was andere Menschen denken."

    Ich kultiviere das seit Jahrzehnten. Das Denken anderer Personen kann ich gar nicht beeinflussen, also bin ich besser beraten, wenn es mir vollkommen egal ist.
    Wobei das nicht nur um Essen und Optik geht, sondern ganz generell in allen Lebenslagen.
    Jeder andere Mensch hat das Recht, mich ganz und gar unmöglich zu finden. Davon abgesehen findet der Löwenanteil der Menschen mich vermutlich gar nicht irgendwie, weil ich in den allermeisten Leben anderer einfach keine Rolle spiele.

    Wenn man sich das oft genug vor Augen hält, verinnerlicht man das. Das ist sehr entspannend, finde ich.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde


  10. Registriert seit
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    AW: Den Kampf mit dem Gewicht aufgeben -Frieden finden

    Im Grunde reicht es ja schon, wenn, sagen wir, 10 % der Menschen abfällig über Dicke denken und einige von denen das auch äußern, um zum Schluss zu kommen, dass mehr als genug Menschen abfällig denken, ist ja auch richtig. Und von mehr als genug kommt man dann eben schnell auch auf "alle".
    Wobei jetzt, wo ich dies schreibe, fällt mir ein, dass ich (war es auf zeit online?) erst kürzlich den Bericht einer dicken Anwältin gelesen habe, die ihre Mandanten vor dem ersten Treffen vorwarnte mit "Ich bin die dicke Frau mit den Ordnern unterm Arm" oder ähnlich. Und diese Vorwarnung hielt sie für nötig, weil sie davon ausging, dass andernfalls ihre Mandanten nicht auf den Gedanken kämen, dass eine dicke Frau eine derartige Kompetenz habe.

    Ich persönlich kann ausschließen, dass ich Menschen aufgrund ihres Gewichts abwerte, ich stelle auch keinen Zusammenhang zwischen Gewicht und Sympathiefaktor fest.

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