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  1. Avatar von twix25
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    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Ich hatte nie wirklich Probleme, neue Menschen kennen zu lernen und da wurden z.t auch Freundschaften draus

    Als ich in einer neuen Lebensphase mal gesucht habe, war das nicht erfolgreich

    Andrerseits wurden mir ein paar Jahre später plötzlich einige ! neue Menschen geschenkt, die ich nicht mehr missen möchte

    Will sagen, alles kann, nix muß
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  2. Inaktiver User

    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Also ich fühlte mich ne Zeitlang fast schlecht oder komisch, dass die Kontaktaufnahmen ganz alter Schulfreundinnen nicht wieder in neue Kontakte führten.

    Und das ganz eindeutig - weil ich es nicht wollte.

    Ich bin heute eine Andere.
    Früher drehte sich immer viel um sich brauchen.

    Heute geht es mir um Leichtigkeit, Kommunikation und auch Abenteuerlust.

  3. Avatar von Alwa
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    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Also ich fühlte mich ne Zeitlang fast schlecht oder komisch, dass die Kontaktaufnahmen ganz alter Schulfreundinnen nicht wieder in neue Kontakte führten.

    Und das ganz eindeutig - weil ich es nicht wollte.


    .
    Ja, das ging mir genauso. Einerseits freute ich mich die eine oder andere wieder zu treffen und fand auch unsere Unterhaltung sehr schön, das war es merkwürdigerweise dann auch schon. Weder von meiner Seite noch von den anderen kam es zu einer erneuten Kontaktaufnahme . Wahrscheinlich hat man sich tatsächlich einfach zu sehr auseinandergelebt. Aber enttäuscht hat mich das nicht. Enttäuschungen mit ehemaligen Schulfreundinnen fanden zu anderen Zeiten statt und sind schon lange her.

  4. Inaktiver User

    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Mal zum Eingangsposting zurück:

    Es sind wirklich nicht alle Menschen so: an keinem Dialog - nicht an ihrem Gegenüber interessiert.
    Aber, es ist manchmal wie ein Erwachen aus einer schönen Seifenblase wenn einem so ein Verhalten auffällt.

    Am besten ist - finde ich immer wieder - man macht sich selber auf die Socken.
    Mein Programm ist ne Mischung von Bewegung und Kultur.

    Nach einem Konzertbesuch, Museumsbesuch etc. fühle ich mich immer besser.
    Glücklicherweise ist das Angebot heutzutage in fast jeder Stadt riesig....

    Im Zweifelsfalle geht man alleine los...
    auch wenns anfangs gewöhnungsbedürftig ist....

    Manchmal hilft es sogar Mitglied in einer dieser Clubs zu werden.
    Da muss man dann nämlich.
    Ich bin in so einem Kulturverein, wenn ich da die Angebote nicht wahr nehme bin ich erst mal gesperrt. Das hat mich schon so einige Male bewogen mich doch aufzuraffen.


  5. Registriert seit
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    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Warum justieren die Schreiberinnen, die in einer extrem asymetrischen - ungleichgewichtigen- Nicht-freundschaft sind nicht diese neu ?
    Weil das schwierig ist.
    Weil das Ansprechen eines Verhaltens häufig missverstanden wird. Dazu gehört, dass wir uns selbst oft nicht gut ausdrücken können (das wird leider nicht in die Wiege gelegt) und- ganz wichtig- viele Menschen alles immer sofort persönlich als Angriff verstehen.

    Ansprechen ist unglaublich schwierig und die Gefahr, in Endlosdiskussionen, Streit und Stress zu enden- sehr groß.
    Grenzen ziehen und gehen, kann man natürlich immer.........was dann - im gar nicht so unwahrscheinlichen Fall- dazu führt, dass wir gar keinen Menschen mehr als Freund haben. Das möchte man ja auch nicht, dann lieber mit weniger Anspruch diese Beziehung erhalten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    wieso suchen sich die Schreiberinnen, die tiefgründige - interessante - anregende Gespräche vermissen nicht Themen aus die sie - die Schreiberinnen - nicht die Welt - interessieren udn versuchen darüber eine Diskussion - einen Diskurs - einen Monolog anzufangen. Dann muss das Gegenüber reagieren.
    Jetzt solll man das Verhalten, was man beim anderen ablehnt, einfach selbst ausleben? Mit welchem Erfolg?
    Wir erleben, dass wir so einem "Monolog-isten" nicht mehr zuhören und das ist dann jetzt das Ziel? ich glaube kaum

    Wenn es um wirkliche Zuwendung und offene Bereitschaft geht- kann ich doch kein Zwangsmuster verwenden!
    Damit kommt man an kein Ziel- außer man will nur drauflosreden.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das dritte - warum suchen sie so wenig 50plus minus Frauen / Männer neue Bekannte, mit denen sie Interessen - Ideen und Werte teilen ?
    Und WO findet man die?
    Das Thema ist doch weit verbreitet und wenn das so leicht wäre- würden es wohl alle machen.

    Beim Verfolgen dieses stranges hab ich die Tage immer wieder überlegt, was denn so anders in jungen Jahren ist? Warum wir die Kontakte dort anders erleben als heute mit ü50?

    Ich glaube, es liegt daran, dass wir als junge Menschen unsere Identität suchen und damit noch ganz aufgeschlossen auf die Welt und die Menschen darin zugehen.
    Als Jugendliche hab ich Bravo gelesen und wollte aussehen wie Nena oder Kim Wilde (tagesformabhängig). Man kleidete sich wie diese, ließ sich die Frisuren schneiden und orientierte sich an diesen "tollen Vorbildern"- wollte sein, wie diese.
    Etwas, was die Jugend immer an sich hat- heute ist das nicht anders- es gibt halt Handy statt Bravo

    In dieser Orientierungsphase verbinden sich junge Menschen ganz leicht mit anderen Menschen- viel muss erst erlebt, erprobt werden, man ist noch weich und formbar und sucht den Abgleich zu sich selbst.

    Mit zunehmendem Alter wird das immer weniger- als wenn man einen Freizeitpark besucht und irgendwann jedes Fahrgeschäft ausprobiert hat- reduziert sich dieses nach-außen-gerichtet immer weiter und weiter.
    Letztlich steckt dann jeder in seinem Leben, hat starre Strukturen durch Beruf, Familie, Partnerschaft- hat gelernt, wie man ein guter Teil der Gesellschaft wird und ist häufig überfrachtet von dem, was man alles "tun sollte" (wir wissen doch alle, was ein gutes Mitglied dieser Gesellschaft zu erfüllen hat, stimmts?)

    Letztlich gibt es viele Faktoren, die dazu beitragen, dass wir immer unbeweglicher werden (da nützt auch kein Yoga).
    Mit ü50 hat man schon viel erlebt und so "erwachsen" wir auch sein mögen, in uns drin bleibt der Wunsch nach Verständnis und Verbundenheit.
    Gerade das wird sicherlich bei vielen Menschen als massiver Mangel erlebt (unbewusst) und dann gibt es nur noch ein "ich nehm, was ich kriegen kann"- hauptsache selbst reden- "ich ich ich" und "keine Zeit".

    Zufrieden wird keiner dabei- das ist das traurige Resultat.
    Darüber in Ruhe reden ist schwierig, denn wir müssten uns zeigen wie wir sind......wer möchte dsa schon?

    Ich glaube, dass diese Enttäuschungen zum Leben dazugehören und es letztlich nur darum geht, wie wir damit umgehen.
    Ich habe die Wahl.
    Ich kann mich von den Menschen abwenden und immer isolierter werden oder ich finde einen Weg damit umzugehen (das wird sehr vielschichtig aussehen).

    Das sich alle "Enttäuschten" zusammenfinden, finde ich eine schöne Idee, die hier im strang vorkam- dass diese Enttäuschungen dann aber wieder ganz individuell sind, würde sich dann sehr schnell heraus kristiallisieren und die Enttäuschten wären von den Enttäuschten enttäuscht so einfach ist es nicht

    Am Ende bleibt also die Frage:
    Was genau möchte ich? und- was kann ich zu dieser Erfüllung selbst beitragen?
    Geändert von kenzia (30.04.2018 um 09:25 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Liebe kenzia,
    da sprichst du aber mal einen guten Punkt an!!!!

    Natürlich hatte ich auch versucht - gerade bei der Freundin zum Beispiel die mich über "stay-friends" gefunden hatte die Weichen neu zu stellen.

    Das gipfelte und endete dann: komisch warste schon immer.....
    und dem Tipp mir demnächst auf dem Bild ein anderes Kleid anzuziehen, das Muster macht mich noch kleiner.....
    nett, nicht wahr?

    Ehrlich gesagt, ich war wirklich getroffen und traurig.

    Eigentlich hätte ich ja so gerne diese Freundschaft wieder aufgenommen - aber eben mit anderen Inhalten gefüllt - und vor allem anderen Aktivitäten.

    Es ist ja auch schön in Erinnerungen zu schwelgen.
    Was wir damals so alles zum Vorglühen gehört haben: Vicky zum Beispiel: nein, sorg dich nicht um mich - du weißt ich liebe das Leben.....

    Leider reicht das dann eben oft nicht mehr.....

    Und irgendwann wird man dann eben auch reservierter.
    Eigentlich ist ja schon der Tatbestand - in einem Schwimmbad seine einstmals frühere beste Freundin zu treffen genug um wieder anzuknüpfen. Wenn dann aber so nüscht mehr rüber kommt....

    Unter ist so - oder normal hake ich das nicht ab.
    Als Tatsache schon.

    Vertrautheit kann ich auch in neuen Beziehungen finden.

  7. Avatar von Septima
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    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Ansprechen ist unglaublich schwierig und die Gefahr, in Endlosdiskussionen, Streit und Stress zu enden- sehr groß.
    Grenzen ziehen und gehen, kann man natürlich immer.........was dann - im gar nicht so unwahrscheinlichen Fall- dazu führt, dass wir gar keinen Menschen mehr als Freund haben. Das möchte man ja auch nicht, dann lieber mit weniger Anspruch diese Beziehung erhalten.
    Für mich wäre es enttäuschend, eine Freundschaft nur erhalten zu können, wenn ich meine Ansprüche herunterschraube.
    Dann wäre es die einfach die falsche Person. Eine endgültige Distanzierung ist doch wesentlich befreiender als ein "eieriger" Kompromiss mit schalem Beigeschmack.

    Beim Verfolgen dieses stranges hab ich die Tage immer wieder überlegt, was denn so anders in jungen Jahren ist? Warum wir die Kontakte dort anders erleben als heute mit ü50?

    Ich glaube, es liegt daran, dass wir als junge Menschen unsere Identität suchen und damit noch ganz aufgeschlossen auf die Welt und die Menschen darin zugehen.
    Als Jugendliche hab ich Bravo gelesen und wollte aussehen wie Nena oder Kim Wilde (tagesformabhängig). Man kleidete sich wie diese, ließ sich die Frisuren schneiden und orientierte sich an diesen "tollen Vorbildern"- wollte sein, wie diese.
    Etwas, was die Jugend immer an sich hat- heute ist das nicht anders- es gibt halt Handy statt Bravo
    Das mag für dich vielleicht gelten. Ich habe meine Identität schon lange gefunden und gehe trotzdem noch unvoreingenommen und "ganz aufgeschlossen auf die Welt und die Menschen darin zu".
    Das Bedürfnis mich optisch zu einem Klon irgendwelcher Leute aus der Unterhaltungsindustrie herzurichten, kam bei mir nie auf und damit bin ich mit Sicherheit nicht die Einzige auf diesem Planeten.

    Mit zunehmendem Alter wird das immer weniger- als wenn man einen Freizeitpark besucht und irgendwann jedes Fahrgeschäft ausprobiert hat- reduziert sich dieses nach-außen-gerichtet immer weiter und weiter.
    Kann man das wirklich so verallgemeinern?
    Muss dieses Sturm- und Dranggefühl, dieser Wissensdurst, die Lust Neues und damit auch andere Menschen überhaupt oder noch besser kennenzulernen tatsächlich versiegen?
    Bedingt durch meine Arbeit und meine Hobbys lerne ich immer wieder neue Menschen kennen. Daraus ergeben sich oft Freundschaften oder zumindest gute Bekanntschaften. Ich sehe dies grundsätzlich als Erweiterung meines Horizonts, selbst wenn mal der eine oder andere "Monologist" darunter sein sollte. Vielleicht kann ich von ihm noch etwas lernen. Umgekehrt habe ich auch keine Hemmungen, ihn zu stoppen, wenn es ausartet.

    Letztlich steckt dann jeder in seinem Leben, hat starre Strukturen durch Beruf, Familie, Partnerschaft- hat gelernt, wie man ein guter Teil der Gesellschaft wird und ist häufig überfrachtet von dem, was man alles "tun sollte" (wir wissen doch alle, was ein gutes Mitglied dieser Gesellschaft zu erfüllen hat, stimmts?)
    Ich sehe da nur bedingt einen Widerspruch, setze mich allerdings auch mal über geltende Konventionen hinweg, wenn es mir sinnvoll erscheint.

    Letztlich gibt es viele Faktoren, die dazu beitragen, dass wir immer unbeweglicher werden (da nützt auch kein Yoga).
    Es liegt doch nur an uns, diesen Panzer an Unbeweglichkeit abzuschütteln, uns von vorgegebenen starren Richtlinien und Ritualen zu trennen.

    Ich glaube, dass diese Enttäuschungen zum Leben dazugehören und es letztlich nur darum geht, wie wir damit umgehen.
    Ich habe die Wahl.
    Ich kann mich von den Menschen abwenden und immer isolierter werden oder ich finde einen Weg damit umzugehen (das wird sehr vielschichtig aussehen).
    Sich von Menschen, die bestimmte Erwartungshaltungen nicht erfüllen oder gar eine personifizierte Enttäuschung darstellen zu trennen, führt doch nicht automatisch in die Isolation. Man muss auch nicht leiden als Folge von Abstrichen, die man nur macht, um das Verhältnis als Kompromisslösung aufrecht zu erhalten. Damit steht man sich doch nur selbst im Weg.
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
    Seize the Day, Heaven Can Wait
    If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
    Allegro con brio


  8. Registriert seit
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    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Für mich wäre es enttäuschend, eine Freundschaft nur erhalten zu können, wenn ich meine Ansprüche herunterschraube.
    Dann wäre es die einfach die falsche Person. Eine endgültige Distanzierung ist doch wesentlich befreiender als ein "eieriger" Kompromiss mit schalem Beigeschmack.
    Und aus deinen Zeilen lese ich, dass du keinesfalls an Einsamkeit oder wenigen Kontakten leidest.
    DANN- lässt sich das, was du schreibst auch locker umsetzen.
    Wie schwer es ist, ist - wie wohl so oft im Leben- erst dann nachzuvollziehen, wenn man wirklich nur noch wenige Menschen hat und eine Entscheidung tatsächlich folgenschwer aussehen kann.

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Das mag für dich vielleicht gelten. Ich habe meine Identität schon lange gefunden und gehe trotzdem noch unvoreingenommen und "ganz aufgeschlossen auf die Welt und die Menschen darin zu".
    Nun- wunderbar, wenn du das von dir so sagen kannst.
    ich habe wirklich schon viele Menschen erlebt, die sich von der Welt abkehren, weil sie "genug" haben.
    Ich selbst gehöre übrigens nicht dazu- ich sehe mich selbst im Mittelfeld von "Tür zu- bis- Tür auf".
    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Das Bedürfnis mich optisch zu einem Klon irgendwelcher Leute aus der Unterhaltungsindustrie herzurichten, kam bei mir nie auf und damit bin ich mit Sicherheit nicht die Einzige auf diesem Planeten.
    Die Einzige auf diesem Planeten sicher nicht und irgendeine Orientierung wirst auch du durchlaufen haben- kaum bist du schon so geboren
    Die Suche nach Orientierung- die bei vielen jungen Menschen abläuft- wirst du kaum absprechen können. Oder wie alt wird der Durchschnitt der Kardashian- Fans sein?

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Kann man das wirklich so verallgemeinern?
    Muss dieses Sturm- und Dranggefühl, dieser Wissensdurst, die Lust Neues und damit auch andere Menschen überhaupt oder noch besser kennenzulernen tatsächlich versiegen? .
    Nein- und das sagt auch niemand!
    Es IST einfach nur so- schau dich um und du wirst genau das immer wieder finden.
    Es wird auch nicht ganz versiegen- das glaube ich noch nicht mal- nur kostet auch das Energie und wenn mein Alltag schon alles auffrisst- wie soll da noch was für "Neues" übrig bleiben? Wie oft will man ins Kino, nimmt es sich vor und landet auf der Couch, weil einfach zu müde....? Das ist doch keine Seltenheit sondern kennen doch sicher viele.

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Bedingt durch meine Arbeit und meine Hobbys lerne ich immer wieder neue Menschen kennen. Daraus ergeben sich oft Freundschaften oder zumindest gute Bekanntschaften. .
    Ja- bei dir ist das so.
    Viele andere lernen keinesfalls "immer wieder neue Menschen kennen" auf der Arbeit kennen und haben gar kein Hobby. und nu??
    Es ist schön, wenn dein Leben so läuft- nur ist das bei jedem Menschen anders.

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Es liegt doch nur an uns, diesen Panzer an Unbeweglichkeit abzuschütteln, uns von vorgegebenen starren Richtlinien und Ritualen zu trennen.
    Und in der Theorie ist das ein Argument, gegen das man nichts sagen kann.
    Theoritisch gibt es sowieso kaum bis keine Probleme

    Die Realität sieht anders aus und es ist unglaublich schwer aus seinen STrukturen auszubrechen oder sich gar von "Ritualen zu trennen" (das ist ein gewaltiges Ausmaß!
    Kein Mensch macht das "mal einfach so"- zudem hätte das Auswirkungen auf das komplette Leben.
    Genau deshalb IST es ja so schwer etwas zu verändern- weil alles immer auch Auswirkungen auf alles andere hat. Und diese Konsequenzen sind oft genug zu weitreichend- so das unsere "Unbeweglichkeit" dann plötzlich wieder sehr viel Sinn bekommen kann (wenn wir hinschauen).

    Zitat Zitat von Septima Beitrag anzeigen
    Sich von Menschen, die bestimmte Erwartungshaltungen nicht erfüllen oder gar eine personifizierte Enttäuschung darstellen zu trennen, führt doch nicht automatisch in die Isolation. Man muss auch nicht leiden als Folge von Abstrichen, die man nur macht, um das Verhältnis als Kompromisslösung aufrecht zu erhalten. Damit steht man sich doch nur selbst im Weg.
    DAs stimmt- aber so zu denken ist eine Entwicklung, zu der man auch erst einmal kommen muss (kann wiegesagt sehr schwer sein)
    Und wer das Gefühl hat, sein Leben lang "zu wenig zu bekommen", der wird sich noch schwerer tun......

  9. Avatar von Septima
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    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Zitat Zitat von kenzia Beitrag anzeigen
    Die Einzige auf diesem Planeten sicher nicht und irgendeine Orientierung wirst auch du durchlaufen haben- kaum bist du schon so geboren
    Die Suche nach Orientierung- die bei vielen jungen Menschen abläuft- wirst du kaum absprechen können. Oder wie alt wird der Durchschnitt der Kardashian- Fans sein?.
    Natürlich hatte ich Vorbilder, aber ich wollte nie so aussehen wie sie und als ihr Spiegelbild durch die Gegend laufen.
    Das wäre nun wirklich eine sehr einseitige und oberflächliche Orientierung. Ich wollte immer ich selbst sein und auch niemandem optisch verwechselbar ähnlich sehen. Mal ganz abgesehen davon war eins meiner großen Vorbilder schon immer Ludwig van Beethoven und so wollte ich nun wirklich nicht aussehen.
    Kardashian- Fans kenne ich keine und das bedaure ich nun überhaupt nicht.
    Mit der Orientierung meiner Kinder war ich übrigens prinzipiell immer sehr zufrieden.
    Du beschreibst vieles so einseitig negativ und hoffnungslos und manches auch sehr allgemeingültig wie beispielsweise hier:
    Zitat Zitat von kenzia
    In dieser Orientierungsphase verbinden sich junge Menschen ganz leicht mit anderen Menschen- viel muss erst erlebt, erprobt werden, man ist noch weich und formbar und sucht den Abgleich zu sich selbst.

    Mit zunehmendem Alter wird das immer weniger- als wenn man einen Freizeitpark besucht und irgendwann jedes Fahrgeschäft ausprobiert hat- reduziert sich dieses nach-außen-gerichtet immer weiter und weiter.
    Manches ist durchsichtiger als es scheint.
    Gewaltig ist der Unterschied zwischen x und u!
    Ein Piratenboot ist kein Kirchenschiff.
    Seize the Day, Heaven Can Wait
    If you could read my mind, love, what a tale my thoughts could tell....(Gordon Lightfood)
    Allegro con brio
    Geändert von Septima (30.04.2018 um 12:24 Uhr) Grund: Ergänzung

  10. Moderation
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    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Ich bin generell kein großer Fan vom "Ansprüche herunterschauben" -- das hat so etwas von Selbstverleugnung und "Veilchen im Moose".

    Aber kein Mensch ist eindimensional. Das Auto mag vielleicht nur mit 98-Oktan-Sprit laufen und nicht mit Heiz- oder Rapsöl, Spiritus oder Normalbenzin, aber als Mensch will man eine ganze Menge verschiedener Sachen. Manche kriegt man, manche nicht, manche nicht jetzt.

    Im Zweifelsfall nehme ich unter den Sachen, die ich will, das, was zu haben ist.

    Zeit spielt auch eine Rolle.

    Ich merke, daß meine Toleranz für Marotten zugenommen hat, wenn es sich um liebe, freundliche, wohlwollende Menschen handelt, und meine Toleranz für die Abwesenheit von Freundlichkeit und Wohlwollen immes gering geworden ist.

    Ich bin direkter und kann besser mit Direktheit leben, als als Teenager, wo ich so sicher war, daß all dieses Höflichkeitsgeschwafel nicht nur unnötig sondern geradezu verwerflich ist. (Überraschend, das -- und irgendwie auch gar nicht.) Treffen müssen nicht mehr so häufig sein, das "beste und allerbeste Freundin"-Getu ist Schnee von gestern, manche Themen sind nicht mehr interessant, andere interessanter.

    Meine Ansprüche müssen dazu passen, wer ich bin, was mir wichtig ist, und wie ich lebe. Die Ansprüche, die ich vor 40, vor 35, vor 30 Jahren hatte, sind nicht nur übers Mindesthaltbarkeitsdatum, sie sind über die Wuppe. Sind die neuen "Kompromisse"? Nicht mehr als die alten.

    Also: Herunterschrauben -- nein. Regelmäßig updaten -- ja.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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