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  1. Avatar von Suzie Wong
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    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Ich für meinen Teil kann mir auch erklären, warum das so ist. Ich war schon immer gerne alleine, war nie eine Partymaus. Trotzdem (?) habe ich zumindest als Single ein sehr aktives Sozialleben geführt. Ich hatte einen Sack an Freundinnen und - gebe ich zu - ich war auch ab und zu/selten mit Leuten unterwegs, bei denen es tlws noch nicht mal 50 % gepasst hat. Das ging bis Mitte/Ende 30. Seitdem bin ich mit Mr Wong zusammen. Er ist sicher auch ein Grund, aber NICHT NUR der Grund, warum ich selbstbewusst sagen kann: ich genüge mir und eine Kl Schar von Menschen. Tatsächlich ist es auch ein Zeitfaktor. 40-Std-Job und Haushalt - das lässt nicht viel Zeit und die wenige will ich verbringen, wie ICH will. Jemand schrieb, dass das Entfernen von alten Freunden einfach ein Zeichen der Zeit sein kann. Ich lasse das mittlerweile laufen. Es muss nicht alles „rosa“ sein. Es ist schade, wenn alte Freundschaften nicht mehr erfüllend sind, aber meist sind sie es dann tatsächlich von beiden Seiten und man sollte mutig sein und einen Cut machen. Man muss ja keine dramatische Abschiedsszene hinlegen. ☺️

    Aus einer langjährigen Freundschaft ist zB ein lockeres 1 Mal-im-Jahr-Treffen geworden. Das hier schreibe ich mit dem „Luxus“ (das kann jede sehen wie sie will), dass ich nicht alleine bin. Andere würden sagen: schrecklich, ich hätte lieber keinen Mann (inkl Suzies Denke) und dafür 5 gute Freundinnen. Ich lerne Gottseidank gut und schnell Leute kennen, und wie ich hier schon oft schrieb: ich brauche nicht diese tiefe Verbundenheit, mir reicht ein guter/netter sozialer Austausch, meine Erwartungshaltung ist (nicht mehr) so hoch. Das ist nicht das Ergebnis gr Enttäuschungen, sondern eher realistischer Erfahrungen und Einsichten: die meisten kreisen um sich selbst und meinen es nicht (!) böse. Menschen, die so viel verlangen, wirken oft anstrengend.

    Eine sehr gute Bekannte (irgendwie habe ich gemerkt, dass mir für das „Freundin“ was fehlt) beschwert sich oder ist immer wieder enttäuscht, wenn Mitmenschen an ihren (ein Problem ist selbst gemacht, das andere ist wirklich traurig) Anteil nehmen, aber diese Erwartungshaltung ist a. zu absolut und anstrengend und b. sollte man selbst auch dieses (!) Maß an Interesse vorgeben.

    😮 wieviel habe ich denn jetzt geschrieben ...
    Und ohne Absätze ...😉 die ich jetzt einfüge
    Geändert von Suzie Wong (22.04.2018 um 09:11 Uhr) Grund: Absätze, Kl Tippis

  2. Inaktiver User

    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Das hast Du sehr gut geschrieben Suzie Wong. Ich erkenne mich da absolut wieder.

    Ich habe zwar keinen Partner, dafür aber - für meine Begriffe - ein ausreichend stabiles soziales Umfeld, was mir ehrlich gesagt bei Vollzeit Berufstätigkeit auch reicht. Daneben mein Hobby wieder begonnen, was auch zeitintensiv ist.

    Wenn ich heute neue Menschen kennenlerne, bin ich freundlich zugewandt und lasse es laufen.

    Anstrengend empfand ich eher die Menschen, die selbst gemachte Probleme zum einen als solche nicht erkannten und zum anderen lösungsresistent waren. Heute sage ich mir: Selbst verursacht und auch selbst zu lösen. Bei vielem kann man auch nicht helfen, nur zuhören (was viele ja auch nur wollen). Ist mir aber schon lange nicht mehr untergekommen.

    Fiel mir nur so ein, als ich das Wort "anstrengend" las .


  3. Registriert seit
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    12.374

    AW: Enttäuscht von Menschen!

    vielleicht muss man mehr zusammen leben und weniger reden, um eine freundschaft interessant zu halten.
    wenn alles "tun" mit partner bzw. familie stattfindet, kann sich in den freundschaften vielleicht nicht mehr so viel abspielen, was der freundschaft neue nahrung gibt?

    aber vor allem glaube ich, dass viele leute gesettelt und festgefahren leben mit 50 und 50+ - die partnerschaft ist gesetzt, das ökonomische gerüst steht, die neugier lässt nach... über was will man dann noch groß reden...

    ich erlebe auch speziell frauen auch leider selten so, dass man dann halt auf unpersönliche terrains wie politik oder kultur gehen kann. mit männern ist das einfacher.

    zum glück habe ich in meinem umfeld einige sehr lebendige geister, für die noch längst nicht alles klar ist.

  4. Inaktiver User

    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Zitat Zitat von ambiva Beitrag anzeigen
    die neugier lässt nach... über was will man dann noch groß reden...
    Ich erlebe das genau anders. Wenn ich neue Leute kennenlerne, stelle ich eher fest, dass "Neugier" eher Dinge zutage fördert, die mich langweilen.

    Zitat Zitat von ambiva Beitrag anzeigen
    zum glück habe ich in meinem umfeld einige sehr lebendige geister, für die noch längst nicht alles klar ist.
    Ja, ich zum Glück auch. Und zum Glück sind das alles Leute, die keine Stränge in der Bri aufmachen, weil wir uns nicht ständig sehen und uns gegenseitig tiefste Gefühle gestehen.

  5. Avatar von Hair
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    AW: Enttäuscht von Menschen!

    PN
    Geändert von Hair (22.04.2018 um 14:48 Uhr)

  6. Avatar von Alwa
    Registriert seit
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    519

    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Von allen Menschen bin ich nicht enttäuscht. Eigentlich doch nur von denen , denen ich mich freundschaftlich verbunden wähnte, die aber nicht dasselbe unter Freundschaft verstehen wie ich. Dann könnte man sagen, dass die Erwartungen zu hoch gewesen sind. Aber was sollte man unter Freundschaft gerade auch in unserem Alter verstehen oder ist das eine alterslose Frage bzw eine Definition die nicht altersgebunden ist?

  7. Inaktiver User

    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Zitat Zitat von Alwa Beitrag anzeigen
    Aber was sollte man unter Freundschaft gerade auch in unserem Alter verstehen oder ist das eine alterslose Frage bzw eine Definition die nicht altersgebunden ist?

    Ich würde eher sagen, ein "sollte" gibt es da ganz sicher nicht. Wer sollte () das denn bestimmen?

  8. Moderation
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    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Zitat Zitat von Alwa Beitrag anzeigen
    Dann könnte man sagen, dass die Erwartungen zu hoch gewesen sind.
    Ich verstehe dich so, daß du auch gewisse Probleme mit "deine Erwartungen sind zu hoch" hast?

    Klar, es gibt durchaus und immer wieder zu hohe Erwartungen: Daß Freunde telepathisch sind, daß Freunde immer das gleiche Wertsystem haben wie man selber, daß die Zeit Leute nicht ändert, daß es nicht mal besser und mal schlechter läuft...

    Aber zu niedrige Erwartungen sind auch respektlos, und obendrein reduziert man seine Chancen, zu kriegen, was man will, wenn man es nicht einmal versucht.

    Ich erwarte, daß ich mit meinen Freunden gerne Zeit verbringe. Wenn diese Erwartung ständig nicht erfüllt wird, ist es nicht meine Erwartung, die falsch ist, sondern etwas anderes.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Inaktiver User

    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Es ist doch eigentlich bekannt, dass es ungeheuer schwierig ist, einen Menschen zu finden, mit dem man sich gut versteht, der die eigenen (Wert)Vorstellungen teilt und der sich von einem genau so angezogen fühlt, wie man selbst sich hingezogen fühlt - bei Liebesbeziehungen ist uns das doch auch klar, warum nicht bei Freundschaften? Warum sollte es da anders laufen?
    Und manchmal passt man einfach nicht (mehr) zusammen.


  10. Registriert seit
    08.08.2016
    Beiträge
    1.759

    AW: Enttäuscht von Menschen!

    Zitat Zitat von Marta-Agata Beitrag anzeigen
    Ich lese viel Überheblichkeit in den Postings hier - alle oberflächlich, außer mir ...

    Suzie ist da ehrlicher, wenn sie sagt "ICH bemerke bei MIR ... eine .. Lustlosigkeit anderen Menschen gegenüber. ICH engagiere mich nicht mehr richtig, ... , es tangiert MICH nicht."

    Wenn hier "angemahnt" wird, dass andere sich nicht "für mich" interessieren - wie ehrlich ist denn das Interesse anderen gegenüber?
    Ich selbst kenne Phasen, wo ich über viele denke "was reden die denn Oberflächliches, Nebensächliches ... ". Das sind aber Phasen, in denen ich mit mir zu tun hatte, besonderer Stress, Phasen der Trauer ...

    Klar, im Einzelfall kann es sein, dass eine Freundin oder eine Freundschaft sich zur Oberflächlichkeit entwickelt. Aber wenn jemand das Gefühl hat, dass das mit der ganzen Umgebung passiert - dann ist das ein Zeichen, dass derjenige sich sehr um sich selbst dreht, auch wenn er objektiv vielleicht gar keinen Stress hat und auch keinen empfindet.
    Diese Ich-Bezogenheit ist mir nicht sympathisch.
    Genau meine Meinung

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