Hallo zusammen,
ich bin 54 Jahre alt und möchte mit ca. 60 nur noch soviel arbeiten, dass ich kranken- und rentenversichert bin.
Da ich erst im Oktober 2025 Rente ohne Abschlag bekommen werde brauche ich Geld zwischen dem 60. und 64. Lebensjahr.
1. Idee - mit 60 ein Sabbatjahr beantragen, welches gleichzeitig das letzte Jahr bei meinem Arbeitgeber ist.
Geht das überhaupt?
2. Idee - die gut 100 Euro, die ich bislang in meinen Riestervertrag gesteckt habe in eine andere Geldanlage umschichten, damit ich passend zum 60/61. Geb. Geld zur Verfügung habe. Sind ca. 6-7000 Euro.
3. Habt ihr andere Ideen?
Da ich seit meinem 16. Lebensjahr durchgearbeitet habe (bis auf 1 Babyjahr) habe ich keine Lust mehr noch bis 65 zu arbeiten.
Was glaubt ihr, wieviel Geld ihr als Rentnerin benötigt?
Über Ideen freut sich
Anne
P.S. ein abbezahltes Haus ist vorhanden.
Antworten
Ergebnis 1 bis 9 von 9
-
26.10.2015, 19:31Inaktiver User
Geld anlegen mit 54 - Riester, Aktien oder?
-
26.10.2015, 19:57
AW: Geld anlegen mit 54 - Riester, Aktien oder?
Mit dem Abbruch des Riester-Vertrags wäre ich sehr vorsichtig. Muss man dann nicht die Zuschüsse zurückzahlen?
Wieviel Geld man benötigt? Das hängt vom Lebensstil ab. Hast du Wohneigentum? Welche und wieviele Hobbys? Planst du weitere? Wie sieht es mit Urlaub aus? Hast du einen Bio-Tick oder tut es Essen vom Discounter? Kannst du kochen oder muss es ein Restaurant sein? Brauchst du ein Auto?
Ich schätze, je nach Anspruch liegt der Finanzbedarf irgendwo zwischen 800 und 3500 Euro im Monat, relativ normale Maßstäbe vorausgesetzt. Da sind 7000 Euro für 4 Jahre ein Witz. Da sollten mindestens 50000 Euro vorhanden sein. Deshalb kannst du den Riestervertrag auch gleich weiterlaufen lassen.
Du brauchst also mindestens 50000 Euro und hast 6 Jahre Zeit. Die Guthabenzinsen kann man heutzutage vernachlässigen, dafür ist die Inflationsrate auch niedrig. Du solltest also monatlich knapp 700 Euro zur Seite legen, dann sollte das funktionieren.
Ob du das Geld in Aktien anlegen solltest? Ich würde es tun, aber es gibt keine Garantie dafür, dass die Kurse, dann wenn du das Geld brauchst, wirklich gut sind. Wenn du Glück hast, kommst du dann vielleicht auch mit 500 oder 600 Euro Sparrate hin. Eine Garantie gibt es aber nicht.
Mal ganz im Ernst: wenn es halbwegs schön werden soll, braucht man ca. 1000 Euro monatlich plus Kaltmiete bzw. bei abbezahltem, selbstgenutztem Wohneigentum. Überleben kann man auch mit der Hälfte. Echter Luxus ist dann aber noch nicht enthalten.
-
26.10.2015, 22:06Inaktiver User
AW: Geld anlegen mit 54 - Riester, Aktien oder?
Da ich noch etwas arbeiten werde sind es zwischen 460 und 800 Euro die ich dann verdienen werde.
Ich denke, dass ich mit 1500 Euro auskommen werde, da ja die Raten für Riester, Berufsunfähigkeit und Lebensversicherung wegfallen werden.
Bleiben 1000 Euro für 4 Jahre = 48.000 die ich dann haben sollte.
27000 habe ich bis dahin schon - bleiben 21.000 ./. 6 Jahre sind ca. 300 Euro mtl., die ich ab sofort an die Seite legen müsste.
Das geht - nur wie lege ich die an?
Den Riester-Vertrag würde ich natürlich nicht kündigen, sondern nur nicht weiter besparen, damit ich das Geld schon mit 60 und nicht erst mit dem Rentenbeginn zur Verfügung habe.
-
26.10.2015, 22:29
AW: Geld anlegen mit 54 - Riester, Aktien oder?
Wie gesagt, Aktien versprechen eine verhältnismäßig hohe Rendite, es kann aber auch schief gehen. Ich würde es wagen. Aber jeder tickt anders. Du musst dann evtl. den Rentenbeginn verschieben. Aber wenn es gut läuft, kannst du ihn auch vorziehen.
-
27.10.2015, 21:11Inaktiver User
AW: Geld anlegen mit 54 - Riester, Aktien oder?
Ich habe schon lange Aktien in Fonds und kann gut mit den Schwankungen umgehen. Es betrifft ja auch nur einen Teil meines Geldes, sodaß ich den z.B. für das letzte Jahr einplanen kann und zuerst die anderen Reserven aufbrauchen kann.
Bleibt nur die Frage welchen Fonds ich nehme...
-
28.10.2015, 11:12Inaktiver User
AW: Geld anlegen mit 54 - Riester, Aktien oder?
Hallo Anne,
ich kann deine Überlegungen sehr gut nachvollziehen, ich habe selbst auch schon einmal in diese Richtung gerechnet. Eins möchte ich noch zu bedenken geben (was ich selbst bei meinen ersten Rechnungen übersehen hatte).
Wenn man früher aus dem Arbeitsleben ausscheidet oder reduziert, zahlt man nicht mehr (in gleicher Höhe) in die gesetzliche RV ein. Das heißt, die ganzen Prognosen der RV stimmen nicht mehr, weil man am Ende weniger Punkte erzielen wird.
In der Prognose wird immer von der Regelaltersgrenze ausgegangen. Wenn du z. B. mit 66 die Regelaltersgrenze erreichen würdest (die wird dabei unabhängig von den 45 Jahren zu Grunde gelegt) und mit 60 schon aufhörst, verlierst du gegenüber der Prognose die Beitragspunkte für 6 Jahre. Und das kann schon ein ganz ordentlicher Betrag sein, weil man in den späten Berufsjahren ja meist mehr verdient als in früheren Zeiten und damit nochmal ein paar Rentenpunkte sammelt.
Wenn man das vermeiden will, muss man durch eigene Einzahlungen ausgleichen (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil), was natürlich den Geldbedarf für die Überbrückungszeit erhöht. Wenn es auf diese 100, 200 oder 300 Euro an Rente nicht ankommt, umso besser.
Bei der Rentenplanung dürfen natürlich auch nicht die Beiträge zur Krankenversicherung vergessen werden. Und bei Eigentum braucht man immer auch eine Rücklage für Reparaturen usw.
Ich wünsche dir, dass es hinhaut. Ich werde mich dieser Frage noch mal mit 63 beschäftigen.
Grüße Lea
-
31.10.2015, 07:09
AW: Geld anlegen mit 54 - Riester, Aktien oder?
...warum wendest du dich mit deinen Finanzfragen nicht an die Expertin, Hella Sieck? Was nützt dir in solchen existentiellen Angelegenheiten die Aussage von anomymen Frauen, wieviel die zumLeben brauchen, macht doch nur Sinn, wenn die dieselben Voraussetzungen und Bedingungen des Arbeits- und Lebensalltags hätten!...
-
31.10.2015, 14:21Inaktiver User
AW: Geld anlegen mit 54 - Riester, Aktien oder?
Eine professionelle Beratung ist sicherlich oft sinnvoll. Da ich einen gutbezahlten Job habe und natürlich nicht klar ist wie mein Leben in 5-6 Jahren verläuft soll es auch nur so über den Daumen sein.
Ein paar gute Ideen waren schon dabei - notfalls muss ich eben ein halbes Jahr länger arbeiten.
Hella Sick hat übrigens tolle Ideen - das Buch: "Wenn ich einmal reich wär" habe ich vor 6-7 Jahren gekauft und es war richtig gut.
Sollte ich vielleicht noch mal reinschauen. Danke für diese Anregung.
-
31.10.2015, 15:06
AW: Geld anlegen mit 54 - Riester, Aktien oder?
mein erster gang waere zum rentenberatung, auch um sich ausrechnen zu lassen,ob es sich nicht gleich lohnt frueher in rente zu gehen, auch mit abschlaegen, denn je spaeter du gehst, desto hoeher wird dein zu versteuernder anteil an deiner rente, aber das muß man ausrechnen lassen
hast du dir von der rentenversicherung mal ausrechnen lassen, wie viel rente du bekommst ?
und wie hoch deine steuerbelastung krankenversicherungsbeitraege und pflegeversicherungebsietraeg hierauf sind ?
und vor allem wieviel rente dir fehlt, wenn du zwischen 60 und 64 jahren kaum noch was in die rv einbezahlst ?
wenn moeglich wuerde ich den riestervertrag in einen banksparplan umwandeln und nur noch ein minimum einzahlen um die staatlichen praemien weiterhin zu erhalten, und eine zurueckzahlen zu muessen
auch hier solltest du schauen wann dieser fruehestens ausgezahlt werden kann um die staatlich foerderung am besten auszuschoepfen
ob du ein sabbatjahr beantragen kannst mußt du deine arbeitgeber als allererstes fragen, die frage waere dann aber auch wie bist du in dieser zeit krankenversichert ?
wievie geld WIR benoetigen, hilft dir nicht weiter, du mußt schauen wievie geld DU brauchst, und in jedem fall solltest du genug ruecklagen fuer dein abbezahltes haeuschen bilden, denn das kostet immer geld
und eine steuerliche beratung wuerde ich zu diesem thema auch in anspruch nehmenGeändert von Analuisa (02.11.2015 um 10:47 Uhr) Grund: Vollzitat gekürzt


Zitieren
