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Thema: Vorruhestand

  1. Inaktiver User

    Vorruhestand

    So, nun werde ich meine momentanen Grübel-Gedanken mal hier posten. Vielleicht hilft es mir ja.

    Ich gehe in einigen Monaten in den Vorruhestand, bin dann 58 Jahre alt
    und freue mich nach 43-jähriger Berufstätigkeit mit v iel Stress und Belastung riesig darauf...endlich mal nicht mehr so sehr fremdbestimmt sein und Dinge machen, die m i r gefallen.
    Doch nun ist mir aufgefallen, dass all die Dinge, die ich gern wieder mache möchte und auf die ich mich auch freue, sehr introvertiert sind.
    Ich bin auch nicht gerade die geborene "Kegelschwester", wenn ihr wisst, was ich meine. Bin manchmal ganz gern allein, doch ich brauche auch unbedingt Kommunikation, zumal ich beruflich immer welche habe. Mehr, als mir manchmal lieb ist.
    Will auch nicht sofort in blinken Aktionismus verfallen, also s o f o r t nach allen möglichen ehrenamtlichen Aufgaben schauen oder in jeden Verein rennen....

    So langsam bekomme ich richtig etwas Sorge, dass mir eben diese Kommunikation fehlen wird.
    Klar, ich werde mal nach Kursen gucken oder endlich mal walken in einer Gruppe tagsüber.
    Doch hat man da wirklich die Kommunikation,d ie gut tut? Meine Freundinnen sind alle jünger und arbeiten noch, also keine Tagesfreizeit.

    Puh...mehr geschrieben, als ich wollte.
    Doch ich hoffe, dass sich jemand findet, der das schon alles hinter hat und sein "Ding" gefunden hat.
    Wie seid ihr damit umgegangen?

    Und wenn nun jemand schreibt: d e i n e Sorgen möchte ich haben.....dann beiß ich hier in den Tisch!
    Solche "Ratschläge" brauche ich nicht...die hab ich leider schon genug bekommen.

    Gruß
    Septemberhexe

  2. User Info Menu

    AW: Vorruhestand

    Hallo Septemberhexe, hier schreibt jemand, der seit einem halben Jahr das Glück hat, die sogenannte "Altersteilzeit" zu genießen, das heißt die berufs-arbeits-freie Zeit - MEINE FREIHEIT.
    Ich kann nur sagen, dass es für mich eine riesengroße Erleichterung war, nachdem der Stress immer mehr zunahm und dass ich jetzt das Leben ganz neu genieße.
    Allerdings hatte ich schon immer viele Interessen, so einige Pläne und manches kam dann doch anders als geplant.
    Meine Unternehmungen in diesem halben Jahr:
    - ein Fortbildungskurs in einer Hospizgruppe, in der ich früher schon mal mitgemacht hatte
    - ein Computerkurs, weil wir beschlossen hatten, uns einen PC anzuschaffen
    - verschiedene kurze Reisen mal mit meiner Freundin, mal meinem Mann und mal mit meiner Schwester (konnte ich jetzt ohne "Genehmigung" meines Unternehmens planen)
    -und jetzt seit Beginn des neuen Schuljahres die Entlastung unserer Tochter, indem ich unsere Enkelsöhne mit Mittag und Hausaufgabenbetreuung versorge
    - außerdem, sobald ich Zeit habe, Deutsch lernen mit einer kurdischen Freundin.
    Eigentlich wollte ich auch noch Kurse bei der VHS belegen oder Gastzuhörer in der Uni werden - aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
    Mir ist die Zeit bisher nie lang geworden...

    Falls Du noch Anregungen brauchst, noch ein paar Buchtipps:
    "Ins wilde, weite Land des Alterns" Christine Swientek
    "Wenn ich einst alt bin, trage ich Mohnrot" Elisabeth Schlumpf
    "Das Glück der späten Jahre" Judith Giovannelli-Blocher
    Viel Spaß bei der neuen Freiheit !
    (auch mein Text ist leider etwas länger geworden - macht wohl die Begeisterung...)

  3. Inaktiver User

    AW: Vorruhestand

    Und wenn nun jemand schreibt: d e i n e Sorgen möchte ich haben.....dann beiß ich hier in den Tisch!
    Solche "Ratschläge" brauche ich nicht...die hab ich leider schon genug bekommen.
    Liebe Septemberhexe. dann beiß mal!

    Ich denke, für eine Frau mit frei verfügbarer Freizeit, tun sich jede Menge Möglichkeiten auf.
    Hier zum Beispiel werden dringend Leute gebraucht, die noch genießbare, aber "abgelaufene"
    Lebensmittel einsammeln!
    Darum aus vollstem Herzen,

    "Deine Sorgen möcht ich haben"

  4. Inaktiver User

    AW: Vorruhestand

    Weißt du, Karin, da legt jemand seine momentan etwas ängstlichen Gedanken hier "auf den Tisch" und du "haust noch drauf".
    Wer sagt denn, dass ich mich nicht mit karitativen Dingen beschäftigen will?
    Ich meine mit Kommunikation auch nicht, dass ich nun mit diversen Damen Kaffeeklatsch machen möchte....zudem habe ich selbst noch 3 hochbetage Familienmitglieder zu betreuen, daher ist mir der Hospizgedanke auch nicht fremd. Bin seit Jahren Mitglied in der Hospizgesellschaft. da ich aber selbst noch durch die 3 Alten so sehr emotional "in der Sache" bin, kann ich mich dort noch nicht engagieren.
    Es ging nicht um irgendwelche sinnlosen Freizeitaktivitäten. Ich wollte einfach mal hören, wie andere Frauen das angegangen sind.
    Bei gittifrau möchte ich mich herzlich bedanken, das waren konstruktive Gedanken.
    Dadurch, dass mein Mann noch länger arbeiten muss, die Freundinnen auch und ich auch kinder- und enkellos bin, fallen einige Dinge aus.
    Meine Maxime war bisher: "es" wird mich schon finden! Also eine Aufgabe, bei der ich gebraucht werde und die mir aber auch Freude macht.
    Denn ich denke, dass frau nicht einfach irgendwo hinrennen und Hilfe anbieten sollte, sondern erstmal sich selbst fragen: was kann ich leisten, wo sind meine Stärken, aber auch Grenzen.

    Bin durch gittifraus Beitrag auch wieder ein wenig aufgemuntert worden.
    Wahrscheinlich ist so ein wenig Bange nach 43 Berufsjahren auch normal.

    Daher fand ich den Beitrag von Karin auch sehr wenig einfühlsam und destruktiv.
    Gefühle oder Sorgen sind einfach da, Karin, man kann sie durch "abtun" oder "kleinmachen" nicht einfach eliminieren.

    Gruß
    Septemberhexe

  5. Inaktiver User

    AW: Vorruhestand

    Septemberfrau, ich wollte nicht "draufhauen", aber wenn man beim Stellen einer Frage bereits Antworten ausschließt, finde ich das wenig konstruktiv.

    Da ich eine Menge Leute mit größeren Sorgen kenne, lass ich mir diesen Satz nicht nehmen.

    Nichts für Ungut

    Karin

  6. Inaktiver User

    AW: Vorruhestand

    Beneidenswert, dass Du in den Vorruhestand gehen kannst. Mein Problem ist es, dass ich bis 65 arbeiten muss.
    Ich glaube, man muss sich langfristig auf diese Zeit einrichten, rechtzeitig Freundschaften pflegen und Hobbbys haben. Das ist nämlich eine enorme Umstellung, bei der viele in ein Loch fallen. Es gibt Ehrenamt-Agenturen, die viele Möglichkeiten anbieten und und und.
    Ich hätte z.B. auf keinen Fall Lust, Hausaufgabenbetreung bei Enkelkindern zu machen.
    Ich kann mich Karin nur anschließen, es gibt wirklich größere Sorgen. Das bekomme ich in letzter Zeit in meinem Freundeskreis mit.
    Bücher lesen beruhigt vielleicht, aber verändern tut es nichts.

    Liebe Grüße Nettie

  7. User Info Menu

    AW: Vorruhestand

    Hallo Septemberhexe

    Lese deinen Beitrag erst jetzt und kann nur antworten:
    Freu dich drüber, ich wäre überglücklich wenn ich "nur" noch meine Kurse geben und in die Fortbildung gehen dürfteohne Zeitnot an Choreo´s arbeiten, Stunden damit zubringen die passende Musik für Auftritte und Kurse auszusuchen, viel Neues ausprobieren, an meinen Kostümen rumbasteln, WS besuchen die weiter weg sind und auch mal wieder hier und da einen Flohmarkt machen(wozu ich im Moment nie Zeit habe).
    Und ansonsten vielleicht sogar wieder ehrenamtlich in unserm alternativen Kulturzentrum mitarbeiten, wandern oder lesen oder schreiben, oder malen oder mich wieder mal ausgiebiger mit meinen Heilsteinen und den Homöopathiebüchern beschäftigen, oder mit Tarot , oder ....oder...
    Ein Traum wäre das, ein Traum der in Erfüllung geht sozusagen.
    Kann dir infolgedessen als Tipp geben:
    Suche dir ein zeitaufwendiges Hobby, am besten eines das Gesund und Fit erhällt und zwar EINES das ausbaufähig ist, versuche ständig dazuzulernen und das mit viel Freude und eine ehrenamtliche Tätigkeit wäre natürlich auch in Erwägung zu ziehen, Sorgentelefon für Jugendliche z.B oder Arbeit im Tafelladen, Betreuerin für alte Menschen die keine Angehörigen mehr haben (bekomme dies zur Zeit auf meiner Arbeit mit, die alten Leutchen freuen sich sehr wenn "ihr" Betreuer/in kommt).
    Mensch, frau du hast es gut, versuche dir das mal so richtig zu Gedächtniss zu bringen, freu dich drüber.

    Chaoshexe
    Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

  8. Inaktiver User

    AW: Vorruhestand

    Hallo Septemberhexe,

    Du solltest es erstmal in Ruhe auf Dich zukommen lassen und am Anfang einfach die freie Zeit geniessen. Ist ja wahrscheinlich Sommer, wenn Du aufhörst.
    Wirst schnell feststellen, dass du weniger Zeit hast, als Du jetzt denkst. So ging es mir wenigstens.
    Ich gehe einmal in der Woche mit 2 Freundinnen schwimmen, habe seit 25 Jahren einen Frauenkreis und daraus ergeben sich auch gemeinsame Unternehmungen.

    Seit knapp 2 Jahren betreue ich einmal in der Woche einen älteren psych. kranken Herrn. Er ist nicht sehr stark behindert und wir können zusammen einkaufen gehen, Gesellschaftsspiele machen usw.

    Enkelkinder habe ich auch keine, bin aber trotzdem immer beschäftigt. Sollte ich wirklich mal Langeweile haben, gibt es ja noch die BriCom. Habe hier sehr viele nette Menschen kennengelernt, einige davon inzwischen auch persönlich.

    Freue Dich also auf die Zeit, da Du über Deine Zeit ganz alleine bestimmen kannst.

    Wünsche Dir alles Gute.
    Lorolli

  9. Inaktiver User

    AW: Vorruhestand

    Hallo Septemberhexe,

    ich bin noch sicherlich 15 Jahre davon entfernt, aber ich hatte mit Ende 40 unerwartet ein Jahr freie Zeit mit ähnlichen Fragestellungen. Alles um mich herum arbeitete oder war sonstwie in längst eingespielte Tagesroutinen eingebunden. Nur ich hatte von jetzt auf gleich ohne Ende Zeit, da täglich 10-12 Stunden Arbeit wegfielen. So konnte ich ja auch Einkaufen und Haushaltsarbeit großzügig verteilen und hatte auch plötzlich am Wochenende viel mehr Zeit als vorher.

    Und ich gebe zu: ich wollte mich nach damals schon über 20 Berufsjahren endlich mal nur um mich drehen. Keine Verpflichtung, kein Termindruck, morgens aufstehen und mal schauen, was der Tag so bringt. Das ging aber nur so 1 Monat. Danach bin ich mal durch mein Leben gegangen und habe jede Phase durchforstet nach Dingen, die ich so gerne gemacht hätte, die aber aus den unterschiedlichsten Dingen in der jeweiligen Zeit nicht möglich waren. Und die Dinge habe ich dann systematisch nachgeholt. Dazu gehörte z. B. ein Buch schreiben, aber auch Inlineskaten lernen, weil ich als Kind zu ängstlich war, Rollschuh zu laufen.

    Ich wünsche dir einen wunderbaren Start in den neuen Lebensabschnitt und dreh Dich mal um Dich und Deine "Luxusprobleme", ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben oder Dich rechtfertigen zu wollen. Das meine ich ernst, denn ohne Dich zu kennen, lese ich aus Deinen Postings raus, dass Du neben Beruf, Haushalt, Ehemann auch noch 3 andere Menschen mitbetreust. Da blieb sicherlich nicht so viel Zeit für Dich. Nutze sie jetzt - die Zeit, die wir haben ist ja schließlich endlich. Also wann, wenn nicht heute!!

    Kranich

  10. User Info Menu

    AW: Vorruhestand

    Hallo Septemberhexe,

    ich kann Deine Überlegungen gut verstehen. Ich selber bin zurzeit noch halbtags berufstätig, gehe aber in 3 Jahren in Rente.
    Schon seit einiger Zeit überlege ich, was ich dann mit meiner Zeit sinnvoll anfangen werde.
    Ich habe aber schon seit einigen Jahren ein paar Dinge verfolgt, die ich weiter verfolgen werde, wenn ich in Rente sein bin. So bin ich z.B. seit ein paar Jahren ehrenamtlich in der Gefangenbetreuung tätig. Vor dieser Zeit hatte ich ein ganz anderes Ehrenamt.
    Gerade bei der Wahl des Ehrenamts hast Du eine sehr große Auswahl. Man sollte sich nur überlegen, in welche Richtung man gehen möchte, aber eine Korrektur ist auch da jedrzeit möglich.

    Außerdem bin ich in eine Schwimmgruppe locker integriert, einfach weil ich mich gesundheitlich fit halten will.
    Und ich bin in einem Lesekreis, weil ich schon immer gerne gelesen habe, aber auch mal gerne mit anderen Menschen über das Gelesene sprechen wollte.
    Du schreibst, dass Du Dir nicht sicher bist, ob Du die Kommunikation findest, die Dir gut tut....
    Das allerdings kannst nur Du alleine herausfinden, denn gute Kommunikation bedeutet für jeden etwas anderes.
    Und noch etwas habe ich in den letzten Jahren erfahren. Man muss einfach Einiges ausprobieren, um zu sehen, ob es passt oder nicht....aber auch das macht viel Spass.
    Liebe Grüße
    Duna

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