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  1. Inaktiver User

    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von bittersweet0403 Beitrag anzeigen
    Es geht ja nicht nur um die klassischen biologischen Aufgaben, sondern um Nähe, Geborgenheit, Vertrauen, nicht alleine sein ..........
    Das gibt einem hoffentlich nicht nur ein Partner. Und wenn ich mir viele Biographien so anschaue, dann frag ich mich, ob das in vielen Beziehungen tatsächlich eingelöst wird und/oder man nicht einen (zu) hohen Preis zahlt dafür, dass man das nur punktuell und temporär von einem Partner bekommt.

    Mit Geborgenheit ist ja nun Essig, wenn du verlassen wirst.

  2. Inaktiver User

    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von bittersweet0403 Beitrag anzeigen
    Man kann aber seine Einstellung zu einem evtl. Partner ändern. Ihn nicht so weit an sich heran lassen. Immer eine gewisse Distanz halten, seelisch und psychisch gesehen. Die aktuelle Zeit geniessen und sich darüber im klaren sein, dass es auch mal anders kommen kann.

    Das was du dir vorgenommen hattest, hatte ich mir nach meiner Scheidung auch vorgenommen. Mittlerweile bin ich sogar wieder verheiratet, aber mit einer ganz anderen Sichtweise und mit Distanz.
    Das finde ich eine interessante Sichtweise.

    Wie machst Du das?
    Innerlich Distanz halten?
    Musst Du Dir das immer wieder vorsagen und Dich dazu zwingen?.
    Oder geht das eher dadurch, dass Du einfach mehr Dinge für Dich tust, mehr bei Dir bleibst?


  3. Registriert seit
    12.11.2014
    Beiträge
    970

    AW: Alleine bleiben

    Ich bin nicht verbittert - wirklich nicht. Das paßt auch nicht zu meinem Naturell. Ich lache wieder, sehr gern sogar. Heute abend bin ich auf eine Party eingeladen - ich werde mich ein wenig betrinken und mich hoffentlich gut amüsieren, aber wenn mir da einer Avancen machen sollte, wird er auf Granit beißen.
    Ich kann gut alleine sein. Und bin es trotzdem nicht - da sind einige Menschen um mich herum, es fehlt mir nicht an Austausch. Nähe und Vertrauen kann man auch mit Geschwistern und guten Freunden erleben. Ich bin jetzt 55 und habe so viel erlebt, daß es für zwei Leben reichen würde. Vielleicht ist es einfach genug. Ich stelle es mir schön und freidlich vor, ab jetzt alleine zu bleiben.


  4. Registriert seit
    23.09.2010
    Beiträge
    2.410

    AW: Alleine bleiben

    Warum braucht es so eine absolute Entscheidung?

    Wenn ich in einer Beziehung war und jetzt bin, konnte/kann ich mir immer auch vorstellen, allein zu leben. Spiele ich in Gedanken sogar gelegentlich durch, und wenn ich weiß, (wie) es geht, dann ist alles gut. Als ich allein war, konnte ich mir immer auch vorstellen, wieder eine irgendwie angelegte Beziehung einzugehen. Das Leben nehmen, wie es kommt (mal kommt es knüppelhart, aber dann wird es auch wieder traumhaft leicht).
    Einen zu festen Lebenplan empfinde ich als einengend.


  5. Registriert seit
    14.08.2010
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    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Warum braucht es so eine absolute Entscheidung?
    Genau der Punkt. Es wäre gar nicht nötig, jetzt irgendetwas festzulegen. Es ist einfach eine Haltung, wahrscheinlich hilft sie
    dir, Honeysuckle_Rose, bei der Krisenbewältigung. Auf jeden Fall ist sie Ausdruck der Krise. Wenn die Krise überstanden ist, wird auch diese rigide Haltung nicht mehr nötig sein.


  6. Registriert seit
    14.08.2010
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    1.039

    AW: Alleine bleiben

    sorry, doppelt

  7. Avatar von Opelius
    Registriert seit
    24.04.2004
    Beiträge
    16.512

    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Lea1958 Beitrag anzeigen
    Einen zu festen Lebenplan empfinde ich als einengend.
    So etwas hat mein jüngster Sohn gemacht: Er hat sein Leben auf einer Exceltabelle geplant. Es funktioniert aber nicht. Es kommt immer was dazwischen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  8. Inaktiver User

    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Honeysuckle_Rose Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht verbittert - wirklich nicht. Das paßt auch nicht zu meinem Naturell. Ich lache wieder, sehr gern sogar. Heute abend bin ich auf eine Party eingeladen - ich werde mich ein wenig betrinken und mich hoffentlich gut amüsieren, aber wenn mir da einer Avancen machen sollte, wird er auf Granit beißen.
    Ich kann gut alleine sein. Und bin es trotzdem nicht - da sind einige Menschen um mich herum, es fehlt mir nicht an Austausch. Nähe und Vertrauen kann man auch mit Geschwistern und guten Freunden erleben. Ich bin jetzt 55 und habe so viel erlebt, daß es für zwei Leben reichen würde. Vielleicht ist es einfach genug. Ich stelle es mir schön und freidlich vor, ab jetzt alleine zu bleiben.
    Ich kann gut verstehen, was du da beschreibst.
    Wäre meine Ehe (warum auch immer) vorbei - gäbe es für mich auch keine neue Beziehung mehr...Bestimmt würde ich auch irgendwann wieder lachen und mich freuen können, aber das ist ja zum Glück unabhängig davon, dass man in einer Beziehung steckt.

    Ich bin kein Mensch, der seine Einstellung zu einem Partner "auswählen" kann oder gar die Intensität der Beziehung. Bei mir ist es ganz oder gar nicht...wäre meine Langzeitehe um, bliebe ich alleine...ich glaube an Dinge wie Lebensliebe ect. Und wenn man die verliert, ist alles andere nur noch ein Kompromiss..(sonderlich kompromissbereit war ich nie..)

    Lust, wieder zu flirten, mich "einzulassen", zu binden, mich auf einen Mann einzustellen, seine Eigenheiten zu akzeptieren, mich mit ihm zusammen zu raufen...seine Socken zu waschen und von Vorne zu beginnen, hätte ich nicht, nicht nachdem wir 2 ein uraltes, eingespieltes und glückliches Team sind...

    Ich bin alt, anspruchsvoll und bekennend zickig, neige zu Sarkasmus und von daher garantiert nicht Traum schlafloser Nächte eines älteren bindungswilligen Herren...außerdem koche ich nicht gerne ;-)

    Man kann das Leben auch genießen, wenn man alleine ist und alleine bleiben möchte - das erlebe ich bei meinen Solo-Freundinnen. Alleine sein heißt ja nicht einsam sein.

    Trennungen/Verluste sind für mich auch schrecklich...die wenigen Menschen, die ich lieb(t)e, liebe ich aus vollem ganzen Herzen (was nicht ausschließt, dass es auch manchmal Streit gibt..). Wenn sie gehen, dann geht wirklich auch ein Teil von mir (klingt kitschig, ist aber so..).

  9. Avatar von schafwolle
    Registriert seit
    17.09.2008
    Beiträge
    22.326

    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Honeysuckle_Rose Beitrag anzeigen
    trotzdem bin ich über das Schlimmste hinweg...
    Liebe Honey,

    das freut mich sehr für Dich, wirklich!

    Ich habe dafür sehr viel länger gebraucht ... Jahre, um ehrlich zu sein.
    Aber das dürfte an der äußerst unschönen Art und Weise der Trennung
    nach immerhin 22 Ehejahren gelegen haben.

    Ich hatte viele Deiner Beiträge vor und während der Trennungsphase
    gelesen und konnte mich sooo gut in Deine verletzten Gefühle hinein versetzen.
    Wahrscheinlich nicht zuletzt auch deshalb, weil mein Mann ebenfalls um einiges
    jünger war und ich Deine klaren Gedankengänge, gerade den Altersunterschied
    betreffend, sehr gut nachvollziehen konnte.

    Nachdem Ihr, wie ich Dich verstanden habe, überwiegend schöne Jahre
    mit einander hattet, nehme ich einfach mal an, dass Du nichts bereust. Mir
    jedenfalls geht es so - no regrets - es war gut so, wie es war.

    .. sich von dem Zirkus für immer zu verabschieden. Nie wieder verletzt werden. Darin liegt eine Befreiung für mich. Kann das jemand verstehen ?
    Ja, ich verstehe das nur allzu gut. Und dazu bedarf es keiner Verbitterung. Ich
    habe mit dem Thema "Beziehung" am Tag der Scheidung abgeschlossen. Es war
    kein Entschluss im herkömmlichen Sinn, sondern ich wusste es einfach. Schwer
    zu erklären.

    Diese Ehe hat sämtliche Hochs und Tiefs, die es meinem Ermessen nach geben
    kann, beinhaltet, das ganze Spektrum intensiver Gefühle. Und die drei wunderbaren
    Kinder, die aus dieser Beziehung hervorgegangen sind, retten einen Teil der guten
    Vergangenheit in die Gegenwart und in die Zukunft.

    Meine ganze Zuneigung gilt ihnen, ebenso meinem Hund ;) und einer Handvoll
    wertvoller Menschen.

    Die Aussicht auf alleine sein "im Alter" ängstigt mich ein wenig ... aber nicht genug,
    um mich nochmal auf eine Beziehung einzulassen. Im Moment ist alles gut so,
    wie es ist.
    Fühl Dich verstanden.


  10. Registriert seit
    15.11.2013
    Beiträge
    7.537

    AW: Alleine bleiben

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie machst Du das?
    Innerlich Distanz halten?
    Musst Du Dir das immer wieder vorsagen und Dich dazu zwingen?.
    Oder geht das eher dadurch, dass Du einfach mehr Dinge für Dich tust, mehr bei Dir bleibst?
    So ist es. Ich tue mehr für mich. Mache auch meine eigenen Aktivitäten und konzentriere mich nicht nur auf meinen Mann. Ich bleibe für mich selbstständig. Ich werde mich nicht mehr verbiegen, um etwas passend zu machen. Solange ich zufrieden bin, ist alles gut. Gibt es zuviele Komponenten, die mich unzufrieden machen, werde ich den für mich richtigen Schritt unternehmen.

    Ich glaube, dass das Hauptproblem darin liegt, dass viele Frauen so in ihrer Liebe verstrickt sind, dass sie sich selbst nicht mehr spüren. Sie wollen um jeden Preis diese Liebe halten und fallen dann in ein tiefes Loch.

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