Das gibt einem hoffentlich nicht nur ein Partner. Und wenn ich mir viele Biographien so anschaue, dann frag ich mich, ob das in vielen Beziehungen tatsächlich eingelöst wird und/oder man nicht einen (zu) hohen Preis zahlt dafür, dass man das nur punktuell und temporär von einem Partner bekommt.
Mit Geborgenheit ist ja nun Essig, wenn du verlassen wirst.
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Thema: Alleine bleiben
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20.02.2015, 14:15Inaktiver User
AW: Alleine bleiben
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20.02.2015, 14:27Inaktiver User
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20.02.2015, 15:24
AW: Alleine bleiben
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Geändert von Honeysuckle_Rose (24.11.2021 um 18:50 Uhr)
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20.02.2015, 16:41Inaktiver User
AW: Alleine bleiben
Warum braucht es so eine absolute Entscheidung?
Wenn ich in einer Beziehung war und jetzt bin, konnte/kann ich mir immer auch vorstellen, allein zu leben. Spiele ich in Gedanken sogar gelegentlich durch, und wenn ich weiß, (wie) es geht, dann ist alles gut. Als ich allein war, konnte ich mir immer auch vorstellen, wieder eine irgendwie angelegte Beziehung einzugehen. Das Leben nehmen, wie es kommt (mal kommt es knüppelhart, aber dann wird es auch wieder traumhaft leicht).
Einen zu festen Lebenplan empfinde ich als einengend.
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20.02.2015, 17:05Inaktiver User
AW: Alleine bleiben
Genau der Punkt. Es wäre gar nicht nötig, jetzt irgendetwas festzulegen. Es ist einfach eine Haltung, wahrscheinlich hilft sie
dir, Honeysuckle_Rose, bei der Krisenbewältigung. Auf jeden Fall ist sie Ausdruck der Krise. Wenn die Krise überstanden ist, wird auch diese rigide Haltung nicht mehr nötig sein.
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20.02.2015, 17:05Inaktiver User
AW: Alleine bleiben
sorry, doppelt
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20.02.2015, 17:07
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20.02.2015, 17:17Inaktiver User
AW: Alleine bleiben
Ich kann gut verstehen, was du da beschreibst.
Wäre meine Ehe (warum auch immer) vorbei - gäbe es für mich auch keine neue Beziehung mehr...Bestimmt würde ich auch irgendwann wieder lachen und mich freuen können, aber das ist ja zum Glück unabhängig davon, dass man in einer Beziehung steckt.
Ich bin kein Mensch, der seine Einstellung zu einem Partner "auswählen" kann oder gar die Intensität der Beziehung. Bei mir ist es ganz oder gar nicht...wäre meine Langzeitehe um, bliebe ich alleine...ich glaube an Dinge wie Lebensliebe ect. Und wenn man die verliert, ist alles andere nur noch ein Kompromiss..(sonderlich kompromissbereit war ich nie..)
Lust, wieder zu flirten, mich "einzulassen", zu binden, mich auf einen Mann einzustellen, seine Eigenheiten zu akzeptieren, mich mit ihm zusammen zu raufen...seine Socken zu waschen und von Vorne zu beginnen, hätte ich nicht, nicht nachdem wir 2 ein uraltes, eingespieltes und glückliches Team sind...
Ich bin alt, anspruchsvoll und bekennend zickig, neige zu Sarkasmus und von daher garantiert nicht Traum schlafloser Nächte eines älteren bindungswilligen Herren...außerdem koche ich nicht gerne ;-)
Man kann das Leben auch genießen, wenn man alleine ist und alleine bleiben möchte - das erlebe ich bei meinen Solo-Freundinnen. Alleine sein heißt ja nicht einsam sein.
Trennungen/Verluste sind für mich auch schrecklich...die wenigen Menschen, die ich lieb(t)e, liebe ich aus vollem ganzen Herzen (was nicht ausschließt, dass es auch manchmal Streit gibt..). Wenn sie gehen, dann geht wirklich auch ein Teil von mir (klingt kitschig, ist aber so..).
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20.02.2015, 17:33
AW: Alleine bleiben
Liebe Honey,
das freut mich sehr für Dich, wirklich!
Ich habe dafür sehr viel länger gebraucht ... Jahre, um ehrlich zu sein.
Aber das dürfte an der äußerst unschönen Art und Weise der Trennung
nach immerhin 22 Ehejahren gelegen haben.
Ich hatte viele Deiner Beiträge vor und während der Trennungsphase
gelesen und konnte mich sooo gut in Deine verletzten Gefühle hinein versetzen.
Wahrscheinlich nicht zuletzt auch deshalb, weil mein Mann ebenfalls um einiges
jünger war und ich Deine klaren Gedankengänge, gerade den Altersunterschied
betreffend, sehr gut nachvollziehen konnte.
Nachdem Ihr, wie ich Dich verstanden habe, überwiegend schöne Jahre
mit einander hattet, nehme ich einfach mal an, dass Du nichts bereust. Mir
jedenfalls geht es so - no regrets - es war gut so, wie es war.
Ja, ich verstehe das nur allzu gut. Und dazu bedarf es keiner Verbitterung. Ich.. sich von dem Zirkus für immer zu verabschieden. Nie wieder verletzt werden. Darin liegt eine Befreiung für mich. Kann das jemand verstehen ?
habe mit dem Thema "Beziehung" am Tag der Scheidung abgeschlossen. Es war
kein Entschluss im herkömmlichen Sinn, sondern ich wusste es einfach. Schwer
zu erklären.
Diese Ehe hat sämtliche Hochs und Tiefs, die es meinem Ermessen nach geben
kann, beinhaltet, das ganze Spektrum intensiver Gefühle. Und die drei wunderbaren
Kinder, die aus dieser Beziehung hervorgegangen sind, retten einen Teil der guten
Vergangenheit in die Gegenwart und in die Zukunft.
Meine ganze Zuneigung gilt ihnen, ebenso meinem Hund ;) und einer Handvoll
wertvoller Menschen.
Die Aussicht auf alleine sein "im Alter" ängstigt mich ein wenig ... aber nicht genug,
um mich nochmal auf eine Beziehung einzulassen. Im Moment ist alles gut so,
wie es ist.
Fühl Dich verstanden.
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20.02.2015, 17:34Inaktiver User
AW: Alleine bleiben
So ist es. Ich tue mehr für mich. Mache auch meine eigenen Aktivitäten und konzentriere mich nicht nur auf meinen Mann. Ich bleibe für mich selbstständig. Ich werde mich nicht mehr verbiegen, um etwas passend zu machen. Solange ich zufrieden bin, ist alles gut. Gibt es zuviele Komponenten, die mich unzufrieden machen, werde ich den für mich richtigen Schritt unternehmen.
Ich glaube, dass das Hauptproblem darin liegt, dass viele Frauen so in ihrer Liebe verstrickt sind, dass sie sich selbst nicht mehr spüren. Sie wollen um jeden Preis diese Liebe halten und fallen dann in ein tiefes Loch.



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